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Schon mal aufgefallen?

November 18th, 2006 von buergermeister

Ich hab ewig hier keine “Kontaktanzeige” mehr aufgegeben, da hat der Hr. Inspirator ja gar nichts mehr zum nachkochen. :-D Aber morgen Abend haben wir mal wieder Gäste, es soll nach meiner Belgien-Tour ein belgischer Abend werden. Kirschbier und Klosterbier hab ich ja von der Reise mitgebracht. Es soll Apfelsuppe, Loose Vinken mit Mandelbällchen und eine Lütticher Torte zum Nachtisch geben. Mal schauen welches Rezept ich veröffentliche, Wünsche können ja geäußert werden. ;-)

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  • La música de los cuervos Teil 10

    November 18th, 2006 von buergermeister

    Auf dem Weg zum Myspace, denn sie hatten nun entschieden, zum Poetry Slam zu gehen (das heißt, Mia hatte entschieden), waren sie sehr schweigsam. Mia versuchte das Gesprächs-Tiefdruckgebiet zu füllen, indem sie Thorsten mit Fragen bombardierte.
    „Was sind denn so deine Hobbies?“ – „Das haben wir doch schon online ausdiskutiert.“
    Dana schaltete ihre Ohren wieder ab und verschanzte sich in ihrer eigenen Welt aus Gedanken und Träumen. Aber die sah heute düster aus, Regenwolken verhangen.

    Das Myspace war eine alte Villa, kurz vor der Baufälligkeit. Einige Idealisten veranstalteten dort manchmal solche Poetry Slams wie heute oder Lesungen, Diskussionen über Politik, Umweltprobleme, Religion. Alles Mögliche. Current affairs.
    Die Bude war voll heute. Dana fühlte sich schon ein wenig betrunken von den Martinis, aber sie holte sich trotzdem noch ein Bier. Erst, als der Erste zu lesen begann, setzte sie sich zu den beiden anderen, die ihr einen Platz freigehalten hatten.
    Es war ein kleines, süßes Gedicht über Vögel, Regentropfen und den Herbst. Nichtig. Keine tollen Bilder oder Metaphern. Aber ganz nett, wie Mia ihr ins Ohr flüsterte. Diese Einschätzung, so fand Dana, war schlimmer als der totale Verriß. Wenn jemals jemand irgendetwas von ihr als „ganz nett“ bezeichnete, wollte sie aufhören zu schreiben. Aber das alles erzählte sie Mia nicht, sondern versuchte, noch grimmiger und unnahbarer drein zu blicken.
    Der nächste war an der Reihe.
    Er hatte seine Haare zu spitzen Stacheln gestylt, so sah er aus wie ein Igel. Die lederne, gemusterte Jacke ließ eher auf ein Krokodil schließen. Und schließlich die Schuhe, die waren wie die des kleinen Mucks. Aber wer weiß, vielleicht war dieser Typ der neue Hemingway. Vorn angekommen, stellte er einen alten Kassettenrekorder vor sich hin – High Tech – und drückte auf Play.
    Zunächst erklang nur Quietschen, dann gesellten sich einige Klavierschnipsel und karge Gitarrenakkorde dazu. Was sollte das werden? Zusammen alte Kassetten anhören? ‘Das ist eine Lesung, du Depp’, dachte Dana.
    Geigentöne wie das morbide Kreischen dunkler Vögel … dann weiblicher Gesang. Aber nein, kein Gesang in dem Sinne, es fehlten die Worte, eher ein Heulen.
    Und dann, endlich, begann er zu lesen. In die Musik hinein, kaum lauter als ein Flüstern.

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  • La música de los cuervos Teil 9

    November 17th, 2006 von buergermeister

    Dana hatte Entretenimiento sofort erkannt. Sie wußte, wer er war, natürlich. Er, dessen Blicke sie so verfolgten … er hatte nun einen Namen, Thorsten Weber, und er stand vor ihr, den Arm um Mia gelegt.
    Am liebsten wäre sie nach Hause gerannt.
    In ihrem Selbstmitleid sah sie nicht, daß Thorsten ähnlich dreinschaute wie sie.
    „Was ist denn, hey, Erde an Dana -“
    „Nichts. Gehen wir rein.“

    Dana bestellte sich einen trockenen Martini und setzte sich auf einen Barhocker, das Gesicht zur Faust geballt. Sie beteiligte sich nicht am Gespräch, beschäftigte sich lieber ausgiebig mit ihrer Olive, sollten sie doch turteln, diese Tauben!
    Sie war eine Dame von Welt, da stand sie doch drüber, das war ihr doch alles egal … Romance and relationships? Humbug!
    Die beiden unterhielten sich über Weblogs, Blogs und BloggingPodcast? ‘Oh, wie romantisch …’, dachte sie hämisch.
    Sie hörte einige Gesprächsfetzen. „Moblog?“, sagte Mia gerade. „Ja, das …“
    Dana schaltete ihre Ohren ab. Sollten sie doch labern.
    Sie bestellte sich einen weiteren Martini. Ab und zu blickte Mia beunruhigt zu ihr hin. Babosa vaca.
    Als Dana ihren dritten Martini vor sich stehen hatte, fragte Mia leise: „Was ist denn los mit dir?“
    „Niente.“
    „Ach komm, du hast doch was.“
    „Non.“
    ‘It’s personal‘, dachte sie, ‘und das wirst du nicht verstehen.’

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  • Spinner @ Blogosphere

    November 16th, 2006 von buergermeister

    Oder wie ich zu dem Prädikat “moralisch bedenklich” kam. Seit Tagen hab ich sinnlose Track- und Pingbacks, von jemanden der sein Impressum auf einem riesigen roten Bild mit verschwommener blauer Schrift hat und dazu eine Adresse in Grossbritannien. Erst kamen Links, die auf ein anderes Blog hinwiesen und immer wieder das Gleiche Impressum. Besucht man diese Seite empfängt einem eine halbe Seite, Androhung rechtlicher Gewalt wenn man dieses Blog verlinkt. Der Witz ist der scheint ein wenig Plemplem im Kopf zu sein.

    Art. 2 Abs. 1 in Verb. mit Art. 1 Abs. 1 (GG) (Persönlichkeitsrecht)
    → Jeder Mensch hat das Recht auf informelle Selbstbestimmung und somit die Befugnis grundsätzlich selbst über Preisgabe, Einsatz bzw. Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.

    Auf diesen Artikel unseres Grundgesetzes beruft er sich, keiner verwendet Deine persönliche Daten, wenn er Dich verlinkt. Und weil die halbe Seite Hinweis immer noch nicht ausreicht steht am Ende nochmal ein Hinweis, logischerweise bei der Intelligenz mit Rechtschreibefehler.

    Aber jetzt der Hammer so eben hab ich wieder ein Pingback bekommen, dem Artikel einmal gefolgt, wird in dem entsprechenden Blogeintrag dazu aufgefordert nach rassistischen und sexistischen Beiträgen in meinem Blog zu suchen. Nicht nur in meines sondern die halbe Blogosphere wird da solcher Umtriebe beschuldigt. Hehe was ist denn mit meinem “Persönlichkeitsrecht”?

    Na dann verklag mich mal Punisher

    Kleiner Linktip: http://www.digi-info.de/de/netlaw/urteile/urteil.php?uid=163

    Geschrieben in The Weblog, Wundersame Webwelt | 16 Kommentare »

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  • La música de los cuervos Teil 8

    November 16th, 2006 von buergermeister

    „Hallo Mia. Gut siehst du aus. Daneben wirke ich ja wie eine graue Maus.“
    „Ach nein, eher wie eine schwarze.“
    Dana blickte an ihrer schwarzen Bluse herunter, die mit ihrer schwarzen Samthose verschmolz, und knurrte ungnädig.
    „Nun erzähl mal, wie war’s?“
    „Sein Name ist Thorsten Weber. Seine Freunde nennen ihn Web. Kein Wunder, daß er sich online so einen langen, zungenbrecherischen Namen zugelegt hat.“
    „Na, und wie weiter?“
    Ihre Absätze klackten in unterschiedlichen Rhythmen auf dem Pflaster des Fußwegs.
    „Ich weiß nicht, er kommt mir nicht so vor wie Entretenimiento. Er ist schweigsamer.“
    Wie schaffte sie es nur, seinen Namen auszusprechen, ohne sich die Zunge dabei zu verknoten?
    „Nahezu in sich gekehrt …“
    „Er ist ja auch nicht Entretenimento … -miento, hilfe, dieser Name, ich meine, er ist in Wirklichkeit Thorsten Weber. Nur vor seinem Laptop ist er Entre-und-so-weiter“, sagte Dana.
    „Ja. In Wirklichkeit kann er wohl nicht so aus sich raus gehen. Na ja, was soll’s.“
    „Und wie gefällt er dir nun?“
    „Oh, er sieht echt gut aus. Nett ist er auch. Ich denke, man kann sich schon in ihn verlieben. Ein bißchen bin ich’s jedenfalls. Wenn er nur nicht so still wäre …“
    „Tja, c’est la vie. Nobody is perfect.“
    Eine Weile liefen sie schweigend nebeneinander her, der kühle Abendwind wehte ihnen durchs Haar.
    „Was wollen wir überhaupt machen?“, fragte Dana.
    „Oh, erstmal treffen wir uns im Culture Club. Da können wir ja einen oder zwei Cocktails trinken. Ich weiß nicht, heute abend ist so viel los, das entscheiden wir nachher zusammen, oder? Im Myspace sind immer tolle Events.“
    „Ich hab gelesen, da soll heute so ein Poetry Slam sein.“
    „Oh cool! Hast du was zum Vorlesen mit?“
    „Non.“
    „Und so was nennt sich Hobby-Autorin.“
    „Ich werf doch keine Perlen vor die Säue … confiture aux chocons.“
    „Ts, ts … sowas Eingebildetes – ah, da ist er, das nenne ich Timing!“
    Pasatiempos, passende Zeit?
    Sie trafen sich direkt vor dem Culture Club, die Damen kamen aus der einen, er aus der anderen Richtung.
    „Hallo!“, Mia stürmte auf Entretenimiento zu und umarmte ihn.
    „Dana, das ist Thorsten, Thorsten – Dana.“ Mia runzelte die Stirn. „Was ist denn, Dana?“
    Dana war wie erstarrt stehen geblieben und sah aus, als hätte sie einen Geist gesehen. Das Lachen war aus ihrem Gesicht verschwunden, ersetzt durch eine erschrockene, enttäuscht und unglücklich anmutende Miene. Sie sah aus wie ein Kind, dem jemand das Lieblings-Spielzeug gestohlen hatte – das Unglück war zu groß, um es gleich ganz fassen zu können, aber es fraß sich seinen Weg langsam, aber sicher ins Bewußtsein.
    Sie sah aus, als wäre sie den Tränen nahe.

    Geschrieben in Endless Stories | 2 Kommentare »

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  • Konqueror

    November 16th, 2006 von buergermeister

    Beim Buchstaben K im Alphabet angelangt, will der Hr. Inspirator wissen, was es mit Konquror auf sich hat. Der Konquror ist der Dateimanager/Webbrowser des KDE-Projektes. Also das was bei den Winlusern, der Explorer ist. Zuerst gab es den “Seemann” alias Navigator von Netscape, dem setzte Windows den Explorer, den Entdecker entgegen und KDE kontert seinerseits mit dem Conqueror dem Eroberer, KDE-typisch mit K im Namen. Die Engine KHTML, welche auch im Safari arbeitet, macht aus ihm einen HTML-4.01 konformen Webbrowser mit eingebauter JavaScript und CSS2 Unterstützung. Seit Version 3.5 mit fehlerfreiem Acid2-Test. Tabbed Browsing beherrscht er auch.
    Da aber der Konqueror nicht nur der Webbrowser sondern auch der Dateimanager von KDE ist, muss er allerdings mehr können. Für die weiteren Funktionalitäten stellt er die Schnittstelle für die KParts dar, die Plugins welche den Konqueror die entsprechenden Fähigkeiten geben. Mittels KGhostview werden beispielsweise PDF-Dateien darfgestellt, KView für die Betrachtung von Bildern usw. Er kann aber auch eine Menge meh, er ist z.B. ein vollwertiger FTP-Client, man kann in ihm Man-Pages lesen, auf POP3/Imap-Server zugreifen, mittels Cervisia-Modul automatisch auf CVS-Repositories zugreifen. Besonders witzig sind die definierten “Protokolle”, so bringt uns die Eingabe wp://Konqueror direkt zum Artikel über den Konqueror bei wikipedia.de, Goggle oder alexa & many more ist da möglich. Was alles genau findet man im KControl unter  Internet/Netzwerk -> Webbrowser -> Web-Tastenkürzel. Und wem das nicht reicht, der kann da noch hinzufügen.

    Geschrieben in Basic Knowledge | 2 Kommentare »

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  • La música de los cuervos Teil 7

    November 15th, 2006 von buergermeister

    So ging sie in die Bibliothek, um zu lernen. Ab und zu gelang es ihr auch über einen längeren Zeitraum nicht so sehr an ihn zu denken, so daß sie sich halbwegs konzentrieren konnte.

    „Was denkst du, wie aufgeregt ich bin?“

    „Wahrscheinlich kann ich es mir gar nicht vorstellen.“

    „Nein, wahrscheinlich nicht.“

    Mia drehte sich vor ihrem Spiegel, und mit jedem weiteren Kleid, das sie anprobierte, wuchs ihre Unschlüssigkeit.

    Dana verstand sie nicht. So viel Aufhebens … und am Ende sah sie deswegen trotzdem nicht besser aus. Nur abgehetzter.

    „Ich bin ja so gespannt, wie er ist.“

    „Du mußt mir dann alles genau erzählen.“

    „Ja, das mache ich. Und das nächste Mal treffen wir uns zu dritt.“

    „OK. Das ist schön. Bin ja auch schon gespannt, ob er mit meiner Vorstellung von ihm übereinstimmt. Stop! Behalt das Kleid an, das sieht echt gut aus, glaub mir. Manifique.“

    Mia hatte ein blaues Kleid an, das mit silbernen, hauchdünnen Fäden durchwebt war, die im Licht glitzerten und aussahen wie Sterne an einem klaren Tageshimmel.

    „Der wird dir nicht widerstehen können.“

    Mia lachte. „Und was mache ich, wenn ich ihm wiederstehen kann?“

     

    Bald darauf verabredeten sie sich zu dritt. Dana sah keine Veranlassung darin, sich so aufzubrezeln, wie Mia das getan hatte und heute sicherlich wieder tun würde. That self design was part of Mias daily life, but not of her life.

    So hatte sie wenigstens noch etwas Zeit, am Fenster zu stehen und hinaus zu sehen, bis ihre Freundin kam, um sie abzuholen.

    Die Raben waren heute sehr agil. Sie stolzierten umher, flatterten durch die Luft und krächzten durcheinander. Bestimmt wollten sie später ein Blues-Konzert geben, und dies war der Soundcheck.

    Die Türklingel surrte. Nun, sie würde ihr Konzert heute Abend nicht zu hören bekommen. She’d go out for parties and nightlife.

    Geschrieben in Distribution Drama | Keine Kommentare »

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  • La música de los cuervos Teil 6

    November 15th, 2006 von buergermeister

    Die Abendsonne schien sanft durch die Wolken hindurch und tauchte die Stadt, die Häuser, in rosarotes Licht. Der Tag endete rosa – one of the rose days … oder war das ihre Brille?
    Auch die Luft wirkte rosa, genauer ihr Duft – süß von irgendwelchen Blüten, die Dana nicht sehen konnte.
    Nur ab und zu vorbei rauschende Autos störten die Kulisse.
    Links von Dana ein Reformhaus. Was hieß das auf Englisch? Health and wellness shop? Und auf Französisch? Noch schwieriger – magasin de produits saines?
    Die Videothek – im Schaufenster das Plakat von Kentucky Fried Movie; daneben eins, das Johnny Depp zeigte, mit Perlen und Ketten behangen, als schwulen Pirat; und ein Mann und eine Frau, nackt auf einem Bett aus roten Rosen liegend. FSK 18. Romeo & Juliet zwischen den Zeilen.
    Dana stellte sich vor, wie sie und er, den sie nicht kannte, so nebeneinander liegen würden, nur sie und er und ihre Blöße, und auf einmal schien er ihr vertraut. Hoffentlich begegnete sie ihm dann. Sie hatte das Gefühl, dieser Abend barg etwas ganz Besonderes.
    Der Tierladen – pets and animals.
    Photos im Schaufenster des Photographen („Art and Photography“) – die am besten gelungenen Bilder. Sie sollten neue Kunden anlocken. People take pictures of each other to prove that they really existed … wie die Kinks einmal gesungen haben.
    Aber so toll waren die Photographien gar nicht. Ihnen fehlte es an „Art“. Wenn das die besten sein sollten, na dann, Prost Mahlzeit. Vielleicht waren es auch nur die einzigen Deppen, die sich im Schaufenster ausstellen ließen: Ein dickes Brautpaar – sie sah aus wie ein Schneemann und er wie eine Kreuzung aus Marzipanschwein und Pinguin; eine sinnliche Rothaarige – aber ihr Lächeln verlor an Erotik durch den Überbiß; ein Baby. Wozu fotografierten die Leute Babys? Die sahen doch sowieso alle gleich aus. Wer guckte sich schon gerne Baby-Photos an? Und doch sagten alle: „Oh, süüüß!“
    Wo hatte sie nur die schlechte Laune her? El humor de perro?
    Und dann sah sie ihn. Sein Paßbild, um genau zu sein. Auch auf dem Photo schien er sie anzusehen, eindringlich … nein, er hatte nur in die Kamera geblickt, mehr nicht, das war doch albern, so lange dieses Bild anzustarren. Like a little schoolgirl, ein Cheerleader vom College, das seinen Helden anhimmelte. Sie drehte sich um, um weiter zu gehen …
    … und prallte fast mit ihm zusammen. Was? Das war unglaublich, supernatural! Es schien, als hätte ihre Sehnsucht ihn herbei gezaubert. Röte stieg Dana ins Gesicht, und für einen Moment blieb die Zeit stehen. Er warf einen Blick in ihre Augen, einen kurzen Blick nur, der jedoch Jahrhunderte in sich zu bergen schien, das Konzentrat eines Blicks. Er ging ihr durch und durch. Made her shiver.
    Und dann war der Moment vorbei. Die Zeit lief weiter. Und er ebenfalls. Dann zögerlich auch Dana.
    Ein Lächeln überwältigte sie. Sie konnte nichts dagegen tun.
    Jetzt brauchte sie gar nicht mehr in die Bibliothek zu gehen. Wie wohl sein Name war? Sollte sie umdrehen und ihm folgen? Miss Dana Marlow. Nein, so was Albernes.

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  • La música de los cuervos Teil 5

    November 15th, 2006 von buergermeister

    Als sie den PC abschaltete, war es dunkel draußen. Der Nachthimmel war schwarz wie das Gefieder der Raben, die jetzt wahrscheinlich schon auf den Ästen des Nußbaums hockten und schliefen.
    Und auch Dana würde bald schlafen.
    Sie hatte nicht für die Prüfungen gelernt heute … das schlechte Gewissen knabberte an ihr, ließ es sich schmecken.
    Für Marketing hatte sie noch gar nichts gemacht! Aber es war so schön gewesen, sie hatte so gelacht. Die beiden waren ja so schamlos …

    „Hallo Miento! Wie geht’s dir? Ist Poetricia schon da?“
    Dana drückte auf send. Sie saß vor ihrem Computer wie gestern um die gleiche Zeit. Das Buch lag nicht mehr auf dem Fensterbrett, sondern auf ihrem Schoß. Eigentlich hatte sie nur eine Definition mithilfe von Google heraussuchen wollen.
    „Hier bin ich, du blinde Nuß“, las sie. Und: „Hey, nenn’ mich nicht Miento, sondern benutz’ meinen vollständigen Namen, wenn ich bitten darf.“
    Dana lachte und schrieb: „Da breche ich mir immer die Zunge, äh, die Tasten. Außerdem, solange du mich Queeny nennst und nicht, wie es sich gegenüber Adligen gehört ‘Black Queen, Eure Majestät’, verstümmele ich deinen Namen, wie ich will :o )“
    „Grml!“
    „Und? What’s the news?“
    „Wir wollen uns treffen!“, schrieb Mia.
    „Esto va de veras? Wann denn?“
    „Übermorgen.“
    „Na, ihr seid ja mutig.“
    „Ha, wieso mutig?“
    „Ihr wißt schon, daß schon viele in natura dann enttäuscht voneinander waren …“
    „Danke, daß du uns soviel Mut machst, QUEENY.“
    „Keine Ursache.“
    „Allgemein mag das so sein, aber für uns nicht. So, Süße, laß’ uns jetzt mal allein“, schrieb Mia, „Bevor du uns mit weiteren optimistischen Reden beglückst.“
    „Hey, war nicht so gemeint …“
    „Haben wir auch nicht so aufgefaßt. Sehen wir uns morgen zum Sport?“
    „Ja, ist gut. Bis dann! Tut nichts unanständiges ;o)“
    Da haben die sie einfach raus geworfen … she got the boot … na so was. Aber so kam sie wenigstens noch etwas zum Lernen.
    Sie suchte ihre Notizen heraus – sus noticias – breitete sie vor sich aus und las. Die Worte gelangten zwar durch ihre Augen, drangen aber nicht bis zum Gehirn vor. Her thoughts travelled somewhere else. Na, wo waren ihre Gedanken wohl? Vielleicht sollte sie in die Bibliothek gehen, vielleicht sah sie ihn dort. Einmal war sie ihm dort begegnet. She’d go to the library. Yes. And work there for her exam.

    Geschrieben in Endless Stories | Keine Kommentare »

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  • Nicht vergessen!!!

    November 14th, 2006 von buergermeister

    Noch 10 Tage, dann ist Einsendeschluss für den “Virtuellen Weihnachtskalender“. Also wer bis jetzt noch nichts eingesandt hat sollte jetzt seine Sicht auf Linux und/oder Open Source im Format 500x200px an stadtverwaltung@karl-tux-stadt.de senden.

    Geschrieben in The Weblog | Keine Kommentare »

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  • La música de los cuervos Teil 4

    November 14th, 2006 von buergermeister

    Da haben die sie einfach raus geworfen … she got the boot … na so was. Aber so kam sie wenigstens noch etwas zum Lernen.
    Sie suchte ihre Notizen heraus – sus noticias – breitete sie vor sich aus und las. Die Worte gelangten zwar durch ihre Augen, drangen aber nicht bis zum Gehirn vor. Her thoughts travelled somewhere else. Na, wo waren ihre Gedanken wohl? Vielleicht sollte sie in die Bibliothek gehen, vielleicht sah sie ihn dort. Einmal war sie ihm dort begegnet. She’d go to the library. Yes. And work there for her exam.

    Die Abendsonne schien sanft durch die Wolken hindurch und tauchte die Stadt, die Häuser, in rosarotes Licht. Der Tag endete rosa – one of the rose days … oder war das ihre Brille?
    Auch die Luft wirkte rosa, genauer ihr Duft – süß von irgendwelchen Blüten, die Dana nicht sehen konnte.
    Nur ab und zu vorbei rauschende Autos störten die Kulisse.
    Links von Dana ein Reformhaus. Was hieß das auf Englisch? Health and wellness shop? Und auf Französisch? Noch schwieriger – magasin de produits saines?
    Die Videothek – im Schaufenster das Plakat von Kentucky Fried Movie; daneben eins, das Johnny Depp zeigte, mit Perlen und Ketten behangen, als schwulen Pirat; und ein Mann und eine Frau, nackt auf einem Bett aus roten Rosen liegend. FSK 18. Romeo & Juliet zwischen den Zeilen.
    Dana stellte sich vor, wie sie und er, den sie nicht kannte, so nebeneinander liegen würden, nur sie und er und ihre Blöße, und auf einmal schien er ihr vertraut. Hoffentlich begegnete sie ihm dann. Sie hatte das Gefühl, dieser Abend barg etwas ganz Besonderes.

    Geschrieben in Endless Stories | Keine Kommentare »

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  • La música de los cuervos Teil 3

    November 14th, 2006 von buergermeister

    Als sie den PC abschaltete, war es dunkel draußen. Der Nachthimmel war schwarz wie das Gefieder der Raben, die jetzt wahrscheinlich schon auf den Ästen des Nußbaums hockten und schliefen.
    Und auch Dana würde bald schlafen.
    Sie hatte nicht für die Prüfungen gelernt heute … das schlechte Gewissen knabberte an ihr, ließ es sich schmecken.
    Für Marketing hatte sie noch gar nichts gemacht! Aber es war so schön gewesen, sie hatte so gelacht. Die beiden waren ja so schamlos …

    „Hallo Miento! Wie geht’s dir? Ist Poetricia schon da?“
    Dana drückte auf send. Sie saß vor ihrem Computer wie gestern um die gleiche Zeit. Das Buch lag nicht mehr auf dem Fensterbrett, sondern auf ihrem Schoß. Eigentlich hatte sie nur eine Definition mithilfe von Google heraussuchen wollen.
    „Hier bin ich, du blinde Nuß“, las sie. Und: „Hey, nenn’ mich nicht Miento, sondern benutz’ meinen vollständigen Namen, wenn ich bitten darf.“
    Dana lachte und schrieb: „Da breche ich mir immer die Zunge, äh, die Tasten. Außerdem, solange du mich Queeny nennst und nicht, wie es sich gegenüber Adligen gehört ‘Black Queen, Eure Majestät’, verstümmele ich deinen Namen, wie ich will :o )“
    „Grrr!“
    „Und? What’s the news?“
    „Wir wollen uns treffen!“, schrieb Mia.
    „Esto va de veras? Wann denn?“
    „Übermorgen.“
    „Na, ihr seid ja mutig.“
    „Ha, wieso mutig?“
    „Ihr wißt schon, daß schon viele in natura dann enttäuscht voneinander waren …“
    „Danke, daß du uns soviel Mut machst, QUEENY.“
    „Keine Ursache.“
    „Allgemein mag das so sein, aber für uns nicht. So, Süße, laß’ uns jetzt mal allein“, schrieb Mia, „Bevor du uns mit weiteren optimistischen Reden beglückst.“
    „Hey, war nicht so gemeint …“
    „Haben wir auch nicht so aufgefaßt. Sehen wir uns morgen zum Sport?“
    „Ja, ist gut. Bis dann! Tut nichts unanständiges ;o)“

    Geschrieben in Endless Stories | Keine Kommentare »

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  • Show me your desktop XXIII

    November 14th, 2006 von buergermeister

    Thumbnail Christians Desktop Schon etwas älter wäre dieser Snapshot von Christian, von babytux. Unverkennbar ein KDE auf einem Gentoo.

    Geschrieben in Desktop Revolution | Keine Kommentare »

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  • La música de los cuervos Teil 2

    November 13th, 2006 von buergermeister

    War sie dabei, sich zu verlieben? To fall in love … tomber en amour?
    Das Klingeln des Telefons riß sie aus ihren Gedanken. Sie seufzte, kippelte mit dem Stuhl nach hinten, bis sie kurz davor war umzukippen, erreichte ihr Handy geradeso und nahm es in die Hand.
    „Hallo?“, sagte sie hinein.
    „Hallo Dana, hier ist Mia.“
    „Oh hallo! Wie geht’s ?“
    „Gut. Wo bist du gerade?“
    „At home.“
    „Klasse. Nicht dans la maison?“
    „A la maison, wenn schon. Wieso fragst du, wo ich bin?“
    „Entretenimiento ist wieder online. Willst du ein bißchen mit-chatten?“
    „Ja, kann ich machen. Ich werf gleich mal meine Kiste an. Bis dann! Wir lesen uns.“
    „Bis dann!“
    Dana erhob sich vom Stuhl vor ihrem Fenster und kehrte den Raben den Rücken, um sich vor ein anderes Fenster zu setzen, eines, das den Blick auf eine andere Welt freigab, ihren Computerbildschirm. Sie schaltete den Rechner ein und beobachtete, wie Linux hochfuhr. Sie grinste. Mia flirtete nun schon seit geraumer Zeit mit diesem Typen, Entretenimiento, warum auch immer er sich so nannte, und brauchte sie als Anstandsdame. Meistens chatteten sie zu dritt, aber Entretenimiento und Poetricia alias Mia tauschten ab und zu auch unter vier Augen Nachrichten aus. Oder was auch immer. Elektronische Liebkosungen.
    Dana konnte es nicht erwarten, ins Internet zu kommen. Es war doch immer wieder lustig, mit den beiden zu chatten und ihre Flirtereien zu beobachten. It was such fun. Sie fühlte sich ein bißchen wie ein Spanner …
    Das wurde heute nichts mehr mit Lernen. Her books had to wait.

    Geschrieben in Endless Stories | Keine Kommentare »

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  • Wenn die Platte voll ist

    November 13th, 2006 von buergermeister

    geschehen wundersame Dinge. Eines davon ist, das meine ganzen abonnierten Feeds verschwinden, ich finde das ja grossartig, das mir dann mitgeteilt wird. Das da Etwas nicht lesbar war und das eine Sicherheitskopie angelegt wurde, nur wenn in der Sicherheitskopie nix drin steht ist das Scheisse. Ein Glück, das die ganzen Archive ja noch da sind, aber wer will das von Hand schon einpflegen, dass heisst die Feeds nochmals abonnieren? Welch ein Glück, das ich fast die gleichen Feeds hier auf Bonsai abonniert habe. Da schicke ich mir jetzt die entsprechende Datei nach Hause und fast alles ist wieder in Ordnung.

    Mir könnte ja auch mal jemand ne neue Platte spendieren also echt jetzt :-D

    Geschrieben in Krimskrams | 2 Kommentare »

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  • La música de los cuervos

    November 13th, 2006 von buergermeister

    Die Raben tummelten sich zwischen roten und braunen Blättern, die unter dem kahlen Nußbaum lagen, stolzierten umher wie befrackte Vögel von Welt und ließen ab und zu ein knappes Krächzen vernehmen, tief und rauh. Kaum zu glauben, daß man sie zu den Singvögeln zählte. Aber so war es.
    Sie sangen den Blues. Die Musik der Schwarzen. La musique des noirs. The music of the blacks.
    Dana liebte es, in verschiedenen Sprachen zu denken, alle Sätze, die ihr in den Sinn kamen oder die andere sagten, zu drehen und zu wenden und in verschiedene Kleider zu stecken wie Anziehpuppen.
    Manchmal verlor sie sich darin, dann dauerte es lange, bis sie reagierte, oder sie antwortete in Spanisch oder Französisch. Englisch.
    Ihre Eltern hatten sich daran gewöhnt, auch ihre Freunde, die fanden es witzig; wer sie aber nicht kannte, fühlte sich befremdet. Oder hielt sie für eingebildet. Neunmalklug. Angeberisch.
    Das war sie aber nicht.
    Ein Buch lag aufgeschlagen vor ihr – „Grundlagen der Physik“ – a book of Science.
    Aber Dana blickte mehr aus dem Fenster, als zu lesen. Beobachtete die Raben, ohne sie wirklich zu beachten. Die Men in black. Birds in black.
    Nein, Danas Gedanken weilten anderswo. Bei einem Mann, den sie nicht kannte, a stranger. Dessen Blicke ihr aber um so vertrauter waren – sans regards poétiques. Looks full of poetry.
    Gestern war sie ihm begegnet, und sein Blick hatte sie getroffen wie ein sanfter Blitz. Und sie hatte sich seiner wieder erinnert. Hatte ihn erkannt. Sie konnte es nicht glauben, das war ja wie im Film. Als sie ihm zum ersten Mal über den Weg gelaufen war, hatte er sie auch so angesehen, so eindringlich, als wäre sie jemand ganz Besonderes, als wäre es Liebe auf den ersten Blick. Das war vor einem Jahr gewesen. Sie konnte es nicht verstehen, diese Ausdauer, diese Geduld. Wartete er auf sie? Oder war es nur Zufall? Bildete sie sich alles nur ein? Dann berührte sein Blick ihr geistiges Auge, und alle Zweifel waren fürs erste vergessen. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihrem Körper aus, und ihr Mund verzog sich zu einem Lächeln, zu einem, das einfach kam, das sie überwältigte, einem echten; einem Duchenne-Lächeln.
    Sie wollte wissen, wer er war. Wollte sein Geheimnis ergründen, warum er sie so ansah, und das immer wieder und schon so lange.
    Eine Liedzeile von Diary Of Dreams, nein, falsch, den Walkabouts, kam ihr in den Sinn.

    I don’t care if it takes half the night
    or a life
    or if it’s all a slow dream

    Sie wollte ihn, diesen Traum, zur Realität werden lassen. Sei es für eine Nacht oder für einige Jahre, es war ihr egal. Sie wollte nur bei ihm sein. Jetzt.

    Geschrieben in Endless Stories | 1 Kommentar »

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  • Werbeanschlag

    November 12th, 2006 von buergermeister

    Ab morgen gibt es hier eine kleine Fortsetzungsgeschichte zu lesen. Mit Linux hat sie relativ wenig zu tun, ausser das die Heldin der Story, dieses Betriebsystem benutzt. Aber mit dem Web hat es was zu tun, vor allem mit dem Web 2.0 ;-)

    Geschrieben in The Weblog | Keine Kommentare »

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  • Ein einfaches Ubuntu Edgy

    November 12th, 2006 von buergermeister

    Thumbnail Desktop Stefan Da war´s kaum draussen, da lief es bei ihm schon, ein ubuntu edgy. Das hier ist ein einfacher Arbeitsplatz nach Stefan´s Meinung.

    Geschrieben in Desktop Revolution | Keine Kommentare »

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    Desktop Nummer XXI

    November 12th, 2006 von buergermeister

    Thumbnail Desktop Suckless Auf einer Mischung von CRUX, debian und ubuntu setzt Anselm von suckless.org dwm als Windowmanager ein. Sein Wallpaper hat er bei vladstudio.com gefunden.

    Geschrieben in Desktop Revolution | 2 Kommentare »

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    Na das is dolle

    November 12th, 2006 von buergermeister

    Die Miss Mandarine ist auf dem Platz 3 beim Template des Monats Oktober bei joomlaos.de gelandet. Das ist ein tolles Ergebnis. Danke an alle die da gevotet haben.

    Geschrieben in Wundersame Webwelt | 4 Kommentare »

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