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Große Zahlen

April 2nd, 2009 von buergermeister

Als ich letztens über meine Sorgen mit Gnome schrieb hatte das schon seinen Hintergrund. Als ich letztes Jahr die Vorbereitung für die Livestreams vom Linuxtag gemacht habe, hab ich mich auch um einen Beitrag zu Gnome bemüht. Nur über KDE wollte ich nicht berichten. Ich hab also recherchiert, was sich so zu Gnome tut und irgendwo den “Denkprozeß” zu Gnome 3.0 gefunden. Da waren Punkte dabei die zu den wesentlichen Neuerung in KDE 4.0 ähnlich waren. Also habe ich versucht dazu Auskünfte zu bekommen. Daraus entspann sich ein Drama. Als ich den Standverantwortlichen darum bat mir dabei behilflich zu sein, wenn es möglich ist aussagefähige Leute zu den entsprechenden Punkten zu finden, hab ich eine ziemlich arrogante Antwort bekommen. In der Antwortmail wurde mir schick erklärt was welcher der von mir angesprochene Punkt ist und das vieles nur Ideen sind. Was ich ohnehin schon wußte. Jetzt knapp ein Jahr später kündigt man Gnome 3.0 an und den Plan was darin enthalten sein soll. Also die Punkte aus dem vergangenen Jahr sind es nicht. Ich werd dabei einfach das Gefühl nicht los, dass Gnome 3.0 eher eine Marketingerhöhung der Versionsnummer ist als wirklich eine absolute Veränderung die das rechtfertigen würde. In letzter Zeit hab ich immer mehr das Gefühl, das Gnome KDE hinterherhinkt. Wer noch?

Geschrieben in Desktop Revolution, ubuntuusers | 4 Kommentare »

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4 Kommentare

  1. Steffen Koch Sagt:

    Hallo, ich glaube so unrecht hast Du garnicht. Wenn man sich KDE 4.2 und Gnome 2.24 so anschaut, da liegen schon Welten dazwischen. Rein vom optischen sieht Gnome er aus als wenn es aus den 90igern kommt. Allerding muß man zu Gnome sagen, das es wirklich wie aus einem Guß ist und wie ich finde viel flüssiger läuft als KDE. Ich habe selbst jahrelang KDE genutzt – bis 3.5.10. Als dann die ersten KDE 4 Versionen herauskamen war ich von KDE 4 noch ziemlich begeistert, bis auf die umständliche Usability und den enormen Ressourcenhunger. Bin dann deswegen auf Gnome umgestiegen und habe es mir jetzt so eingerichtet, das es vom Aussehen auch sexy aussieht. Ich bin mittlerweile recht zufrieden mit Gnome. Von der Entwicklungsgeschwindigkeit und vom Funktionsumfang liegt KDE allerdings weit vorn. Gnome hinkt in diesen Punkten wirklich etwas hinterher. Aber abwarten, vielleicht gibts bald etliche neue Features.

    mfg steffen

  2. Oliver Sagt:

    Me too, allerdings könnte ich mich noch weniger mit dem aktuellen KDE anfreunden. FVWM anyone? :D Gnome hat das Problem irgendwie “still” zu stehen. Tut es natürlich nicht, aber oftmals sind die Änderungen marginal bzw. nur unter der Haube anzutreffen.

  3. buergermeister Sagt:

    Oli LXDE? ;) Scheint irgendwie der neueste Schrei zu sein, bin aber noch nicht dazu gekommen selbst mal drauf zu schauen.

  4. Thilo Sagt:

    Also ich denke das GNOME 3.0 zum ersten mal eine Vision eines anderen Desktops ist. Wo ich so meine Zweifel habe ist, ob da wirklich viele Entwickler mitziehen werden. Die GNOME-Community ist nicht sehr einheitlich, was es sehr schwer macht eine einheitliche Entwicklung voranzutreiben. Aber da wird vieles angesprochen, was ich seit Jahren kritisiere. Die alten Desktop-Metaphern funktionieren halt nicht mehr. Die Idee eines Online-Desktops war nicht sonderlich innovativ und viele Programme leiden darunter das in GNOME doch vieles nicht zentral geregelt ist, sondern jedes Programm seine eigene Datenbank aufbaut. Also: vorsichtiger Optimismus.

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