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Userfeedback

Mai 15th, 2008 von buergermeister

Eines der Geheimnisse, warum Open Source-Entwicklung einfach schneller verläuft sind die Nutzer der Software selbst. Eric S Raymond hat das einst in “The Cathedral and The Bazaar” so formuliert: “Früh freigeben. Oft freigeben. Seinen Anwendern zuhören”., dass heißt also der Nutzer bzw. die Community eine wichtige Rolle bei der Entwicklung spielt. Linus Torvalds hat das einmal so formuliert: “Given enough eyeballs, all bugs are shallow“. Aber nicht nur Bugs, auch Features oder Usability-Tips kommen aus der Community. Die Anwender sind also nicht nur Kunden, der jeweiligen Distributoren sondern auch gleichzeitig Mitentwickler. Je grösser der Anwenderkreis desto schneller werden Fehler in der Software gefunden und desto schneller geht die Entwicklung, dafür muss man auch einiges tun. Die Community muss man auch pflegen. Mich würde mal interessieren von all den Softwareprojekten, wo denkt ihr ist eine aktive und tolle Community. Da gibt es ja auch so genannte Communitymanager, wer macht seinen Job am Besten?

Geschrieben in Family Affairs | 6 Kommentare »

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6 Kommentare

  1. Oliver Sagt:

    >Früh freigeben. Oft freigeben.

    Auch das Credo von Torvalds, dem entgegnete z.B. Al Viro,

    ——————————
    > Now, we do know that open-source code tends to be higher quality (along a
    > number of metrics) than closed source code, and my argument is that it’s
    > not because of bike-shedding (aka code review), but simply because the
    > code is out there and available and visible.

    Really? And how, pray tell, being out there will magically improve the
    code? “With enough eyes all bugs are shallow” stuff out of ESR’s arse?
    ——————————
    http://thread.gmane.org/gmane.linux.kernel/673386/

    Das war ein erfolgreiches Entwicklungsmodell der 90er, als der Linux noch “Minux-Umfang” besaß.

    Apropos ESR:

    Darüber hinaus zweifle ich maßgeblich an der Logik eines Raymond, der z.B. der schwarzen Bevölkerung einen niederen Intellekt zuschreibt, quasi genetisch veranlagt. Und ja das läßt Rückschlüsse auf sonstige Schlußfolgerungen zu. Er ist ein Rassist und Waffennarr. Und aus beidem macht er keinen Hehl und beglückte mit so manchem absurden Posting auf seinem Blog die Welt.

  2. Dr. Azrael Tod Sagt:

    ich würde auch bezweifeln dass bei OpenSource automatisch besserer Code rauskommt. Im günstigsten Fall anderer Code, eher aber schlechterer. Dies ist natürlich nicht generell gemeint, natürlich gibt es einige richtig geniale OS-Projekte (die sich dann zum Glück auch durchsetzen) aber das durchschnittliche Projekt ist einfach Müll.
    Schon alleine weil eine Firma immer genötigt ist ihre Projekte auch zu verkaufen und dementsprechend einen gewissen Standard einhalten muss (Monopolisten und Leute mit “Zertifikaten” mal ausgenommen) sonst kauft das ja irgendwann doch mal keiner mehr.
    Das 08/15-Privatprojekt da draußen wird jedoch von Einzelpersonen oder kleinen Grüppchen betreut, die einfach nur das schreiben was ihnen grade Spaß macht.
    “How is the boring stuff in OpenSource done? – It isn’t!”

  3. buergermeister Sagt:

    mmh, was ist denn ein 08/15-Projekt? Also mir macht Spaß wenn Leute meine Software benutzen und ich positives Feedback bekomme. Schund abliefern ist immer eine heikle Sache, schließlich empfehle ich mich mit einem “Freizeitprojekt” auch potenziellen Arbeitgebern oder?

  4. Dr. Azrael Tod Sagt:

    unter 08/15-Projekte würde ich so ca. 2/3 der Programme im Debian-Tree verbuchen. Oder reichlich 90% aller Projekte mit weniger als 5 beteiligten Entwicklern.
    Klar sollte man keinen Schund abliefern.. aber wer setzt sich schon gerne wochenlang an irgendwelche uninteressante Tipparbeit, bei der die Lösung offensichtlich ist aber halt viel zu schreiben?
    Die Frage danach was wichtiger ist, Qualität oder Spaß am/lernen beim Coden beantworten halt viele anders als du. (Mich selbst ab und zu eingeschlossen.)

  5. buergermeister Sagt:

    ooh ich kenne ne Menge nützlicher und guter Softwareprojekte deren Entwickleranzahl unterhalb 5 liegt

  6. Oliver Sagt:

    Ob klein oder groß, eines ist gewiß ein Automatismus herrscht eben keineswegs. Offen == sicher ist ein Trugschluß in der Praxis. Natürlich ermöglicht dies Code-Auditing oder auch Weiterentwicklung, entweder mittels partizipierender Developer oder mitunter mittels eines Forks. Aber weder ist dies ein Garant für Qualität, noch für die Geschwindigkeit der Entwicklung. Ich kann auch auf Teufel komm raus die Performance der Entwicklung vorrantreiben und ernte ob der teils in einigen Bereichen brachliegenden Qualität immer mehr den Unmut vieler Entwickler, wie z.B. im Moment beim Linux-Kernel zu beobachten. Oder aber ich bezeichne ein KDE4 als Release und schiebe ein leises technology preview hinterher, denn die Geschwindigkeit der Veröffentlichung war Trumpf, die Qualität blieb auf der Strecke.
    Das heißt selbst Opensource sieht sich mehr und mehr Sachzwängen gegenübergestellt, die man zuvor lapidar der Kommerzware zurodnete.

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