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Gibt es eigentlich

April 29th, 2008 von buergermeister

noch Mandrivanutzer? Die Entwicklung von Mandrake oder heute Mandriva ist doch erstaunlich. Während die beiden anderen grossen kommerziellen Distributoren, die Community ihre Systeme entwicklen lassen. RedHat hat es mit Fedora vor gemacht und bei SUSE ließ das dann nicht lange auf sich warten. Eine Communitydistribution als Grundlage und “Forschungsfeld” für die eigenen “Enterpriseprodukte” ist der Hintergrund gewesen. Anfangs achtete man darauf auch noch die Fäden in den Händen zu halten, aber jetzt gibt man auch immer mehr diese Kontrolle auf, jedenfalls tut RedHat das. Ich denke mal auch SUSE wird das dann demnächst tun. Bei Mandriva hingegen versucht man ähnlich wie bei der Distribution mit dem ständig wechselnden Namen, Linspire Geld mittels “Support” direkt vom Privatanwender zu bekommen. Zusätzliche Software für ein wenig Geld, ok auch ein Modell von mir aus. Hier muss man aber möglichst viele Nutzer haben um auch genügend Einnahmen zu generieren. Da nützt es nichts, wenn man große Pläne schmiedet sich den arabischen Raum zu erschließen und Mandriva auch für den dortigen Markt zu produzieren und ähnliches. Man muss seine Nutzer auch ein wenig betreuen, Kontakt zu ihnen halten sich auch mal zeigen. Mal ehrlich wer von euch hat Mandriva (und ich meine Mandriva als Firma nicht irgendwelchen Foren etc.) zuletzt auf irgendeiner Linuxveranstaltung in Deutschland gesehen? Die scheint es nicht zu geben, eine Geisterdistribution, zumal mir auch relativ wenige Benutzer bisher begegnet sind. Gibt es noch Mandrivanutzer…..

Geschrieben in Distribution Drama | 11 Kommentare »

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11 Kommentare

  1. Dr. Azrael Tod Sagt:

    Ich gebe zu, ich habe Mandriva noch nichtmal ausprobiert, höchstens mal Mandrake vor vielen, vielen Jahren. Hat mir nicht gefallen…

  2. buergermeister Sagt:

    geht mir ja ähnlich, ich kenne den Franzosen auch noch als es die zauberhafte Alraune war….

  3. zero Sagt:

    Weis nich, aber Mandriva hat mich irgendwie nie so wirklich gereizt. Irgendwann gab es mal ne Firewall a la IpCop von denen, damit hatte ich mal rumgespielt, aber auf dem Dektop hab ichs trotz KDE nie ausprobiert…

  4. Oliver Sagt:

    >aber jetzt gibt man auch immer mehr diese Kontrolle auf, jedenfalls tut RedHat das

    Tatsächlich? RedHat verwarf recht schnell wieder die Foundation, da in ihren Augen unnötig, sie machen das schon ;-) Ein Board mit ein paar RedHat und Community Leuten ist eben keine Foundation. Letzteres wäre eine Garantie gewesen.

  5. buergermeister Sagt:

    so betrachtet stimmt das

  6. ori Sagt:

    *meld* ich kenn jemanden der das nutzt, und hab das auch kurz selber mal benutzt. Mandriva ist wirklich erstaunlich, man löst mehr out-of-the-box als Ubuntu, ist jedoch im unterbau wesentlich runder als die “Vorzeigedistro”. Den eeePC unterstützt man von Haus aus, sodass nichtmal da wildes gepatche vonnöten ist. Trotzdem hat mir persönlich Mandriva nie so richtig gefallen. Aber das war eine rein subjektive einschätzung von mir.

    Mandriva ist wohl eine der meistunterschätzten Einsteiger-Distros in Europa. Ich weiss nicht wies für die in den USA bestellt ist.

  7. Dr. Azrael Tod Sagt:

    was mich daran stört, ist der rpm-unterbau…
    ich habe einige rpm-basierende Distris ausprobiert und immer war diese Paketverwaltung ein stechender schmerz im Hinterteil -.-

  8. buergermeister Sagt:

    ja wenn man sie unterschätzt, dann liegt es wohl eher an der mangelnden Präsenz der Distribution selbst oder?

  9. ori Sagt:

    wahrscheinlich ja. Man hatte ja auch einen sauberen eigenen Composite Manager gebaut (Metissé hiess er glaub ich) der Compiz in nicht viel nachstand (wobei compiz-fusion dann halt doch). Mandriva One würde ich ohne bedenken meinen Eltern installieren. Es “läuft” halt. Ich glaub aber rpmdrake ist nicht so gut, aber an die erfahrungen damit kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Ich weiss aber noch, das Mandriva One alle Multimedia Codecs mitbrachte, die Ottonormal nutzer so braucht.

    Die letzte Aktion seitens Mandriva, von der ich gehört habe war der offene Brief an Steve Ballmer, weil Microsoft in irgendeinem afrikanischen Land die Regierung dazu überredet Windows zu kaufen und zu nutzen, statt Mandriva (das wurde gekauft, aber nutzen sollte es keiner). Philantrop Bill eben, wie immer.

  10. khk Sagt:

    ich habe Mandriva noch nicht ausprobiert. Das wird auch so bleiben. Bezahlter Support und zusätzliche Software im privaten Bereich ist ein Unding.

  11. dws Sagt:

    Ich musste vor ein paar Tagen ein neues Linux installieren und da waren gerade Ubuntu und Mandriva recht aktuell. Habe mir beide heruntergeladen und angesehen. Mandriva ist eigentlich ein tolle Distribution, “Probleme” bekommt man dann aber im eher nichttechnischen Bereich: bei der Eindeutschung. Mandriva wirkt so, als wäre es von Amateuren übersetzt worden, abgesehen vom Deutsch-Englisch-Mischmasch sind auch allein die deutschen Sätze oft eine regelrechte Katastrophe. Für ein Produkt, das sich vor allem an Desktop-Nutzer richtet, ist das natürlich fatal und hier liegt auch der Grund, weshalb ich dann Ubuntu den Vorzug gegeben habe.

    Die aktuelle Standardoberfläche ist übrigens sehr schick, aber derart “glossy” das man schon fast Angst haben muss, irgendetwas zu zerbrechen, wenn man es mit der Maus anfasst. ;-)

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