TagCloud

Provider == Bäcker, die Zweite

April 9th, 2008 von buergermeister

Es gibt solche Geschichten, wie die gestrige scheinbar wie Sand am Meer. Jedenfalls wurde mir eine weitere erheiternde berichtet.

Nach einem Providerwechsel sandte dieser Modem inklusive Installations-CD an den neuen Kunden. Auf der CD fand sich dann unter dem Punkt Linux folgendes: für Linux finden Sie die Installationsanleitung auf unserer Homepage.

Allein das ist dann ja schon einmal sehr witzig, da der Kunde aber eine Frau ist und doch eine Anleitung benötigt ein Anruf bei der Supporthotline. Auch hier kam nicht viel herraus, der Callagent (oder eher -agentin) hat keinen blassen von Linux und versteht nicht einmal die Fragen. Man schickt der Neukundin einen Techniker vorbei, der dann vor der Linuxkonsole sitzend entgeistert feststellt: “Sie haben ja gar kein Betriebssystem installiert”.

Geschrieben in Wundersame Webwelt | 14 Kommentare »

ähnliche Artikel:
  • None
  • 14 Kommentare

    1. Ines Sagt:

      Um ehrlich zu sein, raff ich den net. Er sitzt vor der Linuxkonsole (dh. BS is sehr wohl installiert) und er vermißt vermutlich Windoofs oder dergleichen? Eigentlich schon ein bisschen arm, wenn der Provider für Anfragen bzgl eines bestimmten Betriebssystems nicht auch den Techniker rausschickt, der sich damit wenigstens ein bissel auskennt.
      Ich meine, von den Fachinformatiker-Azubis, die mir damals bei meinem Hiwijob im Rechenzentrum der Uni unterstellt waren, konnte auch höchstens jeder zehnte mit Linux umgehen. Aber der Punkt ist: es gab halt unter ihnen wenigstens einen, der es eben konnte.
      Irgendwie hatte ich bisher offenbar immer Glück mit meinen Providern gehabt, dass ich diesbezüglich noch nie ein Problem hatte.
      Ãœbrigens find ich es nicht besonders witzig, dass keine Treiber oder whatever für Linux beiliegen (bei den Millionen an Distris wäre das eh sinnlos) – letztlich installiert man sowieso nur irgendwas Grundlegendes (wie DHCP) und dann gehts auch schon.

    2. Dr. Azrael Tod Sagt:

      @Ines
      Der Denkfehler ist, dass der Provider jemanden losschickt, von dem der Provider denkt dass er Ahnung hat.
      Der Provider hat Verträge mit diversen Firmen für verschiedene Gebiete und schickt dann einfach denjenigen los, der für die entsprechende Gegend zuständig ist.

    3. Ines Sagt:

      Das wäre ja irgendwie ziemlich dämlich. Keine Ahnung, wie das bei großen Providern gehandhabt wird – mit Alice musste ichs bisher nich rausfinden, und der kleine lokale Magdeburger Provider, bei dem ich vorher war, hat eigene Techniker gehabt (die auch Ahnung hatten).

    4. buergermeister Sagt:

      naja der Denkfehler des Providers ist doch eher, dass man alles outsourct und der Preis entscheident ist. Bei dererlei “Servicegesellschaften” ist es doch wie bei den Wachleuten, die bekommen hier knapp 5 Euro bezahlt und dafür will man eigentlich deren unbedingte Loyalität erwerben….. ist die so wenig wert?

    5. Dr. Azrael Tod Sagt:

      interessante Ansicht..
      und doch unterschreibt jeder bei dem Provider, der die billigsten Preise hat und nicht etwa bei dem mit dem bessten Netz für Support. Die Frage, warum die Provider also an der Stelle lieber sparen stellt sich also eigentlich nicht.

    6. Ines Sagt:

      Stimmt. Allerdings wie häufig benötigt man dann tatsächlich schonmal Support beim Provider, der über Leitung-tot-bitte reparieren hinausgeht?

      Da erwarte *ich* von jemandem, der Linux nutzt, dass er weiss wie er damit umzugehen und sein Internet einzurichten hat.

      Vielleicht ist hier das Problem eher, dass man Menschen vor ein massiv konfigurierbares Betriebssystem setzt, die sogar vor Windows verzweifeln würden.

      Die sollten vielleicht erstmal den Linux-Support in der eigenen Familie anrufen, bevor sie sich an den Provider wenden. Würde auch Geld sparen.

    7. Dr. Azrael Tod Sagt:

      als “Linux-Support in der eigenen Familie” muss ich zwar einsehen, dass das sinnvoll wäre… ich bin jedoch auch auf dauer von diesem Verhalten genervt.

    8. buergermeister Sagt:

      glaube ich allerdings weniger, bei vielen ist mittlerweile auch die “Qualität” entscheidend. Ich zum Beispiel hatte mit einem Provider mal Ärger, der folgendermaßen aussah: Der Provider besitzt nur ein Datennetz und bietet gleichzeit aber Telefon an, was nichts anderes heißt als das er bis zu sich VoIP macht. Was aber auch bedeutet man muss unbedingt den Traffic shapen. Was derart gut gemacht war, das ich Paketverluste von 50-60% hatte und Antwortzeiten um die 1000ms. Da hat man zwar Netz bekommt aber im Browser bestetig Timeouts und zwar immer dann wenn einer im selben Segment telefoniert. Weshalb man dann überlegt was einem eine stabile und auch nutzbare Verbindung wert ist und mal nachrechnet das man 5 Euro mehr ruhig dafür bezahlen kann….

    9. Ines Sagt:

      Welches Verhalten meinst du? Wirst du von deiner Familie ständig wegen Rechnerproblemen zu Hilfe gerufen? Ich kann verstehen dass das nervt, geht mir kaum anders. Letztlich is man aber auch irgendwie selbst schuld, wenn man Leuten zu Sachen rät, mit denen sie offenbar nicht selbst klar kommen.

    10. Ines Sagt:

      bürgermeister: Qualität und Support sind nicht ein und das selbe. Grundsätzlich hast du aber recht, man sollte sich den Provider vorher nicht nur anhand des Preises aussuchen sondern genau überlegen welche Leistung man braucht.

    11. Dr. Azrael Tod Sagt:

      Natürlich meine ich dieses Verhalten…
      Das Problem ist jedoch nicht Linux, ich habe vielen Leuten, bei denen es mir in Punkto arbeit einfach zu viel wurde, Linux aufgespielt und ihnen selbst die admin-rechte größtenteils entzogen. Diese PCs machen mir zusammen ca. so viel arbeit wie 3-4 Windows PCs. (mit einigen, wenigen Ausnahmen, das Notebook meiner besseren Hälfte nervte in letzter Zeit mit ständig fehlender Hardwareunterstützung)
      Die Windows-Leute hingegen installieren sich ständig irgendwelche Spyware oder sonstigen Müll und ich darf dann immer wieder zusehen wie ich den Mist runterbekomm.

    12. jesse Sagt:

      LOL, herrlich xD

      Was wäre das eine schöne Welt, wenn Support Mitarbeiter generell auch in Linux geschult wären oder es sein müssten.

    13. Ines Sagt:

      Hmm, dann musst du mal ordentliche Anti-Viren/Spyware/Dingens Software installieren :-P Auch unter Windoofs kann man Nutzern die Rechte zum installieren entziehen, allerdings glaube ich, funktioniert das nur bedingt. Was solche Dinge nutzt, ist Linux wohl tatsächlich geeigneter. Aber wenn man den Nutzer derartig einschränkt, kann er auch nie dazu lernen.

      Am Ende klingt diese Eingeschränktheit für mich ein wenig wie AOL, eine Software in die man sich einloggt, um ins Internet zu gehen. Die meisten AOL-Nutzer glauben, diese Software sei das Internet – mit den ganzen Buttons und Co. Dass es ein Internet jenseits von AOL gibt, ist denen beinah nicht begreiflich zu machen. Allein einen anderen Browser zu nutzen ist dann ja schon zuviel Aufwand. Aber zumindest können sie so fast nichts kaputt machen, und gefährliche Sachen installieren is auch unwahrscheinlich…

    14. Dr. Azrael Tod Sagt:

      Ich rede nicht von einschränkungen im generellen sinn..
      Die Nutzer können Problemlos über die Paketverwaltung neue Software installieren… aber eben nur Software die bei der Distribution dabei ist.
      Das ist immer noch erheblich mehr als die Leute im normalfall jemals brauchen werden, aber immerhin reduziert um jegliche Schadsoftware.
      Wenn die Leute irgendwas im Internet sehen, an Software die sie gerne haben wollen, so sag ich ihnen sollen sie sich bei mir melden und ich such ihnen dann entsprechendes für Linux.
      BTW: viele Leute, dennen ich KDE aufgespielt hab, haben übrigens von sich aus schon gesagt dass ihnen Konquerror nicht gefällt und wollten dringend Firefox haben… soviel zu anderen Browsern *g*

      Und was Spyware-Blocker und ähnliches betrifft… Die Dinger hasse ich wie die Pest. Das einzige was mehr Ressourcen frisst als dutzendweise malware-progs, sind meistens die tools die die DAUs alle installieren um die Malware los zu werden. Da laufen dann halt mal eben 4 Virenscanner im Hintergrund und machen bei jedem Neustart erstmal 4 Stunden eine komplettanalyse des Systems… das ganze natürlich ohne jemals was positives zu bewirken.

    Einen Kommentar abgeben

    Bitte beachte: Die Kommentare werden moderiert. Dies kann zu Verzögerungen bei Deinem Kommentar führen. Es besteht kein Grund den Kommentar erneut abzuschicken.