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Linuxtag 2008, was geht?

April 8th, 2008 von buergermeister

Es ist ja nicht mehr lange hin, bis zum LinuxTag “Europas führender Veranstaltung im Bereich OpenSource” wie man sich selbst betitelt. Nur ein Programm gibt es derzeit noch nicht so richtig, jedenfalls nicht auf den Seiten des Linuxtages selbst. Dort prangt nur: “Aktuell bearbeiten die Session Chairs in Zusammenarbeit mit dem VP-Team des LinuxTag die eingesendeten Beiträge. Wir planen bis spätestens Mitte März ein vorläufiges Programm veröffentlichen zu können.” Noch gibt es kein Programm oder doch nicht? Schauen wir also was uns auf dem LinuxTag an Inhalten erwarten wird.

OpenOffice.org suchte ja letzens einen Veranstaltungsort für eine OOo-Konferenz, erwartungsgemäß hat sich der LinuxTag das gekrallt. Pro-linux und andere Newsdienste haben das ja bereits gemeldet. Auf den Seiten von OpenOffice.org-de kann man das Programm nachlesen. Gut jetzt sind schon mal 2 Tage 2 Tracks mit OpenOffice und Migrationsthemen belegt. Paßt zum selbst gesetzten Thema “Open Source – Start/Move to Linux Distributions/Migrations/Desktop/Administrators’ Workshops“. Weil wir gerade bei den gesetzten Themen sind, “Open Source – Pervasive Communication VoIP/Linux Phones/Instant Messaging/Mesh-Up“. Sieht man die Unterpunkte springt uns doch VoIP direkt insAuge und wer denkt da nicht gleich an Asterisk? Halt was ist da mit dem deutschen Asterisktag, schauen wir doch mal dahin. Na holla, der findet doch glatt vorher Linuxtag statt und gleiches Gelände und Eintrittskarten sind auch auf dem LinuxTag gültig. Aber sicherlich wird Stefan Wintermeyer über Asterisk vortragen und da Mark Spencer zum Asterisktag sein wird, der vielleicht auch. Gut Linux Phones legt natürlich Trolltech und vor allem OpenMoko nahe und beide Firmen werden in der letzten News des Linuxtages als beteiligt gemeldet. Dort stehen noch einige andere Firmen wie Sun als Hauptsponsor, das sich Sun als einer der Haupträger der Entwicklung von OOo mit den beiden Tracks zufrieden geben wird ist eher unwahrscheinlich. Es wird unter Garantie noch einen “OpenSolaris Day” wie im vergangenen Jahr geben. Golem hatte da letzten Monat eine interessante Meldung, die wahrscheinlichen Keynotespeaker. Sun wird mit einem Keynotespeaker vertreten sein Ian Murdock dem Begründer des debian-Projektes. Wenn ich noch recht informiert bin kümmert sich Ian bei Sun um die Interoperabilität von Linux und OpenSolaris bei Sun. Damit steht wohl fest das es einen “OpenSolaris Day” geben wird. Die Meldung gibt ja noch weitere Namen preis: Aargon Seigo (KDE) und Nat Friedman (Novell), ersterer würde durchaus auf das erste oben genannte Thema passen. Nat Friedman hingegen scheint anzukündigen, dass sich Novell/openSUSE ebenfalls am Linuxtag beteiligen werden. Ob es wie im vergangenen Jahr einen “OpenSUSE Day” geben wird ist allerdings noch nicht richtig erkennbar. SUSE als Distribution wird ja als beteiligte Distribution in der letzten News des Linuxtages nicht genannt, dort stehen nur Ubuntu, Debian und Fedora. Die Communitystruktur der *buntus hab ich bis heute nicht begriffen, ich seh da nie so richtig durch wer da wen vertritt. Wenn man die Austellung letztes Jahr betrachtet, gab es da einen Kubuntu-Stand, einen Ubuntu-Stand und Canonical war ebenfalls mit einem Stand vertreten, den man eher für Ubuntu hielt. Gibt es also einen “Ubuntu-Love Day” mit Sicherheit. Fedora wird auf jeden Fall einen Stand haben und wie sieht es mit Vorträgen aus? Reicht es für eine “FUDCon“? Auf den Seiten des Fedoraprojektes, welche der Vorbereitung des Linuxtages dienen, ist bis jetzt nur Dimitris Glezos mit einem eingereichten Vortrag eingetragen. Hier wird man wohl noch einige Tage warten müssen. Wie sieht es bei Debian aus, wird es einen DebianDay geben? Naja bereits im vergangenen Jahr fanden sich anfangs wenig Vortragende bei Debian und dass scheint auch dieses Jahr so zu sein. Bis jetzt stehen bei Debian nur Noel Köthe und Paul Sladen als Teilnehmende fest. Hier dauert es wohl wirklich noch ein Stück. Oder es wird wie letztes Jahr keinen Debian Day geben. Das Linux Professional Institute unter anderem mit Tutorien, Repetitorien und Zertifizierungen professionelle Angebote zur Fort- und Weiterbildung von Softwarearchitekten und -entwicklern anbieten, so steht es in der letzten News des Linuxtages. Ob man dem LPI wie im vergangenen Jahr einen ” LPI Day” geben wird ist noch nicht ganz klar abzusehen, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit. Das LPI ist nämlich auf Garantie auch wieder Sponsor. Auch die BSDCG möchte ja auch gern zertifizieren und am liebsten die ganze Woche, so kann man es bei grUnix nachlesen. Meines Erachtens macht eine BSD-Zertifizierung nur an einem Tag Sinn an dem auch ausreichend BSDlastige Themen auf dem Linuxtag laufen. Wie siehts denn da jetzt aus? Nicht gut wie man dieser Meldung entnehmen kann. Stände der einzelnen BSD wird es auf jeden Fall geben, denn die Vorbereitungen sind auch hier gut gediehen. Insgesamt muss man jetzt nur noch die letzten beiden Schwerpunkte nennen und man kann aus den einzelnen genannten Fragmenten anfangen das Linuxtag-Programm zu stricken. “Open Source – Digital Lifestyle Home Entertainment, VDR/Photo Management/Video & Music Editing” und “Open Source – Business Solutions ERP/CRM/DMS/Storage/Virtualisation” sind diese fehlenden Punkte. Während das erste höchstwahrscheinlich der Titel für den Sonnabend sein wird, wird das andere garantiert der Titel für Mittwoch oder Donnerstag sein. Da zu businesslastig und Freitag und Sonnabend will man ja möglichst die Community anlocken. Nun braucht man nur die einzelnen Puzzleteile richtig zusammen zu setzen. Keine leichte Aufgabe, auch für das Team beim Linuxtag. Na dann puzzelt mal los!

P.S. bin natürlich dankbar für weitere Links, wer was zum Linuxtag an Vorträgen eingereicht hat, ab in die Kommentare damit.

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