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Onehitwonder

Juli 20th, 2007 von buergermeister

Also  mir geht das allergewaltigst auf die Ketten. Schon beim letzten Mal war das richtiggehend unaushaltbar, das ganze World Wide Web war voll von diesen “Nachrichten” die doch eigentlich nur erbärmlicher Müll sind. Jeder kleine Teenie schrieb in dutzenden Foren oder Weblogs von seinem “Star”, regelrechte Kriege wuren da geführt. Die Kommision für Jugendmedienschutz hat schon ein wenig Recht, im Januar diesen Jahres eine Prüfunverfahren einzuleiten, wegen „möglicher sozialethischer Desorientierung von Kindern und Jugendlichen“. Un das alles damit es ein paar One Hit-Wonder mehr in der Musiklandschaft gibt. Wer von den Mark Medlocks und wie die alle hiessen hat den wirklich nicht nur kurzfristig Erfolg? Schön, die Musikindustrie kann ein paar TopTen-Hits damit platzieren, aber wirkliche Stars werden das keine, dass wöllte die Musikindustrie auch gar nicht. Wenn nämlich der Musiker bekannt ist und seine Platten allein vom Namen her verkäuflich, dann bekommt er etwas macht über die Musikbosse und kann mitreden. Laut der Professorin Joan Kristin Bleicher „werden die Sprüche von Dieter Bohlen bewusst lanciert, um einen begleitenden Skandal zu haben“. Dafür lässt man auch den ein oder anderen bereits Precasting, damit Kleindieter die Chance hat, ihn vor der Kamera zur Sau zu machen. Dafür müssen talentierte wahrscheinlich draussen bleiben. Und schon geht die ganze Scheisse wieder los. Irgendwann Anfang August fangen gerade mal die Castings an und schon wieder erscheint der Müll mit den Nachrichten in den Blogs, auf den Newsseiten und in Foren.

Ich finde es wird Zeit einmal etwas gegen diesen Medienmüll zu tun oder was meint ihr? Ob man dafür für den mittlerweile wertlosen Grimme-Award vorgeschlagen wird, wie das Stefan Raab geschah ist mir Wurst. Ich will Musik, ich viel vielfältige Musik, ich will selbst entscheiden was ich hören will, ich will Musiker keine quäkende Statisten und was wollt ihr?

Für alle, die hier sagten es gäbe eine Weihnachtsaktion es gäbe hier eine “Deutschland sucht den Superstar” oder “Creative Commons sucht den Superstar”, denen sei gesagt ich bin weder Deutschland noch Creative Commons, vielleicht solltet ihr über die Aussage des Satzes ein kleinwenig nachdenken. Ist jedenfalls nicht mehr lang hin, bis zum Start der Aktion.

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  • 6 Kommentare

    1. fwolf Sagt:

      deswegen hör ich FM4, Webradio und seh seit 2 monaten nimmer fern. Musiksender gibts sowieso nicht mehr im deutschen fernsehen – jedenfalls keine, die sowas wie anhörbare Geräusche bringen würden.

      cu, w0lf.

    2. MarcoPolo Sagt:

      Es gibt gute Musik, aber die findest du nicht in den Charts oder in den Formatradios. Dort geht es nur noch darum, den Hörer nicht zu verschrecken. Er soll nicht mehr über Musik nachdenken, sondern nur vom Umschalten abgehalten werden, damit er auch die Werbung hört. Die Playlists dieser Sender bestehen meist aus nicht mehr als 40 Songs, die immer wiederholt werden.
      Gute Musik findest du z.B. hier:
      http://www.labrador.se/summer2007/
      http://metawelle.net/2007/05/15/ssl-vol-1/
      http://www.lastfm.de
      http://www.nicorola.de
      http://www.radio1.de

      Auf YouTube gibt es zu dem Thema einen Ausschnitt aus einer sehr interessanten Doku über das Geschäft Musik: http://youtube.com/watch?v=irk3_p15RJY

    3. SIYB Sagt:

      Mir ist das eigentlich egal wenn irgendwelche Hampler ihre Leben auf den Kopf stellen, nur um für ein paar Augenblicke Ruhm zu erhaschen. MTV und Co höre/schaue ich schon lange nicht mehr. TV an sich wird eigentlich auch immer unerträglicher: Realityshows, Castingshows, Therapie (aka ich bin zu dumm meine Kinder zu erziehen) shows, Gerichts shows, “wir faken und verzerren die Realität, weil Realität wie sie im Drehbuch steht mehr Quoten bringt” shows, Heidi Klums Boulemie Buddys usw. Die Liste ist endlos. Was ich damit sagen will, ist dass die schlechte Musik einfach sehr gut ins Konzept passt, Musik und die Medien im Allgemeinen sind immer eine Reflektion der Gesellschaft in der sie entstehen, unsere Gesellschaft ist kommerziell veranlagt, ergo wird versucht mit möglichst billigem Schund viel Kohle zu scheffeln. Die einzige Möglichkeit (imho) etwas gegen schlechte Unterhaltung zu unternehmen ist Boykott, je weniger Leute sich den Dreck anschaun/anhören, desto weniger Werbeeinnahmen werden erziehlt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Musikalische Abfall verschwinded. Problematisch ist wie immer die Kaufkraft der Teenies die so einen Mist erst möglich machen. Ich für meinen Teil werde das machen was für mich am besten Funktioniert, Crapfilter anmachen und das was mir nicht passt einfach ignorieren.

      mfG SIYB

    4. schroedi Sagt:

      Dafür wäre es endlich mal einen Spamfilter zu entwickeln, der dann einfach alles schwarz macht, wenn dort so ein Star auftaucht. Ich würde den Filter dann auch für einen TV weiterentwickeln.

    5. buergermeister Sagt:

      den gibts doch schon, auf der Fernbedienung oben der kleine grüne Schalter, der macht auch alles schwarz

    6. karl-tux-stadt.de » Creative Commons unser Superstar Sagt:

      [...] die Creative Commons eine Rolle spielen werden. Aufmerksame Leser bekamen auch Tips in Artikeln wie Onehitwonder oder Für die Kreativität oder Udo Jürgens vs. Gilberto Gil. Ich suche also für [...]

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