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Als die Bilder laufen lernten

Juni 7th, 2006 von buergermeister

Ich will heute mal etwas schreiben, was überhaupt nichts mit Linux, Unix oder Open Source zu tun hat. Geht ihr auch öfters ins Kino, sitzt dann da und seit für rund 90 Minuten in einer anderen Welt? Genießt die satten Bilder und den tollen Sound, da nützt zu Hause der Beamer und der Surround Sound überhaupt nix, dass Feeling Kino erreicht das nicht.

Kino ist ja ein Vergnügen, welches ziemlich ins Geld gehen kann, bei den heutigen Eintrittspreisen zumindest. Ich hab seit letzter Woche ein wenig Glück, ich durfte mir drei Tage Kino für umsonst erlauben. Schuld daran trägt rafl, der hat mich nämlich letzte Woche beim Unix-Stammtisch weggefangen und in den Filmclub “mittendrin� geschleppt. Einladungen dahin hatte ich von rafl ja schon oft und auch der Herr Mitbewohner hier hat schon mehrfach zum Besuch aufgefordert. Alle Einladungen hatte ich bis dato ausgeschlagen. Nun eben bis letzten Dienstag, als rafl mich weggefangen hat.

Aber das geht noch weiter, nicht nur das ich auf die Art kostenloses Kino hatte, nein ich hab auch mal hinter die Kulissen geschaut, was passiert während der Film läuft. Davon bekommt man im Zuschauerraum ja sonst nichts mit, nur wenn man sehr genau hinschaut.

Das ist nicht so wie im heimischen Kino, Video reinschieben oder DVD einlegen und schon läuft der Spass, nein das macht durchaus Arbeit. So ein Film ist auch nicht eine einzige grosse Rolle, nein es sind mehrere, geteilt in Akte, so wie im Theater auch.

Die müssen zuerst umgespult werden und mit Anfangsbändern versehen werden, dann werden Markierungen angebracht, damit man überblenden kann. Überblenden? Ja überblenden, da steht nicht nur ein Projektor sondern zwei und die müssen im rechten Moment umgeschalten werden. Dafür sind die Markierungen angebracht, die erste zum Zeichen den Motor des anderen Projektors anzuschalten und die Zweite das Zeichen auch dessen Licht einzuschalten. Man kann das auch im Zuschauerraum sehen, achtet mal auf den rechten Bildrand, für wenige Sekunden ist dort ein schwarzer Streifen zu sehen, das Zeichen. Ganz schwer ist es erst recht bei dunklen Szenen zu erkennen, aber achtet einmal darauf, beim nächsten Kinobesuch und denkt ein wenig daran, das dahinten jemand sitzt der genau aufpassen muss, damit ihr nichts mitbekommt und höchsten Filmgenuss bekommt.

So das war´s mit meinem kleinem Ausflug in die Welt des Cinema, und ich hoffe ihr nehmt mir den kleinen Ausflug nicht übel, aber ich denke das hatt sich das Team des “mittendrin� verdient.

Geschrieben in Family Affairs, Krimskrams | 1 Kommentar »

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  • 1 Kommentar

    1. timos Sagt:

      Schoen, dass du ueber uns berichtest! Aber es heisst Start-/Endband. Und bevor ihr euch die Augen ausguckt, nach Ueberblendzeichen (die Markierungen): Auf neueren Filmen sind die selten noch gestanzt, weil viele grosse Kinos mittlerweile “koppeln�, d.h. vor dem Film alle Akte wieder zusammenkleben. Wir tun dies nicht und muessen deshalb oft Ueberblendzeichen kleben. In “Fight-Club� wird das ganze uebrigens auch erklaert.

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