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Banshee vs. Canonical – Das wahre Gesicht von Canonical

Februar 17th, 2011 von buergermeister

Ich habe ja hier schon mehrmals darüber geschrieben, dass ich das “Engagement” von Canonical in der Welt der freien Software eher kritisch sehe. Das hat dann auch immer gleich Schmierereien in den Kommentaren zur Folge, ich kann mich also auch dieses Mal auf derartiges gefaßt machen. Seit einigen Tagen, zeigt Canonical einmal wieder mehr sein Gesicht, um was es ihnen eigentlich geht und zwar ums Geld verdienen. Nun Geld verdienen ist an sich nichts schlechtes und freie Lizenzen lassen auch genau das zu.
Die nächste Version von Ubuntu Natty Narwhal soll ja mit Banshee anstatt mit Rythmbox als Musikplayer daherkommen. Schon seit geraumer Zeit integriert Ubuntus Rythmbox zur Generierung von Einnahmen den Ubuntu Musicstore. Nun kommt aber Banshee bereits mit einem eigenen Store daher, der MP3 von Amazon anbietet und dessen Einnahmen zu 100% an die GNOME Foundation fliessen. Seit der Integration im Juli 2010 waren das etwas über 3.000 US$ wobei die Einnahmen seit dem kontinuierlich ansteigen und bald die 1.000$ Grenze pro Monat überschreiten. Die Banshee Entwickler publizieren diese Zahlen, wie das so üblich ist vollkommen offen in einem Spreadsheet. Das sind bei den derzeitgem monatlichen Einnahmen in etwa soviel, wie kleinere Firmen der GNOME Foundation im Jahr zukommen lassen.
Nun wie schon gesagt, in Rythmbox betrieb Canonical einen eigenen Musicstore und dessen Einnahmen wären mit Banshee dann nicht mehr da. Man hätte wie es die Lizenz von Banshee ja zuläßt diesen da natürlich integrieren können (Scheiße man häte wieder Entwicklungsarbeit leisten müssen) oder einfach den AmazonMP3 Store den Banshee integriert hat per default ausschalten können. Kein Hahn hätte dannach gekräht, statt dessen hat man sich an die Banshee Entwickler gewandt und ihnen zwei Vorschläge gemacht.
Entweder Canonical schaltet den Standard-Musikladen von Banshee aus, was sich mit wenigen Klicks wieder rückgängig machen läßt oder der Store bleibt integriert und Canonical bekommt in Zukunft 75% der Einnahmen.
Auch wenn andere da mal wieder Canonical zugute halten, dass man ja mit den Entwicklern immerhin kommunizieren würde, für mich ist das keine Kommunikation sondern Erpressung. Kommunkation wäre gewesen, die Summe offen zu lassen oder 75% als Verhandlungsbasis anzubieten. Ich bin mir sicher die Banshee Entwickler wären auf 50% sogar eingegangen, dabei hätten beide Parteien nur gewinnen können. Aber in der Geschäftswelt seihen ja 75% fürs nichtstun üblich, wie Jason Warner, Ubuntus neuer Manager für den Desktop in einem Kommentar bemerkt. Statt dessen haben sich nun die Banshee Entwickler für die Deaktivierungsvariante entschieden.
Wer genauer hinschaut sieht, hier gibt es ja auch einen dritten Geschädigten, die GNOME Foundation und mit der hat man ja schon seit geraumer Zeit ein Hühnchen zu rupfen und versucht sie auf Canonical Linie zu pressen. Ich sage nur Unity vs. GNOME Shell, Unity2D und QT. Meiner Meinung nach alles eher Versuche Gnome auf die Canonical Linie zu bringen.
Canonical versucht mehr und mehr seine massive Verbreitung im Bereich des Linuxdesktop zu nutzen um sich ein größeres Stück vom Kuchen zu sichern und an der Stelle muss man sich wirklich fragen, ob 75% hier gerechtfertigt sind.
Linux ist einst angetreten um ein Monopol im Bereich des Desktop zu brechen und das nur des Wissens willen, das ein Monopol nie für die Allgemeinheit gut ist. Es ist an der Zeit zu fragen, ob wir eine Dominanz von Ubuntu im Bereich des Linuxdesktop weiter akzeptieren können, wenn derartige Dinge die Konsequenz davon sind.

Geschrieben in Distribution Drama, Killer Application, ubuntuusers | 117 Kommentare »

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  • 117 Kommentare

    1. Oliver Sagt:

      Vorbild Apple *hüstl*

    2. buergermeister Sagt:

      ja Oli die Beziehung Apple BSD ist ja wirklich ähnlich.

    3. Dr. Azrael Tod Sagt:

      der vorteil bei Ubuntu: die Nutzerstruktur ist imho nicht die gleiche wie bei OSX oder Windows und die Nutzer neigen weniger dazu die Standardeinstellungen ohne Kritik einfach hinzunehmen.

      ..weswegen ich z.B. auch selten bei meinen Linux-Rechnern den Ubuntu-Gnome-Verschnitt unverändert laufen hab (und eigentlich schämt man sich ja sowieso schon für die Tatsache dass man ubuntu drauf hat und will “demnächst” endlich mal wieder eine richtige Debian drauf installieren oder so).

    4. burli Sagt:

      Apple hätte Banshee erst gar nicht akzeptiert, wenn nicht 100% der Einnahmen an Apple fließen.

      Und warum soll sich Canonical die Butter vom Brot nehmen lassen?

    5. buergermeister Sagt:

      @Burli weil du gefälligst die Butter auf deinem Brot bezahlst, bevor du die in dein Maul steckst oder bezahlst die nicht im Supermarkt?

    6. Markus Sagt:

      Ich verstehe den Vergleich zu Apple nicht:
      Apple hat iTunes selbst entwickelt und Apple betreibt den Music Store selbst. Da entstehen halt einige Kosten.

      Canonical hat Banshee gar nicht entwickelt und selbst der Ubuntu Music Store wird nicht von Canonical betrieben, sondern es handelt sich um ein Partnerprogramm mit einem bereits etablierten Anbieter, der durch den Deal die Einnahmen halt mit Canonical teilt.
      Welche Kosten sollen Canonical da anfallen?

    7. Aiodler Sagt:

      Ich bin ganz deiner Meinung!

      Canoncial nimmt echt zu viel des guten, von dem was es gibt.

      Da Installier ich mir vllt. glatt Rythmbox wieder auf meinen Rechner wenn das Update drauf ist!

    8. stringtheorie Sagt:

      Canonical muss monetarisieren. Wir wissen doch, dass Shuttleworth die Reißleine zieht, wenn C. nicht bald auf “eigenen Füßen” profitabel wird. C. war von Anfang an als Startup mit 10-Jahres-Plan gestartet. Canonical versucht wohl jeden Cent zusammenzukratzen, auch wenn es auf Kosten der Community-Projekte geht.

    9. buergermeister Sagt:

      @Markus

      es geht bei Apple nicht um iTunes sondern um die Beziehung Apple und Darwin bzw BSD

    10. 7ero Sagt:

      Daher bin ich wieder zum Mutterschiff Debian zurückgekehrt, nur notify-osd läuft noch, da ich dieses besser finde als die standart Benachrichtungen.

    11. Barristan Sagt:

      Habt ihr echt gedacht, dass Canonical Ubuntu nur verteilt, damit ihr euer tolles Spielzeug OS habt?

      Die wollen Kohle machen nix anderes, außerdem was regt ihr euch auf, die Lizenz erlaubt alles (tjo selber schuld, wenn Entwickler so blöde sind und ihre Software unter die GPL stellen, mit einer proprietären Lizenz wäre das nicht passiert ;) ).

      Für Firmen ist Freie Software doch gerade deshalb so geil, dass sie alles nehmen können, es als eigenes Produkt vermarken und dann damit Kohle machen, ohne dass die Entwickler einen Cent davon sehen.

    12. Bernd Sagt:

      Egal was Canonical auch anstellt, die Kopfnickergemeinde wird es benutzen und auch diesen Mist (Schachzug) wieder hochjubeln.

      Leute mit einem A*** in der Hose haben sich längst von Ubuntu verabschieded.

    13. burli Sagt:

      @buergermeister: was soll denn dieser Ton?

      @Markus: Canonical stellt den Webspace in Form von UbuntuOne bis 2GB kostenlos zur Verfügung. Ok, wenn man direkt bei 7digital kaufen würde wäre das nicht nötig, aber dann müsste man es selbst verteilen

    14. buergermeister Sagt:

      @Barristan der Einzige, der hier scheinbar “blöde” ist bist wohl Du! Wer nämlich mal liest, der weiss, das ich das schon mehrfach und auch in diesem Artikel angesprochen hab, das Canonical Geld verdienen will und muss. Und es ist auch nichts schlechtes das mit freier Software zu tun, es geht hier um die Art und Weise den Entwicklern ne Mail zu schreiben 75% oder Abschaltung, dass nennt man Erpressung. Dann hättens halt ohne zu schreiben, es einfach abgeschalten und gut.

    15. buergermeister Sagt:

      @Burli, ganz einfach dein Vergleich mit der Butter vom Brot nehmen, hinkt gar gewaltig.

    16. burli Sagt:

      @buergermeister: selbst wenn der Vergleich nicht nur hinkt sondern auch stinkt kann man das gesittet mitteilen.

      Und warum hinkt der Vergleich? Der Ubuntu One Music Store ist die Butter auf dem Ubuntu Brot. Der Amazon Shop in Banshee würde die Butter runter kratzen und anderen auf’s Brot schmieren.

    17. vinz Sagt:

      Canonicals Verhalten ist…
      1. rechtlich sauber
      2. moralisch vertretbar
      und trotzdem
      3. ideell unter aller Sau.

      Aber irgendwie bin ich dankbar, dass sie ihren “Gegnern” mit der Banshee-Geschichte endlich ein für Laien verständliches Beispiel ihrer Selbstbedienungsmentalität geliefert haben.

    18. vinz Sagt:

      @burli Richtig, der Amazon-Shop würde die Butter von Canonicals Brot kratzen und an die Gnome Foundation zurückgeben. Und das zu Recht, da wenigstens auf diesem Weg mal was upstream kommen würde. Schade, Chance vertan.

    19. vinz Sagt:

      @Barristan Dass es aber auch funktionierende Unternehmen gibt, die sich nicht nur selbst bedienen, ist dir schon klar?!

    20. buergermeister Sagt:

      @burli und wer bitte bestimmt die Sitten?

      Wie gesagt, keiner verbietet Canonical deren Store in Banshee zu integrieren.
      Es ist also niemand da, der denen die Butter vom Brot nehmen wiell sondern sie versuchen hier andere Butter zu essen, die sie nicht bezahlt haben

    21. buergermeister Sagt:

      @vinz

      thats the point

    22. burli Sagt:

      @buergermeister: wäre Canonical weiter bei Rhythmbox geblieben wäre über Amazon genau null gelaufen. Jetzt erfährt Banshee eine große Verbreitung und viele davon werden sich den Amazon Shop schon aktivieren und dort kaufen.

      Daran schonmal gedacht? Anscheinend nicht. Selbst in dieser Konfiguration Gewinnt Gnome mehr als bisher.

    23. Christoph Sagt:

      Nur mal so als Einwurf. Canonical sitzt im Advisory Board der GNOME Foundation [1]. Der Sitz kostet Canonical (und jedes andere Mitglied des AB) jedes Jahr 10.000 Dollar [2].

      Ich möchte gerne mal wissen wie du darauf kommst, dass man mit der GNOME Foundation persönlich ein Hühnchen rupfen will, nur weil man meint mit Unity eine bessere Oberfläche abliefern kann und bei Unity2D auf QT setzt. Das ist einfach nur spekulativ und – sorry – Fud. Canonical möchte ein gutes OS auf Basis des Linux-Kernels ausliefern und nicht ein möglichst originäres GNOME. Das muss nicht jedem Gefallen, muss aber kein Grund für sinnloses Gebashe sein.

      [1] http://foundation.gnome.org/about/
      [2] http://foundation.gnome.org/about/charter/

    24. Peter Sagt:

      > Es ist an der Zeit zu fragen, ob wir eine
      > Dominanz von Ubuntu im Bereich des Linuxdesktop
      > weiter akzeptieren können, wenn derartige Dinge
      > die Konsequenz davon sind.

      Ja, Ubuntu soll die Welt beherrschen. Ich glaube du bist da ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen.

      Ubuntu macht viele gute Sachen und MUSS irgend wann mal auch Profit machen (sind die schon aus den roten Zahlen raus?).

      Ich verwende Ubuntu weiterhin und experimentiere immer wieder mal mit Alternativen (z.Z. Debian/Linux Mint Debian Edition), so halte ich mir immer alle Türen offen.

      W$ ist bei mir vor 10 Jahren aus dem Haus verbannt worden, solange die meisten Anwender neben einem Ubuntu auch noch W$ haben, müssen wir uns doch keinen neuen Feind suchen ;-)

    25. Barristan Sagt:

      @vinz

      Natürlich gibt es diese Firmen, nur wozu etwas Leisten, wenn man es auch umsonst erhält und gewinnbringend vermarkten kann?

      Anmerkung: editiert, Kommentator unter Beobachtung gestellt

    26. Marcel Sagt:

      Also irgendwie ist mir die ganze Aufregung nicht klar und vor allem Dein Text nicht:
      > Man hätte wie es die Lizenz von Banshee ja zuläßt diesen da natürlich integrieren können (Scheiße man häte wieder Entwicklungsarbeit leisten müssen)
      Aber, dass der Ubuntu One Music Store in Banshee integriert ist, steht doch sowieso außer Frage…?

      > oder einfach den AmazonMP3 Store den Banshee integriert hat per default ausschalten können. Kein Hahn hätte dannach gekräht
      Das war doch genau einer der beiden Vorschläge (eben der, der jetzt angenommen wurde) – oder meinst Du, dass es keinen gestört hätte, wenn sie nicht gefragt hätten, so aber ist es Erpressung…?

    27. Jens Sagt:

      Genau deswegen mag ich die wirklich freien und unabhängigen Distributionen wie zB Archlinux oder Gentoo oder auch Debian.

      Sobald eine Firma im Hintergrund am werkeln ist wirds schnell fies (siehe Artikel) …

      Sowas unterstütze ich nicht.

    28. Bernd Sagt:

      @burli: Was gewinnt GNOME? Finanzielle Unterstützung, technische Mitarbeit durch Canonical?

      Ich möchte nicht unhöflich wirken, aber das ist infantiles Fanboy-Gebrabbel.

    29. stfischr Sagt:

      Also burli sagte es ja schon, durch Ubuntu würde Banshee ne große Verbreitung bekommen und dadurch massig Geld einnehmen, ohne Ubuntu würden sie garnix kriegen. (außer von denen, die es explizit installieren)

      Jetzt will halt Ubuntu sich damit nicht das Geschäft an seinem eigenen MP3-store kaputt machen. Was mich auch wundert, das das Banshee-Team anscheinend nichtmal verhandeln wollte sondern gleich zurückgeschrieben hat, nö machen wir nicht.

      Klar das die Hater daraus gleich wieder “Ubuntu is evil” machen.

    30. stfischr Sagt:

      Achso und übrigens würde ich niemals so nen Evil-Mediaplayer benutzen, der Amazon unterstützt/bewirbt, das sind nämlich die wahren Feinde der Freiheit.

    31. Paloran Sagt:

      @Burli und co
      Ihr glaubt also wirklich das Canonnical Geld dafür bekommen sollte, dass sie die Software von anderen in ihr Betriebssystem integrieren? Was für ein Preis Leistungs Verhältnis ist denn das?

      Die ganze Arbeit machen die Banshee Entwickler, und diese wollen ihr Geld Gnome spenden. Das ist ihre Entscheidung. Und wenn nun jemand kommt und mitreden will, dann ist es einfach guter Ton nett zu verhandeln und nicht den anderen zu erpressen, nur weil man selber der “Große” und “Mächtigere” ist. Schließlich sind die Banshee Entwickler nicht die einzigsten die von der Integration von Banshee in Ubuntu profitieren, vielleicht sollte Ubuntu Geld an Banshee abgeben, wenn ihr Ubuntu Music Store in Banshee integriert wird.

      Es stimmt natürlich das Canonnical auch ein bisschen Geld braucht, aber das könnten sie auch einsparen indem sie z.B. gleich Gnome 3.0 nehmen und ihre Unity Entwicklung einstellen!

      Ganz ehrlich, für diese Entscheidung habe ich absolut Null Verständnis! Hier ist jemanden der Erfolg aber mächtig zu Kopf gestiegen!

      Sorry das ich soviel geschrieben habe, aber es musste einfach mal sein.

      @buergermeister guter Artikel, hat mir Freude bereitet ihn zu lesen

    32. dominik Sagt:

      Sers,

      lies mal hier: http://lwn.net/Articles/428219/

      Is von nem Banshee Entwickler und des fühlt sich nich übern Tisch gezogen…

    33. buergermeister Sagt:

      @burli

      Also ich würde mal behaupten, dass rund 1.000$ im Monat nicht nichts sind

      @stfischr

      Warum wundert es mich nit, dass Du hier wieder die pro-canonical tour fährst?
      Wenn ich lese, ausser denen die es explizit installieren, sag mal wo kommt denn das Geld bisher her, kann es sein das vielleicht Banshee auch so benutzt wird, weil es a) die bessere Wahl ist und b) auch bei anderen Distributionen der default ist?
      Naja andere Distributionen, kennst DU ja nicht ausser Ubuntu

    34. murrayy Sagt:

      Was sagt denn das Banshee Team dazu?

      “We are pleased that Canonical is willing to leave the affiliate code unaltered.”

      Ahja…aber Hauptsache wir haben uns mal alle aufgeregt.

    35. schmiddim Sagt:

      Ich finde das Verhalten von Canonical auch nich in Ordnung. Allerdings werden wohl viele Ubuntu User durch diese Aktion auf den Amazon Store von Banshee aufmerksam und spenden so dem Gnome Projekt ein wenig Geld.

    36. Christoph Sagt:

      Aufgrund von Links ist mein Beitrag wohl im Spam gelandet und versackt vor sich hin, daher nochmal ohne Links…

      Nur mal so als Einwurf. Canonical sitzt im Advisory Board der GNOME Foundation. Der Sitz kostet Canonical (und jedes andere Mitglied des AB) jedes Jahr 10.000 Dollar.

      Ich möchte gerne mal wissen wie du darauf kommst, dass man mit der GNOME Foundation persönlich ein Hühnchen rupfen will, nur weil man meint mit Unity eine bessere Oberfläche abliefern kann und bei Unity2D auf QT setzt. Das ist einfach nur spekulativ und – sorry – Fud. Canonical möchte ein gutes OS auf Basis des Linux-Kernels ausliefern und nicht ein möglichst originäres GNOME. Das muss nicht jedem Gefallen, muss aber kein Grund für sinnloses Gebashe sein.

      Und wie schon andere sagten, Banshee sieht sich nicht als Opfer des Ganzen. Auch sollte man nicht mit dem Finger aus Canonical zeigen, bevor man nicht mal analysiert hat was denn andere Distros so treiben. Hat sich jemand schonmal aufgeregt, dass Linux Mint (Praktisch ein 99%iges Ubuntu und auf Platz der Distrowatch Charts) eine eigene Firefox-Google-Suche einbaut, deren Einnahmen mit Sicherheit nicht auch wie bei Ubuntu 75/25 mit Mozilla geteilt wird, sondern zu 100% an Linux Mint geht? Schonmal überprüft was andere Distributionen mit dem Affiliate-Code in Banshee machen?

      Man sollte das Ganze nicht zu einem Shitstorm aufblasen. Canonical hat die Banshee-Devs gefragt was sie tun sollen und sie entsprechen dem Wunsch von Banshee. Punkt. Andere machen das mit Sicherheit nicht, sondern ändern still und heimlich Affiliate-Links ab und kein Schwein kümmert sich drum.

      Man sollte aus dem Thema lernen im Diskurs zwischen Distributoren und Entwicklern ideelle und moralische “Grundsätze” erörtern. Alles andere ist holes Gewäsch.

    37. buergermeister Sagt:

      @Chris

      Schlechtes Beispiel, Du sagst selbst Debian kostet es auch 10.000 dort zu sitzen oder Novell oder Red Hat also setzen drüber nachdenken ob die Form der Unterstützung allein ausreichend ist

      und btw. via Banhsee Affiliate fliessen derzeit auch 10.000$ an die Foundation

    38. stfischr Sagt:

      @buergermeister

      Ja bei den anderen Distros ist es halt Standard und da kriegen sie ihr Geld ja auch weiterhin. Es geht ja nur um den Teil, der über Ubuntu zusätzlich rein kommt. Ubuntu könnte ja auch einfach selber nen Vertrag mit Amazon machen und das Geld komplett abgreifen. Ist doch absolut legitim, aber nein die haben sogar vorher die Entwickler gefragt, wie die es wollen. Und du schaffst es, das soweit zu verdrehen, das Ubuntu auf einmal der große Abzocker ist.

      Das mit der besseren Wahl ist ja wohl sehr subjektiv, ich komme mit dem Teil z.B. nicht klar, da ist mir vlc und ähnliches lieber.

      > Naja andere Distributionen, kennst DU ja nicht ausser Ubuntu
      Erlaubt dir deine Mutti überhaupt noch so spät den Computer zu nutzen?

    39. mainerror Sagt:

      Erstens mal würde ich gerne Quellen haben. Link zum mailing-list Auszug oder sonst was.

      Zweitens verstehe ich das problem nicht. In Natty Narwhals aktuellem Banshee ist sowohl der Amazon MP3 Store als auch der Ubuntu One Music Store vertreten. Auf welchen Fakten beruht dein Artikel wenn man fragen darf?

    40. buergermeister Sagt:

      @Peter Ich frage mich zwar welche guten Sachen macht aber keiner hat es dagegen, dass die aus ihren roten Zahlen herauskommen.
      Ich jedenfalls, empfinde das als nicht gerade fair jegliche Entwicklung anderen zu überlassen und nur die Sahne abzuschöpfen. Kein Hahn hätte dannach gekräht, hätten sie ihren eigenen Shop in Banshee integriert und auch gewiß hätten die Entwickler zu 50/50 nicht nein gesagt. Es geht darum nur auf die Verbreitung hin, den Löwenanteil zu verlangen!

    41. burli Sagt:

      Es ist sinnlos, hier weiter zu diskutieren. Wer so blind vor hass ist will die Wahrheit auch nicht sehn

    42. buergermeister Sagt:

      @Mainerror Du scheinst Links ja wohl nicht zu folgen!

      @Burli ja, ich bin Blind vor Haß und du blind gegenüber Argumenten und wenn jemand Argumente nicht akzeptiert, dann ist eine Diskussion in der Tat sinnlos

    43. Christoph Sagt:

      @buergermeister
      Es sollte dir zeigen, dass Canonical sehr wohl Interesse an der GNOME Foundation hat, sonst würde man sich den Sitz im Board wohl sparen, oder?

      Sorry, es ist bigott. Eine Lizenz für SuSE Linux Enterprise Server kostet dich ~270 Euro pro Jahr, bei Red Hat Enterprise Linux sind ähnliche Preise drinnen. openSUSE 11.3 kostet dich mit Buch und DVDs 46 Euro. Hier müsste es dich ebenfalls stören, dass 100% dieser Einnahmen an die Distributoren fließen, ohne dass ein Hahn danach kräht.

      Apropos Such-Plugin: Du verschweigst dass Canonical beim Suchplugin ebenfalls einen 75/25-Deal mit Mozilla hat. Dieses Verhältnis ist also nicht gerade neu. Machen andere Distributoren das auch? Machen das “Firefox”-Relabler wie bspw. früher Flock auch?

      Canonical beschäftigt nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 300 Angestellte, das Data-Center für die benötigten Server dürfte auch nicht gerade klein sein. Nehmen wir mal einen mikrigen Lohn von 50.000 Dollar im Jahr pro Mitarbeiter an. Mit Lohnnebenkosten kostet ein Angestellter dann locker mal 75.000 im Jahr. Macht also locker mal 2,25 Mio $ im Jahr allein für das Personal. Das RZ in so einer Größe ist auch nicht billig zu haben.

      Canonical fährt eben ein anderes Business-Modell. Die Distribution, egal ob Desktop oder Server ist kostenlos und OpenSource. Einnahmen werden über zusätzliche kostenpflichtige Dienste (Ubuntu One), über das Suchplugin im Browser oder eben über so einen Shop erzielt.

    44. toxi07 Sagt:

      kann mir jemand ne distribution nennen bei der banshee als standard mediaplayer dabei ist und der amazonshop plugin aktiv ist? wollte nur kurz wissen ob andere distribution den gnome desktop auf diese art unterstüzten.

    45. Игнат Sagt:

      ja, dieses Canonical ist in letzter Zeit sehr komisch

    46. buergermeister Sagt:

      @Chris du verbreitest wieder nur mal Halbwissen

      1. weiss ich, wieviele Leute dann Novell und RedHat beschäftigen, die an Projekten arbeiten. Das schlägt sich dann auch in den Codanteilen nieder oder wollen iwr uns noch an die 0.01% von Canonicals Kernelpatches erinnern? Von daher fließt von diesem Geld sehr wohl zurück.

      Da darfst Du nicht darüber reden, wieviele Canonical beschäftigt, sondern wie viele von denen an Software arbeiten, die nicht Canonicals Eigentum ist. Könnte sehr klein sein, die Summe

      Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen, die Angestellten eines Unternehmens sind vollkommen uninteressant.

      nur um Dir mal ein paar klare Summen zu sagen IBM betreibt ein Entwicklungscenter für OpenSource mit 200 Beschäftigten, AMD hier ebenfalls mit 30 Angestellten, die ausschliesslich an freier Software arbeiten.

      Nur mal so nebenbei, Aaron Bockover war bis vor kurzem bei Novell und durfte da fast ausschliesslich an Banshee arbeiten.

      Siehst Du, die haben vielleicht schon soviele Angestellte wie auch die SUSE Linux hat, aber weitaus weniger von denen arbeiten an freier Software sondern sind eher mit Lösungen beschäftigt, die Canonical finanzieren.

      2. weder die SUSE Linux (und hier geht dein Halbwissen schon wieder los, bei der Schreibweise) noch Novell verkaufen openSUSE in einer Box, auch kein Unternehmen, wo einer von beiden beteiligt ist tut das. Das macht ein ganz anderes Unternehmen und ich weiss, dass auch da Geld an das Projekt zurückfliesst.

      3. Das Mozilla sich auf einen 75/25 Deal einläßt ist deren Bier und includiert nicht das andere derartiges auch zu akzeptieren haben.

    47. fefe Sagt:

      Danke fuer den Artikel – hat einiges aufgeklaert. (Bin ja nicht so der Ubuntu-Benutzer und Mono kommt mir auf meine Kiste schon mal gar nicht!)

    48. Markus Sagt:

      @Apple und BSD:

      Ich raffe das Problem trotzdem nicht, auch wenn BSD und nicht iTunes gemeint ist.
      Apple steuert tonnenweise Code bei, der in BSD-Projekten verwertet wird.
      Ein Apple-Entwickler ist Release Manager für Xorg.
      Dank LLVM und Clang wird FreeBSD 9 den gehassten GCC loswerden.
      Und dass Ihr alle ohne Apple-Software (CUPS) gar nicht drucken könntet, versteht sich von selbst.
      Bugfixes etc. ans FreeBSD-Projekt werden ohnehin von Apple gesandt.

    49. buergermeister Sagt:

      @toxi07

      Kleiner Tip, besuch doch mal die Seiten, von Banshee -> http://banshee.fm/ scroll nach ganz unten, das siehst Du links ein Sponsorbadge und ich wette mit Dir genau auf der Distribution ist das im Original so der default ;)

    50. Squeeze Sagt:

      “Es ist an der Zeit zu fragen, ob wir eine Dominanz von Ubuntu im Bereich des Linuxdesktop weiter akzeptieren können, wenn derartige Dinge die Konsequenz davon sind.”

      Debian installieren, Blog beim Debian Planeten anmelden und “Fertig” ist.

      Nicht mehr reden, sondern handeln.

    51. Robert Schrenk Sagt:

      Canonical ist keine Wohltätigkeitsmission, sondern ein Unternehmen. Es MUSS Gewinn machen. Auch wenn das manchen Open Source-Leuten nicht gefällt, die aus philosophische Gründen für offene Software sind. Die Open Source Branche muss aber in unserem kapitalistische System einfach auch etwas einbringen.

      Wie Canonical genau vorgegangen ist, ist schwer zu beurteilen, jedenfalls sorgen sie ja auch für eine größere Verbreitung von Banshee, was diesen zugute kommt.

      Da aber Ubuntu immer noch offen ist wird es leicht sein über eigene Paketquellen von Banshee eine “Originalversion” zu installieren.

      Apploid wird es erst, wenn sie ansetzen um dem User dieses Recht einzuschränken a la Apple App Store….

    52. buergermeister Sagt:

      @Robert es steht wirklich ausser Frage, dass Canoncial ein Unternehmen ist und Geld verdienen muss.

      Die Frage ist ob es für nur Verbreitung 3/4 der Einnahmen erhalten soll.

      Warum ist eigentlich Novell als Hauptträger der Monoentwicklung auf der Banshee basiert und als Hauptsponsor von Banshee selbst eigentlich nie auf die Idee gekommen 3/4 der Einnahmen zu verlangen?

      Keiner verbietet hier Canoncial Geld zu verdienen, es geht nur um die Art und Weise den Löwenanteil zu verlangen

    53. max Sagt:

      Wie kommst du darauf, dass ein Monopol nie für die Allgemeinheit gut sei? Gerade auf dem Softwaremarkt mit extrem hohen Fixkosten und verschwindend geringen variablen Kosten und kann ein Anbieter die Kunden billiger bedienen als mehrere Anbieter gleichzeitig. Software wird nicht wie Brötchen gebacken!

    54. Christoph Sagt:

      Fühle dich bitte nicht immer angesprochen. Nicht mein ganzer Kommentar geht auf dich ein ;) Es ging zum Teil um “Welche Kosten sollen Canonical da anfallen?” weiter oben.

      Lass uns bitte endlich dieses Canonical trägt nix zum Kernel bei begraben. Die FLOSS Landschaft besteht aus mehr als nur den Kernel.

      Ansonsten verabschiede ich mich hier aus der Diskussion. Viel Spass noch beim Flamewar ;)

    55. buergermeister Sagt:

      @Chris

      Ganz sicher besteht die FLOSS Landschaft aus mehr als nur dem Kernel, nicht einmal einen Monat vor dem 0.01% Kernelbeitrag Dingens gab es exakt einen derartigen Vergleich für GNOME und hier sah es nicht anders aus!
      Der Fakt ist, sicher hat Canoncial Kosten für ihre 300 Angestellten, ich bin sicher die nahezu gleichen wie SUSE Linux die hat oder auch RedHat, in Frage gestellt wird hier nur, wieviel Beitrag wird geleistet an der Entwicklung, dass ist einfach die Frage.
      Man kann nicht einfach nur die Entwicklung den anderen überlassen und für die reine Verbreitung dann auch noch 75% des Kuchens verlangen.

    56. buergermeister Sagt:

      @max Du kannst ja auf billig stehen, ich steh auf Innovation

    57. Bayliner Sagt:

      Also ich finde euren Umgangston sehr fragwürdig. Es ist doch ok so einen Artikel zu schreiben und auch darüber zu diskutieren. Buergermeister betreibt hier auch eine gewisse Aufklärung, die uns mal eine andere seite zeigt. Den monetären Druck die dieses Unternehmen wohl verspürt und es verdeutlicht was Entwickler von freier Software für uns leisten.
      Ich finde es allgmein gut, insbesondere Cannoncial mal etwas Objektiv zu beleuchten, denn was man sonst so liest ist immer total PROBUNTU und Shuttleworth.
      Trotzdem ist es sehr schade wie man hier aufeinander losgeht. Wir alle lieben freie Software und jeder muss für sich selbst entscheiden auf was er setzt.
      MfG

    58. buergermeister Sagt:

      @Bayliner +1

    59. toxi07 Sagt:

      @buergermeister
      das könnte natürlich sein ;)
      opensuse 11.4 hab ich bisher noch nicht so auf dem schirm. bei 11.3 ist ja noch banshee in version 1.6.x ohne den amazonshop dabei. dann kümmert sich wenigstens die ehemalige lieblings bashing distribution opensuse um den fortbestand der freien welt

      bitte nicht zu ernst nehmen

    60. seaman Sagt:

      Interessanter Artikel, aber ehrlich gesagt, wurde er aus meiner Sicht zu sehr aus einer eingeschränkten Sichtweise geschrieben. Canoncial wird hier nur als abgrundtief böse beschrieben. Das ist mir zu einseitig!

      Canoncial hat extrem viel für die gesamte Linux-Community getan, denn erst als Canoncial auf den “Linux-Zug” aufgesprungen ist, wurde es allmählich immer Benutzerfreundlicher und dadurch nutzen immer mehr Menschen Linux. Ok, man könnte jetzt natürlich fragen, was wohl ohne Canoncial passiert wäre, aber von diese “was wäre wenn”-Fragen halte ich nichts, weswegen ich darauf auch nicht eingehe.

      Natürlich hat sich Canoncial dabei nicht immer “freundlich” verhalten, aber das würde ich jetzt nicht überbewerten. Mir kann niemand erzählen, dass RedHat und Novell (so wie es in diesem Blog-Beitrag und in den Kommentaren von einigen Usern dargestellt wird) eine Lupenreine Weste haben. Beider verfolgen auch nur ihre (persönlichen) Interessen und haben einfach einen tieferen Einfluss auf z.B. GNOME und andere OpenSource-Projekte.

      Canaoncial will z.B. mit Unity auf lange Sicht eine andere Richtung einschlagen, als es das Gnome-Projekt mit GNOME3 will. Das ist doch vollkommen in Ordnung! Aktuell sehen sich GNOME3 und Unity wohl noch sehr ähnlich, aber das wird in 4 Jahren (oder so) sicherlich anders sein.

      Ich bleibe bei meiner Meinung, dass Canoncial in der Vergangenheit und auch aktuell alles richtig macht. Sie gehen zwar teilweise etwas radikal vor, aber das sehe ich eher als Vorteil. Dadurch werden die teilweise “festgefahren” und seit Jahren bestehenden Strukturen in der Linux- bzw. OpenSource-Szene mal wachgerüttelt. Canoncial schaut mit Ubuntu in die Zukunft und lebt nicht nur im hier und jetzt.

    61. buergermeister Sagt:

      @seaman benutzbar war es schon vorher, dass wird sehr gern vergessen.
      Die Wahrheit ist am Ende, keine Firma konnte jemals soviel Geld für Werbung aufbringen, wie das Canonical am Anfang getan hat. Weil Entwicklung eben kostet!
      Keiner spricht Canonical ab Unity entwickeln zu dürfen.

      Hier wird auch keiner wachgerüttelt, hier wird eher das verzehrt was andere schaffen, nicht umsonst wurde Canonical in der 0.01% Diskussion als Parasit bezeichnet

    62. enolive Sagt:

      Sorry, aber ich bin da komplett anderer Meinung als der Poster. Fakt ist, dass Banshee unter einer sehr freien Lizenz steht (X11/MIT) und Canonical einfach den Code rausnehmen könnte. Das haben sie nicht getan, sondern ihr Problem (Konkurenz zweier Onlineshops in einem Programm) dem Projekt vorgestellt und ihnen zwei Alternativen angeboten. Auch wenn sicherlich 75/25 sich nach einem einseitigen Deal anhört (50/50 wäre psychologisch besser gewesen), so muss man auch zugestehen, dass auch bei 25 % Fall Banshee bzw. Gnome wahrscheinlich durch die höhere Verbreitung als Standardprogramm weit mehr Geld umgesetzt hätte. Einen bösen Willen gegenüber der GNOME Foundation zu unterstellen halte ich schon für sehr hanebüchen.

      Canonical ist immerhin einer der top contributors von GNOME und auch Unity löst nicht GNOME ab, sondern ersetzt nur deren Shell. Welche Shell nun besser ist, ist sicherlich ein interessantes aber auch anderes Thema. Ich persönlich finde es toll, dass es mehr Auswahloptionen gibt. Manche Anwender werden Dockbars wie AWN oder Docky, manche die Shell, manche halt Unity verwenden und wieder Andere beim guten alten Panel bleiben. Was ist denn daran so verwerflich eine neue Alternative zu pushen? Sollte man etwa alle Alternativen gleichberechtigt in die Distribution reinnehmen und dem Benutzer die Qual der Wahl lassen? So etwas hatten wir vor 10 Jahren, als Linux-Distros mit 5-10 Programmen für den gleichen Zweck installiert und als Geek-Boxen verschrien wurden.

      Letztendlich wollten die Banshee-Entwickler aber GNOME den ganzen Gewinn zukommen lassen. Das können sie weiterhin tun. Durch die höhere Verbreitung von Banshee durch die Ubuntuintegration werden auch so die Einnahmen steigen, weil nicht Wenige den Amazon Shop einfach aktivieren (was ja mit wenigen Klicks möglich ist) — ich werde es etwa tun, weil ich Amazon vorziehe.

      Ich bin nicht immer Fan von Canonicals Entscheidungen, aber ich würde doch bitten, hier auf dem Teppich zu bleiben. Banshee ist letztendlich mit der Entscheidung auch zufrieden und dabei würde ich es auch belassen.

    63. Tomboy Sagt:

      Danke dir Karl-tux-stadt für deinen Blog solche wie dich braucht es, nur dank Leute wie dich werde ich wissen, wann Canonical meiner Meinung nach die “Linie” überschritten hat. Noch ist das nicht der fall. Noch überwiegen die Vorteile die Nachteile. In meinen Augen sogar noch sehr stark.
      Trotzdem, ich möchte auf dem Laufenden bleiben, dank dir kann ich dass.

      Tomboy

    64. Stefan Sagt:

      In der Tat ist Canonical darauf angewiesen, dass das „Projekt“ auf Dauer genügend Geld einbringt. Von daher kann ich die Vorgehensweise verstehen, auch wenn ich sie nicht gutheißen kann. Ich lehne generell die Anbindung von Vertriebsschienen, sei es Software, Cloud-Dienste oder Musik in Betriebssystemen ab, wenn diese zwangweise daran gebunden sind. Wenn der Nutzer die Wahl hat, ist es m. E. in Ordnung.

    65. buergermeister Sagt:

      @enolive top “contributor” machst Dich da nicht gerade lächerlich, du meinst vielleicht top distributor

    66. seaman Sagt:

      @buergermeister

      “benutzbar war es schon vorher, dass wird sehr gern vergessen.”

      Was ist deine Definition von “benutzbar”?

      Meine ist die, dass auch ein DAU Ubuntu nutzen kann, ohne sich mit dem Terminal auseinandersetzen zu müssen und sonstiges an den Innereien des System herumfrickeln muss (z.B. in irgendwelchen Konfigurationsdateien).

      —————————————

      Sorry, bitte verstehe mich jetzt nicht falsch und nimm es bitte nicht (allzu) persönlich, aber deine Sichtweise auf Canoncial scheint äußerst einseitig zu sein. Ich bin jedenfalls mit 2 offenen Augen unterwegs und schaue auch nach links und rechts.

      Man kann und darf die Beiträge von Canoncial doch nicht nur aus der Sicht der Programmierer sehen.

      Sorry, aber für mich entsteht durch die Antwort auf meinen vorherigen Kommentar und auch durch die andere Kommentare deinerseits immer mehr der Eindruck, dass du Canoncial einfach nur schlecht reden willst und wild darauf eintreten willst, ohne auch nur mal ansatzweise die Hintergründe zu verstehen.

      Du magst Canoncial und Ubuntu nicht! Das ist okay, es gibt genügend andere Distris! Ich finde Canoncial sowie Ubuntu toll und bleibe deshalb dabei und werde sie auch in Zukunft unterstützen.

    67. buergermeister Sagt:

      @seaman

      ja für mich auch, es gab auch vor ubuntu Linuxdistributionen, die ohne händisches editieren von Konfigurationsfiles benutzbar waren. Mandrake und SuSE nur hatten beide Firmen nie das Geld um einen solchen Produkteinführungsfeldzug zu führen, wie das für ubuntu geschehen ist.

      Das hat auch nichts mit mögen von Ubuntu und Canonical zu tun, sondern der fakt ist nun einmal da und den hat Canoncial ja selbst bestätigt, sie sehen ihre Rolle in der Linuxwelt als reiner Distributor also nur zu verbreiten.
      Stell Dir einfach selbst die Frage, ob es fair ist anderen jegliche Entwicklung zu überlassen und nur die Sahne abzuschöpfen.

      Wie geschrieben, keiner hätte gemeckert, wenn sie hätten ihren Store integriert. Es geht schlicht und einfach darum, den Löwenanteil an Einnahmen zu verlangen deren Entwicklung komplett von anderen getan wurde.

      Meine Sicht auf Canonical ist ganz gewiß nicht einseitig, genau das ist ja hier das Problem ;)
      Wenn man auch nur etwas kritisch sieht, wird man sofort in die Basher-Ecke gestellt

    68. toxi07 Sagt:

      ich möchte nochmal kurz erwähnen, dass es bereits seit einiger zeit die integration von ubuntu one für banshee gibt. sie hätten also nicht nochmal etwas entwickeln müssen, stattdessen haben sie nochmal nachgefragt. wobei ich auch sagen muss, dass die aufteilung verhandelt werden sollte und nicht einseitig festgesetzt. und wieso entwickelt ubuntu nichts? wer entwickelt unity?

    69. enolive Sagt:

      @buergermeister: ich glaube ich habe mich da missverständlich ausgedrückt, das hat man von den dummen Anglizismen ;) . Ich meinte contributor im finanziellen Sinne, klar kann die kleine Softwareschmiede Canonical mit Größen wie Novell oder Red Hat nicht mithalten, was Code Contribution angeht. Schau mal in http://foundation.gnome.org/finance/, wer steht da als nicht geringer sog. “Corporate Contributor”?

    70. Christoph Sagt:

      Produkteinführungsfeldzug? Nenne mir bitte mal aus welchen Aktionen der “Produkteinführungsfeldzug” bestand? Ich kenne ein Ubuntu-Billboard an einem US-Highway, wo nicht mal bekannt ist, dass dies eine offizielle Aktion von Canonical war. Und dann? Online Anzeigen? Printwerbung? Fernsehspots? Mir ist nicht bekannt, dass es jemals Werbung für Ubuntu gab.

    71. johannes Sagt:

      Also ich verstehe die Aufregung wirklich nicht, natürlich will man mit Ubuntu auch Geld verdiene – ist doch ihr volles Recht.
      Keiner wir gezwungen Ubuntu zu verwenden.

      Hätte ich einen eigenen Store hätte ich Amazon auch standardmäßig deaktiviert.

      Und außerdem, Amazon ist ein dreckige Firma, die ich spätestens seit dem Wikileaks-Fall nicht mehr unterstützen will.

    72. stfischr Sagt:

      > Stell Dir einfach selbst die Frage, ob es fair ist anderen jegliche Entwicklung zu überlassen und nur die Sahne abzuschöpfen.
      Klar das ist fair, wer seine Software explizit unter eine Lizenz stellt, die das ausdrücklich erlaubt, möchte das so. Das ist die GPL (oder auch MIT), wenn man sowas scheiße findet, muss man eine andere Lizenz wählen.

      Ich kann ja auch nicht sagen, hier mein Parkplatz, damit könnt ihr machen was ihr wollt und mich dann beschweren, dass jemand anders ihn für Geld vermietet.

      Woher weißt du eigentlich, das die 75% ein Friss und stirb Angebot waren, ich hab nirgendwo gelesen, das da Jemand vergebens versucht hat zu verhandeln?

      PS: Wenn dein Blogbeitrag nicht einseitig und verblendet ist, dann gibt es auf dieser Welt wohl keine einseitigen, verblendeten Blogbeiträge.

    73. buergermeister Sagt:

      @enolive siehst das ist was ich ne verstehe, auf der einen Seite ist man die meistverbreitete Distribution auf der anderen Seite werden Novell und RedHat dann Größen genannt! Also bitte

      Es geht nicht darum das Canonical via Geld einen Beitrag leistet, sicher sehen da 27.000$ erstmal mehr aus als 12.500$ Novell oder 15.000$ RedHat. Rechnet man aber dann mal die angestellten Entwickler dazu, so wie Chris hier die Kosten veranschlagt hat kommt man schon auf andere Summen ;)
      Und das betrifft ja nicht nur GNOME sondern alle Projekte, die Canonical für Ubuntu selbst nutzt.

      Also auf der einen Seite, ist man nicht groß und auf der anderen Seite dann doch, je nachdem wie es für einen nützlich ist?

    74. buergermeister Sagt:

      @Christoph ShipIt ;) massives verschenken eines Datenträger, zu den Zeiten wo die Distributoren noch versucht haben mit Boxen Geld zu verdienen, nenne ich eine Produkteinführungsfeldzug

    75. toxi07 Sagt:

      @buergermeister ist das jetzt ernstgemeint?
      ubuntu ist wohl eher im privaten user berich groß
      und novell und redhat eben im bussines und server bereich.
      ich finde es schade, dass ich im moment canonical so in schutz nehmen muss, da ich auch nicht alles toll finde was sie so tun. aber leider ist in letzter zeit eine so aggresive antistimmung, dass ich mir vorkomme als nutze ich ein system, dass von microsoft, apple und google gemeinsam entwickelt wird.

    76. toxi07 Sagt:

      shipit war auch für leute gedacht, die keinen highspeed internetanschluss haben und in ländern wohnen, in denen man mit etwas weniger geld auskommen muss als wir. bei uns gibt es dafür solche angebote http://www.pearl.de/a-KS584-3611.shtml

    77. stfischr Sagt:

      @toxi07: du sprichst mir aus der Seele

    78. Robert Sagt:

      Alle regen sich auf nur nicht die Banshee Entwickler, sollten sich alle mal ein Stück von abschneiden.

    79. Christoph Sagt:

      Hm, ich kenne nur Suse mit seiner Box. Mandriva hatte seinen Club. Andere Distro, die ne “Premium-Version” verkaufen wollten?

      Ich bin mir SEHR sicher, dass die CDs wenig zum Erfolg von Ubuntu in Europa beigetragen haben. Wenn das System scheiße gewesen wäre, dann wäre Ubuntu trotzdem wieder von meinem System geflogen.

      Nein, ganz ehrlich, wir haben hier Canonical deutlich ausgenutzt. Die CDs waren für Menschen gedacht, die ohne eine dicke Leitung ein Ubuntu verwenden wollten. Ich – und wahrscheinlich viele von uns – habe diese CDs nur bestellt, weil es toll war eine hübsche und ordentlich gepresste CD zu besitzen. Ich hätte damals nicht bestellen sollen.

      Ich frag mich was die Diskussion soll. Canonical macht keinen Gewinn, man bezahlt 300 Leute sicherlich nicht fürs Nichtstun. Praktisch alles was Canonical für Ubuntu entwickeln lässt ist Open-Source. Aport, Upstart, Launchpad, Unity usw.

      Wie toxi07 über mir sagt ist Canonical zwar auf dem Desktop weit verbreitet, doch damit hat man den goldenen Blumenkohl gewonnen. Das Geld wird bis dato mit Servern gemacht und hier ist Canonical definitiv noch ne klein Klitsche.

    80. buergermeister Sagt:

      aha toxi deshalb habens ja auch nur in derartige Länder verschickt, man man bleib mal auf dem Teppich.
      ShipIt hatte nur ein Ziel, das massive verbreiten von Ubuntu in so kurzer Zeit wie möglich. Das war eine reine Marketingmassnahme und sie hat funktioniert.

    81. Schumbi Sagt:

      Was ist Banshee überhaupt? ;-) Lohnt es sich, das mal zu testen? Clementine gefällt mir an sich ganz gut. :-)

    82. buergermeister Sagt:

      @Chris wie immer Halbwissen

      1. nicht alles was Canoncial ist OpenSource Landscape zB und wie lange es gedauert hat bis das Versprechen bei Launchpad gedauert hat das verschweigen wir lieber und den Copyright Abtritt bei Unity, den verschweigen wir auch an der Stelle, wissen wir doch ganz genau warum man den fordert, plant man vielleicht später eine komerzielle Relizenzierung? Wäre dann schon schlecht alle fragen zu müssen gelle ;)

      2. Ich bin mir sehr sicher, dass ShipIt massiv zur Verbreitung von Ubuntu beigetragen hat, der ist ja cool Effekt wäre aber mit Sicherheit auch bei anderen Distributionen eingetreten. Hier zu erzählen Canonical wurde ausgenutzt, ist sorry einfach Schwachsinn. Die hätten ja einfach nur keine zu uns schicken müssen unsere Zugänge sind ja breit genug. Hat man aber nicht, weil es eine Marketingmaßnahme war.

      3. Mandriva Club kam erst nach 2005 auf also nach Oktober 2004 als Ubuntu zum ersten Mal auftauchte, vorher gab es ganz normal Mandrake in Boxen als Verkaufsversion.

      4. Geld wird auch nicht mit Servern gemacht sondern mit Komplettlösungen und da spielt auch ein Desktop seine Rolle siehe RHED und SLED.

      keiner behauptet Canonical ginge es finanziell gut oder spricht ihnen die Möglichkeit ab Geld zu verdienen, ich möchte an der Stelle nur einmal wissen wie oft ich das hier noch zu wiederholen habe.

    83. toxi07 Sagt:

      achso deshalb ist ja auch aol der marktführer bei den isp, weil es nicht auf die leistung ankommt nur darauf, dass man ne kostenlose cd bekommt. du hast deine meinung nun deutlich gemacht und ich meine. und leider kommen wir an dieser stelle nicht weiter, deshalb wünsche ich allen eine gute nacht und jedem seine distro, denn wir alle lieben linux

    84. Jens Sagt:

      Jeder hat unter Linux die Freiheit, sich seine Distri auszusuchen. Canonical ist eine Firma und will Geld verdienen. Bravo! Innovationen kommen ja nicht von ungefähr. Dass einige Linuxer damit ein Problem haben ist ja bekannt. Wenn ich aber diesen Artikel mit dem von Chrisss auf seinem Blog linux-und-ich (zum selben Thema) vergleiche, dann hat dieser hier in meinen Augen eindeutigen BILD-Charakter.

      Sorry, lass die Pferde mal im Stall!

    85. buergermeister Sagt:

      @Jens fragt sich nur wer die Innovationen macht und wer nachher versucht das Geld mit diesen zu machen

    86. aboettger Sagt:

      Ich verstehe die Entscheidung, Banshee als Default-Anwendung zu verwenden, eh nicht. Das Ding ist so was von langsam. Wer einmal mit gmusicbrowser seine Musik verwaltet hat, der wird die brachialen Geschwindigkeitsvorteile nie mehr missen wollen. Gmusicbrowser ist seit kurzem die Standard-Anwendung in Xubuntu.

    87. Michael Sagt:

      Herrlich, besser als Kino was hier abgeht.
      Zur Sache ansich: Verwerflich ist an dem Verhalten von Canonical nichts, es ist sogar explizit erlaubt, man könnte sogar erwünscht sagen und andere Distributionen machen es genauso. Wer damit Probleme hat, dass seine Arbeit anderen Leuten Gewinn einbringt und man u.U. garnichts davon bekommt, der sollte tunlichst seine Software nicht unter die GPL stellen. Aber das haben wohl nicht alle verstanden, dass man quasi sämtliche Rechte abtritt, wenn man seine Software unter die GPL stellt und jeder damit machen kann was er will, sofern der geänderte Source öffentlich gemacht wird.

      Die Banshee-Entwickler haben zumindest keine Probleme damit. Die werden die Lizenz vorher gelesen haben. Würde auch ein wenig sehr trottelig wirken, einerseits per Lizenz das jetzige Geschehen zu erlauben und sich dann später zu beschweren, das würde gegen die Moral, Ethik oder sonstwas verstoßen.

    88. Chron2 Sagt:

      Offtopic:
      Immer wieder schön solche Diskussionen zu lesen. Das Thema könnte auch ein völlig anderes sein. Keiner der hier streitenden weicht von seiner Meinung ab.
      Argumente werden ignoriert, heruntergespielt etc.
      Ich habe noch nie in einem Blog gelesen, das einer sagt: “Oh ja stimmt. Den Punkt habe ich nicht bedacht. Vielleicht sollte ich das nochmal überdenken.”
      Diese großen Internet-Egos immer…

    89. hallodri Sagt:

      Ich verstehe Canonical auf der einen Seite überhaupt nicht. Erst hauen die verständlicherweise FSpot etc. raus, um von den ganzen Mono-Scheiß wegzukommen und dann holen die sich mit Banshee das ganze Mono-Gedöns wieder rein.
      Ich war froh die ganzen *.cil Pakete aus’m System zu haben. Nun muß ich wieder bei einer Installation alles händisch rausballern.

    90. buergermeister Sagt:

      @Michale, Du hast so glaube ich nicht gerade sehr viel verstanden und wohl auch nicht gelesen

      Quote Artikel: “Man hätte wie es die Lizenz von Banshee ja zuläßt diesen da natürlich integrieren können (Scheiße man häte wieder Entwicklungsarbeit leisten müssen) oder einfach den AmazonMP3 Store den Banshee integriert hat per default ausschalten können. Kein Hahn hätte dannach gekräht, statt dessen hat man sich an die Banshee Entwickler gewandt und ihnen zwei Vorschläge gemacht.”

      Und was die Banshee Entwickler betrifft, einer von denen ist verlinkt und unterzeichnet haben sie diesen verlinkten Artikel alle, zumindest die Maintainer. Du scheinst absolut nicht zu verstehen, das die MIT Lizenz und da fängt dein großer Fehler an, Banshee sthet nicht unter der GPL zwar die Änderung/Anpassung des Codes erlaubt wohl aber nicht den Versuch der Erpressung entweder wir bekommen 75% oder wir schalten es ab.

      Das ist hier auch kein Canonical Gebashe sondern, das ist reine Kritik am Verhalten, welches nicht zum ersten Mal derartige Züge annimmt, aber das mögen so manche Fanboys arg übersehen. Die agieren hier wie die wilden, weil man ihren “GOTT” scheinbar angreift. Da wird alles mögliche an den Haaren herbeigezogen um Verständnis für das Verhalten zu bekommen, anstatt einfach zu sagen, jawohl hier hat man über die Stränge geschlagen.

    91. Michael Sagt:

      @buergermeister
      Da muss ich dir ausnahmsweise sogar mal Recht geben, ist unter der MIT-Lizenz lizenziert und nicht unter der GPL. :D Allerdings ändert das so rein garnichts an meiner obigen Aussage. :p In der Lizenz heißt es:

      “Hiermit wird unentgeltlich, jeder Person, die eine Kopie der Software und der zugehörigen Dokumentationen (die “Software”) erhält, die Erlaubnis erteilt, uneingeschränkt zu benutzen, inklusive und ohne Ausnahme, dem Recht, sie zu verwenden, kopieren, ändern, fusionieren, verlegen, verbreiten, unterlizenzieren und/oder zu verkaufen… ”

      Jetzt hat Canonical von dem Recht Gebrauch gemacht, hätten sich nicht mal bei den Entwicklern melden müssen und alles was kommt ist eine Moral-Predigt. :D

      Wenn dich das so ankotzt, dann solltest du dich bei den Banshee-Entwicklern melden und ihnen vorhalten, was für eine Lizenz sie benutzen oder einfach den Rand halten, weil dieses Verhalten mit der Lizenz konform ist, ja ausdrücklich erwünscht ist.

    92. buergermeister Sagt:

      @Michael

      1. Du mußt mir nicht “ausnahmsweise” einmal Recht geben, sondern Recht
      2. Du brauchst mir auch nicht die Lizenz zitieren um mir zu beweisen, dass man den Code ändern darf. Denn das stand nie zur Debatte
      3. Ich muss mich nicht bei den Banshee Entwicklern melden, das mich deren Lizenz ankotzt. Ich muss nur nicht ein Verhalten entweder 75% oder wir schalten es ab, akzeptieren und explizit derartiges Verhalten ist nicht mit der Lizenz erwünscht.

    93. Freebse Sagt:

      Das alles hat mir schon massiv Kritik von Ubuntu Benutzern eingebracht, aber das kennt man von Cannonical nicht anders. Ich benutze aus diesem und anderen Gründen kein Ubuntu auch wenn dies dann für viele private Installationen mehr Mühe kostet ist Debian die einzige Wahl, es ist frei, es bleibt frei und es interessiert sich nicht für Musikstores. Mit zunehmender Macht werden Firmen eben eklig, dabei ist es egal ob diese MS, Google, Apple oder Cannonical heissen. Das einzige was freie Software frei macht ist ein freies Betriebssystem, da aber hat Cannonical massive Probleme wie ich finde und ich lasse mich nicht bevormunden.

      Mono ist unfrei, da fängt das ganze an sich schon an.

    94. toxi07 Sagt:

      >>(Scheiße man häte wieder Entwicklungsarbeit >>leisten müssen)
      Ich erwähne es gern nochmal, da du es vielleicht überlesen hast.

      Es gibt bereits seit längerem die Integration des Ubuntu One Musicstores in Banshee 1.8.x

      Als ich zum erstenmal gelesen habe, dass banshee als standard player in natty integiert wird dachte ich eher daran, dass mono das problem ist. aber nun weiß ich auch warum novell/suse banshee unterstützt.
      ich persönlich nutze zur musikverwaltung auch ein anderes programm (gmusicbrowser) es gibt ja zum glück eine groß auswahl.

    95. jannis Sagt:

      Was mich persönlich daran stört, dass Ubuntu die am verbreiteste Linux Distriebution ist, ist das Canonical GNOME (nur meine Meinung) so schlecht aussehen lässt (ich mein nicht nur das Designe).

      Fast jeder, der nach einer Altanative sucht denkt so: Nagut Windows kann man vergessen, Mac ist mir zu teuer also Linux…
      Dann instalieren die sich Ubuntu draf, ham meistens einen beschiessen ersten Eindruck (dass das z.b.: Theme nicht jeden gefällt, ist unumstritten) also lassen sie dann das mit Linux.

      Ich finde, Distribution, die hinter der absulute Anpassbarkeit sowie der Philosophie hinter der freien Software stehen, sollten Populärer sein. Ubuntu sieht immer mehr wie ein kommerzielles Projekt aus. Nagut, es ist OK, die Software von anderen zu verwänden, um Geld zu verdinnen. Aber das ist sicher nicht der Gedanke hinter freier Software.

      Geld verdinnne –> JA mit der Arbeit anderer –> Finde ich nicht OK

      Klar, Canonical versucht Ubuntu so “einfach” wie Möglich zu halten, was ich aber Blödsin finde, weil sie ersten mit so kleinichkeiten wie die Großen Schliessen-Min-Maxmieren Button vom Rechten Rand durch in kleine Button Links ersetzen. Auserdem ist Linux einfach nicht Windows oder Mac –> Man MUSS sich mit der Materie beschäftigen und das nicht nur Oberflächlich.

      OK! Viele Linuxe passen ihre Oberfläche an und entfernen sich von der Klassischen GNOME, KDE… Umgebung. Meine Begeisterung, was Canonical alles an der Oberfläche herummacht, hält sich aber im grenzen (nur von der Oberfläche her, schnell ist es durchaus)

      Jannis

    96. Oliver Sagt:

      Ein Haufen Sinnbefreitheit. Aber eine Frage beantworte ich und zwar jene zum Vergleich mit Apple. Gemeint ist Habitus seitens Apple, das Credo, welches Apple heimsucht seit den 80ern. Jenes macht sich auch Canonical zu eigen, natürlich ein wenig toleranter, um die Fans bei Laune zu halten. Es sind Gemeinsamkeiten, keine Deckungsgleichheit. Aber bei Fanboys rennt man so oder so gegen eine Wand. Und was bei *buntu & Co als Qualität verschrien ist, hätte sich noch vor zehn Jahren nicht einmal aus dem Keller herauswagen dürfen.

    97. Ronny Sagt:

      Mir gefällt das auch nicht alles was da mit Ubuntu vorgeht. Ich sehe es zwar nicht ganz so eng wie einige hier, aber einen faden beigeschmack habe ich damit auch.
      Als Gnome Glücklicher frage ich mich welche – gut brauchbare – Alternative es zu Ubuntu als Gnome Desktop gibt!? Debian ist klar. Allerdings hat man da doch recht viel Arbeit bis alles installiert ist was man so braucht, oder mittlerweile nicht mehr?

      Fedora setzt auf Gnome und macht es auch recht gut. Allerdings ist mir RPM als Paketverwaltung nicht wirklich angenehm. Wie seht ihr das und welche Alternativen kennt Ihr denn?

      Ronny

    98. Jens Sagt:

      @Ronny: Versuch mal Archlinux, wirst dich wundern wie schnell dein Rechner wirklich ist :D

    99. Christoph Sagt:

      @buergermeister
      So langsam reichts mit deiner “Halbwissen” Anklage. Launchpad steht unter der AGPL. Punkt. Wann und wie ein Entwickler seinen Code freigibt liegt im Ermessen des Entwicklers.

      Du hast mit deinem Rant hier dein Ziel erreicht: Praktisch hundert Kommentare, massig Traffic, viel “Beachtung”. Ich werde deine Eitelkeit (Wer “liked” denn sonst noch seinen eigenen Inhalt auf Facebook und sendet jeden Tag bei der Bloggerei eine 100% Bewertung ab) nicht weiter unterstützen.

      @Ronny
      Wenn dir Unity nicht gefällt, dann musst du Unity nicht verwenden. Nach wie vor liefert Ubuntu den kompletten GNOME Stack aus.

    100. buergermeister Sagt:

      @Chris Du machst Dich einfach nur lächerlich, schreib Du mal schön weiter was die Leute von Dir hören wollen, dann flattern sie Dir ja ordentlich was.

    101. Papa-Punk Sagt:

      Also Ubuntu geht immer mehr in Richtung Windoofs. Hübsch bunt. Gefällt mir nicht mehr.

      Ich würde sagen sucht euch was kleines. Hier schon genannt Archbang oder Crunchbang. Mein Vorschlag FluxFlux.

      Was mir am allerwertesten vorbei geht ist echrt ein Streit wer wo wann wieviele MP3 verkaufen darf und wer nicht.

    102. mainerror Sagt:

      @buergermeister: Die Links im Artikel führen zu keiner Quelle welche besagte Handlungen dokumentieren. Anstatt sinnlos zu kommentieren, dass jemand keinen Links folgt solltest du vielleicht mal in Erwägung ziehen, als Kommentar einen Link zu posten.

    103. buergermeister Sagt:

      @mainerror folge doch einfach dem Link “Banshee Entwickler” da würde ich so etwas vermuten

    104. NonKon Sagt:

      Wer braucht schon Ubuntu? Squeeze ist da :)

    105. ViNic Sagt:

      Linux war nicht dazu gedacht, irgendwelche Monopole zu brechen, sondern Unix auf dem PC lauffähig zu machen. Wollte nur so in den Raum werfen.

      mfg

    106. Tronic Sagt:

      @ buergermeister:
      Ich fand den Beitrag eigentlich ganz gut und es ist sicherlich wichtig auf manche Dinge hinzuweisen, aber mit deinen Kommentaren disqualifizierst du dich teilweise selbst.
      Hier immer wieder anderen Halbwissen vorzuwerfen soll wohl suggerieren, dass DU alles weisst!

      Woher hätte Canonical beispielsweise wissen sollen wer bei der ShipIt-Aktion von den Besteller nun eine dicke Leitung hatte und wer nicht?
      Klar war dies eine geniale Marketingmaßnahme, aber ist das denn verboten? Canonical hat sicher sehr viel zur Verbreitung von Linux beigetragen – auch wenn sie was die Software angeht sicher mehr genommen haben als gegeben.

      Wie kommst du denn darauf, dass Desktops für die großen Distris wichtiger sind? Das ist kompletter Blödsinn, denn die Kohle wird mit den Servern verdient. Ich kenne kaum einen der SLED einsetzt, aber wir haben bei uns im RZ ein paar hundert SLES laufen.

      Was ist denn aber ein Distributor eigentlich?
      Jemand, der sich von dem was vorhanden ist das beste nimmt es zusammen packt und *verbreitet*!
      Das tun neben Canonical mit Ubuntu auch Novell mit SuSE (ist übrigens korrekt so oder hast du mal versucht SUSEconfig auszuführen?), Red Hat, Mandriva und v. a. genauso. Sicher leisten Novell und Red Hat mit ihren Entwicklern mehr Beitrag zur Weiterentwicklung, aber auch nicht ohne eigenes Interesse, denn die wollen damit vor allem bessere Software für ihre Enterprise Editionen erreichen.

      Ich finde den Weg, den Canonical bei Banshee geht, zwar auch verwerflich, aber ansonsten verstehe ich viel von der Aufregung hier nicht. Canonical sollte sich darauf konzentrieren sein Geld mit dem Enterprise-Geschäft zu verdienen und sich nicht an Entwicklern oder den Heimanwendern bereichern, denn die sind es die Canonical groß gemacht haben.

      Sollen sie doch den Ubuntu Store per Default in Banshee aktivieren. Ich glaube kaum, dass dadurch mehr Leute dort einkaufen werden. Außerdem kann jeder seinen Lieblingsshop aktivieren und benutzen – was genauso für den Lieblingsplayer gilt. Ich habe beide getestet und benutze weder Rhytmbox noch Banshee – egal welcher davon der Standard-Player ist. Ebenso werde ich in keinem der Shops MP3s kaufen ;)
      Allerdings finde ich, dass Canonical genug von Gnome profitiert haben und sie denen die vollen Einnahmen aus Banshee gönnen könnten. Schließlich hat sie niemand gezwungen Banshee zum Default zu machen.

      Komischerweise haben wohl die Banshee-Entwickler weniger Probleme damit als die meisten hier!

      Zum Schluss noch eins:
      Das besten an Linux und Open Source ist doch, dass man sie freie Wahl hat. Wen man ein Problem mit einer Distri har, der nimmt eben eine andere und genauso sieht es mir der Default-Einstellung für eine Anwendung aus.

      Gruß Tom

    107. Nexon Sagt:

      Hallo,

      Drei Dinge möchte ich zu deinem Artikel loswerden. Erstens, deine Sätze sind stellenweise einfach unleserlich. Bspw. “Seit einigen Tagen, zeigt Canonical einmal wieder mehr sein Gesicht, um was es ihnen eigentlich geht und zwar ums Geld verdienen” kling sehr umgangsprachlich und konfus, so etwas macht es schwer, deine durchaus interessante Artikel zu lesen. Ich würde mich freuen, wenn dies in Zukunft anders werden würde.
      Zweitens, wo in deinem Link sagt Jason Warner, dass “75% fürs nichts tun üblich seien”? Mag sein, dass ich völlig blind bin, aber ich finde die Stelle wirklich nicht.
      Und zu guter Letzt: Ein interessanter Artikel. Cannonicals Verhalten in diesem Fall ist wirklich unter aller Sau. Allerdings denke ich, dass man die Tatsache, dass Unity und nicht Gnome-Shell verwendet wird sowie die Unity-2D-Version in QT geschrieben ist, nicht als Affront auffassen sollte, sondern einfach als rationale Entscheidung. Sich wegen derartigem zurückgesetzt zu fühlen ist in meinen Augen kindisch.
      Grundsätzlich sehe ich Cannonical positiv für die Linux Entwicklung, eben weil sie durchsetzen, was sie für richtig halten und nicht auf andere Entwicklungen etc. Rücksicht nehmen – damit ist all die Jahre nie etwas erreicht worden, was die Stegerung der Popularität von Linux auf dem Desktop angeht. Bei Cannonicals Kurs dagegen sprechen die Userzahlen für sich, und eben jene User sind es auch, die diese Firma an Linux beisteuert. Ein Wert den viele schnell vergessen.

    108. Christian Imhorst Sagt:

      Hallo,

      ich finde das Canonical sehr vorbildlich gehandelt hat, als sie die Banshee-Entwickler gefragt, bzw. ein konkretes Angebot gemacht haben. Das ist ein super netter und moralisch einwandfreier Zug. Damit sind Canonical und Ubuntu tolle Vertreter Freier Software und von OSS.

      Das GNU-Projekt ermutigt Entwickler und Distributoren dazu, möglichst viel Geld mit freier Software zu verdienen. Denn Geld spielt keine Rolle:

      “Actually, we encourage people who redistribute free software to charge as much as they wish or can.” http://www.gnu.org/philosophy/selling.html

      Das sehen die Banshee-Entwickler auch so:

      “As a Banshee developer I feel that Canonical have always acted with considerable fairness in matters that involve our community. They were in their full rights to simply change the default, instead they engaged the community with their concerns and suggested some reasonable options.” http://lwn.net/Articles/428219/

      Von daher ist die Diskussion hier nur heiße Luft und viel Lärm um nichts. Schade.

    109. Kein Taschengeld für Canonical « be su Sagt:

      [...] sich Canonical so überaus großzügig gegenüber den Banshee-Entwicklern zeigte, wurde dem Unternehmen jetzt auf undankbarste Weise die [...]

    110. klab Sagt:

      Die Banshee-Entwickler haben mittlerweile abgelehnt. ;)

    111. buergermeister Sagt:

      @Christian Nicht DIE Banshee Entwickler sondern “a Banshee Entwickler”, die Banshee Entwickler haben sich ja in oben verlinkten Blogbeitrag geäußert zu dem Thema.
      Und scheinbar sehen die auch eine 75/25 Lösung für ungerechtfertigt. Schliesslich hat sich Aaron Bockover hier http://twitter.com/#!/abock/status/38262064019410944 zum Beitrag von Zonker Brockmeier http://is.gd/9C5FWG positiv geäußert und der sieht das auch kritisch

    112. Tronic Sagt:

      Ein kleiner Nachtrag zum Thema Apple noch. Falls einige das hier noch nicht gewusst haben oder schon wieder vergessen haben: Apple hat schon Computer gebaut und Betriebssysteme mit grafischer Oberfläche entwickelt als so mancher hier noch in die Windeln gemacht hat oder noch nicht mal geboren war.
      Ja, Apple hat vor fast 30 Jahren Teile des *offenen* Quellcodes von BSD benutzt und weiterentwickelt. Allerdings sollten alle, die dies verurteilen und auf ihren Rechnern Ubuntu, Debian oder irgendein anderes Linux installiert haben, sofort dieses deinstallieren, denn auch diese enthalten Quellcode von FreeBSD. Selbst die PlayStation 3 enthält FreeBSD-Code und müsste dann in der Ecke versauern.

      Also lasst mal bitteschön die Kirche im Dorf. Ich finde auch vieles was Apple tut nicht toll und gerade zahlreiche ihrer Beschränkungen, aber zum einen muss man Apple weder mögen noch benutzen und zum anderen sollte man dennoch nicht vergessen, dass Apple sehr viel für den Bereich der grafischen Oberflächen getan hat und das schon bevor das erste Windoof auf den Markt kam.

    113. toxi07 Sagt:

      Banshee 1.9.4 Alpha für Windows http://www.omgubuntu.co.uk/2011/02/banshee-1-9-4-alpha-for-windows-released/
      Nun ja vielleicht sollte man sich darüber auch mal eine Meinung bilden.

    114. buergermeister Sagt:

      Schau an Schau an, neuer Vorschlag

      http://gburt.blogspot.com/2011/02/canonicals-new-plan-for-banshee.html

      nun sollen zwar immer noch 75% an Canonical gehen, dafür wollen die aber 25% an GNOME abgeben und das in Zukunft vom Ubuntu Music Store

    115. buergermeister Sagt:

      Nochmehr interessante Dinge

      http://www.vuntz.net/journal/post/2011/02/28/Canonical%2C-you-re-breaking-my-heart

    116. Gast Sagt:

      Klar und irgendwie auch verständlich, dass sich hier alle über Canonical aufregen… Aber: Für die meisten ist es doch nur Freibier-Software. Oder wie viele zahlen von euch regelmäßig für OpenSource? Am Ende des Tages muss es jemand machen, denn die Programmierer werden ihre Familien sicher nicht von Luft und stupidem Idealismus ernähren können.

    117. Lars Sagt:

      Ihr solltet nicht über Moral sprechen. Was Bansheee beschafft sich einnahmen über Amazon. Das ist ja, überspitzt gesagt – als wolle man Kinderheime für kriegsblinde Vollweisen und das eigene Gehalt finanzieren indem man sich bei Heckler+Koch Geld beschafft.

      Amazon ist bei mir untern durch, genau wie paypal.
      Banshee habe ich noch nie benutzt und diese Geschichte hier ist offenbar unausgegoren.

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