TagCloud

openSUSE – What happend

November 23rd, 2010 von buergermeister

Seit gestern pfeifen es ja nun die  Spatzen von den Dächern, Novell ist verkauft. An einen 2milliarden-Giganten, den vorher keiner kannte, auf den Patente-Sidedeal will ich ja mal gar nicht eingehen, weil einfach mal keiner weiß, welche kanpp 900 Patente Novell an dieses Konsortium veräußern will. Das einzige, was mich daran interessiert ist, dass openSUSE deshalb wieder von den geistig minderbemittelten als evil dargestellt wird, genauso wie das schon beim Microsoft-Novell Abkommen war.

Was mit der Linuxsparte von Novell werden wird, konnte man schon in der ersten Veröffentlichung über den Verkauf herauslesen, SUSE Linux wird in Zukunft wieder wirtschaftlich selbständig geführt. Damit war der Bestand des openSUSE Projektes ebenfalls klar. Inzwischen gibt es aber auch aus dem Hause Attachmate eine kurze Stellungnahme zum openSUSE-Projekt:

“The openSUSE project is an important part of the SUSE business,” commented Jeff Hawn, chairman and CEO of Attachmate Corporation. “As noted in the agreement announced today, Attachmate plans to operate SUSE as a stand-alone business unit after the transaction closes. If this transaction closes, then after closing, Attachmate Corporation anticipates no change to the relationship between the SUSE business and the openSUSE project as a result of this transaction.”

Die oraclischen Zustände, die einige da schon wieder angedeutet haben, waren eigentlich mit der ersten Meldung auszuschließen. Ausserdem ist da wohl ein himmelweiter Unterschied ob eine Firma einen allzulästigen Konkurrenten samt seiner anderen Nebenprodukte, wie Java oder Solaris kauft oder ob eine Firma ihr Portfolio erweitert oder sinnvoll aufwertet. Welche Auswirkungen das auf das Projekt haben wird kann derzeit nur spekuliert werden. Der Fortbestand ist allerdings gesichert, da ohnehin die Gründung einer Foundation ins Haus stand. Ausserdem haben auch andere Firmen Interesse am Fortbestand des Projektes, so Nokia für die Nutzung des openSUSE Buildservice für das MeeGo-Projekt. Genau derartige Produkte wie der Buildservice oder SUSE Studio haben das Portfolio von SUSE Linux merklich verbessert und die Zukunft wird zeigen, ob man damit wirtschaftlich selbständig leben kann und nebenbei auch noch ein Projekt unterstützen kann. Aber wie gesagt, darüber kann nur spekuliert werden. Also zurücklehnen und die Show genießen und wenn das Kind einen neuen Namen bekäme (was bedauerlich wäre), so ist das allemal kein Ende.

Geschrieben in Distribution Drama, ubuntuusers | 1 Kommentar »

ähnliche Artikel:
  • None
  • 1 Kommentar

    1. rayzile Sagt:

      Hi,
      du hast das glaub ich falsch verstanden. Oracle hat keinen lästigen Konkurrenten aufgekauft. Oracle hat schon Jahre lang Technologien von Sun benutzt, wie zum Beispiel Java. Als Sun sich nichtmehr halten konnte – die waren schließlich insolvent – hat Oracle wenn auch nicht ganz uneigennützig Sun aufkauft. Sie haben damit zwar hauptsächlich ihre Geschäftsfelder vor möglicher Konkurrenz geschützt, aber nicht zuletzt haben sie ihr Portfolio erweitert.
      Was ich also sagen will ist folgendes: Auch wenn ich nicht glaube, dass Suse etwas ähnliches passiert wie Java, OOo etc., möglich wäre es.

      PS: Ich hab Novell den MS Deal nie übel genommen und ich glaub auch, dass viele Linux-Benutzer inzwischen darüber hinwegsehen können, aber dämlich war der Deal von an Anfang an. Als wenn MS sich auf einen Patentstreit mit allen Linux-Distributoren einlassen würde. :D

    Einen Kommentar abgeben

    Bitte beachte: Die Kommentare werden moderiert. Dies kann zu Verzögerungen bei Deinem Kommentar führen. Es besteht kein Grund den Kommentar erneut abzuschicken.