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sK1 der etwas andere SVG Editor

November 8th, 2010 von buergermeister

Inkscape ist ja wohl die Killer-Applikation, wenn es um Vektrografiken geht. Daneben gibt es aber noch andere frei Grafikprogramme wie sK1. sK1 ist ein Fork von Skencil bzw. Sketch und wird seit dem Jahr 2003 entwickelt. Skencil setzte damals auf TK für die GUI und als die Version 0.6 gedropt wurde, weil man auf GTK+ umsattelte wurde das sK1-Projekt von Igor Novikov gestartet. Und so basiert auch heute sK1 noch in großen Teilen auf Tcl/Tk, daneben kommt Python und C zum Einsatz. Heute ist es anders herum, das sK1-Team unterstützt stark die Entwickler von Skencil bzw. die sK1-Entwickler bemühen sich um eine Revitalisierung von Skencil.
Die meisten der sK1-Entwickler kommen aus dem professionellem Printbereich und so ist klar, dass sich sK1 vollkommen auf die Bedürfnisse aus diesem Bereich konzentriert. So beherrscht sK1 zum Beispiel Multipage-Layout via Tabbing. Ausserdem hat natürlich sK1 dann CMYK-Unterstützung und unterstützt natürlich ein Farbmanagment. Der Name des Projektes leitet sich wie folgt daher, dass s stammt von Skencil/Sketch, dass K kommt von KDE weil man sich mit dem Layout der Applikation an das von KDE anlehnt (es bestehen aber keine Abhängikeiten zu KDE Bibliotheken) und die 1 steht für das Ziel, welches sich die Entwickler gesetzt haben, die Nummer 1 der Anwendungen in ihrem Bereich zu werden.
2006 begann das Team mit dem Reengneering von Corels CDR-Format und konnte 2007 auf dem LibreGraphicsMetting die erste funktionierende Version des CDR-Importer präsentieren, seit dem kann sich das Projekt rühmen die bester Unterstützung für dieses Format zu besitzen. Für das Reengeneering des CDR-Formats haben die Entwickler von sK1 den CDR-Explorer entwickelt, der auch heute noch entickelt wird. Für Importfunktion des WMF-Format wurde pymfvu entwickelt. Entstanden ist auch noch LinCuttor für die Arbeit mit PLT-Dateien, die von Schneidplottern verwendet werden. Ausserdem entwickelte man den Uniconverter ein Kommandozeilentool für die Formatkonvertierung, welches auch von Inkscape und Scribus genutzt wird.

Die Installation von sK1 ist nicht so trivial, auf der Seite des Projektes, werden nur Binärpakete der Entwicklungsversion 0.9.1 angeboten und zwar für Ubuntu 9.10/9.04 und openSUSE 10.2 (und andere Distributionen), die schon etwas älter sind. Für die eigentlich stabile Version gibt es nur ein Binärpaket für Mandriva 2008 und auch das nur für i586. Die Entwicklerversionen lassen sich aber auf Ubuntu 10.10 und openSUSE 11.3 problemlos installieren. Für openSUSE 11.3 existiert auch ein Paket im openSUSE Buildservice. Will man allerdings die stabile Version verwenden, so wird man um das Kompilieren nicht herumkommen.

Ich habe zum Testen sK1 installiert. Auf den ersten Blick wirkt sK1 sehr übersichtlich und spartanisch. Das bestimmte Dinge in “Skripte” ausgelagert sind, wie zum Beispiel das Füllen mit einem Verlauf ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. Mir ist es auch nicht gelungen ein Objekt mit einem Farbverlauf zu füllen, obwohl stetig die Füllung des Objektes gemeint war hat er mit dem Gradient-Plugin immer den Rand gefärbt. Auch hat es mir beim Import eine SVG mit einer Verlaufsfüllung diese zerschossen. Das kann aber daran gelegen haben, dass ich die Entwicklerversion benutzt habe. Für mich persönlich, finde ich ist sK1 eher gewöhnungsbedürftig, interessiert haben mich vor allem die Möglichkeiten des PDF-Export und das Colormanagment. Die Handhabung ist mir aber zu gewöhnungsbedürftig, so dass ich dann doch bei Inkscape und meinem Worflow für den Printprozeß bleibe. Für Leute die allerdings in diesem Bereich arbeiten und sich eh dann in ein neues Werkzeug einarbeiten müßten, den kann man das Projket empfehlen. Allerdings macht mir der langsame Entwicklungsprozess Sorgen.

Geschrieben in Killer Application, ubuntuusers | 15 Kommentare »

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15 Kommentare

  1. nunatak Sagt:

    Super! Danke für den Hinweis, das werd ich mir ansehen. Ansonsten mache ich relativ viel mit GIMP manches auch mit Krita. Inkscape hab ich zwar auch installiert, aber bisher nicht wirklich verwendet.

    Aber gerade die Aussage, dass die Entwickler aus dem Printbereich kommen, machts für mich interessant. Das wesentliche was ich an Grafikprogrammen brauche ist die Layoutgestaltung von Print- bzw. PDF-Dokumenten. Dafür sollte das dann evtl. sehr gut geeignet sein. Die zwei Screenshots auf der Projektseite, wo Kartenlayouts gezeigt werden lässt außerdem sehr viel gutes hoffen, denn genau das wird eine Nutzungsbereiche sein!

    Läuft die Entwicklerversion bisher problemlos? Dann werd ich mir diese auch auf Ubuntu 10.10 64bit holen! Welche hast du denn hier installiert?

  2. Christian Sagt:

    ||…so dass ich dann doch bei Inkscape und meinem Worflow für den Printprozeß bleibe ||

    Darf ich mal fragen, wie der aussieht – der Workflow ?

    Ich versuche da auch gerade die Möglichkeiten mit Inkscape auszuloten, der Workflow mit SK1, so wie ich ihn mir vorgestellt habe hat nämlich nicht funktioniert. Unter anderem gelang mir das importieren / öffnen von mir erstellter SVG Dateien in SK1 nicht…

  3. buergermeister Sagt:

    @nunatak, mmh wie ich schrieb irgendwie scheint da etwas nicht zu stimmen mit Farbverläufen und der Import von SVG mit Verläufenwar mehr als gräßlich.

    Gimp und Print? Seit wann kann der mit CMYK oder Farbprofilen umgehen?

    @Christian mir eben auch nicht, steht ja da. Und mein Workflow heißt Farbprofilierung in einem DTP-Programm hier Scribus

  4. Christian Sagt:

    ||Farbprofilierung in einem DTP-Programm hier Scribus ||

    Okay…so sieht es bei mir auch aus, schade…ich dachte Du hättest da noch ne Lösung für Inkscape parat :)

    Denn oft ist man (ich) mit Inkscape wesentlich schneller am Ziel (Plakat, Flyer 1-seitig) – nur leider gibt es kein CMYK Export in Inkscape…eine Farbmanagement bringt Inkscape ja mit, nur um die Profile muss man sich selbst kümmern.

  5. buergermeister Sagt:

    @christian, die Profile sind mal nicht das Problem. Bei ubuntu heisst das ja einfach nur apt-get install icc-profiles

    Wobei soweit ich weiß, geht das Managment verloren beim Export und SVG nehmen die wenigsten Druckereien ab. Wobei die wenigsten ahben auch von mir CMYK verlangt, selbst da wo es gefordert war, bin ich mit einem mit ECI sRGB v2 meist bei dem Ergebnis gelandet, welches ich wollte

  6. nunatak Sagt:

    || Gimp und Print? Seit wann kann der mit CMYK oder Farbprofilen umgehen? ||

    Nee, ja eben nicht. Deswegen ist sK1 vielleicht auch genau das was ich suche. Ich meinte jetzt GIMP als Bildbearbeitungssoftware. Man kann damit schon Kartenlayouts und anderes was ich so brauche bearbeiten, aber eleganter wäre es natürlich mit einem anderen.

    Ich werd das mal versuchen zu installieren.

  7. buergermeister Sagt:

    @nunatak, ich weiss zwar nicht was Du da treibst aber für mich ist Gimp eher das Werkzeug zum croppen, slicen von Screenshots oder ähnlichen Dingen, aber für Layouts ist man dann doch besser mit einem Vektorgrafikprogramm auf der richtigen Seite

  8. Christian Sagt:

    @buergermeister

    || apt-get install icc-profiles ||

    Da gibt es ja noch so einiges an Profilen…

    Das Management geht nicht verloren – aber Inkcscape exportiert das PDF Format (welches ich für Drucksachen bevorzuge)ausschließlich in RGB.

    SVG unterstützt überhapt kein CMYK – ist / war ja auch schon immer als Webformat / Monitoraugabe vorgesehen.

    Man kann zwar CMYK Farben anlegen und benutzen (Inkscape) – das ist aber Augenwischerei – alle Farben werden immer in RGB ausgegeben.

    Wobei mir meine Druckerei mittlerweile bestätigt, worauf Du weiter oben hingewiesen hast…

    ||bin ich mit einem mit ECI sRGB v2 meist bei dem Ergebnis gelandet, welches ich wollte||

    Es bleibt spannend die Entwicklung weiter zu verfolgen…CMYK wird mit Sicherheit in Gimp etc, Einzug halten.

    Ich bin freiberuflicher Webdesigner / Layouter und gerade dabei mich von Adobe, MS etc. zu verabschieden…wobei die Entscheidung auch viel mit dem Unterbau (OS) zu tun hat.

    Ich kann MS nicht mehr ertragen und MAC schon lange nicht…meine volle Zuneigung erhält gerade Linux (unterschiedliche Distributionen).
    Im produktiven Einsatz setze ich wohl auf Ubunbtu.

    Das wird ein Workflow…ich bin gespannt :)

  9. buergermeister Sagt:

    @christian

    sicher es war nicht vorgesehen, trotzdem kannst du in SVG CMYK-Werte speichern, genauso wie du Farbprofile drin speichern kannst, es ist XML und erweiterbar.

    Genau das war was ich gemeint habe, egal ob du nach PDF oder PNG exportiert es wird ausschliesslich sRGB exportiert (wobei ich PNG bevorzuge, da der PDF-Export manchmal unschöne Nebeneffekte mit sich bringt)

    Und was Gimp und CMYK Unterstützung betrifft, da weigern sich die Entwickler seit Jahren. Begründung keine Druckerei braucht das wirklich und notfalls können sie das auch konvertieren.
    Aber Gimp kann ja auch mit littleCMS zusammenarbeiten, mit Oyranos weiß ich jetzt mal nicht.

  10. Christian Sagt:

    || trotzdem kannst du in SVG CMYK ||

    Macht doch aber keinen Sinn – oder ?
    Wozu CMYK auf dem Monitor ? Ist doch eigentlich ne W3C Spezifikation…

    ||trotzdem kannst du in SVG CMYK-Werte speichern||

    Ja…aber in Inkscape sieht der Anwender kein CMYK…jeder CMYK Wert wird hier in RGB angezeigt – leg mal ne Füllfarbe in 100 % Cyan an…und schau dir das Ergebnis an – das ist…ähhh…nix :) . Daher hat man optisch auch keine Kontrolle über CMYK !

  11. maxim Sagt:

    svn build for sK1

    sudo add-apt-repository ppa:maxim-s-barabash/sk1project

  12. buergermeister Sagt:

    @maxim

    maybe it would be better sK1 uses the openSUSE Buildservice and had with that the possibility to package not only Debian/Ubuntu packages!

  13. maxim Sagt:

    You are right. I must try openSUSE Buildservice.

  14. Kai-Uwe Behrmann Sagt:

    @nunatak

    CinePaint can handle 16-bit Cmyk. I typical use it to edit and print photos directly with Gutenprint. A Oyranos enabled version is available on the openSUSE Build Service.

    Alternatively one might try PhotoPrint which supports as well using colour management profiles. And it uses Gutenprint.

  15. Der kleine SVG-Edit(or) fürs Web : Karl-Tux-Stadt Sagt:

    [...] einen Blick auf andere Werkzeuge zum editieren des freien Grafikformates SVG. Wie zum Beispiel den Newcomer sk1. Dieses Mal habe ich mir ein anderes Werkzeug angeschaut, svg-edit. Svg-edit ist wie der Name [...]

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