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Mandriva 2010.1 released

Juli 9th, 2010 von buergermeister

Mit sehr viel Verspätung ist die Spring-Version von Mandriva 2010.1 Codename “Farman” nun erschienen. Zeit mal wieder einen Blick auf diese Distribution zu werfen, mein letzter ist wirklich nun schon ewig her.
An neuen Features bietet die neue Mandriva-Version, das Verschlüsseln von Daten mit nur einem Klick, eine sogenannte Parrental-Control welche Eltern nicht nur erlaubt zu kontrollieren welche Webseiten ihre Kinder besuchen sondern auch welche Applikationen sie benutzen (wow Kioskmode), einfacheres konfigurieren der Netzwerkschnittstellen und deren Profile mit nur einem Klick und eine Applikation namens Ginkgo welche helfen soll seine Daten in einem effizienten Weg zu verwalten.  Ausserdem bringt es den sogenannten “Smart Desktop” mit welche den Zugang zu seinen Dateien erleichtern soll, in dem man sie taggt.

Ausserdem ist der Mandriva Directory Server (MDS) enthalten, eine einfach zu benutzende LDAP Directory Management Lösung. Und wie immer wurden die Versionen der enthaltenen Software angehoben so bringt Mandriva 2010.1 KDE 4.4.3, GNOME 2.30.1,  Firefox 3.6.6, Xorg Server 1.7.7 . Nach eigenen Angaben “the latest versions of leading Open Source applications”, was man getrost als Marketingübertreibung abtun kann. Die Version 4.4.4 der KDE SC ist Anfang Juni erschienen, wäre also durchaus implementierbar gewesen.

Mandriva kommt wie immer in drei Versionen daher, Powerpack die kommerzielle Version, One eine installierbare Liveversion (KDE oder Gnome) und Free welche nur freie Software enthält. Ich habe die 4,3GB große DVD der Free Version heruntergeladen und installiert. Von der Optik her wirkt Mandriva 2010.1 sehr aufgeräumt und stylisch. Es läßt sich für jeden Anfänger problemlos installieren. Ein wenig hat mich die Ansicht des Partitionierungsassistenten DrakX irritiert, mal ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht, wieviel Swap er da eingeteilt hat und welches Dateisystem verwendet wurde.

Ich muss jetzt ersteinmal ein Zitat aus der Pressemitteilung zum Release von Mandriva 2010.1 bringen: “Mandriva, the leading European publisher of Linux solutions, announces today the launch of the final version of Mandriva Linux 2010 Spring.“  So und nun schauen wir mal auf die Bilder des Installationsprozesses, da zieht sich etwas nicht nur sprichwörtlich als “roter” Faden durch die Installation und ich habe definitiv nicht die Beta2 Version heruntergeladen. Das tut der Sache am Ende allerdings keinen Abbruch.

Installiert habe ich die Gnome-Version, welche optisch leider für mich nicht so an den schicken Installationsprozess anschließen kann. Es wirkt wie ein Gnome-Desktop den man etwas KDE 3.x Look aufgedrückt hat. Aber Mandriva legt ja auch mehr Augenmerk auf KDE. Alles in allem ist Mandriva auch in seiner neuesten Ausgabe eine Linuxdistribution für den Heimanwender, die man durchaus benutzen kann. Für mich persönlich kann ich allerdings weniger damit anfangen.

Nachtrag: Auf Nachfrage hab ich auch noch schnell KDE4 installiert und ein Screenshot hier hinzugefügt. Ich muss aber mal sagen da gibts sich Europas führender Linuxdistributor aber nicht wirklich Mühe, meine müden Augen sehen da tatsächlich einen Iconmix mit KDE 3 Icons auf dem Desktop.

Geschrieben in Desktop Revolution, Distribution Drama, ubuntuusers | 8 Kommentare »

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  • 8 Kommentare

    1. Martin Sagt:

      Sieht aber ganz schick eigentlich aus. Kannst du Bilder auch von der KDE Version zeigen?

    2. buergermeister Sagt:

      ja dafür müßte ich halt mal schnell KDE nachinstallieren.

    3. Martin Sagt:

      Mich würde nur mal interessieren und andere vielleicht auch.

    4. Tobias Sagt:

      schade, ich sehe hier nicht den Durchbruch welche diese Distribution bräuchte um sich aus dem Tiefen Tal zu begeben.

      Normale User beginnen heutzutage doch eh mit Ubuntu bzw.. openSUSE und prof. Anwender nutzen wohl auch wenig Mandriva.

      Mich würde die Strategie mal interessieren…

      Gruß
      -Tobi

    5. fwolf Sagt:

      “roter Faden”? Bin vermutlich zu müde, um den Witz zu kapieren ..

      .. desweiteren: Kernel-Version?

      cu, w0lf.

    6. buergermeister Sagt:

      fwolf schau halt mal genau hin, soviel rotes gibt es ja nicht in den Grafiken vom Installationsprozeß zu sehen.

      Der Kernel sei ein 2.6.33.2

    7. xtremetux Sagt:

      Also, nochmal an Tobias: Mandriva versucht sich nicht mit Spring zu sanieren, das bringt ja kein Geld, sondern mit Powerpack, was meist 69 Euro kosten soll. Dafür kriegt man zusätzliche Anwendungen. Die meisten davon, wie z.B. Skype oder Picasa, kriegt man aber in anderen Distros auch kostenlos. Für diese Art der Sanierung sehe ich eher schwarz, es sei denn, es gibt genügend Dumme.

    8. Ab in die Cantine – Mageia 1 Alpha1 : Karl-Tux-Stadt Sagt:

      [...] muss also wirklich noch gearbeitet werden. Beim Rest ähnelt Mageia Cantine immer noch stark dem letzten Mandriva, welches ich getestet habe. Mandriva hat heute übrigens auch die erste Alphaversion seiner 2011 Version released. [...]

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