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La música de los cuervos Teil 5

November 15th, 2006 von buergermeister

Als sie den PC abschaltete, war es dunkel draußen. Der Nachthimmel war schwarz wie das Gefieder der Raben, die jetzt wahrscheinlich schon auf den Ästen des Nußbaums hockten und schliefen.
Und auch Dana würde bald schlafen.
Sie hatte nicht für die Prüfungen gelernt heute … das schlechte Gewissen knabberte an ihr, ließ es sich schmecken.
Für Marketing hatte sie noch gar nichts gemacht! Aber es war so schön gewesen, sie hatte so gelacht. Die beiden waren ja so schamlos …

„Hallo Miento! Wie geht’s dir? Ist Poetricia schon da?“
Dana drückte auf send. Sie saß vor ihrem Computer wie gestern um die gleiche Zeit. Das Buch lag nicht mehr auf dem Fensterbrett, sondern auf ihrem Schoß. Eigentlich hatte sie nur eine Definition mithilfe von Google heraussuchen wollen.
„Hier bin ich, du blinde Nuß“, las sie. Und: „Hey, nenn’ mich nicht Miento, sondern benutz’ meinen vollständigen Namen, wenn ich bitten darf.“
Dana lachte und schrieb: „Da breche ich mir immer die Zunge, äh, die Tasten. Außerdem, solange du mich Queeny nennst und nicht, wie es sich gegenüber Adligen gehört ‘Black Queen, Eure Majestät’, verstümmele ich deinen Namen, wie ich will :o )“
„Grml!“
„Und? What’s the news?“
„Wir wollen uns treffen!“, schrieb Mia.
„Esto va de veras? Wann denn?“
„Übermorgen.“
„Na, ihr seid ja mutig.“
„Ha, wieso mutig?“
„Ihr wißt schon, daß schon viele in natura dann enttäuscht voneinander waren …“
„Danke, daß du uns soviel Mut machst, QUEENY.“
„Keine Ursache.“
„Allgemein mag das so sein, aber für uns nicht. So, Süße, laß’ uns jetzt mal allein“, schrieb Mia, „Bevor du uns mit weiteren optimistischen Reden beglückst.“
„Hey, war nicht so gemeint …“
„Haben wir auch nicht so aufgefaßt. Sehen wir uns morgen zum Sport?“
„Ja, ist gut. Bis dann! Tut nichts unanständiges ;o)“
Da haben die sie einfach raus geworfen … she got the boot … na so was. Aber so kam sie wenigstens noch etwas zum Lernen.
Sie suchte ihre Notizen heraus – sus noticias – breitete sie vor sich aus und las. Die Worte gelangten zwar durch ihre Augen, drangen aber nicht bis zum Gehirn vor. Her thoughts travelled somewhere else. Na, wo waren ihre Gedanken wohl? Vielleicht sollte sie in die Bibliothek gehen, vielleicht sah sie ihn dort. Einmal war sie ihm dort begegnet. She’d go to the library. Yes. And work there for her exam.

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