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Jolicloud, ein Betriebssystem in den Wolken

April 1st, 2010 von buergermeister

In der Reihe der exotischen Linux-Distributionen befand sich auch Jolicloud, welches sich damals Philipp herausgesucht hatte. Bereits zur Cebit hatte RadioTux auf Grund dessen, die Möglichkeit mit Sascha Pallenberg, ein Interview über Jolicloud zu führen. Nun gibt es aber auch den entsprechenden Bericht auf ubunutxx zu lesen.  Übrigens hatte ich damals die Alphaversion auch kurz im Distributionssalat für Netbooks
Kurz zu Jolicloud selbst, Jolicloud ist ein “Internet Operating System” welches dafür entwickelt wird in möglichst kurzer Zeit nach dem Start des Netbooks mit bestimmten sozialen Netzwerken im Internet verbunden zu sein, automatischer und möglichst problemloser Inbetriebnahme von Geräten zur drahtlosen Datenübertragung wie Bluetooth, WLAN und UMTS sowie einen niedrigen Strombedarf und somit lange Akkulaufzeiten zu garantieren und niedrige Hardware-Anforderungen zu haben. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der zunehmenden sozialen Vernetzung der Benutzer des Betriebssystemes, so das bei einem Login und bestehender Internetverbindung automatisch eine Verbindung mit der Jolicloud Community aufgebaut wird. Diese Verbindung ist allerdings optional und kann nach der Installation auch deaktiviert werden.
Für Jolicloud wird ein angepaßter Ubuntu-Kernel und für die Integration der Applikationen in eine desktopähnliche Umgebung wird die Mozillaentwicklung Prism (früher WebRunner) benutzt. Ein Wechsel auf Technologien aus dem Hause Google steht aber scheinbar bevor. Jolicloud basiert derzeit auf den Ubuntu Netbook Remix, welcher aktuell die Ubuntu-Version 9.10 „Karmic Koala“ als Basis benutzt. Man kann auch zwischen der “normalen” Jolicloud-Umgebung und einer Umgebung mit nativen Applikationen umschalten, ganz wie beim Netbook Remix auch.

Jolicloud gibt es auch in einer Express Version, mit der man Jolicloud als Applikation unter Windows laufen lassen kann. Für die Installation  lädt man sich das etwa 600 MB Image herunter und kopiert es mit dem Jolicloud-USB-Creater auf einen USB-Stick der dadurch bootfähig wird. Der Creater wird für Linux als auch für Windows und MacOS angeboten. Vor der Installation hat man nicht die Möglichkeit Jolicloud erst live zu testen.

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