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Exotische Linux-Distributionen – ClearOS

Januar 20th, 2010 von buergermeister

Nachdem die letzten Beiträge zur Blogparade rund um exotische Linux-Distributionen meist Ubuntu-Derivate waren, ist dieses Mal ein Derivat einer anderen Distribution an der Reihe. ClearOS (ehemals ClarkConnect) ist eine Serverdistribution welche auf früher auf RedHat und heute auf dem freien RedHat Enterprise Clone Centos basiert. Ziel der Distribution ist es einen kompletten Network und Gateway Server zu erstellen, der sich durch einfache Installation und Konfiguration auszeichnet. Die Masse der Konfiguration der doch zahlreichen Services erfolgt über eine Weboberfläche, allein dafür wird schon einmal ein Apache installiert, den man auch für das als Webmail mitgelieferte Horde benötigt, das Usermanagment erfolgt über LDAP, natürlich ist für die Filterung der Mail die man auchvia POP oder IMAP abrufen kann ein SpamAssassin integriert und auch ein Virenschutz, für den man allerdings nur kostenpflichtige Updates erhält. Natürlich kann die entsprechnede ClearOS – Installation auch als Webproxy dienen inklusive Contentfilterung. Der Server kann aber auch als Datei oder Druckerserver dienen. Das für das Gateway natürlich VP-Funktionen zur Verfügung stehen ist mehr oder minder heute selbstverständlich, ClearOS stellt aber auch Funktionen für Intrusion Protection, Intrusion Prevention, Intrusion Detection bereit, auch ein Bandbreitenmanagment ist integriert. Bjoern von total verfriemelt hat ClearOS Tesweise auf einer virtuellen Maschine installiert und einen umfangreichen und gut illustrierten Bericht dazu verfaßt. Sein Fazit am Ende, er ist wohl vollauf zufrieden mit dem gebotenen, misstraut aber derartigen eierlegenden Wollmilchsäuen und würde sich derartiges lieber selbst aufsetzen.
Tue ich auch lieber nur zahlt Dir das leider in der Wirtschaft eben kaum einer. Diese Komplettlösungen sind durchaus gefragt in mittelständischen Firmen, weshalb es auch viele Lösungen auf Linuxbasis gibt und die betreiben nicht unbedingt Serverfarmen. Wenn Du Glück hast kannst Du den Unternehmer davon überzeugen wenigstens das Gateway mit der Firewall physikalisch getrennt zu haben. Meist kommen sie dann aber mit dem Stromverbrauch usw. am Ende stehst vor der Wahl entweder den Auftrag zu nehmen und dem Kunden derartiges zu installieren oder es zu lassen. Wenn Du weisst da denen nun derartige Summen wie für einen weiteren Rechner bzw. dessen Verbrauch zu viel sind, dann weisst Du auch das Du wenn du denen ein derartiges System maßschneiderst am Ende Deine Zeit nie bezahlt bekommst – Du greifst auf eine fertige gut integrierte Lösung wie ClearOS zurück. Dank, der Basis auf CentOS hast Du auch einen Langzeitsupport, denn für die folgenden Umbaumaßnahmen bei Releases einer neuen Distribution und dem Update bezahlen sie Dir auch nicht.
Wer mehr zur Network und Gateway Serverlösung ClearOS wissen, will der sollte im zugehörigen Artikel nachschlagen, Björn hat ihn reichlich mit Screenshots illustriert. Ich bin schon gespannt auf die eventuelle Audioausgabe. An die ich hier alle “Delinquenten” nochmals erinnern möchte. Auch stehen ja noch so einige Distributionen zur Auswahl,  um an der Blogparade teilzunehmen.

Geschrieben in Distribution Drama, Family Affairs, ubuntuusers | 3 Kommentare »

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  • 3 Kommentare

    1. Bjoern Sagt:

      Das stimmt schon. Allerdings kann man in Zeiten von Atom Servern wie sie z.B. Krenn anbietet, den Kunden doch schon Honig ums Mauls schmieren wenn man ihnen vor Augen führt welche Sicherheitsaspekte auf der Strecke bleiben, wenn alles in einem System steckt. Die 50 bzw 100 Watt im redundanten Betrieb mit Atom Systemen machen bei den meisten Unternehmen auch nix. Zumindest hatte ich noch nie Probleme so etwas an den Mann zu bringen.

      Die meisten migrieren ihre 15 – 20 Server ja eh auf 2 – 3 virtuelle runter. Wenn man Storage und FW mitrechnet, stehen jetzt dort, wo früher 20 Server standen, nur noch um die 6 physikalische Maschinen. Strom sparen, tun sie auf jeden Fall.

    2. buergermeister Sagt:

      glaub mir mal, auch die 50-100 Watt machen denen was. Und wir reden da nicht von Firmen, die früher 20 Server hatten und heute auf 6 herunter migrieren. Wir reden von Firmen die schon immer nur 1 oder 2 Server hatten ;)

    3. Alexander Gehrer Sagt:

      Ich finde auch das sich ClearOS auch für die 1-Server-Firmen eigenen.
      Dann lande ich aber meist bei der Lösung Fritzbox als Gateway, möglicht keine Ports von aussen geöffnet und ClearOS nur als File- und Mailserver ohne Gatewayfunktion.

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