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TripleA – strategisch Zocken

Januar 18th, 2010 von buergermeister

Hin und wieder spiele ich doch ern ieder einmal die ein oder andere Runde. Bei weitem nicht mehr so oft wie früher, da hat man tagelang gezockt. Mittlerweile gibt es ja auch ausreichend Spiele für Linux. Ok, die Auswahl könnte besser sein. Neben den üblichen Verdächtigen wie TuxRacer, Open Transport Tycoon oder den Spieleklassikern die man mit Hilfe von Scumm VM spielen kann, gibt es ein Spiel das mich seit einiger Zeit fesselt – TripleA.
TripleA ist ein freier Clone des Spieleklassikers Axis & Allies, ein Strategiespiel welches dem Brettspiel Risiko nicht ganz unähnlich ist. TripleA ist eine Gameengine die in Java implementiert. Das heisst also zuerst das Java Runtime Environment installieren.

sudo apt-get install sun-java6-bin

Dannach kann man von der Projektwebseite die Datei triplea_x_x_x_all_platforms.zip herunterladen und entpacken. Das Archiv enthält auch eine exe für die Installation unter Windows und auch ein Startskript für MacOS.

unzip triplea_x_x_x_all_platforms.zip

Dann in das entstandene Verzeichnis wechseln und dort ./triplea_unix.sh aufrufen. Dann öffnet sich das Startfenster des Spiels mit den wichtigsten Einstellungen. openSUSE Anwender finden eine fertig gepackte RPM-Version bei Pacman. Natürlich auch mit One-Click Install.

Natürlich kann man TripleA über Netzwerk spielen, seit der Version 0.9 braucht man dazu nur “Find Games on the Lobby Server” im Startfenster wählen. Man kann aber auch sein eigenes Game hosten, auch dafür ist nur ein Klick im Startfenster nötig. Port aussuchen und auf der Firewall freigeben und schon kann man mit Freunden via Internet zocken.
Der Clou ist für mich aber die Möglichkeit via E-Mail spielen zu können. Auf die Art kann man auch mit Freunden spielen, die in anderen Zeitzonen leben ohne sich bis Nachts wachhalten zu müssen. Dafür einfach im Startfenster “Start PBEM Game” wählen, die Mailadressen der Mitspieler eingeben, einen Dice-Server aus dem Dropdownmenü wählen und es kann losgehen.
Man kann TripleA auch alleine spielen, dazu verfügt die Gamengine über eine KI, die allerdings nicht allzu intelligent ist. Ich spiele meist Great War und ich hab die Vereinigten Staaten von Amerika noch nie in den Krieg ziehen sehen, es reicht immer nur um Truppen zu erzeugen und vor der Küste ankernde Schiffe ein- und auszuladen. Beim Standardspiel 1942 ist die KI allerdings vollkommen ausreichend um das Spiel interessant zu halten.
Rund um Triple A gab es im vergangenen Jahr ein wenig Ärger. Im Juli erhielt Sourceforge von Hasbro dem Rechteinhaber für Axies & Allies eine sogenannte DMCA takedown notice nach dem Digital Millenium Act. Das Spiel enthielt Grafiken, die dem Original zu ähnlich sahen oder aus diesem stammten. Das nächste Release, welches im Oktober erschien enthielt die fragwürdigen Dateien nicht mehr.
Triple A ist wie gesagt nicht nur ein Spiel sondern eine Gameengine für die man eigene Spiele entwickeln kann. Mittlerweile exisiteren nicht nur Spiele wie aus dem Original A&A sondern man kann auch um die Mittelerde aus dem Herrn der Ringe kämpfen oder in der Zukunft um Planeten, auch andere Konflikte etwa die Napoleonischen Kriege oder die Feldzüge der Römer/Griechen sind erhältlich. Einfach hier oder hier einmal stöbern, aber daran denken das muss nicht alles auf Anhieb funktionieren!
Die Szenarien kann man am Ende auch selbst schreiben. Für Windows gibt es einen in C# implementierten Map Editor, den findige Linuxnutzer wohl nicht benötigen, denn sie wissen das man XML-Dateien mit jedem Texteditor bearbeiten kann ;)
In den XML-Dateien, werden die verfügbaren Einheiten, deren Angriffs-, Verteidigungs- und Bewegungswerte ebenso angegeben, wie die Namen der einzelnen Felder, der anfängliche Besitzer und die Verbindungen zu Nachbarfeldern. Auch die Farbe der Territorien wird dort angegeben, während die Karte bis auf die Seefelder nahezu farblos ist.
Auf diesee Art und Weise ist es auch möglich eigene Spiele mit der Gameengine zu erstellen, was allerdings dann doch mit etwas Aufwand verbunden ist.
Mein Fazit man kann mit TripleA wirklich Spaß haben auch wenn mir einige Sachen an der Engine fehlen z.B nach Nationen getrennte Einheiten, was das Spiel nochmal interessanter machen würde.

Geschrieben in Killer Application, ubuntuusers | 6 Kommentare »

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  • 6 Kommentare

    1. trompetenkaefer Sagt:

      Danke für den Tipp, ist wirklich ein interessantes Spiel! :)

    2. Oliver Sagt:

      >Der Clou ist für mich aber die Möglichkeit via E-Mail spielen zu können.

      Nicht ganz so originell, ich spielte derartige Strategiespiele via SMAil auch schon in den 80ern zu Internet-losen Zeiten ;-) Aber ganz nett das ganze :D

    3. buergermeister Sagt:

      ja sicher Oli ist das alt, aber welches Spiel bietet schon noch heutzutage derartige Option?

    4. Oliver Sagt:

      War ja kein Vorwurf, aber dies sprang mir direkt in den Sinn ;-)

    5. buergermeister Sagt:

      ja ich weiss Oli. TripleA bzw A&A ist ja auchschon ganz schön alt und erstaunlicher weise eines der wenigen Spiele, die diese Form des Netzwerkspieles erhalten hat.

    6. buergermeister Sagt:

      ja ich weiss Oli. TripleA bzw A&A ist ja auch schon ganz schön alt und erstaunlicher weise eines der wenigen Spiele, die diese Form des Netzwerkspieles erhalten hat.

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