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Gimp – mal eben schnell zum Mond

Dezember 19th, 2009 von buergermeister

Dieses Tutorial für Gimp, ist aus dem abgeleitet welches die Grundlage für einige Gimp-Workshops, welche ich schon auf verschiednen Veranstaltungen gehalten habe bildet.
Ihr findet die kompletten Unterlagen hier zum Download. Das Paket beinhaltet das komplette Tutorial, welches umfangreicher als dieses hier ist. Es erklärt zum Beispiel noch das anlegen von Pattern mit Sternenmustern. Das Paket beinhaltet ebenfalls die Gimpskripte Starry Sky und den Planetrenderer. Beim Skript für den Sternenhimmel müssen allerdings die Variablendeklarationen für die Layer three und four noch im Skript deklariert werden. Für alle, die nicht wissen was damit gemeint ist und wie das funktioniert hab ich das Skript noch einmal einzeln abgelegt.
Auch solltet ihr beachten, das das Tutorial für Gimp Version 2.4 geshrieben ist und sich seitdem die Menüstruktur geändert hat, so findet man zum Beispiel das Abbilden auf den Farbverlauf nicht mehr unter dem Menüpunkt Filter sondern unter Farben.

Aber nun genug der Vorrede, installiert als erstes die Skripte in dem ihr sie in das Verzeichnis scripts innerhalb des Verzeichnisses der Gimpkonfiguraion in eurem Homeverzeichnis kopiert. Nachdem das erledigt ist können wir Gimp starten und im Werkzeugfenster unter Extras > Verschiedenes den Planetrenderer aufrufen.
Die Voreinstellung der Planetengröße können wir ruhig auf 400 Pixel stehen lassen, die Farbe des Planeten ist nicht primär wichtig aber wir können sie auf ein grau setzen, die Sun Orientation is ebenfalls nicht primär wichtig und wir verändern sie nachher im Arbeitsprozeß, nur den Sun Tilt setzen wir auf den Wert 5 hoch. Das Skript ausführen und wir erhalten ein Bild mit bereits sehr vielen Ebenen.
Im Ebenendialog dieses Bildes legen wir jetzt eine neue Ebene an und aktivieren diese. Auf diese Ebene wenden wir nun den Filter > Render > Wolken > Plasma an. Die Turbulenz habe ich auf den Faktor 3 hochgesetzt, ihr solltet nur darauf achten im Vorschaubild nicht zuviele gelbe Farbflecken zu haben, die geben nachher unschöne grelle Flecken. Sollte das der Fall sein einfach neu auswürfeln und zwar solange, bis es paßt.
Nun ist unser Mond eigentlich nicht bunt, machen wir uns also ans umfärben. Dazu stellen wir im Werzeugfenster das Werkzeug “Farbverlauf” ein und wählen den Farbverlauf “Shadows2″ unter den Farbverläufen aus. Im Bildfenster gehen wir jetzt auf Farben > Abbilden > auf Farbverlauf, nun haben wir eine Fläche aus verschiedenen Brauntönen, die dem Mondschon einmal Nahe kommt. Im Tutorial des Workshop lasse ich diese Brauntöne, dieses Mal will ich aber eher eine grau Mondoberfläche haben, also entsättige ich das Bild einfach mit Farben > Entsättigen.


Jetzt müssen wir unseren Mond nur noch zu einer Kugel umformen. Das mache ich ganz einfach mit dem Lupeneffekt, im Downloadtutorial ist ein weiterer Weg beschrieben. Der Lupeneffekt ist einer der Effekte, die in der Menüstruktur umsortiert wurde. Bei mir ist er jetzt under Filter > Licht und Schatten > Lupeneffekt anwenden zu finden. Den Brechungsindex der Linse lassen wir auf dem Faktor 1.70 stehen und wählen nur noch Umgebung transparent machen aus. Ausführen und schon haben wir einen runden Mond, der allerdings größer als der unserer anderen Planetenebenen ist.
Die Oberfläche auf die Größe der anderen Planetenoberflächen zu bringen gäbe es nun verschiedene Möglichkeiten, die eine simple wäre einfach den Layer “planet base” zu wählen und dort im Kontextmenü den Alphakanal auszwählen, dann auf unsere erstellte Ebene zu wechseln und dann einfach die Auswahl > Invertieren und dann auszuschneiden. Stimmt relativ einfach, betrachtet man allerdings unsere “Kugel” genauer betrachtet, gibt es am Rand Verzerrungen, welche den Eindruck es handelt sich dabei um ein kugelförmiges Objekt verstärken.

Diese wollen wir erhalten und die Lösung ist genauso simpel, wir skalieren einfach die Ebene. Im Ebenendialog mit dem Rechtsklick das Kontextmenü öffnen und Ebene skalieren wählen. Dann einfach von 480 auf 400 Pixel herunter skalieren und schon paßt unsere Kugel.
Der ein oder andere mag mit dem Ergebnis schon zufrieden sein, ich mag es aber noch etwas plastischer. Wir legen eine neue Ebene an und rufen wieder Filter > Wolken > Plasma auf. Und füllen die Ebene wieder mit einem bunten Farbenwirrwarr. Die Einstellungen sind dieses Mal nicht von großem Belang, auch Gelb darf vorhanden sein.
Jetzt rufen wir einen Filter auf, dessen Möglichkeiten nahezu unerschöpflich sind und Bände füllen würde zum Beschreiben, den GIMPressionist.
Diesen rufen wir unter Filter >Künstlerisch > GIMPressionist auf. Die Einstellungen sind Pinsel – splat2, Ausrichtung 12 Richtungen von 0 bis 360 Grad, Größe: 10 Größen, kleinste Größe 15 und größte 50, Platzierung zufällig, Farbe Mitte des Pinsels und Allgemein den Hintergrund auf Transparent setzen.
Nach der Anwendung des Filters haben wir lauter bunte Farbkleckse auf dem Bild, jetzt wenden wir ebenfalls den Lupeneffekt auf die Ebene an und skalieren die Ebene ebenfalls auf 400 Pixel herunter. Dannach können wir die Ebene ausblenden.
Wir selektieren im Ebenendialog die Ebene mit userer Mondoberfläche und rufen Filter > Abbilden > Bump-Map auf. Die Ebene mit unseren bunten Klecksen wählen wir als Bump-Map aus. Azimuth setzen wir auf den Wert von 135 und die Höhe auf 45, die Tiefe auf 3 den Rest setzen wir alles auf Null. Das ist nicht zu stark und nur ein klein wenig sichtbar, ihr könnt auch gerne eigene Einstellungen ausprobieren.
Nach dem wir den GIMPressionist angewendet haben ist unsere Mondoberfläche schon fertig, wir müssen sie nur noch im Ebenendialog unter die Ebene “planet shadow” setzen. Diese Ebene (planet shadow) drehe ich über Ebene > Transformation um 90° im Uhrzeigersinn. Dann gilt es nur noch die einzelnen Layer anzupassen, das Leuchten (planet glow) setze ich shr tief herab, einfach den Schieberegler mit der Deckkraft nach links schieben, das gleiche tue ich mit der Ebene “shadow”. Damit ist unser Mond komplett fertig, wir speichern ihn einfach ab. Am besten als xcf, wenn wir dann nachher das Bild importieren bekommen wir auch wieder die einzelnen Layer und können notfalls anpassen.
Jetzt rufen wir einfach im Werkzeugfenster unter Extras > Skript Fu > Patterns > Sternenhimmel das Skript Starry Sky auf. Die Größe und die Anzahl der Sterne könntt ihr gern selbst bestimmen, ich habe hier die Größe 1024×768 Pixel gewählt und die Sternenanzahl einfach so gelassen, weniger ist manchmal mehr. Dann öffnen wir einfach unser vorher gespeichertes Mondbild als neue Ebene, passen es gegebenenfalls an und fertig ist unser Mondbild. Anregungen und Kritiken, wie immer in die Kommentare.

Geschrieben in Killer Application, ubuntuusers | 4 Kommentare »

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4 Kommentare

  1. Raul Libório Sagt:

    +1!

  2. buergermeister Sagt:

    Raul u can comment in english here ;)

  3. Satoru Matsumoto Sagt:

    Good stuff !
    I wish you can write this article also in Japanese. ;-)

  4. buergermeister Sagt:

    Haha Saturo I know that u speak german :p

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