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Ubuntu-Distributionssalat

Oktober 22nd, 2009 von buergermeister

Ubuntu-Derivate gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Das liegt zum einen darin, dass es ja für nahezu jede Desktopumgebung ein eigenes Derivat gibt, sei es nun kubuntu mit KDE oder fluxbuntu mit fluxbox. Daneben gibt es aber auch Dutzende Derrivate, die sich nur um bessere Lokalisierung kümmern da seien Arabian Linux, Runtu für vollen Support des Russischen, Tilix für bulgarisch sprechende Nutzer oder Baltix Gnu/Linux für die baltischen Sprachen Litauisch und Estnisch. Da gibt es aber eben nicht nur sprachliche Unterschiede sondern auch religiöse und so gibt es natürlich auch Ubuntu-Derivate für Christen Ichthux oder die Ubuntu Christian Edition (die satanische soll es wohl auch geben) auch den Muslims ist eine eigene Distribution gewidmet Sabily (vorher Ubuntu Muslim Edition).
Dann gibt es noch einige Distributionen für Netbooks (EasyPeasy und “noch” eeebuntu), einige Privacy-Remixe oder Rettungs- und Forensikdistributionen und auch die Multimediafreaks müssen mit einigen Ubuntuablegern zurechtkommen. Alle diese Distributionen sind aber mehr oder minder bekannt.

Ziel der Distributions-Salate war aber immer interessant oder unbekanntere Distributionen vorzustellen. Daher habe ich aus der endlosen Liste einmal vier herausgepickt.

CrunchBang Linux verfolgt einenminimalistischen Ansatz um eine gute Funktionalität bei guter Rechengeschwindigkeit zu bieten. CrunchBang benutzt ein minimales Ubuntuysystem und setzt auf die leichtgewichtige Openbox als Windowmanager mit GTK+ Applikationen darauf. CrunchBang kommt zum Beispiel mit vorinstallierten Firefox mit Flashsupport, Rythmbox mit Mp3-Support und installierten Skype daher. CrunchBang ist zwar als Livedistribution zu haben allerdings erzielt man bessere Ergebnisse mit einer Installation derselbigen.

Entwickelt wurde Kurumin Linux von Carlos E. Morimoto, er benannte diese Linuxdistribution nach dem Tupiwort für Kind – Kurumin. Gestartet hat dasGanze als Derivat von Knoppix und damit als Debianderivat. Kurumin hat damit immer auf KDE als Desktopumgebung gesetzt. Die beliebte brasilianische Distribtion wurde allerdings mittlerweile eingestellt (Januar 2008). Ziele der Distribution waren eine geringe Installationsgröße und komplette Unterstützung des brasilianischen portugiesisch.

Maryan Linux kam nur in seinem ersten Release auf Basis von Ubuntu daher, mittlerweile setzen die Entwickler auf Arch Linux als Basissystem für zukünftige Versionen. Die Version 2 Codename Bulnesia setzt bereits auf Arch Linux. Mayran Linux ist ein leichtgewichtiges Linuxsystem, welches vor allem auf den Enlightenment 17 Desktop setzt. LXDE, Fluxbox oder pekwm können aber als Alternativen eingesetzt werden.

Poseidon Linux ist eine Gnu/Linux-Distribution speziell für den Einsatz im akademischen Umfeld und im wissenschaftlichem Bereich. Poseidon Linux enthält deshalb nicht nur allgemein übliche Software wie eine Office-Suite, Internetbrowser oder IRC-Client sondern vor allem auch Entwicklungsumgebungen zur Softwareentwicklung, Werkzeuge zur Grafikbearbeitung, Werkzeuge zur Bearbeitung von Karten und für 2D/3D Visualisierung ebenso wie Tools für Statistiken.

CAINE (Computer Aided INvestigative Environment) ist eine Livedistribution für digitale Forensik und wurde vom Interdepartmental Centre for Research on Security (CRIS) mit Unterstützung der Universität Modena und der Region Emilia in Italien entwickelt. Anders als bei anderen Distributionen sind hier die Werkzeuge komplett in eine nutzerfreundliche Desktopumgebung integriert. Die Werkezuge sind trotz allem die gleichen, wie bei anderen derartigen Distributionen.

Geschrieben in Distribution Drama, ubuntuusers | 4 Kommentare »

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  • 4 Kommentare

    1. Roman Sagt:

      Wieder mal ein richtig schöner Bürgermeister-Beitrag! Danke schön, sehr interessant.

    2. Destillat KW43-2009 | duetsch.info - GNU/Linux, Open Source, Softwareentwicklung, Selbstmanagement, Vim ... Sagt:

      [...] Ubuntu-Distributionssalat [...]

    3. errorX Sagt:

      Was es nicht alles für Derivate gibt ;-) Ich benutze zwar Ubuntu (genaue: Kubuntu), aber außer der Satanic Edition und Flux- bzw Xubuntu habe ich noch von fast keiner gehört. Interessanter Artikel!

    4. Blogparade - Exotische Linuxdistributionen : Karl-Tux-Stadt Sagt:

      [...] und später eben etwas sortierter wie oben erwähnte Netbook-Distributionen oder eine Reihe Ubuntu-Derivate. Über die Jahre sind da wohl an die 200 vorgestellt worden. Aber das sind bei weiten nicht [...]

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