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Polaroidmagie

August 15th, 2009 von buergermeister

Ziemlich beliebt, wenn es um die Darstellung von Bildern geht, ist wohl die Darstellung als Polaroidfoto. Nebenstehendes ist einst von Nicu Buculei geschossen worden und nun “creative commons-like” wiederverwendet worden.

Das sieht man ziemlich häufig auf Webseiten und das ist auch mit Gimp in Windeseile gemacht und nicht schwer. Hier also ein kleines Tutorial, wie man das mit diesem Grafikwerkzeug erledigt. Es gibt soweit ich weiss auch ein Skript, welches zumindest die polaroidtypischen weissen Ränder setzt. Normalerweise ist der unten ja größer, den Platz kann man ja für eine kleine Beschriftung nutzen. Für den Rand gibt es eine schnelle Methode und eine Methode wo man mehr selbst machen kann.

Die schnelle Methode ist dem Bild einfach über. Filter > Dekoration > Rand hinzufügen einen entsprechenden weißen Rand hinzu zu fügen. Das Bild wird dabei entsprechend vergrößert, heißt der Rand wird hinzu addiert. Der Rand wird auf einem eigenen Layer angelegt, kann also jederzeit noch gut nachbearbeitet werden. Wie breit der Rand sein sollte ist reine Geschmackssache, ich mag es eher schmaler. Die anderen Schritte, Schatten und Verbiegen sind aber die gleichen.

1. Aber nun zum Do-it yourself. Als erstes das entsprechende Bild in Gimp öffnen und über  Bild > Leinwandgröße diese entsprechend vergrößern, wie groß hängt davon ab, wie breit der weiße Rand werden soll. Bei mir reichen 50px + immer aus. Das Zentrieren dabei nicht vergessen.

2. Den Ebenendialog öffnen und eine neue Ebene in diesem anlegen, diesen unter die Ebene mit unserem geöffneten Bild bringen. Dann unter Werkzeuge > Auswahlwerzeuge > Rechteckige Auswahl (R) wählen und einen entsprechend große Auswahl anlegen. Wer den entsprechenden großen unteren Rand haben möchte sollte dann die Auswahl nach unten größer machen, derjenige sollte dann aber auch bei der Vergrößerung der Leinwand daran gedacht haben.

3. Ins Werkzeugfenster wechseln und weiß als Vordergrundfarbe einstellen und die Auswahl mit dem Füllwerkzeug (Umschalt+B) füllen.

4. Wenn einem der weiße Rand so gefällt in den Ebenendialog wechseln. Das obere Bild aktivieren und mit der rechten Maustaste das Kontextmenü öffnen und nun die Ebenen nach unten vereinen.

5. Jetzt verbiegen wir uns, bzw. das Bild ein wenig. Es gäbe zwar noch die Methode über iWarp, das Gleiche zu erreichen, ich bevorzuge aber verbiegen. Ãœber Filter > Verzerren > Verbiegen den entsprechenden Einstellungsdialog öffnen. Hier eine kleine Besonderheit, Verbiegen kann nur die obere und untere Kante entsprechend bearbeiten, wer also den rechten und linken Rand entsprechend bearbeitet haben möchte, muß das Bild einmal um 90 Grad (Ebene > Transformation > …) drehen. Und im Anschluss nach dem Verbiegen natürlich wieder zurück. Im Verbiegendialog nun die Aussenkurven des Bildes also entsprechend verbiegen. Kleiner Tip, weniger ist hier mehr. Den Schalter mit Kopie arbeiten finde ich arg witzig, das dieser Filter immer eine Kopie anlegt, jedenfalls bei mir aber die kann man hinterher löschen. Haben wir das Bild also etwas verbogen kommen wir zum letzten Schritt.

6. Schlagschatten und Drehen, für den Schatten einfach Filter > Licht und Schatten > Schlagschatten wählen auch hier die Einstellungen wieder al Gusto. Zu guter Letzt kann das Bild noch über Ebene > Transformation > Beliebig drehen,etwas gedreht werden. Notfalls muss hier hinterher oder vorher die Leinwandgröße nochmals angepaßt werden. Und das war auch dan schon die ganze Gimpmagie. Einfach und schnell oder?

Geschrieben in Killer Application, ubuntuusers | 10 Kommentare »

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  • 10 Kommentare

    1. Martin Weinelt Sagt:

      Hallo,

      noch schneller geht das ganze mit Shutter (ehemals GScrot), die bieten nämlich ein Plugin an, dass mit wenigen Klicks und Optionen genau diesen Polaroideffekt erstellt!

      Lieben Gruß

      Martin

    2. buergermeister Sagt:

      ist as nicht was für Screenshots?

    3. scrawl Sagt:

      Ja aber kann noch weitaus mehr. Ich will das Teil nicht mehr missen :>

    4. buergermeister Sagt:

      sicher, kann es mehr. Aber ich glaube Gimp kann noch mehr. Ist halt nur nicht so ein “Sie brauchen nur hier klicken”-Werkzeug ;)

    5. Hannes Sagt:

      Ich besitze selbst 4 Polaroidkameras (die ich ab und zu noch nutze) und muss dir aber leider sagen, dass das faszinierende an den Polaroids nicht der weiße “Rahmen” ist, sondern die Farben sind. (Beispiele findest du hier: http://www.polanoid.net/pictures/cover)

    6. buergermeister Sagt:

      @hannes mmh da ist ein Unterschied zwischen faszinierend und typisch. Typisch ist eher das was alle damit assoziieren und faszinierend, ist dann wieder GEschmackssache. Aber ich kann dich beruhigen, die “faszinierenden” Farben sind mit Gimp ebenso reproduzierbar. Ich hatte vorhin ein Skript in der Hand, das genau das tat ;)

    7. Stefan Sagt:

      so was geht auch sehr schnell mit ImageMagick:
      convert tux.jpg -bordercolor snow -background black -polaroid -15 polaroid.png

    8. buergermeister Sagt:

      @stefan stimmt mit ImageMagick ging das auch ganz toll aber ich konnte nur die Drehung bestimmen.

    9. polaroid Sagt:

      [...] es immer noch. Oder? Wie man so ein Polaroid ähnliches Foto mit Gimp erzeugen kann, habe ich beim Bürgermeister [...]

    10. Thomas Sagt:

      Danke für die Erklärungen! Das werde ich gleich probieren!

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