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LinuxTag – Review

Juni 29th, 2009 von buergermeister

So nun bin ich dann auch zurück vom LinuxTag 2009, tja ich hab wieder nicht gebloggt die ganze Woche und noch schlimmer auch viele Nachrichten sind liegen geblieben. Daran Schuld ist eindeutig die Messe Berlin, die machen sich es einfach zu einfach. Jedes Projekt bekommt die gleichen Möbel. Ein Counter, Prospektständer, ein Barhocker und einen Tisch mit drei Stühlen. Man dürfte es erahnen, wo bitte sitzen bei Radio Tux dann die Interviewgäste? So verging der Vorbereitungstag mit der erfolglosen Suche nach zusätzlichen Möbeln. Zwar wurde Ingo noch etwas versprochen aber am Mittoch morgen, war da immer noch nichts da aber wir hatten dann doch schon endlich einen Netzwerkzugang. So dass der Dienstagaufbau für uns ziemlich sinnlos war, mal abgesehen davon das wir Plakate aufgehängt haben.

Am Mittwoch bekamen wir gott sei Dank früh morgens zwei Stühle und einen Tisch von Debian, die mit Sidux in einen Stand gepfercht werden und glücklich Möbel loszu werden. Ubuntu war noch schlimmer dran, da standen so viele Counter im Stand das es völlig sinnfrei war. Da ich ja relativ viel Zeit am Dienstag hatte, hab ich mit vielen der Gäste von Radio Tux bereits gesprochen und der Ablauf verlief reibungslos zu Beginn. Mandriva ist tatsächlich nicht angereist und so konnte das Interview entfallen. Änderungen konnte ich dank mangelndem Platz nicht nachpflegen, da wie gesagt der eine Tisch für die Technik gebraucht wird, auf dem anderen steht ein Monitor und die Tastatur und ein Drucker (und Ingos Notebook).

Am Donnerstag gab es dann den ersten Ausfall, der aber am Mittwoch schon vorhersehbar war. Ich bin ja erstaunt das man erst am Samstag anreisen will, wenn man einen Stand mit einem Projekt hat. Der Treffer hier OLPC.de e.V. und was soll ich sagen auch mit dem Equinox Desktop Enviroment hatte ich den richtigen Riecher, da auch wieder keiner angereist. Aber die hatte ich auf Grund Vorjahreserfahrungen schon nicht im Plan. Überraschung war die morgentliche Talkrunde mit Tim Pritlove, Frank Karlitschek und Sebastian Kügler. Der stressige Tag endete mit dem LinuxNacht genannten Social Event. Da wird mir dann im nächsten Jahr das Geld zu schade sein. Die Location war dieses Mal angenehmer, etwas größer und dadurch nicht so überwärmt wie im vergangenen Jahr. Das Büffet war absolut traurig, Vegetarier hatten richtig Pech. Ausser einer Backofenkartoffel und Mais-Bohnensalat gab es nicht viel Auswahl. Btw. Mais-Bohnensalat mach ich auch immer, wenn ich billig viele verköstigen muss. Die Dose rote Bohnen gibt es im Einzelhandel für 29 und die Büchse Mais von dem Man weniger braucht 39 Cent. Last but not least war um 10 Uhr dann auch noch das Bier alle und eine halbe Stunde dann auch kein Lemonbier mehr. Das war dann der endgültige kehraus.

Am Freitag war der etwas ruhigere Tag bei RadioTux, da Roman nicht da war und Ingo einen Vortrag hatte, habe ich das Programm nicht vollends gefüllt. Die üblichen Fußschmerzen meinerseits hatten sich auch schon längst eingestellt und nach zwei Tagen abendlicher Party war ich doch etwas übermüdet. Eigentlich war mein Plan zum FUDPub zu gehen und schick Pizza mit den Jungs von Fedora zu essen. Das und auch der Abstecher zum LinuxBBQ in Friedrichshein fiel flach, ich war einfach zu müde.

Am Samstag ist dann der letzte Tag und eigentlich der an dem die Community zahlreicher erscheint. Also ich hatte nicht den Eindruck, dass die in der Pressemitteilung genannten 10.000 Besucher anwesend waren und da bin ich nicht der Einzige wie ich in Gesprächen festgestellt habe. Das ist das was man dem LinuxTag immer sehr übel nimmt – diese HURRA-Pressemitteilungen. Erst schreibt man der LinuxTag bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren, dann ist man der Gewinner in der Wirtschaftskrise. Ich habe ja schon einmal gesagt, man sollte vielleicht an den Preseleuten im Keller sparen! Statt an den Ausgaben für die Projekte. Ams Samstag hatte ich dann auch satt die zahlreichen PM auf die Zuschaueradresse anzunehmen (die ich ohnehin nur nachts lesen konnte) und hab mich im Keller darüber beschwert, man muss sagen hat auch sofort funktioniert. Der Tag endetet trotzdem in Horror, PKW war das befahren erst ab 20.00 Uhr erlaubt also nicht direkt ab Ende der Veranstaltung. Toll für die Projekte die dann alles zum Ausgang karren müssen. Deshalb hat unser Abbau auch etwas länger gedauert und auch die zur Abschlussrunde bei Radio Tux anwesenden Mitglieder des LinuxTag e.V. haben eindeutig angesprochen, dass die Projekte wirklich tapfer bis zum Ende durchhalten, während gerade die Firmenstände teilweise am Nachmittag schon verlassen waren bzw in einigen Fällen am Samstag nicht besetzt. Als wir dann endlich fertig waren ging es zum BBQ in die C-base, hier dann mal wieder ein Dank an die Ubuntu-Community. Und so ging dann 4 Tage LinuxTag zu Ende.

Geschrieben in Family Affairs, ubuntuusers | 6 Kommentare »

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6 Kommentare

  1. Otium Sagt:

    Dann doch lieber zum Chemnitzer Linux Tag! :-)

  2. buergermeister Sagt:

    na die heissen aber Chemnitzer Linux-Tage ;)

  3. Otium Sagt:

    ich merks mir! :-)

  4. RTFM! » Mandriva - macht nachdenklich Sagt:

    [...] Auslöser ist das Verhalten der Fa. Mandriva, die trotz Ankündigung nicht nur dem LinuxTag 2009 fern blieb, sondern auch die deutschen Mandriva Usern vor den Kopf stösst. mandrivauser.de, die quasi die [...]

  5. Destillat KW27 | duetsch.info Sagt:

    [...] LinuxTag – Review [...]

  6. Tuxtux-Podcast #3 | tuxtux.org Sagt:

    [...] Der Bürgermeister und vegetarisches Essen auf dem LinuxTag [...]

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