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Mandriva & die Community

Juni 21st, 2009 von buergermeister

Ich habe gerade am Donnerstag noch bei Ingo in der RadioTux-Sendung erzählt, Mandriva würde bei uns auf dem LinuxTag zu Gast sein und wir hätten endlich mal jemand offiziellen von Mandriva zu Gast – Pustekuchen.

Ich neige den Aussagen von WoBo im MandrivaUser.de-Forum auf jeden Fall Glauben zu schenken. Auch mir ist die Destrukturiertheit in Zusammenarbeit mit beiden Pressedamen aufgefallen. Ok, es kann wirklich immer etwas dazwischen kommen und es passt nicht, aber damit kann man offen umgehen. Anders Mandriva, da gab es doch im offiziellen Mandrivablog noch am vergangenen Donnerstag einen Eintrag unter Mandriva to participate at the Berlin Linux Tag exhibition from June 24-27, 2009, dem Link könnt ihr gerne folgen die Seite ist nicht mehr vorhanden. Das derartige Software wie WordPress Feeds der Artikel ausliefert scheint man bei Mandriva vergessen zu haben. Einen Artikel einfach zu löschen ist wohl ziemlich verkehrt an dieser Stelle.

Die Änderungen bei RedHat, SUSE und Mandriva betreffend wie man plant Geld mit Linux in Zukunft verdienen wolle, kamen alle zur relativ gleichen Zeit. Während RedHat und Novell die Distributionen von der Community entwickeln und als Upstream für ihre Enterpriseprodukte benutzen wollen und somit rein im Businessbereich Geld verdienen möchten. War bei Mandriva der Gedanke nahezu ausschliesslich Geld im Enduserbereich zu verdienen. Das das nicht der Weisheit letzter Schluss ist zeigen nun die Serverprodukte, die es von Mandriva gibt und auch die immer günstiger werdenden Enduserprodukte.

Egal ob man die Community für die Entwicklung verantwortlich machen möchte oder an ihr Geld verdienen möchte man muss diese pflegen und auch ein wenig Geld in sie investieren. Ich bringe da mal ein Zitat aus dem MandriveUser.de-Forum, welches genau das wiedergibt, was ich ebenfalls dazu denke.

Dieser Linuxtag ohne Mandriva, der eigentlich das Engagement im deutschsprachigen Raum neu formen sollte, ist nun genau das endgültige Ende dieses Engagaments. Es besteht keine Hoffnung mehr, dass das gespaltene Verhältnis zwischen Mandriva und MU.de irgendwann wieder besser wird. Wir können gar nicht oft genug betonen, dass wir hierzulande nicht die offiziellen Vertreter Mandrivas sind. Mandriva als Unternehmen hat einfach seine Chance verspielt. Man kann nicht laufend Ohrfeigen und Schienbeintritte an die Community verteilen und dann noch denken, man könne Geld damit verdienen.

Ich glaube jedenfalls Mandriva hat sich nicht gerade einen Gefallen damit getan, die Beteiligung am LinuxTag so undurchsichtig abzusagen. Während bei ubuntu-Canonical die Arbeit der Community mittlerweile ein Selbstläufer ist, RedHat seine Fedora-Community mit ausreichenden Mitteln unterstützt und auch Novell sich langsam vom traditionellen Denken verabschiedet – baut Mandriva zwar eine gute Distribution aber ist unfähig sie zu verkaufen. Schade eigentlich. Apropo heute erschien Alpha1 von Mandriva 2010

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    [...] Mandriva nicht auf dem Linuxtag [...]

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