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Manche verstehen es eben nie

Mai 14th, 2009 von buergermeister

Ich hab ja vor langer Zeit bereits einmal darauf hingewiesen – Ubuntu ist ein Markenname. Und der gehört nun einmal Canonical und die können am Ende damit machen was die wollen. Wer glaubt Mark Shuttleworth hat Ubuntu wirklich nur mit dem Ziel gegründet der Welt eine benutzbare Linuxdistribution zu geben ist eines – naiv.

Nachdem nun Canonical seinen Verzeichnisdienst “Ubuntu One” gestartet hat gibt es kritische Stimmen. Tony Yarusso hat im Bugzilla einen Fehlerbericht eingereicht, der fordert das der Verzeichnisdienst einen anderen Namen erhält. Unter dem Namen Ubuntu würden viele ein quelloffenes und freies Projekt verstehen und könnten von dem Namen daher getäuscht werden. Im Titel wies er daraufhin, das die Namensrechte verletzt würden- lustig die liegen doch bei Canonical. Er vermutet weiterhin, das Canonical den Client für diesen Dienst in das nächste Release integrieren werde. Auch das hält er für fragwürdig. Jono Bacon hat bereits darauf hin gewiesen, dass Canoncial dieses Recht hat. Hat aber mittlerweile ebenfalls den Standpunkt, das die Namensgebung verwirren könnte. Die Namensgebung für diesen Dienst steht nun auf der Tagesordnung des Community-Council.

Namensvorschläge gibt es bereits jede Menge, es soll ja nur der Name Ubuntu nicht als Ganzes darin vorkommen. So könnte der Dienst Canonical One, UbuOne oder Ubunet heißen. Warten wir einmal was Weltraumtourist Mark Shuttleworth dazu sagt – bis jetzt erstmal noch nichts.

Geschrieben in Distribution Drama, ubuntuusers | 8 Kommentare »

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8 Kommentare

  1. mw88 Sagt:

    Es ist schon wahr, dass der Name Canonical gehört und die damit machen können was die wollen.

    Ich kann jedoch die Kritik nicht ganz nachvollziehen, schließlich ist der Dienst noch sehr früh in der Entwicklung und es wurde angekündigt den Quelltext zu veröffentlichen.

    Ich kriege langsam das Gefühl dass manche Leute es cool finden über Canonical/Ubuntu herzuziehen und das finde ich sehr traurig! Es ist auch ein Umsatzorientiertes Unternehmen, auch wenn sie bisher von ihrem Gönner (Mark Shuttleworth) zehren.

  2. buergermeister Sagt:

    Nachvollziehbar ist sie schon, das ist auch richtig das man das verwechseln könnte. Aber Canonical ist nun mal ein Unternehmen und das muss am Ende Geld verdienen und darüber müssen einige extrem nachdenken.

  3. Photon Sagt:

    Denke, es ist noch zu früh irgendwelche Schlüsse zu ziehen. So wie sich die Lage jetzt präsentiert (Beschränkung des Dienstes auf Ubuntu-Nutzer, geschlossene Teile der Software), ist es zwar kritikwürdig (und mit der Gewinnorientiertheit würde ich das nicht entschuldigen), aber ich bin zuversichtlich, dass da noch Änderungen vorgenommen werden.

  4. buergermeister Sagt:

    naja Photon, irgendwie hab ich das Gefühl das hier das “Bad News are Good News”-Prinzip ein wenig angewendet wird.

  5. ctx Sagt:

    Leute!!! Ich bitte euch. ubuntu ist ein vorwiegend Community-getragenes Projekt, in das Canonical, vornehmlich Mark Shuttleworth viel Zeit und Geld investieren. Ich schätze, die würden sich ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie sich komplett gegen die Community wenden würden. Ich weiß auch wirklich nicht, was ihr habt. Klar ist langfristig geplant, dass sich Canonical (nicht ubuntu!) selbst trägt (Einnahmen durch support, nebenprojekte, etc.).
    Also hackt nicht dauernd auf ubuntu rum. Es ist mittlerweile zu einem wichtigem Bestandteil der Linuxwelt geworden und bietet vor allem Anfängern einen einfachen Einstieg.

  6. buergermeister Sagt:

    mal ne ganz einfache Frage ctx warum liegen die Namensrechte eigentlich bei Canonical, warum gibt es keine Ubuntu Foundation die im Besitz dieses Namens ist?

    Was heißt hier herumhacken? Ich hab die gleiche Meinung wie Jono Bacon und der ist am Ende der Manager deiner Community!

  7. Torsten Sagt:

    Ich verstehe diese negative Haltung nicht. Meiner Meinung nach kurzsichtig und typisch deutsch. Mark Shuttlewort hat unglaublich viel Geld aus seinem privaten Vermögen in die Hand genommen und der Gemeinschaft viel gegeben. Wieso also immer diese undifferenzierten, negativen Äußerungen? Ubuntu ist frei und wird es bleiben. Wenn Canonical daneben einige Dienste hochzieht, die quersubventionieren werden, sollte man das unterstützen und nicht permanent noch einen draufsetzen. Diese undifferenzierte ‘ich hab’s ja imemr gewusst’ und ‘die da oben und wir hier unten’ ist echter Kindergarten…

  8. buergermeister Sagt:

    Mark Shuttlerworth hat viel Geld ausgegeben, dass stimmt zweifelsohne. Er ist ein cleverer kleiner Marketingguy und er hat es gut verstanden allen zu verkaufen er habe etwas grossartiges getan. Und nur das soll mal akzeptiert werden. Keiner schreibt hier von wir unten un Du da oben. Das ist das was Du da hinein interpretierst!

    Kindergarten ist eher, wen man jemanden kurzsichtig nennt, der seine Meinung zu etwas hat. Das ist wohl eher typisch deutsch ich will das Wort dafür gar nicht erst in den Mund nehmen!

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