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Tupi – 2D Animationsprogramm

März 20th, 2012 von buergermeister

Schon seit einer Weile beschäftige ich mich mit Animation, dass ist ja eigentlich mit SVG möglich. Bis jetzt fehlte mir da aber das richtige Werkzeug, aber jetzt scheine ich fündig geworden zu sein.
Wenn man klassische 2D Animationen mit Open Source machen möchte, dann war bisher Synfig Studio die Wahl. Problem hier, die Zeichenwerkzeuge machen es mir schwer und auch die GUI ist für meinen Geschmack unübersichtlich. Das nächste Problem wäre, dass Synfig Studio im Moment keine Animation von SVG mit SMIL oder ähnlichem vorsieht, dafür gibt es zwar Planungen aber wer weiss wann das verfügbar ist.
Nun bin ich vor einer Weile auf ein kleines aber vielversprechendes Projekt gestoßen, welches sich Tupi 2D Magic nennt. Tupi sieht den Export als SMIL schon mal vor und ebenfalls als Bildfolge oder Video. Die Zeichenwerkzeuge sind zwar immer noch nicht weltbewegend, dass tut der Sache allerdings keinen Abbruch, da man SVG importieren kann. Diese Vorgehensweise kommt mir natürlich sehr entgegen. Mit Hilfe des sogenannten Tweenings lassen sich auf diese Weise schnell Animationen erzeugen.
Wie schnell und einfach geht zeige ich in dem folgendem Screencast, der zeigt wie schnell eine drehende Animation zustande kommt.

Das mit Hilfe von Inkscape und Tupi auch wundervolle Animationen rasch produzierbar sind zeigt das folgende Beispiel.

Alle Schritte, die nötig sind um dieses Video zu produzieren inklusive der Audio- und Videobearbeitung findet man im Portal von Tupi, dort findet man auch die SVG-Datei um genau dieses Video nach zu produzieren.

Einen Haken hat das Ganze allerdings zur Zeit, funktionierende Pakete sind schwer zu finden. Nutzer von Ubuntu finden Pakete hier. Nutzer von Fedora und openSUSE hingegen, müssen Tupi selbst übersetzen. Das macht allerdings keinen Spaß, das kann ich prophezeien. Das liegt daran, dass der Entwickler ffmpeg eingebaut hat, und weder Fedora noch openSUSE erlauben das in ihren Buildsystemen. Es wird aber bereits daran gearbeitet, das entsprechend zu entfernen, da man dieses ohnehin nur benötigt, wenn man AVI oder ähnliches exportieren möchte. Und wenn man das braucht, so kann man später auch ffmpeg nachinstallieren. Einige Binärpakete, für allerdings veraltete Releases kann man hier finden. Wer sich dennoch ans übersetzen wagen möchte, der findet hier Hilfe für openSUSE und hier für Fedora.
Wie man sehen kann, brauchen derartige Softwareprojekte dringend Hilfe, beim packen und entwickeln, daher ist jede Hilfe willkommen. Tupi braucht auch noch weitere Hilfe. Der Hauptentwickler dieser Software würde gern zum Libre Graphics Meeting nach Wien reisen, um sich dort mit den Entwicklern anderer freier Grafiksoftware auszutauschen und Ideen für Tupi zu finden und es weiter zu entwickeln. Unter anderem würde er denjenigen in Wien treffen können, der Tupi für Fedora packen will. Dafür fehlt Gustav allerdings das Geld für den Flug, dieser kostet allein 1000$ und er muss um ein Visa zu bekommen, Hin- und Rückflugticket vorweisen, ebenso eine Reservierung für die Übernachtung. Im Moment sammelt er dafür Geld und bis jetzt sieht es sehr trübe aus, wer also Tupi ein wenig helfen möchte, damit die Entwicklung dieses Werkzeuges weitergeht, findet hier ein Pledgie.

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movie session @ DevConf.cz

Februar 8th, 2012 von buergermeister

DevConf.CZ comes up and as Radek Vokál wrote, there will be a movie session on the end of the second day. I will doing that session, its not my first time I do that. I started with that kind of event as a social event on Chemnitzer Linux-Tage and did it there 2 years. But I did that also on LinuxTag in a session and on openSUSE Conference. So what is it? It’s a mix between a talk and a movie show, of course I show a lot of movies in there. But I explain also what is an Open Source Movie and that has nothing to do with what tools they are made, as Radek wrote. So its an session where you can just enjoy some funny movies, and the best thing if you like them I can give you the movies ;)

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Pinta -Bildbearbeitungsspartaner

Juli 12th, 2011 von buergermeister

Open Source-Bildbearbeitungsprogramme schiessen derzeit irgendwie, wie Pilze aus dem Boden. Es gibt dutzende neue Programme. Pinta gibt es schon eine ganze Weile, die derzeit aktuelle Version 1.0 erschien Ende April diesen Jahres. Pinta ist eher auf grundlegende Funktionen beschränkt, wodurch das Programm übersichtlich bleibt. Als Vorbild dient Paint.NET und Pinta ist deshalb auch für Windows verfügbar, vorrausgesetzt man hat GTK# für Windows installiert.
Seit Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat kann Pinta aus den offiziellen Paketquellen direkt installiert werden und auch openSUSE-Anwender finden das Paket in den Repositories. Da aber die Version 1.0 nach dem Release von 11.4 erschienen ist, muss man erst das Repository der Mono-Community einbinden.

zypper ar  http://download.opensuse.org/repositories/Mono:/Community/openSUSE_11.4/ Mono-Community

Auch Natty Narwhal enthält noch die Version 0.6-1, so dass man auch hier, wenn man die aktuellste Version verwenden will nachhelfen muss.

$ sudo add-apt-repository ppa:nilarimogard/webupd8

Dannach kann auf gewohntem Wege Pinta installiert werden. Pinta ist wie bereits erwähnt kein vollwertiger Ersatz zu Gimp und kommt spartanisch daher, alle Werkzeuge die man als Durschnittsbenutzer allerdings benötigt sind vorhanden und zusätzlich die wohl wichtigsten Filter.

 

Pinta kann natürlich auch mit Layern umgehen und hat eine vollständige History, so dass sich die Arbeitsschritte rückgängig machen lassen. Pinta kann übrigens auch mit .ico und den OpenRaster Format für den Austausch von Bildern mit Ebenen, .ora-Dateien umgehen

Für das mal schnelle “croppen” eines Bildschirmsnapshots eignet sich Pinta durchaus, wobei es für mich gewöhnungsbedürftig ist, dass der Markierungsrahmen der Auswahl ausserhalb des Bildbereiches verschwindet. Wer also nur wenig mit Bildbearbeitung am Hut hat, der kann durchaus einen Blick auf dieses Programm werfen und für den stellt es vielleicht eine Alternative zu Gimp dar.

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LinuxTag 2011

Mai 9th, 2011 von buergermeister

Ãœbermorgen ist es soweit, Europas größte Veranstaltung rund um Linux und Open Source startet – der LinuxTag in Berlin. Wie in den vergangenen Jahren auch werde ich vor Ort sein. Schon in den vergangenen Jahren habe ich immer eTickets für diese Veranstaltung hier im Blog vergeben und so soll es auch dieses Jahr sein, ich habe noch einige Tickets übrig. Wer also ein 4Tages eTicket haben möchte, wie gehabt entweder hier in die Kommentare oder per Mail. Die Karten werden nach dem FIFO-Prinzip vergeben. Wenn sie dann alle vergeben sind, werd ich das dann hier verkünden.

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Let us bring home the Award

Dezember 9th, 2010 von buergermeister

Yearly the LinuxNewMedia give away an Award for some Free and Open software projects. A jury give away some prizes for  organizations, companies, and individuals who performed exceptional feats in the Linux and open source scene in the past year. That prizes are given from a jury with well know people from the FLOSS world. Normally there is no choice for the readers, but this year is different. The best Linux distribution can be choosen from the people.

Its definitly so that openSUSE made in the last year big steps forward not only the distribution himself even the tools that come from the project, like the Buildservice or such tools like SUSE Studio makes the distribution of one of them the move the Open Source world forward. So when you think also, then get out and vote. to the vote

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LinuxTag – Open Source und Film

Juni 19th, 2010 von buergermeister

Wie ich ich hier schon einmal geschrieben habe, war ich nicht nur für RadioTux in Berlin zum LinuxTag sondern hatte am Samstag Morgen auch einen Vortrag zu “Open Source & Film”. Bereits im Vorfeld haben ja einige angefragt ob ich die Slides zum Vortrag online stellen würde, habe ich bisher immer ausnahmslos getan. Macht aber dieses Mal relativ wenig Sinn, da man ohne den Vortrag gehört zu haben relativ wenig anfangen kann. Denn insgesamt sind es nur 8 Folien und darauf befindet sich meist nur eine Frage und nachher eine Antwort ohne weitere Punkte. Natürlich macht ein Vortrag über Film ohne etwas in der Richtung aus meiner Sicht wenig Sinn, deshalb hab ich einige Videoausschnitte gezeigt. Einige wollten ja auch noch einmal eine Liste mit den Filmen haben. Deshalb habe ich mich entschlossen den Vortrag hier im Blog nocheinmal kurz aufzuarbeiten.

Die erst Folie, war eine reine Bildfolie zu der ich einen kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Copyrights gegeben habe und wie es dazu gekommen ist und wann sich daran etwas ändern muss.
Die Folie zeigt einen Mönch in einem Scriptorium so ging jahrhundertelang die Produktion von Büchern von statten. In Klöstern schrieben dutzende von Mönchen Bücher ab oder/und übersetzten und illustrierten diese.
Das ging solange gut, bis der auf dem nächsten Bild gezeigte Johannes Gutenberg, den Buchdruck entscheidend verbesserte. Gutenberg hat den Buchdruck nicht erfunden, den gab es in Form von Druckplatten schon vorher er hat ihn nur durch Entwicklung von präziser gegossenen Drucklettern, Verbesserung der Druckpresse und Weiterentwicklung der Druckerschwärze entscheidend verändert.
Bis zu Gutenberg gab es nicht sehr viele gedruckte oder geschriebene Bücher, die Bibliotheken der Klöster enthielten nur wenige Werke. Die Autoren, waren eher an der guten Verbreitung durch Abschrift interessiert, sie lebten von ihrem Namen und der Verbreitung ihrer Werke durch die sie Anstellung fanden. Der “Markt” für Abnehmer gedruckter Werke war begrenzt, nur wenige konnten lesen. Nicht wenige Druckereien verdienten daher in dieser Zeit ihr Geld mit dem Druck von Ablaßbriefen und ähnlichem was wir heute Formulare nennen würden.

Es gab allerdings auch andere, sogenannte Verleger die schriftgewandte und belesene Wissenschaftler und Autoren begannen für die Erstellung von Schriftwerken zu bezahlen. Sie tätigten also Investitionen in Neue, vorher nicht erschienene Werke. Die Autoren lieferten Manuskripte für die sie entlohnt wurden, auch hier je bekannter ein Autor war umso mehr Geld konnte er vom Verleger verlangen. Ein Voltaire soll ja seine Bekanntheit durch eigene Produktion von Raubdrucken ja selbst gesteigert haben. Die Autoren störten sich also wenig an Raub-/Schwarzdrucken oder Graudrucken, für ihre Zwecke war der nur dienlich. Der Verleger hingegen hatte einen Schaden. Störend waren für den Autor allerdings Plagiate, Bücher mit dem gleichem Inhalt unter anderem Namen. Mit der Idee die Autoren auch noch am Umsatz zu beteiligen änderte sich die Situation ein weiteres Mal und unser heutiges Copyright entstand.
Fazit am Ende technische Neuerungen und soziale Veränderungen verändern Märkte, Schöpfungsprozesse und verlangen eine Anpassung des Rechtssystemes. Und für diese Anpassung steht das letzte Bild auf der Folie, dass Logo von Creative Commons als wohl bekannteste Lizenz zur Veröffentlichung kreativer Werke.

Heute gibt es das Internet und leistungsfähige Computer. Software (egal ob frei oder proprietär) zur Erstellung von Videos ist nahezu für jedermann verfügbar. An dieser Stelle habe ich das erste Video gezeigt um das aufzuzeigen. Ich habe bewußt einen nicht freien Film gewählt um auf die nächste Frage überleiten zu können.
Ein paar Worte zum gewähltem Film: Star Wars Revelation, der Film ist wie bereits erwähnt nicht frei, allerdings im Internet frei verfügbar. Frei aus vor allem einem Grunde nicht, er greift Handlungstränge, Gestalten, Umgebungen usw. aus einem anderem Werk auf. Im Jargon spricht man dann immer vom “Universum”, dieser Film spielt also im Universum von Star Wars. Derartige Werke werden als “Fan Fiction” bezeichnet und die rechtlich Situation in diesem Fall ist, dass der Schöpfer des Star Wars-Universum, die Macher dieser Filme gewähren läßt solange sie kein Geld für ihre Werke verlangen. Diese Gentlemen Agreement ist allerdings nirgendwo schriftlich niedergelegt, man kann aber beobachten, dass George Lucas ab und an, auf entsprechenden Plattformen, wie http://www.theforce.net anzutreffen ist und dort auch Kritiken zu den entsprechenden Werken abgibt.

Da der entsprechende Film ein nichtfreier Film ist, kommt natürlich die Frage auf was ist ein freier Film oder noch mehr was ist ein Open Source Film. Diese Frage habe ich mir vor einigen Jahren bereits im Presserummel um die Veröffentlichung des ersten Creative Commons Filmes “Route 66″ gestellt. Die Frage wurde mir allerdings erst sehr viel später beantwortet, als Tim Baumann im Zuge seiner Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit der OSI, Ton Roosendaal und Schöpfern von Open Source Filmemachern wie Stefan Kluge und Solomon Rothmann eine Definition für Open Source Filme schuf. Sie umfaßt folgende Punkte:

  1. Die Lizenz des Filmes ist zugelassen für freie kulturelle Werke. Dies trifft insbesondere auf die Creative Commons Lizenzen by und by-sa zu.
  2. Die im Film verwendeten Materialien (Quellen) sind auch unter einer Lizenz verfügbar, die für freie kulturelle Werke zugelassen ist.
  3. Der Film und seine Quellen sind öffentlich über einen online Download beziehbar oder über andere Wege, die entweder kostenlos sind oder deren Kosten den Reproduktions- und Verbreitungskosten entsprechen.
  4. Die Quellen müssen mit Free/Open-Source-Software uneingeschränkt ansehbar und editierbar sein. Ist dies nicht der Fall, so muss gewährleistet sein, dass sie mit Free/Open-Source-Software in solch ein Format konvertiert werden können. Das Gleiche muss auch auf den Film selbst zutreffen.
  5. Es sollte möglich sein, den Film mit Hilfe der Quellen zu remontieren oder zu reproduzieren.

Weltraffer from nichtgedreht on Vimeo.

Hier folgte ein weiterer Videobeitrag um eine Ãœberleitung zur Situation im Bereich freierer Filmwerke und Open Source Filme zu schaffen. Der gewählte Beitrag ist wiederherum ein nichtfreier Film. Im Zuge meiner Recherchen für die Nacht der freien Filme auf den Chemnitzer Linux-Tagen bin ich auf den Film Zeitraffer von http://nichtgedreht.de gestoßen. Ein “Brickfilm” der 2008 den Publikumspreis auf der Steinerei mit nach Hause genommen hat. Ich habe weil mir das Werk einfach zu gut gefallen hat kurzerhand Kontakt zu den Machern aufgenommen. Auf die Nachfrage, warum man nicht auf “freiere Lizenzen” setzt, erhielt ich zur Antwort “man habe da noch wirklich sich damit beschäftigt” und das obwohl die Macher des Filmes schon Ärger deswegen hatten. Sie haben ein Video zu einem Song produziert und hatten sogar das Einverständnis der Band dazu und die haben das Video auf ihrer Webpräsenz sogar weiterverbreitet. Das Plattenlabel der Band fand es allerdings weniger witzig. Fazit hier, den Kreativen sind die Chancen die sie mit der Veröffentlichung ihrer Werke unter freieren Lizenzen haben noch überhaupt nicht bewußt. Das bestätigen auch Aussagen im Gespräch mit Stefan Kluge vom VEB Film Leipzig.

Es folgte ein weiterer Videobeitrag mit dem eindeutig aufgezeigt werden sollte, dass es auch mit freien Lizenz möglich ist Geld zu verdienen. Es handelt sich dabei um ein Video namens “Animator vs. Animation“.

Alan Becker hat mit diesem Kurzfilm mehrere zehntausende Dollar nur durch die Einblendung von Werbebannern auf Webseiten verdient. Die Fortsetzung des Filmes “Animator vs. Animation II” wurde zur Exclusivveröffentlichung auf einer Videoplattform verkauft, auch hier gab es einige tausende Dollar dafür.
Nach diesem Film wurden einige andere Wege für die Geldschöpfung mit freien Filminhalten genannt. Diese Methoden stehen den freien Filmen nicht exclusiv zur Verfügung sondern werden auch in kommerziellen Filmen teilweise genutzt. Nicht eingegangen wird auf weitere Geschäftsmodelle, die eher der weiteren Verbreitung und dem “Markenaufbau” der/des Filmproduzenten dienen. Wie zum Beispiel Beilage zu Zeitschriften oder den Film als Werbung für seine Produktionsfirma zu veröffentlichen Beispiel: iRomance.

Sponsoring: das Filme durchaus das Konsumverhalten beeinflussen können, dürfte inzwischen bekannt sein. Das Australien einen deutlichen Anstieg des Tourismus nach der Veröffentlichung von Crocodile Dundee zu verzeichnen. So hat Tourism Western Australia 1 Million $ für Werbung rund um das Epos “Australia” ausgegeben. Ein ebensolcher Anstieg von Besuchern Neuseelands ist nach Lord of the Rings zu verzeichnen. Die Effekte könnten bei freien Filmen ein vielfaches mehr betragen, das die Verbreitung um ein vielfaches höher sein kann.

Crowd Financing: Crowd Financing ist das was die Blender Foundation bisher bei all ihren Filmen angewendet hat. Fans von Blender tragen durch die Vorfinanzierung zur Produktion des Filmes bei und erhalten im Gegenzug dafür als allererstes eine DVD mit dem Werk. Auch Energija Productions hinter der die Macher von Star Wreck in the Pirkening stecken, versucht auf diesem Wege durch den Verkauf von “War Bonds” die Produktionskosten von “Iron Sky” teilweise zu decken.

Donation: Auf der republica07 hat man sich noch über Stefan Kluge lustig gemacht, Spenden wären wohl kein Geschäftsmodell. Dem ist allerdings nicht so, dass Menschen denen etwas gegeben wird durchaus auch manchmal etwas zurückgeben, zeigt der VEB Film selbst, nach Veröffentlichung von Route66 kamen sehr schnell die ersten 5.000 Euro für den nächsten Film zusammen. Auch wenn man sich bei Jamendo einige Bands herauspickt und einfach mal die dort monatlich verzeichneten Spenden anschaut, wird einem klar, dass einige der bekannteren davon auch ihren Lebensuntheralt bestreiten können.

Product Placement: Wie bereits beim Sponsoring erwähnt, Filme können das Konsumverhalten beeinflussen. Ob nun Mutter Beimer in der Serie demonstrativ eine Marken-Nuß-Nougatcreme auf den Tisch stellt (obwohl Schleichwerbung gemäß Rundfunkstaatsvertrag eigentlich verboten ist) oder der Assistent von Sandra Bullock im “Proposal” die ersten 20 Minuten des Filmes mit dem Pappbecher einer bestimmten Kaffeeeinzelhandelsunternehmen oder Gibbs in Navy CIS demonstrativ immer nach einem Kaffee verlangt der ihm auch demonstrativ in der Tasse mit dem entsprechendem Logo serviert wird. Product Placement ist eine der effektivsten Werbeformen, dem Zuschauer wird suggeriert es sei normal ein bestimmtes Produkt zu konsumieren. Um ein wievielfaches höher kann dann diese Werbeform erst sein, bei einem Film der den Anschein hat von “normalen” Menschen gemacht wurde und der eine hohe Verbreitungszahl aufweisen wird? Ãœbrigens wurde diese Werbeform schon in einem freien Film angewendet, in CH7 war demonstrativ ein Restaurant zu sehen, das man gratis benutzen durfte für die Dreharbeiten.

Versioning: Versioning dürfte in der Welt der freien Software eigentlich bekannt sein. Es gibt viele Softwareunternehmen, die eine Software als sogenannte Community- und als Enterpriseversion gegen Bezahlung bereitstellen. Das geht natürlich auch mit Filmen, eine kürzere oder Version in niedrigerer Auflösung gibt es umsonst, hochauflösend oder mit Bonus-Material gibt es gegen Bezahlung. Versionierung wird seit geraumer Zeit von der Filmindustrie für die Ankurbelung der DVD-Verkäufe angewandt, so befindet sich meist Bonus-Material auf den DVD wei Makingof etc. Auch das ist mit freien Filmen durchaus umsetzbar.

Sell it, Free it: Bei diesem Modell wird der Film anfangs nicht unter einer freien Lizenz veröffentlicht sondern erst nach erreichen des Geschäftszieles, sei es durch Absatz einer bestimmten Anzahl von DVD oder dem Erreichen einer gewissen Besucherzahl im Kino oder am Ende durch erreichen einer gewissen Laufzeit. Zum Beispiel 2 Jahre lang nur als Kaufversion, dannach frei.

Pay what u want: Bei diesem Geschäftsmodell darf der Konsument einfach frei wählen, wieviel er für das Produkt ausgeben möchte. Egal ob ein Grundpreis verlangt, der die Material- und Versandkosten deckt oder auch Kleinstsummen möglich sind, die den AUfwand nicht decken. Die Möglichkeit gegen Zahlung eines selbsgewählten Preises die Vollversion von World of Goo zu erwerben, ging ja auch ausreichend durch die Medien. Ähnlich bietet der VEB Film seine Produkte an, eine Fixsumme für den Versand der DVD ist vorgegeben. Die Erfahrung zeigt, dass die Konsumenten durchaus in der Masse gerechte Preise auch gegenüber dem Produzenten bezahlen.

Accesoring (Merchandizing): Merchandizing spielt auch in der proprietären Filmindustrie eine nicht unbedeutende Rolle. Die Rolle dieser Einnahmen wurde wohl dem oben bereits erwähnten George Lucas als erstem bewußt, so verschenkte er damals nahezu die Rechte am Film gegen die Zusicherung der Rechte an Merchandizing. Heute 30 Jahre später wird klar, dass er das größere Stück vom Kuchen bekommen hat. In den 30 Jahren wurden rund 30 Milliarden Dollar mit Star Wars Merchandizing-Artikeln umgesetzt. Dem gegenüber steht ein eher mageres Einspielergebnis von Star Wars: The Clone Wars von rund 70 Millionen, die Produktionskosten des Vorgängers betrugen rund 120 Millionen und man kann davon ausgehen, dass in etwa die gleiche Summe für Marketing aufgewendet wurde. In derartigen Filmen wie Big Buck Bunny steckt durchaus das Potential für Merchandizing Produkte. Bei Produktionen wie Route66 oder Valkaama kann es durchaus durch den Verkauf von Postern oder Soundtrack-CDs zur Ergänzung der Einnahmen dienen.

Nach diesem etwas längerem Ausflug in die Möglichkeiten der Finanzierung freier Filme, folgten zahlreiche Filme und Filmausschnitte um einen Überblick auf freie Filme/Open Source Filme im sogenannten programmfüllenden Sektor zu geben und die Frage zu klären, warum der Erfolg sich für diesen Sektor bisher nicht eingestellt hat. Gezeigt wurden:

Ein Auschnitt von “Route66 – ein amerikanischer Albtraum
Ein Auschnitt aus Valkaama
Ein Auschnitt aus CH7
und ein Chapter aus “Sita sings the Blues

Am Ende steht das Fazit, dass die Masse der bisher veröffentlichten Filme, nicht von vornherein als Open Source Filme geplant waren und die wirtschaftliche Planung trotz aller kreativer Freiheit die in diesem Filmen eine Rolle spielt, eine Rolle spielen muß um auch wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Der Bonusfaktor zu den ersten zu gehören, die einen solchen Film veröffentlicht haben ist langsam vorrüber. Ich hoffe, dass der Ãœberblick, denn ich über das Thema geben wollte ausreichend ist. Am Ende ist es ein sehr komplexes Thema, welches man nur entweder auszugsweise im Ãœberblick streifen kann oder mit sehr viel Zeitansatz vorstellen kann. Um auf zu zeigen, wie man mit derartigen Filmen Geld verdienen kann, muss man z.B erst einmal darstellen wie wird mit “normalen” Filmen Geld verdient.

Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, die Diplomarbeit von Tim Baumann steht hier zum download bereit, außerdem pflegt er die Wikipedia-Seiten zum Open Source Film, auf denen die wirklich wenigen Exemplare zu finden sind, die den Kriterien entsprechen. Fragen und Anregungen, wie immer in die Kommentare ;)

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Review LinuxTag 2010

Juni 13th, 2010 von buergermeister

Der LinuxTag in seiner 16ten Ausgabe ist nun seit gestern Geschichte, und ich bin auch schon wieder zu Hause. Die Mails sind alle nun gelesen, alle die mir noch am Montag oder noch später geschrieben haben, sie hätten gern ein Freiticket hatten ziemliches Pech. Am Montag hatte nämlich mein Mailserver einen Ausfall und er hat die Queue erst am Dienstag abgearbeitet und da war ich aber schon unterwegs in Richtung Berlin. Während der Woche hatte ich aber auch keine Zeit groß Mails zu lesen oder gar zu bloggen, das wird langsam zur Gewohnheit :(

Das wird aber jetzt nachgeholt und zwar mit diesem Artikel, was meinen Talk betrifft da ja einige die Folien erwarten auch dazu werde ich noch einen Artikel verfassen. Ich bin wie bereits erwähnt am Dienstag Morgen nach Berlin gefahren und zwar wie schon öfter mit dem Vogtlandexpress. Ich mag diese Privatbahn, erstens ist sie schneller, zweitens wesentlich günstiger und der Service ist einfach mal super. Ich war dann auch relativ zeitig in Berlin und in diesem Jahr standen schon die Stände und so ging der Aufbau eigentlich zügig von statten, nur kam einfach alle Technik für RadioTux zu spät an.

Ich war dann später noch mit Roman im Zollpackhof einem schicken Biergarten im Zentrum Berlins direkt gegenüber des Kanzleramtes um am Mozilla Meetup teilzunehmen. Eine lockere Runde in der man, eine Menge Leute aus der Mozilla Corporation und Community treffen konnte. So hatten wir die Gelegenheit mit Carsten Book, Axel Hecht und Dr. Barbara Hüppe über ihre Arbeit bei Mozilla zu sprechen. Anwesend war auch Mitchell Baker aber sie ist an diesem Tag erst angereist und hatte einen Jetlag und so haben wir auf ein Interview verzichtet. Wir hoffen natürlcih, dass wir irgendwann einmal die Gelegenheit zu einem Interview bekommen. Das Interview ist übrigens schon veröffentlicht und ihr könnt es hier finden.

Der Mittwoch begann bei der Tag eigentlich sehr chaotisch und so sind einige Interviews leider ausgefallen, vor allem während ich zu Eröffnungspressekonferenz war. So fielen die Interviews über die GUUG und das Interview mit Jos Poortvliet aus, der bereits Cornelius Schumacher im ersten Interview vertreten mußte. Das Interview mit Mandrivauser haben wir ja am Samstag noch nachgeholt. Auch hatten wir am Mittwoch noch technische Probleme. Der auf der Open Source Arena eingesetzte Switch war einfach zu schwach. Das Problem war aber am nächsten Tag beseitigt, allerdings hatten wir dadurch keine Aufzeichnung der zwei dort geführten Interviews. Den Abend habe ich dann auf dem GUUG-Abend ausklingen lassen und bin so erst wieder um 2.30 Uhr im Bett gewesen.

Am Donnerstag war bei uns schwerpunktmäßig sozusagen Debian Day. Am Donnerstag und Freitag fand ja im Untergeschoß der Messehalle die MiniDebConf statt. Diese Veranstaltung ist ein kleiner Ableger der großen, dieses Jahr in New York stattfindenden, DebConf.  Wir haben unser Programm mit einem der Organisatoren dieser Veranstaltung begonnen. Das Highlight des Tages war wohl das Interview mit dem derzeitigen Debian Project Leader Stefano Zacchiroli, dessen Interview ihr hier finden könnt. Ausserdem hatten wir ja Alexander Reichle-Schmehl aka tolimar zu Gast, der uns erzählt hat wie man am Debian-Projekt mitwirken kann.  Mit der Präsenz von Debian in unserem Programm bin ich dieses Mal sehr zufrieden, die Stammhörer von RadioTux wissen wohl, dass Debian sonst immer ein wenig kurz wegkommt, was allerdings nicht an uns liegt. Während sich die Masse der MiniDebConf-Teilnehmer eher auf die Bug-Sqashing Party begeben hat, haben wir den Abend on the beach ausklingen lassen. Die LinuxNacht fand dieses Mal inder Box at the Beach statt, eine tolle Location und wir hatten auch das passende Wetter dafür. Das wir vom Strand um 23.00 Uhr vertrieben wurden, hatte leider polizeiliche Gründe und das auch dieses Jahr magere Angebot für die Vegetarierer hat der Veranstalter durchaus selbst erkannt.

Am Freitag galt dann unser Programm überwiegend openSUSE und auch so gut wie kein Interview ist ausgefallen. Eines der Highlights des Tages war wohl das Interview mit Stormy Peters und Vincent Untz von der Gnome Foundation, welches übrigens witzigerweise Frank Karlitschek geführt hat. Wir hatten aber auch ein Telefoninterview mit Will Stephenson und Stefan Kuhlow nach Nürnberg um über die gleichzeitig stattfindende HackWeek 5 zu berichten. Das Interview könnt ihr hier finden. Nach dem Interview von Stormy und Vincent gab es noch einen weiteren Höhepunkt auf der kleinen Univention-Bühne, wir hatten Larry Augustin den CEO von sugarCRM zu Gast, der uns ein wirklich tolles Interview gegeben hat. Wenn das dann fertig geschnitten ist also unbedingt reinhören.

Am Samstag galt ein Großteil unseres Programmes Ubuntu und so hatten wir die Jungs von ubuntuusers zu Gast, haben ein Interview zu Communtu geführt und hatten jede Menge weitere Gäste rund um Ubuntu. Es gibt ja auch bereits einen Artikel im ikhaya von ubuntuusers zur Präsentation auf dem LinuxTag und natürlich auch zu unseren Interviews. Das absolute Highlight des Tages in unserem Sendeplan war wohl Mark Shuttleworth und man muss sagen das einzige Mal in der Woche, dass die Sitzplätze vor der Bühne und auch der Gang davor richtig gefüllt war. Wir haben uns von Mark einige Autogramme geben lassen, die wir natürlich nicht selbst behalten werden, sondern irgendwie über RadioTux verlosen werden. mal sehen, da lassen wir uns etwas einfallen. Der Abend endete dann wie in den letzten Jahren mit dem Besuch der C-Base wo Ubuntu Berlin gegrillt hat.

Insgesamt war der LinuxTag dieses Jahr sehr toll, wenn man von kleineren Fehlern absieht. Eine Zunahme der Besucher gab es auf jeden Fall und ein frischer Wind war auch zu verspüren. Ich bin auf jeden Fall auch wieder auf dem nächsten LinuxTag, der dann allerdings schon im Mai statfinden wird. Der Termin ist im nächsten Jahr der 11.-14. Mai 2011.

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Nochmal Karten für den LinuxTag

Mai 31st, 2010 von buergermeister

Der LinuxTag in Berlin rückt unaufhaltsam näher, nur noch etwas über eine Woche dann steigt Europas Open Source Party Nummer eins. Einigen wird es zwar nicht schmecken, dass Microschuft als Sponsor auftritt aber ein wenig wandeln ja auch die sich. Dafür soll es aber dieses Jahr mehr Aussteller geben. Ich werde ja die ganze Woche mit RadioTux vor Ort sein. Wir berichten wieder Live vom Geschehen (Programm hier) und wer jetzt auch den LinuxTag besuchen will, hat nochmal die Chance RadioTux hat nochmals Freikarten zu vergeben.

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Eine Chance für freie Filme

April 19th, 2010 von buergermeister

Seit einigen Jahren werden immer mehr kreative Inhalte unter Lizenzen wie den Creative Commons veröffentlicht. Während sich diese Lizenzen bei schriftlichen Inhalten oder Musik mehr und mehr durchsetzen, bleiben filmische Werke unter diesen rar. Inzwischen gab es auch die ein oder andere Veranstaltung, auf der freie Filme bzw. unter Creativ Commons lizensierte Filme gezeigt wurden. Aber die Auswahl zumindest was sogenannte programmfüllende Filme betrifft bleibt rar. Deshalb werden da immer wieder die gleichen Filme gezeigt, sei es nun CH7,  Route66, StarWreck in the Pirkening und neuerdings Valkaama.

Ist die Schöpfung von filmischen Werken als Open Source überhaupt möglich, was macht einen Film überhaupt zu Open Source und gibt es Möglichkeiten, mit derartigen Werken überhaupt Geld zu verdienen oder ist es chancenlos? Der Vortrag gibt einen Überblick über die Welt der freien Filme und zeigt Möglichkeiten der Finanzierung derartiger Projekte auf. Welche Arbeitsweisen und -methoden aus der Welt der freien Software sind überhaupt auf die Schaffung von Filmen übertragbar? Das sind eine Menge Fragen, die werde ich aber nicht hier sondern in ich werde versuchen diese in meinem Vortrag auf dem LinuxTag zu klären. Also wen das interessiert, der kann ja am Samstag den 12. Juni 2010 um 10.00 Uhr im Saal Berlin I auf dem LinuxTag vorbeischauen.

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FrOSCamp Zürich

Februar 11th, 2010 von buergermeister

Bisher hat es in der Schweiz noch keine größere Communityveranstaltung rund um Linux und Open Source gegeben. Wenn man mal von der OpenExpo absieht aber die wird von einer kommerziellen Messefirma veranstaltet. Dem wird aber nunmehr versucht Abhilfe zu schaffen. Im September soll ander ETH in Zürich zum ersten Mal das FrOSCamp statt finden. Eine Veranstaltung mit einer Ausstellung von OpenSource Projekten, Vorträgen und Workshops rund um Linux und freie Software. Sowie verschiedne Hacking-Sessions um die Entwicklung verschiedener Projekte voranzutreiben. Ehrgeizig hat man sich zum Ziel gesteckt, die Nummer 1 der Events in der Schweiz und Süddeutschland zu werden. Geplant ist natürlich am ersten Tag auch ein Social Event mit  Creative Commons Bier und freier Musik. Der Call for Papers und Projects ist noch nicht veröffentlicht aber man sucht schon nach Freiwilligen für die Organisation. Mehr zum Event gibt es auf den entsprechenden Seiten des FrOSCamp oder man schreibt eine Mail an contact@froscamp.org

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Keine Offlinestöckchen

November 20th, 2009 von buergermeister

Weil Roman letzte Woche schon gefragt hat, nach seinem Offlinestöckchen. Es wird dieses Jahr keine geben. Ich hätte schon sehr gerne welche verschickt, hat mir eben Spaß gemacht anderen eine kleine Freude gemacht zu haben. Aber es gibt dieses Jahr eben keine Postkarten und selbst wenn es welche gäbe, kann ich einfach wohl kaum für diese Veranstaltung mehr Werbung machen. Otium hat es bereits letzte Woche angemerkt, da muss etwas ernsthaftes vorgefallen sein. Letztes Jahr hab ich noch ab Mai jede freie Minute in diese gewisse Veranstaltung gesteckt und das wirklich bis kurz vor Beginn des  Events. Während andere dieses “Teams” im Rotweinsuff im Bett lagen, hab ich Tag und Nacht geschuftet. Weihnachtsfeiertage hatte ich keine, denn die hab ich arbeitend vorm Laptop verbracht. Wochenenden wurden mir mit voller Absicht von bestimmten Leuten dieses “Teams” versaut. Ich glaube das hat auch jeder hier mitbekommen, ich habe nämlich so gut wie gar nicht gebloggt. Und dafür bin ich am Ende in den Arsch getreten worden.  Venty wollte letztens schon die –verbose Fehlermeldung. Und eigentlich nicht nur der, sondern einige andere waren auch schon persönlich bei mir und haben gefragt was los ist. Hier kann ich kann ich keine Antwort geben und das läßt sich auch nicht in 3 Sätze packen. Aber eines könnt ihr mir glauben das ist der blanke Intrigantenstadl und die treten auch noch rigeros nach. Man findet also keine Ruhe. Innerhalb  dieses “Teams” gibt es schon einige die glauben, dass ich im recht bin nur die trauen sich nichts zu sagen, weil sie Angst haben dann so zu enden, wie ich. In diesem “Team” gibt es sehr hochnäsige Arschlöcher, die seit langer Zeit keine Nase mehr in die Linuxcommunity mehr gesteckt haben- mir aber erklären müssen, wie die tickt. Die umgeben sich mit so dicken Selbstweihrauchschwaden das einem richtig speiübel wird. Die Projekte sollten es gemerkt haben, Begrenzungen der Teilnehmerzahl und warum damit der Social Event nicht aus den Nähten platzt. Es geht schon lange nicht mehr um FLOSS es geht nur noch darum sich selbst zu feiern. Da wird extra Wein verkostet oder man muss unbedingt 5 Gänge Menüs ordern, es geht nur noch ums fressen und saufen. Bitter in dieser Beziehung ist da hören zu müssen, dass es dieses  Jahr das erste Mal einen Freiwilligen gäbe, der ein zweites Mal die Linuxnacht betreut und aufs Freßgelage verzichtet. Tja und das sind so die Momente wo es schon weh tut, hat der Aussagende vollkommen vergessen, dass ich auch jahrelang darauf verzichtet hab. Ich höre schon, wie sie sich abfeiern wie toll sie doch sind, dass sie so etwas hier hinbekommen. Was solls ist nicht das erste Mal, dass  sich da jemand Federn an den Hut steckt, die er nicht selbst geschossen hat. Eigentlich könnten mir die Arschlöcher ja den Buckel runter rutschen, aber wie gesagt sie lassen einen ja nicht mal zufrieden.

Der Intrigantenstadl lebt letzendlich nur von seinem guten Ruf und vom schlechtem Ruf des LinuxTag (jaa jaa Marko ich weiß habt ihr nicht). Weil wir gerade beim LinuxTag sind. Hier zeigt sich ganz deutlich das wahre Gesicht des Intrigantenstadl. Es gab im Jahre 2008 nämlich ein Treffen der Organisatoren des LinuxTag mit Vertretern der Intrigantenstadlveranstaltung. Letzendlich waren wir nur zu zweit zur FrOSCon, wo das Treffen statt fand. Mir hat man versucht einen Maulkorb zu verpassen und die Auflage war “nicht zustande kommen lassen alles auf die lange Bank schieben”. Feine Sitten oder?

Nun es liegt eindeutig an euch, ob ihr weiterhin eine Veranstaltung unterstützen wollt, bei der es eindeutig nicht mehr um Linux oder Open Source, bei der einige der Veranstalter nicht mal wissen wo der Unterschied zu freier Software ist. Bei der es eigentlich nur noch um die Selbstdarstellung weniger geht und ums Fressen und Saufen.

Wer mehr Intrigen hören will, der kann gut und gerne noch mehr von mir erfahren. Ich für meinen Teil rate lieber allen, dieses Angebot hier wahrzunehmen. Laßt uns den LinuxTag wieder zu einer eindeutigeren Communityveranstaltung machen, bleibt im März einfach einmal fern und steckt Kraft und Energie lieber in den LinuxTag. Das dürfte den Intrigantenstadl wohl im Jahr darauf zur Besinnung gebracht haben. Die brauchen erst einmal wieder klare Luft, damit die wieder klarer sehen können, was sie angerichtet haben. Und damit hab ich wohl jetzt den Mythos zerstört.

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Zonkers openMic

Oktober 20th, 2009 von buergermeister

Als wir in Berlin zu LinuxTag das Interview mit Joe Zonker Brockmeier hatten, sprach dieser davon auch in Zukunft Podcasts produzieren zu wollen. Ãœber seinen Twitterfeed kam letztens, dass er ein Interview mit Vncent Untz gemacht habe und kurz vor der openSUSE Konferenz gab es einen gemeinsamen Podcast mit Andreas Jäger. Das scheinen alles Tests gewesen zu sein um das passende Format für einen Podcast zu finden. Nun scheint es soweit. Der erste openMic Podcast with Zonker ist erschienen. Dieses Mal “In the Linux Driver Seat with Kernel Developer Greg Kroah-Hartman“. Also ich bin gespannt, welche Interviewpartner Zonker mit der Zeit so zu Gast haben wird, der Untertitel “Get an insider’s view on what’s hot and new in the open source community” läßt darauf schließen, dassdas nicht nur Novell und openSUSE Leute sein werden, ich jedenfalls bin schon mal auf die nächste Ausgabe gespannt.

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The Winners

Juli 28th, 2009 von buergermeister

Vor einer ganzen Weile schon ging ja die Wahl zu den besten FLOSS-Projekten los. Community Choice Awards heißt das Ganze und hier sind nun die Gewinner. Der Gewinner schlechthin ist wohl PortableApps welches in gleich vier Kategorien abräumte: „bestes Projekt“, „bestes kommerzielles Open Source Projekt“, „Projekt mit dem besten Visual Design“ und “Most Likely to Change the Way You Do Everything”. Der Preis für das beste neue Projekt ging an Eeebuntu. Der Preis ist begehrt, da die Community mitabstimmen darf und ich muss sagen er sieht direkt neckisch aus, ich hab den auf dem LinuxTag nämlich im Orginal bei BeagleBoard gesehen.

  • Best Project/Best Commercial Open Source Project: PortableApps.com
  • Best New Project: Eeebuntu
  • Best Project for Academia: XMind
  • Best Project for Gamers: ScummVM
  • Best Project for Government: OpenOffice.org
  • Best Project for Multimedia: Audacity
  • Best Project for the Enterprise: Firebird
  • Best Tool or Utility for Developers: Notepad++
  • Best Tool or Utility for SysAdmins: phpMyAdmin
  • Best Visual Design: PortableApps.com

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Mit Gimp Geld machen

November 4th, 2008 von buergermeister

Ja so Coins hat vielleicht der ein oder andere schon mal gegimpt oder mit Gimp verfälscht. Aber hat schon jemand mal ein echtes Zahlungsmittel damit erschaffen? Dem gebürtigen Belgier Stani Michiels ist das jetzt gelungen. Er hat an einer Ausschreibung des niederländischen Finanzministeriums für eine 5 Euro-Gedenkmünze teilgenommen. Mit den Mitteln die Inkscape, Gimp und sein eigenes Phatch bieten hat er eine ziemlch moderne aber schicke Münze erschaffen. Damit hat er den Wettbewerb gewonnen. In seinem Blog beschreibt er wie er zu diesem Ergebnis gekommen ist. Wer eine haben will muss aber 30,95 für die Silber- und 194,95 für die Goldmünze aufbringen. Ich nehm natürlich gerne eine ;)

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Userfeedback

Mai 15th, 2008 von buergermeister

Eines der Geheimnisse, warum Open Source-Entwicklung einfach schneller verläuft sind die Nutzer der Software selbst. Eric S Raymond hat das einst in “The Cathedral and The Bazaar” so formuliert: “Früh freigeben. Oft freigeben. Seinen Anwendern zuhören”., dass heißt also der Nutzer bzw. die Community eine wichtige Rolle bei der Entwicklung spielt. Linus Torvalds hat das einmal so formuliert: “Given enough eyeballs, all bugs are shallow“. Aber nicht nur Bugs, auch Features oder Usability-Tips kommen aus der Community. Die Anwender sind also nicht nur Kunden, der jeweiligen Distributoren sondern auch gleichzeitig Mitentwickler. Je grösser der Anwenderkreis desto schneller werden Fehler in der Software gefunden und desto schneller geht die Entwicklung, dafür muss man auch einiges tun. Die Community muss man auch pflegen. Mich würde mal interessieren von all den Softwareprojekten, wo denkt ihr ist eine aktive und tolle Community. Da gibt es ja auch so genannte Communitymanager, wer macht seinen Job am Besten?

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Googlezwerg

Januar 4th, 2008 von buergermeister

Auweia, was fällt Spon ein meinen Stuß von gestern zu verlinken. So besonders ist das nun auch wieder nicht, da gibts noch viele andere Dinge z.B. kann man ja auch mit Hilfe von privoxy seinen Useragent tauschen, man kann das sogar automatisieren und ständig wechseln mit einem Skript von Fabian Keil, aber egal. Scheisse, wenn unsere selbsternannten Profiblogger das geahnt hätten, das so etwas derzeit gesucht ist, statt dessen versuchen die Deppen auf Redtube und Timtube rumzureiten…..

Hab mich schon gewundert was diese Trafficspitze verursacht, ich muss ja zu geben, ich les eben Spon nicht. Aber nach dem der Herr Einsteiger den Link zur Ursache gepostet hat, war ich schon mal da. Und da begenet mir doch ein Artikel, just jener hier. Also nicht das ich den besonders gut finde, ne der ist sogar scheisse: “Seine eigene Engine “Wikia” geht am kommenden Montag mit einem Suchindex zwischen 50 und 100 Millionen Seiten an den Start“, nur mal so für den Journalisten, der den Artikel so sensationell recherchiert hat. Die “Engine” also der “Motor der Software ist nicht von Jimbo. Da hat es letzten Sommer so etwas wie ein nennen wir es Auschreibung gegeben. Tja und da Jimbos Wikia eine Firma ist, die nachher natürlich auch schwarze Zahlen schreiben will, hat man sich das gleich was gekauft oder gleich die ganze Firma. Zum Einsatz wird Grub (nein nicht der Grand Unified Bootloader) der Firma Looksmart kommen. Naja von Grub war ich weniger begeistert, als Gegenleistung meine Maschine als Crawler zur Verfügung zu stellen, hätte ich nen Superbildschirmschoner bekommen. Wow…

Mal davon abgesehen war nur der Client Open Source, der Server nicht. Also nix für mich. Richtig wir sollen also die Hardware für Jimmy Wales stellen und er verdient das Geld. :D Ja die Hardwareanforderungen sind das woran alle knabbern, das Crawlen, das Auswerten, das Cachen kostet einfach mal Ressourcen. Michael Nebel, der sich da ja selbst an einer freien Suchmaschine versucht hat da mal eine kleine Rechnung aufgemacht.

Das Wikia mit einem kleinen Datenbestand starten wird, war absolut klar. Noch crawlt ja keiner für sie ;) Naja Jimmy will ja nur ” Nicht rütteln, sondern vorerst nur kratzen“. Nur rütteln tun schon viele und keinem gelingt der Durchbruch. Die Nutzung von P2P stellt schon mal einen vernünftigen Lösungsansatz dar. Da ist Grub aber nicht die einzige Lösung. Da wäre ja noch YaCy, die sich ja letzten Sommer noch die Hoffnung machten von Jimmy ins Boot geholt zu werden. Mmh installieren liess sich das damals kinderleicht, aber ich hab wirklich vergeblich nach dem”Go Online”-Button gesucht, davon stand jedenfalls etwas in der Doku. Nach vergeblicher Suche im Netz, bin ich dann in den IRC von YaCy getrabt. Kinders, mir zur Antwort zu geben das ihr vergessen habt aus der Doku zu nehmen ist ja schon mal heavy (aber durchaus verzeihlich), aber mich dann für doof hinstellen, wenn ich feststelle, dass ich gern die Kontrolle darüber hätte ob das Ding online ist oder nicht…..

Naja schließlich hab ich dann auch von anderen derartige Berichte gehört hab, ist das wieder von meiner Maschine entfernt worden. Nach dem ich ca. 60.000 Seiten indiziert hatte und mal ehrlich beim herumprobieren, nicht ein vernünftiges Suchergebnis bekommen habe. Eine Suche in einem P2P-Netzwerk dauert auf jeden Fall viel länger als bei der Datenkrake ;)

Das Javateilchen hat ja auch nicht mal wenig Ressourcen gefressen, das indizierte nur wenn ich ausser Hause war (arbeiten war nicht drin) und ganz nebenbei, schluckt das Ganze auch mal massiv Festplattenplatz (laut Doku ca. 25GB).

Tja das Crawlen ist nur die eine Sache, wenn das dann ausschliesslich im P2P-Netzwerk bleibt mit dem Cachen werden keine vernünftigen Ergebnisse herumkommen. Nun ich hoffe da noch auf Wikia, wenn die dann noch Platz für Cache bereitstellen, gehen die Suchanfragen schon mal schneller. Was dann noch fehlt ist ein vernünftiger Wertungsalgorythmus und den will ja Wales offenlegen. Da bin ich schon tierisch gespannt, wie der das dann vor den oben genannten Youporn, Redtube und Timtube-Super-SEO-Typen schützen will. Irgendwann hat er ja mal was von wikiartiger Suchmaschine gesprochen, soll etwa die Community für die Reinhaltung der Ergebnisse sorgen? Na da bin ich auf den Lösungsansatz gespannt, wenn da nix vernünftiges am Start ist geb ich wikia nur den Wikipediagründerbonus um Nutzer zu gewinnen, aber durchsetzen wird es sich dann nicht. Und ich werd mich wieder mit YaCy auseinandersetzen, die haben zwar Ärger unter den Entwicklern gehabt und dicke Peers (einer davon mit 7Mill. Indexseiten) verloren, aber trotzdem sind es mehr Peers (von 133 auf knapp 500) geworden.

Nun warten wir ab was der Montag bringt

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M$ = Open Source?

September 5th, 2007 von buergermeister

Nur weil Open davor steht, muss es noch lange nicht Open Source sein. Gestern hat sich Eric S. Raymond als Mitbergründer der OSI zu Wort gemeldet und ein Statement zu Microsofts Versuch OOXML als weiteren Standard neben ODF im internationalen Bereich zu etablieren, abgegeben. Er nennt das Verhalten Micrsofts das Format als Standard durchzudrücken “Unerhört“. Technisch sei dieses Format mehr als ungenügend und nur ein offensichtliches Werkzeug zur Sicherung seines Monopols. Man bediene sich auch noch offen der Bestechung, des Wahlbetrugs und der Lüge.
Während Microsoft versucht die Ablehnung des Standards als Sieg zu verkaufen da man “wertvolle Rückmeldungen zur Formatverbesserung” gewonnen habe. Läutet Raymond bereits die nächste Runde ein, da 2008 ja erneut eine Abstimmung über den Standard durchgeführt werden soll. Er teilt Microsoft klar mit das seine Geduld am Ende sei und er Ãœberlegungen anstellt, dem OSI die Ablehnung der Zertifizierung M$ Shared-Source-Lizenzen als Open Source Lizenzen im Sinne der OSI vorzuschlagen.
Das ist sehr harter Tabak, eigentlich fällt die OSI derartige Entscheidungen allein auf technischer Grundlage ohne Ansehen des Verfassers. Aber Raymond weiter “was nützt es, wenn Microsoft mit den Buchstaben der Open-Source-Definition konform geht, dabei aber ihren Geist vergewaltigt?

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Es rauscht im Blätterwald

August 31st, 2007 von buergermeister

Seit Wochen verfolge ich ja nun die Nachrichten, was Microsofts Versuch angeht OOXML als weiteren internationalen Standard zu etablieren. Ich habe ja auch schon mehrfach darüber berichtet. Letztens las ich erst netzpolitik über einen möglichen Stimmenkauf Microsofts in Schweden. Kurz nach dem ich diesen Artikel gelesen hatte rauschte es im Blätterwald und überall erschienen ähnliche Meldungen. Damit ist die Sache allerdings noch nicht ausgestanden, denn heute revidiert Schweden seine Entscheidung. Die Zustimmung zur Standardisierung von OOXML wurde in eine Stimmenthaltung umgewandelt. Auch in Ungarn scheint Microsoft versucht zu haben, sein Ziel mit ähnlichen Mitteln zu erreichen und auch die Ungarn denken erneut über ihre Entscheidung nach. Seit einem Bericht über dieses Thema, der leider nur in ungarischer Sprache erschienen ist, sind erstaunlich viele neue Mitglieder in as ungarische Gremium aufgenommen wurden, denen eine Nähe zu Microsoft nachgewiesen werden kann. Kein Wunder bei den Mitgliedpreisen von ein paar hundert Euro im Jahr. Die Nein-Stimme der USA hingegen wird in eine Ja-Stimme umgewandelt, Microsoft hat diesem Bericht zufolge direkt auf den Leiter des Gremiums Einfluss genommen, was die Gegner der Standardisierung auch getan haben sollen. Auch in Italien und Portugal soll es einige Ungereimtheiten laut diesem Bericht gegeben haben. auch das WallStreetJournal berichtet darüber, das in diesen Ländern urplötzlich neue Mitglieder aufgenommen wurden. In Italien wuchs die Zahl seit Januar von 4 auf 85 Mitglieder des Gremiums. Der italienische Komiteevorsitzende Leonardo Chiariglione beklagte sich: “Die Abstimmung bekam solch eine Schärfe und wurde so politisch aufgepeitscht, dass ich keine Position mehr vertreten mochte.” In Italien haben die Befürworter des bereits verabschiedeten Standards nämlich nachdem sie von den Methoden Microsofts erfuhren zu den gleichen Waffen gegriffen und weitere Mitglieder aufnehmen lassen. In Portugal ist der Vorsitzende des Kommitee ja zufällig bei Microsoft als Manager angestellt, auch hier wurden neue Mitgleider aufgenommen, Anträge von IBM oder Sun zur Aufnahme hingegen abgelehnt. In Spanien hat sich Microsoft bis aufs Mark blamiert. So verteilte man vor der Abstimmung ein Dokument, welches die Vorzüge des Microsoft Standards preisen sollte und heftete Stellungnahmen anderer in Form von Zitaten an. Peinlich nur das sich darunter eim Zitat der regionalen Regierung von Andalusien war. Andalusien ist in Spanien Vorreiter beim Einsatz von Open Source in den Verwaltungen und reagierte prompt auf das umgestellte Zitat mit einem Brandbrief gegen Microsoft und sprach sich nochmals energisch für ODF aus. Auch in Frankreich ging es nach groklaw in der Vorabstimmung turbulent zu, bleibt es beim Ergebnis der Vorabstimmung so wird es ein NEIN mit Kommentaren sein. In Deutschland, darüber hatte ich ja berichtet endete es mit einem JA mit Kommentaren. Aber auch hier liegt scheinbar einiges im argen, wie die computerwelt berichtet, gab es bisher beim DIN immer die Regel nur bei Einstimmigkeit ein JA abzugeben, die Abstimmung ging 13:4 aus, nicht sehr einstimmig oder?

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Microsoft macht auf Open Source

Juli 27th, 2007 von buergermeister

Vor knapp zwei Jahren stellte Microsoft einige Lizenzen vor, die als freie Lizenzen gelten sollten. Die Permissive License (Ms-PL) und die Community License (Ms-CL), sind nach Ansicht der Free Software Foundation freie Lizenzen. Nun hat Microsoft diese Lizenzen der Open Source Initiative (OSI) vorgelegt um sie als Open Source zertifizieren zu lassen. Jedenfalls kündigte Bill Hilf, Leiter der “Microsoft Linux Labs” diesen Schritt auf einer Keynote der O’Reilly-Konferenz Open Source Convention (OSCON)

Geschrieben in Enemy at the Gates, License Jungle | Keine Kommentare »

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Es geht weiter

Juni 11th, 2007 von buergermeister

Könnt ihr euch an Elephants Dream erinnern? Der erfolgreiche Film, der nur mit Open Source Mitteln erstellt wurde und unter einer offenen Lizenz steht bekommt jetzt einen Nachfolger. Ab Oktober werden sich Blenderkünstler in Amsterdam zusammensetzen und einen weiteren Film produzieren. Dieses Mal soll der Film, der unter dem Codenamen “Peach” entwickelt wird aber etwas Comicartiges werden und natürlich wieder unter der Creative Commons veröffentlicht werden. Gleichzeitig wird an einem Spiel unter dem Codenamen “Apricot” gearbeitet. Na da bin ich ja gespannt was da im April 2008 erscheint.

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