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LibreGraphicsMeeting 2014

November 26th, 2013 von buergermeister

Das LibreGraphicsMeeting 2014, die dann 9te Ausgabe wird vom 2. – 5. April 2014 in Leipzig an der dortigen Universität statt finden. Das LibreGraphicsMeeting versteht sich als Arbeitstreffen nahezu aller offenen Grafikprojekte, also alles was mit Typographie, Vektorgrafik, Animation, Bildbearbeitung und Fotografie zu tun hat. Auch Nutzer  dieser Programme wie GIMP, Inkscape, Scribus, Krita, Mypaint sind aufgerufen zu partizipieren, denn nur durch den Austausch mit den Nutzern kann eine Weiterentwicklung der Programme erfolgen. Die Teilnahme am LGM ist wie immer frei, um die anreisenden Entwickler und Enthusiasten zu unterstützen gibt es auch in diesem Jahr eine Pledgie-Kampagne. Wer sich für den Call for Participation interessiert findet diesen hier, bis zum 15. Januar können noch Beiträge eingereicht werden.

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Inkscape next Level

September 29th, 2013 von buergermeister

Es ist schon eine Weile her, dass eine neue Version von Inkscape erschienen ist. Die letzte Version 0.48.4 war eher eine Zwischenlösung und sollte die Wartezeit auf 0.49 verkürzen. Aber auch die ist nun schon etwas älter, jetzt steht aber scheinbar die nächste Version in den Startlöchern. Es ist also Zeit einen Blick auf die neuen Features zu werfen.

Die größte Änderung ist für den Endbenutzer nicht sichtbar, aber deutlich spürbar. Inkscape bekommt einen neuen Realtime-Renderer, der auf Cairo basiert. Das bringt nicht nur Performencegewinne auch sind einige der Renderfehler, die Inkscape bei Filtern und Musterfüllungen mit dem alten Renderer hatte Geschichte. Einziges Manko hier, sollte man Rastergrafiken in einer Grafik verwenden und diese kleiner skalieren müssen, kommt es beim Export dazu, dass dieses Bild etwas pixelig wird. Hinzu kommt das nun OpenMP-Multithreading für die Filter verwendet wird auch das bringt einiges an Performance. Hinzu kommt, dass Inkscape nun weniger Arbeitsspeicher benötigt, was das Öffnen auch größerer Dateien ermöglicht.

Neu ist eine weitere Ansicht und zwar im Graustufenmodus. Allerdings gibt es dafür ein eigenes Submenü – Farb-Anzeigemodus und das Umschalten ist statt Strg + 5 wie bei den anderen Anzeigemodi, Umschalt + 5.

Auch an der Oberfläche hat sich so einiges getan. So sind zum Beispiel alle fliegenden Fenster verschwunden, Fenster werden jetzt generell rechts angeheftet angezeigt. Massive Überarbeitung hat der Einstellungsdialog für Inkscape erfahren, hier sind die Möglichkeiten enorm angestiegen. So lassen sich beispielsweise die mitgelieferten Tastaturbelegungen jetzt direkt aus dem Einstellungsdialog auswählen. Damit fällt das überschreiben der default.xml weg.

Der Dialog für die Dokument Metadaten und der entsprechende Menüeintrag sind verschwunden, die Metadaten werden jetzt direkt in den Dokumenteneinstellungen eingegeben. Das dürfte einige wohl dazu bringen diese auch zu benutzen, bisher waren die Metadaten eher schwer zu finden.
Der Dialog für das Suchen und Ersetzen wurde überarbeitet, zusätzlich kann man jetzt nach Objekten mit gleichen Eigenschaften suchen.

Überarbeitet wurden aber auch die Dialoge für Text und Farbverläufe. Beim Textdialog werden jetzt oben die im Dokument benutzten Fonts angezeigt, dadurch muss man nicht mehr durch die bei manchen sehr lange Liste scrollen um bereits benutzte Fonts wieder zu verwenden. Das funktioniert nicht nur im Textdialog sondern auch in der Werkzeugeinstellungsleiste, bei aktiviertem Textwerkzeug. Falls der entsprechende Font nicht vorhanden ist und automatisch ersetzt wurde, wird er durchgestrichen angezeigt.

In der Werkzeugeinstellungsleiste für Farbverläufe ist ein Schalter für das Umkehren des Farbverlaufes hinzugekommen, diese Operation war bisher nur über die Tastenkombinaion Umschalt+R erreichbar und somit für die meisten Benutzer nicht vorhanden. Umfassender sind die Änderungen im Dialog, die Wiederholungsfunktion ist aus dem Dialog entfernt worden und nur noch über die Werkzeugeinstellungsleiste erreichbar. Dafür werden die bereits vorhandenen Farbverläufe direkt dargestellt und nicht mehr nur in einem Dropdown-Menü. Das ermöglicht ein einfacheres Umbenennen der Farbverläufe. Neu ist auch das in einer Spalte angezeigt wird, wie oft der Farbverlauf im Dokument verwendet wurde. Die Ansicht der vorhandenen Verläufe läßt sich dabei umsortieren, nach Namen, Anzahl auf oder abwärts. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, das der Schalter für das Bearbeiten nicht mehr einen eigenen Dialog öffnet sondern in den Reiter für Füllungsfarbe springt und man dort die Farben verändern kann. Die Stoppunkte kann man auf dem Canvas oder in der Werkzeugeinstellungsleiste ändern. Dafür muss allerdings das Farbverlaufswerkzeug aktiviert sein, welches automatisch aktiviert wird.
Generell ist zum Dialog für Füllung und Kontur zu sagen, dass Slider und Texteingabefeld gegen einen kombinierten Slider ausgetauscht wurden, was sich am Anfang zumindest für mich trickreich gestaltet.

Auch am Ebenendialog wurde gearbeitet, so lassen sich jetzt die Ebenen auch per Drag&Drop verschieben, was sich allerdings trickreich gestaltet, da es nun auch die Möglichkeit von Sublayern gibt also Ebenen in Ebenen.

Was gibt es nun Neues an Werkzeugen und Optionen? Das Werkzeug welches wohl am ehesten auffallen dürfte, das es in der Werkzeugleiste hinzugekommen ist dürfte das Measurement-Werkzeug sein. Ein Werkzeug zum Messen von Strecken und Winkeln, viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es hier nicht, nur die Maßeinheit der Rest ist intuitiv schnell zu begreifen.

Symbole als Element gibt es in SVG schon lange und jetzt gibt es sie auch in Inkscape. Symbole sind Grafiken, die einmal erstellt im Dokument in den Definitions stehen und beliebig oft im Dokument eingesetzt werden können, grob vergleichbar mit Klonen. Der Unterschied ist hier nur das über den Symboldialog diese auch per Drag&Drop oder Copy&Paste in das Dokument eingefügt werden können. Diese lassen sich im Bedarf in der Größe skalieren und auch rotieren. Die Sache hat allerdings noch einen Haken, bis jetzt kann man nur die mitgelieferten Symbole benutzen, das sind AIGA-, Karten-Symbole, Sprechblasen, Flowchart-Elemente und Logic-Symbole. Diese lassen sich zwar ergänzen mit eigenen Symbolen, in dem man eigene Symbole in das entsprechende Verzeichnis schreibt. Allerdings kommt man nicht darum herum das SVG von Hand zu editieren, eine Funktion wie bei Markern oder Mustern zur Umwandlung in Symbole gibt es bisher nicht. Hat man libvisio installiert so ist es auch möglich Visio Stencils zu verwenden, wenn man sie in eines der entsprechenden Verzeichnisse kopiert.

Neu ist auch das Werkzeug – Trace Pixel Art, welches eines der GSoC Projekte diesen Jahres war oder besser gesagt libdepixelize, denn darauf basiert diese Funktion. Sie ist speziell für das Tracing von Pixel-Art und liefert dem Original nähere Ergebnisse als potrace, welches hinter der Tracingfunktion in Inkscape steckt.

Eine neue Funktion erhält auch der Ausrichten-Dialog, mit dem man Objekte rotieren kann und die Stapelanordnung verändern kann. Darüber hinaus sind Teile des Ausrichtendialog über Tastenkombinationen erreichbar.
Neben diesen hauptsächlichen Änderungen gibt es noch eine Menge weitere, so lassen sich beispielsweise Hilfslinien mit einem Klich auf die Ruler an- und ausschalten, es gibt neue Extensions wie zum Rendern von QR-Code, fürs Fontdesign und zum Erstellen von GCode um nur einige zu nennen. Es gibt neue Import/Export Möglichkeiten und vieles mehr. Noch wird aber auch am Code gearbeitet und es wird noch eine Weile dauern, bis wir alle in den Genuß dieser neuen Funktionen kommen.

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me @ ubucon.de 2013

September 24th, 2013 von buergermeister

In nur wenigen Wochen, vom 11.-13. Oktober ist es wieder soweit, die deutschsprachige Ubuntu-Gemeinschaft trifft sich in Heidelberg zur jährlichen Ubucon. Auch ich werde dieses Jahr wieder vor Ort sein, natürlich mit einem Workshop zu Inkscape. Von mir wird es aber auch dieses Mal einen Workshop zu Blender geben und zwar gleich am Samstag morgen um 10.00-13.00 Uhr.

Gemeinsam unternehmen wir die ersten Schritte mit diesem Programm und modellieren eine Szene mit Whiskyglas und Eiswürfeln und mit Hilfe der Flüssigkeitssimulation füllen wir das Glas auch mit Whisky. Dabei kommt Blenders neue Renderengine Cycles zum Einsatz. Alle Funktionen von Blender schaffen wir natürlich in diesen 3 Stunden nicht aber einige Grundlagen auf jeden Fall.
Wer dann von Grafiken noch nicht genug hat, der kann am Sonntag Morgen noch am Inkscape-Workshop teilnehmen.

Dort werden wir gemeinsam diese Szene mit Papier und Marker zeichnen oder zumindest wir werden es versuchen. Natürlich werde ich auch die restliche Zeit vor Ort sein, wer mich treffen möchte und noch nicht kennt, ich dürfte wohl ziemlich auffallen. Ich bin der Typ im Fedora-Shirt ;)

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Inkscape-Workshop c-base v2

August 5th, 2013 von buergermeister

Das letzte Inkscape-Wochenende in Berlin ist noch gar nicht so lange her. Aber es wird bald eine Fortsetzung bzw. Neuauflage geben, da der letzte Termin ja Pfingsten war und nicht alle, die wollten teilnehmen konnten. Aber der Raum war auch so voll. Jedenfalls haben so, die jenigen die auch am FrOSCon Wochenende keine Zeit haben wieder eine Chance
Nun gibt es also eine Fortsetzung und zwar vom 20. – 22. September 2013, wieder in der c-base. Die Teilnehmerzahl ist wieder auf Grund der Raumgröße begrenzt, wer gerne teilnehmen möchte, findet hier ein Formular zur Anmeldung. Das Ganze findet wieder als “Pay what you want“-Aktion statt. Wobei am Ende die Kosten für meine Anreise und Unterkunft zusammenkommen sollten. Wer von mir ein Buch haben möchte, sollte das im Formular auf jeden Fall ankreuzen.
Der Workshop beginnt am Freitag Abend mit einigen Dingen rund um SVG, der Oberfläche von Inkscape, den Verzeichnissen, Zooming und Panning und setzt sich dann am Samstag morgen fort mit den Zeichenwerkzeugen. Nach meinen Erfahrungen schaffen wir in bestimmte Themen, wie Live Pfadeffekte, Gekachelte Klone und vor allem Filter nur Einblicke aber die reichen aus, um im Selbststudium sich damit beschäftigen zu können. Wann immer es geht schieben wir auch praktische Teile ein, bist Sonntag Abend sollten wir auf diese Art und Weise alle Funktionen von Inkscape kennengelernt haben.

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SVG platzsparend – SVG Cleaner

Juli 1st, 2013 von buergermeister

Erstellt man mit Inkscape eine Grafik und verwendet darin Farbverläufe, so ist dem ein oder anderem vielleicht bereits aufgefallen, dass der Farbverlauf im Dokument extra gespeichert wird und zwar in den Definitions. Damit steht der Farbverlauf auch für andere Objekte zur Verfügung. Legt man allerdings einen neuen Farbverlauf an, bleibt der alte in den Definitions erhalten. Das Gleiche gilt auch für Musterfüllungen oder Filter.
Mit der Zeit bläht das, dass SVG-Dokument allerdings unnötig auf. Um dem zu entgegnen gibt es in Inkscape die Funktion “Leere Defs aufräumen”, die mit der nächsten Version in “Dokument säubern” umbenannt wird. Da sich Inkscape auf der Kommandozeile bedienen läßt kann man das Ganze auch in Scripts verwenden. Damit werden aber nur unbenutzte Elemente in den Definitionen entfernt. Wem das nicht genügt und wer noch mehr unbenutzte/nicht nötige Elemente entfernen möchte, der muss zu einem anderem Werkzeug greifen.

Seit der Version 0.47 von Inkscape ist Scour als Erweiterung enthalten, damit ist es möglich, dass Dokument als sogenanntes “Optimized SVG/Optimiertes Inkscape SVG” speichern. Das bewirkt schon einiges an Ersparnis.
Da Scour eine Standarderweiterung ist, kann man es unter /usr/share/inkscape/extensions finden und auch einzeln aufrufen. Mit $ python scour.py -i input.svg -o output.svg, werden die Standardeinstellungen von Scour auf das Dokument angewendet, was die folgenden Operationen beinhaltet.

Wem das nicht genug ist und wer das gerne grafisch erledigen möchte, der kann zu SVG Cleaner greifen. Nutzer von Ubuntu finden in Launchpad eine entsprechende PPA, Windowsnutzer finden bei Sourceforge einen Installer dafür, der Rest muss leider zur Zeit den Quellcode aus Github auschecken und selbst kompilieren. SVG Cleaner kann mit svgcleaner-cli auf der Kommandozeile benutzt werden aber auch mit einer grafischen Oberfläche gestartet werden. Nach dem Start muss man nur das Verzeichnis, welches die zu bereinigenden SVG enthält angeben und evtl. ein Zeilverzeichnis, wenn man nicht das gleiche Verzeichnis nutzen will oder gar die SVG-Dateien überschreiben. Danach braucht man sich nur für einen der mitgelieferten Presets entscheiden und kann dann schon auf ausführen gehen. Man kann aber auch eigene Presets anlegen und die Operationen auf die entsprechenden Dateien angewendet werden sollen selbst entscheiden. Allerdings sollte man ein wenig daran denken, das egal ob Scour oder SVG Cleaner das Entfernen bestimmter Attribute hat Auswirkungen auf die Bearbeitungsmöglichkeiten in Inkscape!


Einen weiteren Vorteil hat SVG Cleaner, da es die entsprechenden Dateien auch automatisch komprimieren kann. Etwas was zusätzliche Ersparnis in der Dateigröße erbringen kann. Dafür muss allerdings auch p7zip installiert sein. Nach der Ausführung erhält man eine grafische Zusammenfassung, mit Voransicht der Grafik und den Einsparungen. Mit einen Klick auf die Voransichten öffnet man die Datei in Inkscape und kann damit die Funktion überprüfen.

Das Einzige was mich verwundert ist, dass im Quellcode zwar eine deutsche Übersetzung vorhanden ist aber weder bei meiner selbstübersetzten Version noch mit der von Launchpad die Übersetzung funktioniert. In meinem Fall tut das der Sache keinen Abbruch. SVG Cleaner landet jedenfalls in meiner Werkzeugkiste.

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Gordische Knoten

Juni 15th, 2013 von buergermeister

Vor einigen Tagen bin ich auf ein kleines Programm aufmerksam geworden – Knotter. Mit diesem in QT implementierten Programm kann man im Handumdrehen keltische Knoten oder islamische Flechtwerke erstellen. Mit Inkscape geht das zwar auch, ist aber wesentlich aufwendiger. Die Erweiterung für Knotenmuster trennt nur an den Ãœberlappungen die jeweiligen Pfade auf, um Knoten darzustellen.
Knotter läßt sich relativ leicht und intuitiv bedienen, es gibt nicht allzu viele Optionen. Vielleicht ist auch genau das, dass Geheimnis das Programm läßt sich wirklich einfach bedienen.

Ein Gitter an dem die gesetzten Knotenpunkte einrasten erleichtert die Arbeit, bei Bedarf kann man es auch abschalten. Wer nichtvon Beginn an, Knoten setzen möchte, der kann eines der mitgelieferten Plugins benutzen. Mit Hilfe dieser kann man sich ein Gitter, Polygone oder sogar Schriftrendern lassen. Bei Bedarf lassen sich eigene Plugins in JSON erstellen und Knotter damit erweitern. Dabei wird in 3 verschiedenen Arten von Scripten unterschieden. Es gibt Scripts zum Ändern der Spitzen (cusp), der Überschneidungen (edge) und natürlich zum Rendern von Formen. Wer interessiert ist Knotter zu erweitern, findet im Wiki eine ausreichende Dokumentation.

Nach dem man die Grundform des Knotenmuster erstellt hat, kann man natürlich das Aussehen noch anpassen, so eine Spitzenart einstellen, die Kurven anpassen, die Abstände und Größe der Löcher und die Winkel einstellen. Man kann natürlich auch die Farbe des Muster und der Ränder einstellen, hier sind nahezu beliebig viele Randfarben möglich.
Hat man sein Knotenmuster erstellt, kann man es als Rastergrafik oder als SVG exportieren. Zum speichern benutzt Knotter sein eigenes Format, *.knot man kann aber auch als XML-Datei abspeichern. Man kann aber auch den erstellten Knoten per Copy & Paste in Inkscape importieren. Wer Hilfebeim Einstieg braucht, findet im Wiki des Projektes einige Tutorials.

Es gibt aber auch Abstriche, da Knotter ein relativ junges Projekt ist, gibt es noch keine deutsche Übersetzung, dasstut der Sache aber keinen Abbruch. Man kann mit dieser Software auf jeden Fall Spaß haben.

Wer Knotter installieren möchte, findet den Sourcecode natürlich auf den Seiten des Projektes. Es gibt aber auch Pakete für Debian, Ubuntu, Fedora und weitere.

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LibreGraphicsMeeting 2013

April 17th, 2013 von buergermeister

Vergangene Woche war ich in Madrid zum LibreGraphicsMeeting. Der jährlichen Zusammenkunft vieler Grafikprojekte, wie GIMP, Krita, Darktable, Scribus, Inkscape und vieler anderer. Neben dem Vortragsprogramm, in dem ich mit zwei Beiträgen vertreten war, gibt es Zusammenkünfte der Entwickler und Workshops. Am ersten Tag hatte ich meinen Vortrag zur Fedora Design Suite und am dritten zu Open Source Movies. An vielen Meetings habe ich teilgenommen, so an den Gesprächen zwischen Tupi und Krita and denen geklärt wurde, wie beide Programme interagieren können. Dabei sind Fehler im Datenmodell von Tupi zu Tage gekommen, die in naher  Zukunft geändert werden. Damit wird Tupi dann schneller im Laden von Reihenbildern zum Beispiel. Auch Ideen zu OpenRaster als mögliches zusätzliches Datenformat haben stattgefunden, dass würde ermöglichen das Tupi Dateien von Krita und Mypaint übernehmen kann. Aber auch die Gespräche zwischen Krita, GIMP und Mypaint zu einem gemeinsamen Brush-Format habe ich verfolgt, auch hier tut sich so einiges. Auch bei Fonts, tut sich so einiges, wie ich am Rande mitbekommen habe, die Gespräche habe ich allerdings nicht mitverfolgt. Persönlich habe ich die Zeit genutzt um mit Tavmong Bah über Aufzählungen im SVG-Standard zu sprechen, dieses Feature wird in meinem Blog oft im Zusammenhang mit Inkscape gesucht und auch in meinen Vorträgen angefragt. Die schlechte Nachricht ist, dass dieses Feature auf jeden Fall von Fliesstext abhängig ist, dieses Feature wurde schon im Zusammenhang mit SVG 1.2 gecancelt. Da wäre die Möglichkeit Aufzählungen ähnlich zu integrieren, wie Textumbrüche aber diese werden beim speichern als konformes SVG ja zerstört. Auch im Inkscape IRC wird dieses Feature oft nachgefragt, die Problematik hier ist, das diese Wünsche ans W3C herangetragen werden müssen und nicht an Inkscape, so also wenn ihr es wollt schreibt an die Arbeitsgruppe. Die vertretenen Browser-”Hersteller” haben jedenfalls kein Interesse daran, die wollen SVG möglichst klein halten.

Es tut sich also eine ganze Menge in der Welt der freien Grafikprogramme und die 2013er Ausgabe des LGM hat wieder einige Sachen vorwärts geschoben. Bleibt am Schluss zu sagen, dass ich gespannt bin auf die 2014er Ausgabe des LGM egal ob sie in Montreal, Medellin, Buenes Aires oder hier in Deutschland in Leipzig statt findet. Auch in der Organisationsstruktur des LGM hat sich einiges getan, was zukünftige Meetings verbessern wird. Also alles in allem hat es sich gelohnt nach Madrid zu fahren.

Bleiben nur noch zwei Dinge zu sagen, erstens es fehlt noch Geld auf dem offiziellen LGM-Pledgie und auch auf dem für Gustav Gonzalez/Maria Leandro und zweitens wer Lust hat ein eventuelles LGM in Leipzig organisieren zu helfen, kann sich bei mir melden.

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LibreGraphicsMeeting 2013

Januar 22nd, 2013 von buergermeister

Es ist ja noch etwas Zeit bis zum nächsten LibreGraphicsMeeting in Madrid, dem Treffen nahezu aller freien Grafikprojekte. Noch bis zum 15. Februar kann man Vorträge und Präsentationen einreichen. Da nicht alle Applikationen wie zum Beispiel GIMP oder Scribus über eigene Organisationen verfügen oder wie bei Krita KDE die Entwickler unterstützen kann, sind viele der Entwickler auf eine Reiseunterstützung vom LibreGraphicsMeeting angewiesen. Aus diesem Grunde sammelt das LGM wieder per pledgie um für diese Kosten aufkommen zu können.

Daneben sammele ich persönlich auch dieses Jahr wieder für jemanden persönlich, der sich auch nicht leisten kann die Reisekosten vorstrecken zu können und dann 12-18 Monate auf die Rückvergütung vom LGM zu warten. Dieses Mal gibt es sogar 3 Begünstigte obwohl ich zweifel habe, dass alle 3 noch zum LGM reisen können. Denn 2 brauchen für die Einreise Visa und die sind von Flugtickets und dem Nachweis einer Unterkunft abhängig. Mir persönlich ist Gustav Gonzalez als Entwickler von Tupi am wichtigsten, dass er die Möglichkeit erhält am LGM teilzunehmen. Für diesen fehlen auch nur noch rund 200$ für den Flug und etwa 150$ für Unterkunft.

Fall also der ein oder andere auf einige Euro verzichten kann, hier hat er eine einfache Möglichkeit zu freier Software beizutragen.

 

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Inkscape-Buch endlich fertig

November 22nd, 2012 von buergermeister

Hat lange gedauert doch nun ist es endlich fertig, mein Inkscape-Buch. Eigentlich sollte es ja schon vor langer Zeit fertig sein und nun ist es endlich im Druck. Die Verspätung, lag einerseits daran, dass LibreOffice echt nichts ist mit dem man Bücher schreiben sollte, vor allem wenn auch noch Makros aus M$-Office darin zum Einsatz kommen sollen. Aber auch meiner Selbstüberschätzung, die Grafiken für das Buch haben mich jede Menge Zeit gekostet, mehr als ich erwartet habe.

Insgesamt hat das Buch 12 Kapitel, Grundlagen, Erste Schritte,  Zeichnen, Textobjekte, Farben und Füllungen, Live Pfad-Effekte, Gekachelte Klone, Filter, Vektorisieren, Erweiterungen,  weiter Werkzeuge und Optionen und ein umfangreiches Praxiskapitel mit Tutorials. Dem Buch liegt eine DVD bei, auf der diese Tutorials unter anderem noch als Video zu finden sind.

Mein Ziel war es ein Buch zu schreiben, dass den Einsteiger genauso anspricht, wie den fortgeschrittenen User. Ob mir das gelungen ist, kann ich selbst nicht beurteilen. Neben den Tutorials, gibt es auch eine Menge Tips, Tricks und Kniffe auch in Bildform, weil ich denke auf diese Weise versteht man am einfachsten, was man mit der entsprechenden Funktion oder dem Werkzeug anfangen kann.

Zum Schluss enthält das Buch bereits die wichtigsten Änderungen der kommenden Version 0.49, die ja eigentlich nächsten Monat erscheinen sollte. Bestellen kann man das Buch bei Amazon.de oder anderen derartigen Händlern ja bereits eine ganze Weile. Also wer nicht weiss, was er zu Weihnachten haben möchte….

Aber vielleicht habe ich ja auch etwas zu verschenken oder besser gesagt, der Verlag denn der gibt mir nämlich 3 Exemplare für eine Verlosung hier. Ok, was muss man dafür tun, nur hier sagen ich will wäre ja echt zu einfach. Wie wäre es, ihr pickt aus meinem Vimeo-Account ein Video-Tutorial und zeichnet es entsprechend und schickt mir ( buergermeister @ diesedomain ) die Resultate. Die schönsten Exemplare gewinnen, so bekommen auf jeden Fall diejenigen ein Buch, die es auch gebrauchen können.

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Präsentationen im Web

Oktober 22nd, 2012 von buergermeister

Nicht erst zu meinem Vortrag auf der Ubucon 2012 habe ich als Möglichkeit, nicht auf Flash, PDF oder die Präsentationsprogramme einer freien Office-Suite zurückgreifen zu müssen, Möglichkeiten aufgezeigt auch mit HTML, JavaScript oder CSS Slides zu erzeugen.
Nicht das diese Möglichkeiten für mich der letzte Schluss sind, schliesslich fehlt dem Endbenutzer jede Art von GUI und man muss den Quelltext editieren. Ausserdem fehlt mir immer die Möglichkeit Grafiken einzubinden, weshalb ich Inkscape/JessyInk bzw. Sozi bevorzuge.

Nichts desto trotz stellt diese Variante auch eine Möglichkeit dar und auch hier gibt es jede Menge Ansätze Präsentationen zu erstellen und da einige danach gefragt haben, mache ich hier nun eine kleine Übersicht über die Entsprechenden Entwicklungen und ihre Vor- und Nachteile. Generell ist bei allen zu sagen, dass man ein wenig im Auge behalten sollte, dass sich bei einigen um Zukunftstechnologien handelt und nicht alle Features von allen Browsern unterstützt werden. Das gleich Problem hat man allerdings auch mit SVG, so werden ja Filter immer noch nicht vom Internet Explorer unterstützt.

deck.js von Caleb Troughton bietet quasi nur eine seitenbasierte Präsentation und ist modular aufgebaut. Bei deck.js werden verschiedene Extensions angeboten, die man bei Bedarf mit einbinden kann. So zum Beispiel eine Übersichtsseite, dafür muss nur deck.menu eingebunden werden. Deck.js ist ansonsten simple gehalten, die Präsentationsseiten in HTML schreiben dann muss nur ein Style für die Folien und einer für die Übergänge gewählt werden und fertig. Bei Bedarf können auch weitere Module eingebunden werden und das einbetten von Bildern und Videos stellt kein Problem dar. Deck.js kann hier als Beispiel betrachtet werden und auch heruntergeladen werden.

Pik6 von Peter Kroener war eigentlich einst nur für den Eigenbedarf gedacht, hat aber so einiges an Möglichkeiten zu bieten. Es kommen WebWorkers zum Einsatz, die allerdings nicht alle Browser unterstützen. Opera und Chrome unterstützen diese und damit steht auch das herausragende Feature von Pik6 zur Verfügung. Pik6 kann dem Presenter eine eigene Ansicht bieten, auf der dann Notizen untergebracht werden können, die das Publikum nicht sieht. Dort wird ebenfalls eine Uhr angezeigt, damit man auch die Zeit verfolgen kann, beides ein sehr nützliches Feature. Auch für Pik6 gibt es noch weitere Plugins wie zum Beispiel printHandout.js zum Drucken eines Handout. Ausprobieren und herunterladen kann man Pik6 hier.

Auch CSSS wurde eigentlich für den Eigenbedarf gestartet und basiert wie der Name verrät überwiegend auf den Möglichkeiten von CSS, nur für die Komponenten, für die keine Möglichkeiten besteht wird JavaScript benutzt. Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. Die Dateien zum Download findet man hier.

Optisch schon eindrucksvoller wird es mit reveal.js von Hakim el Hattab. Um die 3D Effekte einsetzen zu können, braucht man allerdings einen Browser der CSS 3D Transitions und Transformationen unterstützt. Allerdings können auch andere Browser die Folien darstellen, dank eines FallBack-Modus. Interessant sind für mich jedoch nicht die optischen Effekte als das ich in mehrere Richtungen in einer Präsentation fortschreiten kann.

Slides von Brian Cavalier ist eine sehr schlichte Lösung ohne viel optische Effekte. Inhalte werden einfach in HTML oder Plain Text erstellt und dann wird nur noch, ein Theming via CSS erstellt, für die Präsentation sorgen dann die JavaScripts aus Slides. Einen Vorgeschmack auf Slides kann man hier bekommen und das Projekt findet man hier zum Download.

Luke Mahé und Marcin Wichary zusammen mit anderen Google-Leuten stecken hinter HTML5Slides. Welche Technologie zum Einsatz kommt, dürfte bereits der Name verraten. Von der Optik her bleibt HTML5Slides sehr schlicht ohne viel optischen Firlefanz. Um eigene Präsentation zu erstellen kann man einfach nur das Beispiel herunterladen und mit eigenen Inhalt füllen. Wie HTML5Slides aussieht, davon kann man sich hier einen Eindruck verschaffen. Zum Download findet man das Projekt hier.

Shower stammt von Vadim Makeev/Opera und ist ebenfalls eher schlicht gehalten. Auch hier gibt es eine Übersichtsseite, bei der man allerdings scrollen muss, wenn sich einige Folien darauf befinden und nicht viel anderen optischen Schnickschnack. Wer Shower in Aktion sehen will, der findet hier eine Beispielpräsentation und herunterladen kann man Shower hier.

S5 basiert auf XHTML, CSS und JavaScript und stammt von Eric Meyer. Bleibt in seinen optischen Möglichkeiten eher schlicht ist aber einfach zu handhaben. Ein Beispielpräsentation mit S5 kann man hier sehen und herunterladen kann man sich S5 auf den Seiten von Eric Meyer.

Optisch wohl am eindrucksvollsten kommt impress.js daher, dabei orientiert man sich sehr stark an dem was der Service Prezi bietet. Im Gegensatz zu Prezi arbeitet impress.js nur mit CSS3 Transformationen und Transitions von modernen Browsern. Damit ist so einiges möglich, wie Zoomeffekte, Drehungen und 3dimensional wirkende Effekte. Das schlägt dann auch Sozi und JessyInk. Falls der Browser allerdings keine 3D Transisions unterstützt, bekommt man keine Slideshow sondern die Folien werden einfach untereinander dargestellt, damit bleibt der Inhalt darstellbar. Großes Manko von impress.js ist allerdings, dass man sehr viel im Quelltext editieren muss. Wer impress.js in Aktion sehen will, findet hier eine Beispielpräsentation. Herunterladen kann man impress.js und den man die Präsentation auf seinen Rechner kopiert und in einem Editor öffnet.

Fazit: Abgesehen von Pik6 welches eine interessante Lösung via Webworker bietet um Notizen und Zeit darzustellen bzw. verschiedene Ansichten für Presenter und Publikum und reveal.js welches durch 3dimensionale Anordnung der Folien auch Publikumsentscheidungen zulassen würde, bietet keins der Tools für mich persönlich einen Mehrwert zu JessyInk, Sozi und Inkscape. Die optischen Möglichkeiten von impress.js sind zwar toll, aber bieten nicht unbedingt Nutzen. Ich bleibe bei meiner Lösung, ausser ich benötige die Features von Pik6 oder reveal.js

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Fake Tilt Shift mit Inkscape

August 15th, 2012 von buergermeister

Es ist wieder einmal Zeit für einen Screencast rund um Inkscape. Dieses Mal zeige ich wie man mit Inkscape eine Tilt Shift Grafik faked. Das Ergebnis dieser Bilder sieht dann aus, als ob man Miniaturen anstatt des Originales geschossen hat. Das Ganze läßt sich auch ohne die entsprechenden Objekte durch digitale Nachbearbeitung erreichen. Da es sich dabei eigentlich um Rastergrafiken handelt, ist man mit einem Werkzeug wie GIMP eigentlich besser beraten. Allerdings verfügt Inkscape auch über Funktionen, mit den man Rastergrafiken bearbeiten kann. Neben diesen Funktionen, wird in diesem Screencast auf Masken und Ausschneidepfade eingegangen.

Also viel Spaß beim anschauen und nachmachen, Kritiken und Anregungen wie immer in die Kommentare.

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OpenClipart integriert Flattr

Juli 12th, 2012 von buergermeister

Wie sicher alle wissen, mag ich die OpenClipartLibrary und andere eigentlich auch, schliesslich benutzen Sie eine gepackte Version dieser. Die gepackte Version ist allerdings nur ein sehr kleiner Bruchteil dessen, was an Clipart eigentlich vorhanden ist. Es hat schon seit langer Zeit keine gepackte Version mehr gegeben. Dafür gibt es einen ganz simplen Grund, die Datenmenge, die eine solche gepackte Version umfasst.

Für alle Inkscape-Anwender tut das an der Stelle nichts zur Sache, schliesslich verfügt Inkscape über eine Importfunktion direkt aus der OpenClipartLibrary. Für die Exportfunktion, findet man zwar noch die Einstellungen in den Einstellungen von Inkscape, allerdings ist die Funktion selbst nicht vorhanden, sie wurde aus Stabilitätsgründen eingestellt. Und hier ist der Hund begraben, eigentlich bedürfte die Importfunktion der Verbesserung, OCAL selbst würde gern das packen der selbst erstellten Collections erlauben, all das würde allerdings weiteren Traffic und Last auf den Servern verursachen. Ich selbst würde mir viel mehr Stabilität des Services wünschen. Allerdings muss der Zauber irgendwann von jemand finanziert werden.

Vor wenigen Tagen gab es deshalb eine kurze Auseinandersetzung über die Einbindung weiterer Werbung in OCAL. Seit geraumer Zeit wird schon auf den einzelnen Seiten der Clipart und auf bestimmten Sucheseiten, Werbung eines kommerziellen Bilderdienstes angezeigt. Den Button für Spenden, den man direkt auf der Frontseite findet, den benutzt so gut wie niemand, eigentlich schade. Weitere Werbung sollte meines Erachten nicht wirklich sein, außerdem würde die Einbindung externer Services den Service den OCAL bieten kann nur weiter verschlechtern, die Ladezeiten sind jetzt schon teilweise jenseits von gut und böse.

Nicht das sich alles nur verschlechtert hat, es gibt auch gutes. Zum Beispiel kann man, falls man Rastergrafiken wünscht zum Download, deren Größe bestimmen. Auch ist die Qualität der Clipart in letzter Zeit gestiegen, Beitragende wie Visious-Speed, tzunghaor und hatalar205 allein haben schon sehr tolle Clipart veröffentlicht. Auch hier ist eine neue Funktion hinzugekommen, die die Spreu vom Weizen trennen soll, die Likes (auch wenn sie derzeit nur eingeschränkt benutzbar ist)

Damit die Entwicklung weiter gehen kann, ist aber eines von Nöten Geld und aus diesem Grund findet man auf den einzelnen Clipart-Seiten jetzt einen Flattr-Button. Btw. ich habe da auch gerade eine eigene kleine Aktion am laufen, weil ich ja nun mal ein neues Arbeitswerkzeug brauche. Also Leute, falls ihr Cliparts aus der Library verwendet, seit so nett und Hit The Button!

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Eine ganze Woche rund um Linux und freie Software

April 23rd, 2012 von buergermeister

Dieses Jahr tragen die Linuxwochen Wien ihren Namen wohl zurecht, denn fast eine ganze Woche gibt es Programm, welches jetzt veröffentlicht ist.
Besucher der Linuxwochen in Wien, werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Nicht nur das auch ausreichend für die Fans der Vettern aus Berkley am Samstag mit dem europäischem BSDday ein ausreichendes Programm geboten wird und das LibreGraphicsMeeting ja ebenfalls zur gleichen Zeit stattfindet, sondern auch die lokale Drupal Community nutzt die Linuxwochen mit einem ganzem Track um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Traditionell sind die Linuxwochen am ersten Tag eher business-orientiert, was nicht heißt der Besucher findet nichts interessantes. So geht es am ersten Tag um “Migration“, “Cloud Computing” und “Open Source Professionals” aber es gibt auch einen Track rund um “Open Source for Students” oder den bereits erwähnten Drupal-Track.
Eröffnet werden die Linuxwochen, mit einem in Wien eher heiklem Thema, der Migration der öffentlichen Verwaltung zu freier Software. Der eröffnende Vortrag wird “Venezuela – An Entire Country Migrates To Linux” von Maria Gracia Leandro Lombardo sein und dem folgen Vorträge wie “Betrieb einer Cloud mit OpenStack Essex im Praxistest” oder “cloud4education, einer freien Cloud-Lösung für Schulen“. Die OpenSource Professionals zeigen wie Asterisk und Group-E integriert werden können und welche Möglichkeiten das eröffnet oder wie man PostgreSQL-Datenbanken repliziert und hochverfügbar macht. Der Tag endet mit dem tradionellen QTalk, einer Podiumsdiskussion zu einem OpenSource Thema.

Am zweiten Tag der Linuxwochen, dem Freitag gibt es einen langen Tag für die Fans offener Hardware: Nanonote, Milkymist, Rasberry Pi, OpenMoko – OpenPhoenux und Arduino sind die Themen der Vorträge. Natürlich gibt es auch neues rund um ARM und es wird in einem Vortrag gezeigt, wie man sein Haus mit Linux intelligent machen kann.

Am Samstag geht es in einem Track rund um Open Source für Anwender, in dem unter anderem gezeigt wird, wie man seinen Laptop ohne ein Betriebssystem zum Laufen bekommt oder das es Open Source für alle erdenklichen Plattformen gibt. Aber es gibt auch Vorträge wie Ext4, BTRFS, XFS oder doch lieber WTF oder was BtrFs und die Integration mit Snapper bringt.
Neben dem Vortragsprogramm gibt es noch parallel Tracks mit Workshops rund um LaTeX, Inkscape, Scribus, Elektra, Pair Programming und vielem mehr. Dazu gibt es aber auch kleinere Runden mit Themen wie Digital Audio Workstation oder wie man mit Super Collider Musik mit Open Source macht oder neuen Funktionen des QT5 frameworks.
Wem das alles noch nicht ausreicht, parallel findet gleichzeitig das LibreGraphics Meeting in den Räumlichkeiten des Technikum Wien statt.

Auf diesem geht es am ersten Tag Mittwoch den 2. Mai mit Themen rund um Color Managment los. Der Tag startet nach der Eröffnung mit “ColorHug – The Open Hardware Colorimeter” und bringt weiterhin Vorträge von Chris Lilley vom W3C und dem Status von “Color Management in SVG2“. Aber auch andere Themen kommen zur Sprache, wie “Import filters for vector graphic formats in LibreOffice: the reverse- and straight engineering fun” in dem Fridrich Strba von den Erlebnissen bei der Implemtierung verschiedener Formate in LibreOffice erzählt. Und so gibt es auch in den folgenden Tagen Vorträge zu Grafikthemen, wie “Digital Painting with open source” von Ramon Miranda dem Autor des DigitalPainting Plugin von GIMP oder Gustav Gonzalez Giron der mit “Tupi: Living 2D art together” diese Applikation näher vorstellt. Auch Krita taucht im Programm auf und SynfigStudio wird mit “Introducing Synfig Studio” von Timothée Giet näher vorgestellt.

Aber auch zu dieser Veranstaltung gibt es nach dem Mittag paralell ein Programm für all diejenigen, die es eher praktisch mögen wie zum Beispiel: “Hugin’s Eye / Panorama” Workshop oder “Colorfont workshop” von Ana Isabel Carvalho und Ricardo Lafuente. Also auch auf diesem Event wird einem so einiges geboten.
Nebenbei veranstalten die Linuxwochen auch ein Gewinnspiel, wie immer mit sehr schönen Preisen und auch ein Keysigning und Social Event werden nicht fehlen.

Auf Grund der Internationalität von LibreGraphicsMeeting sind alle Talks und Workshops von diesem in englisch und auch auf den Linuxwochen gibt es eine Anzahl von Vorträgen die in dieser Sprache gehalten werden, aber es gibt auch ausreichend Vorträge/Workshops in deutscher Sprache. Wer mehr zum Programm erfahren will, das Programm der Linuxwochen für den ersten Tag, den zweiten Tag und den dritten Tag und das Programm für das LibreGraphicsMeeting sind hier zu finden. Der Weg nach Wien wird auf jeden Fall ein lohnenswerter.

Das LibreGraphicsMeeting benötigt aber immer noch die Hilfe der Community, um die Reisekosten der Teilnehmer zusammen zu tragen, dafür gibt es ein Pledgie.

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Next Generation GIMP

April 22nd, 2012 von buergermeister

Nein es geht gerade nicht um die demnächst erscheinende Gimp Version 2.9 oder die danach folgende Version 2.10, die diese Woche ja für Schlagzeilen gesorgt hat. Nein “Next Generation GIMP” ist das Motto unter dem ein neues Magazin rund um dieses freie Bildbearbeitungsprogramm erscheinen soll.

Für dieses Magazin sucht man jetzt nach Beiträgen. Dabei ist es egal, ob es sich um ein in GIMP nachbearbeitetes Foto, eine Grafik die mit dem Programm erstellt wurde oder Tutorials, Tipps und Tricks handelt. Von Interesse sind aber auch interessante Webseiten zum Thema GIMP oder interessante Plugins. Mehr dazu, was und wie eingereicht werden kann bei Meet the Gimp.

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Tupi – 2D Animationsprogramm

März 20th, 2012 von buergermeister

Schon seit einer Weile beschäftige ich mich mit Animation, dass ist ja eigentlich mit SVG möglich. Bis jetzt fehlte mir da aber das richtige Werkzeug, aber jetzt scheine ich fündig geworden zu sein.
Wenn man klassische 2D Animationen mit Open Source machen möchte, dann war bisher Synfig Studio die Wahl. Problem hier, die Zeichenwerkzeuge machen es mir schwer und auch die GUI ist für meinen Geschmack unübersichtlich. Das nächste Problem wäre, dass Synfig Studio im Moment keine Animation von SVG mit SMIL oder ähnlichem vorsieht, dafür gibt es zwar Planungen aber wer weiss wann das verfügbar ist.
Nun bin ich vor einer Weile auf ein kleines aber vielversprechendes Projekt gestoßen, welches sich Tupi 2D Magic nennt. Tupi sieht den Export als SMIL schon mal vor und ebenfalls als Bildfolge oder Video. Die Zeichenwerkzeuge sind zwar immer noch nicht weltbewegend, dass tut der Sache allerdings keinen Abbruch, da man SVG importieren kann. Diese Vorgehensweise kommt mir natürlich sehr entgegen. Mit Hilfe des sogenannten Tweenings lassen sich auf diese Weise schnell Animationen erzeugen.
Wie schnell und einfach geht zeige ich in dem folgendem Screencast, der zeigt wie schnell eine drehende Animation zustande kommt.

Das mit Hilfe von Inkscape und Tupi auch wundervolle Animationen rasch produzierbar sind zeigt das folgende Beispiel.

Alle Schritte, die nötig sind um dieses Video zu produzieren inklusive der Audio- und Videobearbeitung findet man im Portal von Tupi, dort findet man auch die SVG-Datei um genau dieses Video nach zu produzieren.

Einen Haken hat das Ganze allerdings zur Zeit, funktionierende Pakete sind schwer zu finden. Nutzer von Ubuntu finden Pakete hier. Nutzer von Fedora und openSUSE hingegen, müssen Tupi selbst übersetzen. Das macht allerdings keinen Spaß, das kann ich prophezeien. Das liegt daran, dass der Entwickler ffmpeg eingebaut hat, und weder Fedora noch openSUSE erlauben das in ihren Buildsystemen. Es wird aber bereits daran gearbeitet, das entsprechend zu entfernen, da man dieses ohnehin nur benötigt, wenn man AVI oder ähnliches exportieren möchte. Und wenn man das braucht, so kann man später auch ffmpeg nachinstallieren. Einige Binärpakete, für allerdings veraltete Releases kann man hier finden. Wer sich dennoch ans übersetzen wagen möchte, der findet hier Hilfe für openSUSE und hier für Fedora.
Wie man sehen kann, brauchen derartige Softwareprojekte dringend Hilfe, beim packen und entwickeln, daher ist jede Hilfe willkommen. Tupi braucht auch noch weitere Hilfe. Der Hauptentwickler dieser Software würde gern zum Libre Graphics Meeting nach Wien reisen, um sich dort mit den Entwicklern anderer freier Grafiksoftware auszutauschen und Ideen für Tupi zu finden und es weiter zu entwickeln. Unter anderem würde er denjenigen in Wien treffen können, der Tupi für Fedora packen will. Dafür fehlt Gustav allerdings das Geld für den Flug, dieser kostet allein 1000$ und er muss um ein Visa zu bekommen, Hin- und Rückflugticket vorweisen, ebenso eine Reservierung für die Übernachtung. Im Moment sammelt er dafür Geld und bis jetzt sieht es sehr trübe aus, wer also Tupi ein wenig helfen möchte, damit die Entwicklung dieses Werkzeuges weitergeht, findet hier ein Pledgie.

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Beiträge Chemnitzer Linux-Tage

Januar 26th, 2012 von buergermeister

Das Programm der Chemnitzer Linux-Tage ist ja nun seit 2 Tagen bereits veröffentlicht. Zeit um auch mal auf meine Beiträge hinzuweisen. Ich werde mit zwei Beiträgen auf den CLT vertreten sein und zwar rund um SVG und Inkscape. Am Samstag Nachmittag können Interessierte wieder gemeinsam mit mir Inkscape einige seiner Geheimnisse der Benutzung entlocken. Da ich ja immer bei diesen Workshops ein Zielbild vorgebe, es gibt auch dieses Mal lecker Eiskrem. Auf Grund der Zeit die mir zur Verfügung steht und auch weil hier die Teilnehmerzahl begrenzt ist, plane ich nicht nur Orangeneis sondern auch die Schoko-Nuß-Variante zu zeichnen.

Am Sonntag habe ich dann noch einen Vortrag “Free Your Slides“, den dürften wohl so einige bereits kennen. Inkscape und SVG können eben nicht nur für schicke Grafiken eingesetzt werden. SVG, one of the most underused technologies in website development today, wie Smashingmagazin vor einigen Tagen geschrieben hat. Das man Präsentation in Handumdrehen und ganz einfach und mit schicken Effekten erzeugen kann zeigt dieser Vortrag. Na dann man sieht sich.

P.S. Mein Inkscape – Praxisbuch, sollte bis dahin erschienen sein, eine gute Gelegenheit sich das Autogramm des Autors zu holen. Ich arbeite jedenfalls mit Hochdruck an der Fertigstellung.

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Screencast – Kirchenfenster

Dezember 7th, 2011 von buergermeister

Es ist wirklich wieder Zeit einen Blogbeitrag zu schreiben, aber ich hab derzeit sehr viel zu tun und da bleibt leider sehr wenig Zeit für mein Blog. Trotzdem hab ich mich heute hingesetzt und ein Tutorial bzw. Screencast produziert mit einem Weihnachtsmotiv, so wie im vergangenen Jahr die Kerze. Ich hab auch wirklich lange überlegen müssen, was man denn machen könnte. Ich finde Christbaumkugeln und Klingelglöckchen gibt es schon zu Hauf. So ist es ein eher religiöses Motiv geworden, die Maria mit dem Jesuskind und zwar als Kirchenfenster. Da in der Grafik eine Grafik verwendet wird, die vorher vektorisiert wurde und ich nicht 2 Stunden lang zeigen wollte, wie das geht, gibt es hier die Datei mit der Maria zum Download. Irgendwann mach ich aber mal noch einen Screencast mit Tips und Tricks zum Vektorisieren. Bis dahin gibt es aber erst einmal dieses Tutorial hier:

1. die Datei mit der Maria und dem Jesus Kind herunterladen und in Inkscape öffnen.
2. ein Viereck zeichnen, das etwas breiter ist wie die Maria mit dem Kind
3. einen Kreis von der gleichen Breite und Höhe zeichnen
4. Kreis und Rechteck zu einem Pfad vereinigen, beide auswählen und Strg und +, gleich ein Duplikat dieser Form anlegen.
5. dieser Form eine Konturlinie geben und die Breite dieser anpassen, das sie in etwa die gleiche Breite hat wie die Linien der Maria
6. der Form die Füllung nehmen und die Kontur in einen Pfad umwandeln und mit dem Pfad der Maria vereinigen.
7. die Berge einzeichnen

8. mit dem Polygon-Werkzeug ein Dreieck zeichnen, dieses duplizieren und spiegeln und nach unten versetzen, so dass ein Stern entsteht.
9. dem Stern ebenfalls Füllung nehmen und Konturlinie anpassen, auch hier Kontur umwandeln und im Anschluss mit dem restlichen Pfad vereinigen.
10. Den Pfad zerlegen und umfärben, Palette auf Auto stellen für die gleichen Farben.
11. Das Duplikat der Grundform hernehmen und wieder ein Duplikat anlegen, das Duplikat über Erweiterungen > Aus Pfad erzeugen > Voronoi Muster umwandeln lassen. Dieses Muster dann auf das Bild positionieren.
12. Das Duplikat hernehmen und die Hälfte abschneiden, dann in der Mitte einen Knoten setzen, diesen symetrisch machen und verdrehen. Diese Form mit einem Farbverlauf Weiß nach Transparent füllen und auf dem Bild positionieren.
13. Das Duplikat hernehmen ihm eine dunkelbraune Füllung geben und mit dem Pfadwerkzeug “Dynamischer Versatz” etwas vergrößern.
14. Einen passenden Hintergrund anlegen, meiner ist schwarz mit einer kreisförmigen Farbverlaufsfüllung nach einem dunklem Grau. Ein passender Schriftzug dazu und fertig ist die Weihnachtspostkarte ;)

So dann wünsche ich euch viel Spaß beim Nachmachen.

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Meshes und Gradients in Inkscape ?

Juli 31st, 2011 von buergermeister

Viele der Änderungen der letzten Versionen von Inkscape haben mich nicht wirklich vom Hocker gerissen. Da waren vor allem Änderungen im Bereich Text und Filter. Den meisten Filtern stehe ich kritisch gegenüber. Nicht, dass ich die Ergebnisse, die diese liefern nicht toll finde. Nur habe ich festgestellt, dass einige Ergebnisse nachher ihr Aussehen beim Skalieren verändern und einige funktionieren dann auch gar nicht mehr.

Jetzt scheint aber etwas in Inkscape Eingang zu finden, wonach ich schon lange giere. Farbverläufe mit Hilfe von Meshes. Bisher gab es nur Lineare und Radiale Farbverläufe.

Wo ist da jetzt der Unterschied oder für was brauche ich das? Ganz einfach, betrachtet einmal folgendes Clipart, eine Teekanne. Wie man erkennen kann ist der Korpus mit einem radialem Farbverlauf gefüllt. Dessen Mittelpunkt Weiß ist und einfach nicht in der Mitte der Kanne sitzt. Für kleine Darstellungen der Kanne ist das auf jeden Fall ausreichend. Je größer die Kanne allerdings wird, um so zunehmender erkennt der Betrachter, dass mit den Lichtreflexen den Highlights etwas nicht stimmt. Um das zu verhindern, heisst es für mich ich muss weitere grafische Objekte auf die Grundform der Kanne legen und die mit weiteren Farbverläufen füllen, dass die Tropfenform, die die Spiegelung haben müßte erreicht ist. Ok, was Inkscape betrifft könnte ich auch einen Tropfen zeichnen, den mit einem linearen Farbverlauf füllen und ihm eine Unschärfe geben. Nur wird das im Browser nachher nicht korrekt dargestellt. Auch konische Farbverläufe waren ein oft gefordertes Feature für Inkscape und sind auf diese Art möglich.

Proprietäre Grafikprogramme wie Adobe Illustrator, Coral Draw oder XaraX beherrschen Farbverläufe mit der Hilfe von Meshes bereits eine ganze Weile. Deren Export nach SVG meint aber meist, PlainSVG also den Standards von SVG des W3C entsprechend. Das W3C hat jedenfalls, das Proposal für SVG 2.0 schon einmal angenommen und eine Testimplementation für Inkscape gibt es auch bereits. Einiges an Arbeit ist allerdings noch zu tun, einerseits hat das W3C noch Forderungen andererseits fehlen der Testimplementation Bedienelemente zum Erstellen solcher Farbverläufe. Das diese Art von Meshes bereits in der für November geplanten Inkscape-Version 0.49 enthalten sein wird, ist wohl eher unwahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich. Eines ist sicher mit dem nun existenten Code ist es um einiges einfacher, diese Farbverläufe in Inkscape zu integrieren.

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Screencast – Wie ein Mensch zum Naavi wird

Mai 4th, 2011 von buergermeister

Wer in meinem Artikel in dem ich meine Workshops und Vorträge, die ich in Wien halten werde ankündige, genau aufgepaßt hat, kann bereits erkennen welche Grafiken ich mit Inkscape und GIMP mit den Teilnehmern machen möchte. Die Inhalte für die Workshops zu Inkscape “Tango-Icon” und “Inkscape ist Magic” gibt es ja bereits als Tutorial und Screencast  im Blog zu finden.
Fehlt eigentlich nur noch Anleitung und Screencast zum GIMP-Workshop, wie man sich einen Naavi aus dem Film Avatar zeichnet. Das Tutorial ist wie im Screencast bereits gesagt von einem Tutorial für Photoshop abgeleitet und angepaßt. Dieses Tutorial könnt ihr hier finden, dort gibt es auch das Bild mit dem ich gearbeitet habe. Da ich die Rechte dieses Bildes nicht kenner, verzichte ich hier auf eine bebilderte Anleitung.
An Material braucht man auch noch eine entsprechende Ledertextur, hier kann man einige finden, die unter CC-Lizenz stehen. Das Pattern mit dem Zebrafell habe ich wie im Screencast erklärt via Google-Bildersuche gefunden, gespiegelt und zusammengesetzt und nachher ein wenig verzerrt. Die Augen sind wie gesagt aus einem Original herausgeschnitten, auch das kann man über eine Bildersuche finden.

Hier noch einmal in einzelnen Schritten:

1. mit dem Filter > Verzerren > IWarp die Nase in die Breite ziehen
2. jetzt mit dem Werkzeug “freie Auswahl” die Hautpartien des Bildes auswählen
3. auf die Auswahl Farben > Einfärben mit den Werten: Farbton 200, Sättigung50 und Helligkeit 0 anwenden
4. das Ganze muss für die Arme natürlich wiederholt werden
5. dann eine neue Ebene anlegen und rechts und links der Nase mit dem Werkzeug “freie Auswahl” die Seiten der Nase auswählen.
6. die Auswahl mit einem dunklem Blau füllen und im Anschluß auf diese Ebene den Filter Weichzeichnen > Gaußscher Weichzeichner mit dem Faktor 15 ausführen. Die Ebene dann auf den Modus Überlagern setzen.
7. Jetzt mit dem freie Auswahlwerkzeug Mund und Nase jeweils auswählen und mit Str+C und Strg+V jeweils einfügen und auf einer neuen Ebene verankern.
8. Diese Ebenen werden jetzt wieder umgefärbt, wie oben nur dieses Mal mit den Werten: Farbton 269, Sättigung 18 und Helligkeit 15.
9. Auf diese Ebenen wieder den Gaußschen Weichzeichner anwenden nur mit einem Faktor von 3
10 die Sichtbarkeit der Ebenen etwas herabsetzen, so das die darunterliegenden Strukturen wieder erkennbar sind.
11. die Ledertextur als Ebene öffnen und darauf achten, das diese ganz oben innerhalb der Layer sitzt, die Sichtbarkeit herabsetzen so das man das darunterliegende Bild erkennen kann. Meine Textur ist ein JPG und deshalb muss ich einen Alphakanal hinzufügen.
12. Jetzt mit dem Radiergummi einfach alles überstehende wegradieren, für die Ränder einfach einen weichen Pinsel wählen.
13. Die Sichtbarkeit der Ebene wieder auf 100% setzen und dann den Modus auf Ãœberlagern
14. Das Ganze wird in ähnlicher Form jetzt mit dem Zebrapattern wiederholt, hier wird der Modus auch auf Überlagern gesetzt und im Anschluß allerdings die Sichtbarkeit etwas angepaßt.
15. Jetzt wird auf die Ebene mit dem Original-Bild wieder der IWarp-Filter angewendet, diese Mal bloß auf die Augen, damit diese größer und runder sind. Nicht erschrecken über das Ergebnis.
16. Wir wählen mit dem Werkzeug “freie Auswahl” das Innere des Auges und schneiden es aus. Dann öffnen wir unsere Augen als neue Ebenen und setzen diese unter das Original, skalieren die Größe der Ebene des Auges, so dass es paßt und setzen die Augen an die richtige Stelle.
17. Zum Schluß fehlen jetzt nur noch die Leuchtpunkte, dafür einen neuen transparenten Layer anlegen und darauf einfach mit Weiß und verschiedenen weichen Pinsel dies malen.
18. Das Bild als PNG exportieren, ein neues Bild in der Bildschirmauflösung und schwarzem Hintergrund anlegen und unser gespeichertes Bild als neue Ebene darin öffnen. An die entsprechende Wunschposition verschieben und dann einfach die nicht passenden Dinge mit Schwarz übermalen. Fertig.

So jetzt wünsche ich viel Spaß beim Nachmachen, Ergebnisse und Anregungen wie immer in die Kommentare.

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Spenden fürs LGM 2011

April 5th, 2011 von buergermeister

Dieses Mal will ich nur euer Bestes, euer Geld :D Nein jetzt mal im Ernst, seit 2006 gibt es ein jährliches Treffen von Entwicklern und Anwendern freier Grafiksoftware, dass Libre Graphics Meeting. In diesem Jahr wird dieses Treffen wieder in Montreal/Canada stattfinden, dort treffen Entwickler von GIMP, Inkscape, sK1, Blender, Krita, Scribus, Hugin, Open Clipart Library und Open Font Library sowie weiterer freier Grafiksoftware aufeinander. Das Ganze natürlich nicht ohne Erfolg. So wurde dort unter anderem der UniConvertor gestartet, mit dem es heute möglich ist Corels CDR-Dateien zu konvertieren, auch startete man OpenRaster als Austauschformat für Rastergrafikprogramme.
Der Call for Papers ist noch bis zum 20. April offen, bis jetzt sehen aber die Einreichungen, jedenfalls für mich interessant aus. An einem fehlt es allerdings trotzdem, am lieben Geld. Es gibt für das LGM 2011 ein Pledgie und 12.000$ sollen zusammen kommen, bis jetzt sind es aber gerade einmal knapp 900. Also falls ihr zufällig eines der oben genannten Programme benutzt oder vielleicht Cliparts, Fonts aus den freien Bibliotheken, wie wäre es mit einer kleinen Spende?

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