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GNOME Shirt Contest

November 24th, 2010 von buergermeister

Für den kommenden April ist das Release der nächsten Generation der Gnome Desktopumgebung geplant. Für genau dieses Release möchte die GNOME Foundation auch neue Shirts, die den neuen GNOME 3 Desktop repräsentieren, für den Gnome-Store haben. Und genau aus diesem Grund gibt es jetzt einen Gnome Shirt Contest. Der Preis ist abhängig von den Einreichungen. Der Gewinner erhält 100$ und zwei der T-Shirts in einer wählbaren Größe, gibt es mehr als 10 Einreichungen wird es auch einen zweiten Platz geben, der 50$ und ein T-Shirt erhält. Bei mehr als 15 Einreichungen, wird es auch einen Drittplatzierten geben und dieser erhält dann ein T-Shirt. Die Designs müssen als SVG abgegeben werden und der Creative Commons Attribution 3.0 Unported unterliegen. Mehr auf den Seiten des Shirt-Contest

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Unity vs. Gnome-Shell

Oktober 26th, 2010 von buergermeister

Spätestens seit heute spricht nun wirklich jeder über die Entscheidung ab der nächsten Version von Ubuntu auf Unity als Standard.  Meine Meinung dazu ist absolut simpel, lasst Canonical das tun. Die absolut Unzufriedenen mit dieser Entscheidung, werden ihre Distribution wechseln. Am Ende wird man endlich auch einen Beitrag zur Entwicklung leisten müssen. Egal ob man dann später einmal bei Unity bleiben wird oder doch zu Gnome-Shell zurückkehrt, diese Erfahrung wird man machen.

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MeeGo vs. Smeegol – Battle of the Brands

Oktober 18th, 2010 von buergermeister

Vor knapp zwei Wochen hat das openSUSE MeGo Team Smeegol 1.0 released. Smeegol steht für SUSE powered MeeGo Linux und bietet ein openSUSE Linux mit der Benutzeroberfläche von MeeGo. Vor dem Release hat Andrew Wafaa als Initiator des Projektes versucht sich über eventuelle Namensrechte kundig zu machen. Am 13. Oktober also mehr als eine Woche nach dem Release erhielt er nun Auskunft auf der MeeGo-devel Mailingliste:

“In order to maintain the MeeGo mark, the Linux Foundation must consistently control the use of any form of the word MeeGo and the related logos and characters to avoid confusion.

“Unfortunately, from a trademark law perspective, the proposed usage above is absolutely not recommended, as such usage will weaken the MeeGo mark and make it less enforceable.�

Das hat auf Seite der Smeegol-Entwickler natürlich berechtigten Ärger ausgelöst. Die Linux Foundation als Gastgeber der MeeGo Entwicklung, möchte sich aus dem Streit gern heraushalten. Dazu schreibt Amanda McPherson als Vice President für Marketing und Developer programs:

“We find this healthy debate taking place in all of our hosted workgroups and defer to these communities to make project decisions.�

Die beiden Parteien sollen selbst eine Lösung finden, was nach dem Willen von MeeGo, die Umbenennung von Smeegol sein soll.  Sind denn Namen heutzutage alles? Wenn ich das richtig sehe, ist Smeegol derzeit die einzige Lösung MeeGo ohne großartige Basteleien auf einem Netbook zu betreiben.

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  • Sabayon 5.4 – Kurztest

    Oktober 4th, 2010 von buergermeister

    Vergangene Woche wurde wieder eine Version von Sabayon Linux, des italienischen Gentoo-Derivates released. Diese Distribution habe ich ja vor sehr langer Zeit bereits einmal vorgestellt. Auch heute noch erfreut sich diese Distribution steigender Beliebtheit, vielleicht wird mir ja dieses Mal beantwortet warum. Ich habe einen kurzen Blick auf den heutigen Stand von Sabayon geworfen und seit der letzten Vorstellung hat sich gehörig etwas geändert. Früher hatte Sabayon Linux KDE als Default Desktop Enviroment heute ist es ein Gnome, im aktuellen Release Gnome 2.30. Gleichzeitig werden aber XFCE und Fluxbox mitinstalliert. So das auch schlankere Desktopumgebungen zur Verfügung stehen. Sabayon bringt zwar laut Releasenotes eine Voransicht der Gnome-Shell mit, diese hat aber auf Anhieb nicht bei mir funktioniert. Ausserdem finde ich es umständlich, via XTerm die Gnome-Shell zu starten. Das ist nicht gerade nutzerfreundlich.  Als ich mir das letzte Mal Sabayon angesehen habe lieferte man noch jede Menge proprietäre bzw. halbfreie Software mit. Das hat sich geändert, die proprietären Treiber von ATI oder NVidia werden aber immer noch mitgeliefert.
    Der Installer von Sabayon sieht aus wie ein zusammengestrichener Anaconda und scheint es wohl auch zu sein. Sabayon 5.4 soll zwar offiziel btrfs als Dateisystem unterstützen, auswählen konnte ich es aber nicht bei der Installation.

    Bereits früher hatte ich den Eindruck, dass sich Sabyon eher an Freunde von Multimedia richtet, so waren auf jeden Fall die entsprechenden Bibliotheken zur Wiedergabe von MP3 installiert, auch Flash wurde standardmäßig installiert und ebenso LibDVDCSS und das ist auch heute noch so. Warum man dann aber als Standardmusikplayer auf den eher schlanken Audacious setzt ist mir einerseits ein Rätsel könnte aber auf der anderen Seite damit zusammenhängen, dass man gleichzeitig das XBMC-Mediacenter mitinstalliert bekommt. Welches sich entweder aus der laufenden Desktopsession oder aus dem GDM heraus starten läßt.
    Aus meiner Sicht rechtfertigt die alleinige Installation der entsprechenden proprietären Bibliotheken nicht die Beliebtheit der Distribution, dafür gibt es auch noch andere Lösungen. Aber vielleicht beantwortet mir ja nun einmal jemand die Frage, warum diese Distribution sich solcher Beliebtheit erfreut.

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    Chakra – Linux Tantra

    September 27th, 2010 von buergermeister

    Gestern wurde die Version 0.2.2 von Chakra Linux released, eine Linux Distribution die “noch” auf ArchLinux basiert und auf KDE SC als Desktop Enviroment setzt. Chakra Linux wird von den Entwicklern, der für ArchLinux modifizierten KDE-Version KDEmod entwicklelt. Im Mai gaben die KDEmod Entwickler jedoch bekannt, sich in Zukunft von ArchLinux als Plattform zu lösen und Chakra als Plattform für KDEmod weiterzuentwickeln. Chakra bietet eine Live-CD mit graphischem Installer und eine KDE4 Desktopumgebung.
    Ich habe die neueste Version heruntergeladen und ausprobiert. Chakra bietet auch Unterstützung für proprietäre Treiber von NVidia und ATI an, was man aber wenn man das nicht möchte im Bootmenü abwählen kann. Nach dem Booten bekommt man einen etwas angepaßtem KDE-Desktop zu sehen, der unter anderem die Lizenzhinweise und ein Icon zum graphischem Installer feilbietet. Der Installer ist durchaus schick und auch für Einsteiger intuitiv bedienbar. Was allerdings einige schocken könnte, trotz der Einstellung Deutsch, ist er komplett in englisch, inklusive der Slideshow wo man anscheinend Bilder benutzt. Die ganze Installation hat nicht ganze 20 Minuten gedauert und wird vom Tribe genannten Installer erledigt. Allerdings setzt man auch nicht auf alle KDE-Applikationen als Standard, so wird zum Beispiel der beliebte AmaroK nicht mit installiert. Stattdessen kommt Bangarang und JuK als Multimediaplayer zum Einsatz.

    Für die Paketverwaltung hat man ein eigenes, noch recht spartanisch anmutendes Programm namens CInstaller entwickelt. Gimp, Inkscape und Firefox bleiben ebenfalls aussen vor und eine Office-Suite auch nicht KOffice wird ebenfalls nicht standardmäßig installiert. Letzteres kann man nachinstallieren, nach Gimp oder Inkscape sucht man in CInstaller allerdings vergeblich. Man kann sicher dafür auch die entsprechenden ArchLinux-Pakete benutzen, aber daran würden Einsteiger sicher scheitern. Chakra Linux ist wirklich eine GTK-freie Distribution.
    Fazit: Chakra Linux ist derzeit noch zu spartanisch und in einem zu frühen Entwicklungsstadium um wirklich für einen Einsteiger oder normalen Anwender empfohlen werden zu können, dass was man allerdings sieht kann in Zukunft eine schicke Linuxdistribution werden. Chakra wird aber immer etwas für Puristen bleiben, die das KISS-Prinzip mögen.

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  • Gnome 3 explained – Interview mit Vincent Untz

    September 15th, 2010 von buergermeister

    Diese Interview wurde von Henne Vogelsang mit Vincent Untz geführt um mehr über den “Explaining GNOME 3 Vortrag zu erfahren, den er auf der openSUSE Conference halten wird zu erfahren. Das Original könnt ihr hier finden. Das Portrait von Vicent ist “shameless stolen” aus dem Flickr Account von Frederic Crozat

    henne: Hallo Vicent, schön Dich in dieser Serie zu haben. Lass uns über Deinen Vortrag sprechen aber vorher solltest Du dich vielleicht kurz vorstellen, es kann ja sein das Dich nicht alle hier kennen. Also wer bist Du und was machst Du so?

    vincent:Also für alle die mich nicht kennen, ich schätze da sind einige Millionen da draußen, ich bin Vincent. Die zwei wichtigsten Dinge die man über mich wissen muss sind, dass ich Franzose bin und Eiskrem liebe. Wenn ich gerade keine Eiskrem essen, dann leiste ich einen Beitrag zu freier Software. Ich arbeite für GNOME und openSUSE und das schönste ist, ich kann an beiden zur gleichen Zeit arbeiten, wenn ich an GNOME in openSUSE arbeite. Dank Novell kann ich Vollzeit zu beiden Projekten beitragen, da ich zum openSUSE Boosters Team gehöre.

    henne: tja da sind wir nun und denken, Du ißt eigentlich nur Baguettes

    vincent: Ich weiß nicht ob Dein Kommentar über Baguettes im Interview landen wird, aber wenn es das tut dann muß ich bemerken, dass sich Eiskrem und Baguettes nicht wirklich vertragen.

    henne: Alles was Du sagst wird ins Interview kommen, also benimm Dich besser :D Der Titel deines Vortrages lautet Exlaining GNOME 3, ich denke der Vortrag wird uns GNOME 3 erklären, aber was muß da erklärt werden?

    vincent: Oh, eine Sache die man noch über mich wissen muss ich reiche immer Vorträge mit Titeln ein, wo ich am Ende gar nicht weiß worüber ich reden werde. So am Ende kann es sein, dass “Explaining GNOME 3″ etwas ganz anderes sein wird, als Du erwartest.
    Aber ich werde schon über das eingereichte Thema reden, weil GNOME 3 für das GNOME Prjekt ein ganz großer Schritt ist und was wir versuchen damit zu erreichen nicht immer offensichtlich ist für Leute ausserhalb des Projektes.
    Am Ende sind da zwei Teile, wo ich derzeit denken das könnte das Publikum in meinem Vortrag interessieren:

    1. Warum macht das GNOME Projekt den Schritt zu GNOME 3 anstatt bei GNOME 2.x zu bleiben? Am Ende GNOME 2.x waren immer evolutionäre Schritte und das behalten wir auch bei.

    2. Die Vision, was soll GNOME 3 für uns werden, Menschen, denken nicht oft an größere Endziele eines Projektes und das klar zu stellen, kann uns helfen das man versteht warum wir diese Änderungen in GNOME implementieren.

    Ein dritter Teil, soll die GNOME Shell erklären, wo wir denken das wird ein großer Schritt sein, den die Benutzer spüren werden, weil es die Art wie sie mit ihrem Computer interagieren ändern wird.

    henne: Wenn Du sagst GNOME 3 versucht nicht evolutionär zu sein, meint das GNOME 3 wird nicht auf dem basieren, was GNOME 2.x derzeit ist? Und das nachdem Evolution eigentlich auch Vererbung bedeutet.

    vincent: Ein Teil von GNOME 3 basiert auf GNOME 2. Eine Menge Arbeit für GNOME 2.30 und 2.32 steckt in der Migration unserer Applikationen auf GNOME 3 Technologien und die meisten dieser Technologien sind aktuell kompatibel mit GNOME 2 und wir waren so klug das auf diese Weise zu tun.
    Am Ende aber sind da andere Bestandteile von GNOME 3 und das sichtbarste davon ist die GNOME Shell und dies sind komplett neue Bestandteile. Zusammengefaßt heisst das einige Teile der Veränderungen in GNOME 3 sind evolutionär während andere große Veränderungen mit sich bringen, so das man sie schlecht evolutionär nennen kann. ;)

    henne: Verstehe, aber warum macht ihr dann so große Veränderungen?

    vincent: Das ist ein Teil unserer Vision, in der Vergangenheit haben wird versucht den Desktop anzupassen um ihn benutzbar zu machen. Dieses Mal designen wir den Desktop gleich benutzbar zu sein.

    henne: Heißt also ein Neustart, dass klingt gut. Wenn Du von Visionen sprichst, ist da irgendetwas greifbares? Ein Dokument, sagen wir einmal mit einer Reihe von Regeln was nützlich ist und was nicht?

    vincent:Wir hatten immer derartige Dokumente, wie zum Beispiel die GNOME HIG (Human Interface Guidelines) und wir passen diese natürlich für GNOME 3 an.
    Wir haben aber auch ein Design-Dokument die GNOME Shell, welches die Überlegungen für die Entscheidungen welche wir dafür gemacht haben erklärt.
    Aber wenn wir über einen greifbaren Satz dieser Vision sprechen, dann kann ich nur sagen ich denke, die meisten von uns wissen, was einen Computer für die Masse der Benutzer nutzbar macht.

    henne: Was denkst Du ist der Grund das GNOME 2 hindert, benutzbar für die meisten Leute zu sein?

    vincent: Ich würde sagen GNOME 2 ist für die meisten Leute eigentlich benutzbar. Der Grund GNOME 2 zu nehmen, anstatt einer Alternative ist, bietet diese irgendetwas substantiell besseres?

    henne: So also benutzbar und von den meisten Leuten gwünscht, kann man das so zusammenfassen?

    vincent: Ja aber aktuell es ist mehr als das. GNOME 3 arbeitet auch ein klein wenig anders, man kann es intuitiver bedienen und das wird offenbar eben auch gewünscht :)

    henne: Du sprichst öfter über die GNOME Shell und dass GNOME einiges an Plänen mit ihr hat, wir würden gerne mehr darüber wissen. Was ist die GNOME Shell? Ein weiterer Terminal-Emulator?

    vincent: (Lacht) Die Shell in einem Desktop Enviroment ist der Part des Desktop der die verschiedenen Hauptfunktionen behandelt, das Starten von Programmen, umschalten zwischen den Fenstern, den Computer herunterfahren und ähnliches. Aber das ist eine Bezeichnung, wo sich die Endbenutzer nicht viel Gedanken darüber machen sollten. Wir haben eben diesen Teil von GNOME Desktop für GNOME 3 redesigned und der Name diese Projektes ist eben GNOME Shell. Das ist warum wir so oft darüber sprechen. :)

    henne: also das was Alterfahrene einen Windowmanager und ein Panel nennen würden?

    vicent: so in der Art in etwa, ja

    henne: In diesem Bereich gehen eine Menge Veränderungen vor. Vor allem seit dem die Menge der Anforderungen für die entsprechenden Geräte explodiert. Was ist so spezielles an der GNOME Shell?

    vincent: Zuerst und das ist wichtig, die GNOME Shell ist designed direkt für Computer und nicht für alle Art von Geräte. (aber GNOME selbst ist nicht nur für Computer, die GNOME Plattform kann und wird für die verschiedensten Geräte benutzt, wie Telefone, GPS, medizinische Geräte und viele mehr.) Die Shell hat verschiedene schicke Designfeatures. Sie ist designed um gut auf Netbooks oder größeren Computern zu arbeiten und auch die Nutzung eines Touchscreens als Eingabegerät, war von Beginn an Teil des Designs. Die meisten (wenn nicht alle) der anderen Desktop Shells für Computer haben dieses Feature nicht direkt in ihr Design eingebaut. Ausserdem haben wir festgestellt, dass die Shell für die meisten ein langweiliger Teil des Desktop ist und sich deshalb wenig Gedanken darüber machen. Das meint aber eben nicht, dass dieser Teil häßlich sein muss, im Gegenteil wir versuchen es schön zu designen und das so wenig aufdringlich als möglich, aber wir möchten, das die Shell die Arbeit für die Nutzer erleichtert.

    henne: Kannst Du uns ein Beispiel geben, wie das geht? Wie kann ich mir die Arbeit erleichtern?

    vincent: Klar kann ich dass, besuch doch einfach meinen Vortrag :) Ich kann da ein paar Hinweise geben, wie das umschalten zwischen verschiedenen Activities, Alarmierungen…

    henne:Activities? Das ist etwas, was ich nun sehr spät zum ersten Mal höre…..

    vincent: Tatsächlich :) Was wir Activity in GNOME nennen ist etwas, was der Nutzer tut: im Web surfen, Fotos sortieren, seine Buchführung machen und andere solche Dinge.

    henne: So die Shell wird sich anders verhalten oder aussehen wenn ich im Web surfe als wenn ich meine Fotos sortiere?

    vincent: Nein sie wird sich nicht in Abhängigkeit von der Activity unterschiedlich verhalten, jedenfalls nicht im Moment. Aber eines der Ziele ist es einfacher für die Menschen zu machen neue Activitys zu starten und die laufenden zu organisieren und wie ich sagte zwischen den verschiedenen Aktivitäten umzuschalten.

    henne: Also einen Desktop für meinen Firefox zum Surfen im Web, einen für F-Spot um meine Fotos zu managen und so weiter?

    vincent: Das könnte ein Beispiel sein, ja. Während wir vorher eine statische Konfiguration für Arbeitsbereiche hatten, haben wir nun Arbeitsbereiche, die vom Nutzer dynamisch hinzugefügt und entfernt werden können, um ihm das zu geben was er braucht. Das ist eines der schicken Features der GNOME Shell.

    henne: Das hört sich wie eine nützliche Kombination der verschiedenen Philosophien der Arbeitsbereiche an. Ist das Ergebnis etwas, wozu andere Desktopumgebungen GNOME inspiriert haben? MeeGo (ein weiterer Punkt der openSUSE Conference 2010) hat da ja eine ähnliche Herangehensweise.

    vincent: Da ich nicht derjenige bin, der an diesem Design gearbeitet hat, kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen ob das von anderen Desktopumgebungen inspireirt wurde. Aber dieser Teil des Designs war bevor MeeGo (und vor ihm Moblin2) öffentlich waren, also kan man sicher sein, dass MeeGo diesen Teil inspireirt hat. Aber ich weiss das MeeGo und die GNOME Shell (oder GNOME als Ganze) Leute eng zusammenarbeiten, heutzutage teilen wir viele Technologien und Designziele. Zum Beispiel beide die Meego shell und die GNOME Shell nutzen die gleiche Infrastruktur von der technologischen Seite gesehen.

    henne: Interessant wirklich und Collaboration Across Borders eben auch hier! Wen intressiert es, wo der Ursprung für dieses Design herstammt, richtig? Solange wir uns gegenseitig inspirieren. Wenn wir schon beim Thema Collaboration sind, du selbst hast eine lange Vergangenheit in einem FLOSS Prjekt, welches eben GNOME ist. Wie ist deine Erfahrung in der Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und würdest Du sagen da hat sich das in der letzten Zeit verändert hat?

    vincent:Yep, 8 Jahre, ich kann mich noch an meine ersten Tage erinnern. :-) Ich denke die Zusammenarbeit hat seit dem sehr zugenommen. Während wir vorher in unserer kleinen Ecke (dem Desktop) gearbeitet haben, arbeiten wir nun Leuten vom gesamten Stack bis hinunter zum Kernel. Zum Beispiel um einen wirklich benutzbaren NetworkManager zu schaffen, war eine Menge Arbeit auch in den unteren Bitebenen nötig und altbewährte Nutzer können sich sicher noch erinnern, ein externes Medium zu mounten war nicht immer so einfach. Dafür waren Änderungen und Features fast überall von Nöten. Ein weiteres Beispiel sind die Power Management Features. Heute sind wir in der Lage, dank dieser Zusammenarbeit, einen glänzend gut benutzbaren Desktop anzubieten.

    henne: Stimmt, der ganze Stack ist heutzutage mehr integriert. Ich kann mich noch an die Tage erinnern, wo ich Leuten helfen musste ihre /etc/modules.conf zu editieren umd ihre Soundkarte zum laufen zu bringen und ähnliche Dinge. Wieviel dieser Änderungen glaubst Du sind den Distributionen, wie zum Beispiel openSUSE zu verdanken?

    vincent: Die Idee auf diese Weise beizutragen kann man nicht wirklich den Distributionen zu rechnen. Aber wie auch immer, was einzigartig bei den Distributionen im Gegensatz zu anderen gebräuchlichen Softwareprojekten, dass man und das weißt Du selbst, mit Leuten von verschiedenen Leuten des Stack zusammen arbeitet und das war ein kritischer Punkt um diese Idee der Zusammenarbeit in die Wirklichkeit umzusetzen.

    henne: Was mir aufgefallen ist, die Rolle dessen, der die Gesamtintegration zu leisten hat ist zu den Upstream-Projekten übergegeangen. in den alten Tagen hatten diese Rolle die Distributionen. Neuerdings spielen wir nur noch eine Rollen die verschiedenen Leute zusammen zu bringen und ihnen Spielraum zu geben.

    vincent: Ja und Nein. Die Leute die diese Integration ermöglichen sind immer noch die Leute, die an den Distributionen arbeiten, aber die Leute in den Upstream Projekten wo diese Integration benötigt wird tun das heute selbst. In der Vergangenheit musste das getan werden und dann in den Upstream gebracht werden, von dieser Seite hat es sich verändert.

    henne: Es gibt mehr und mehr freie Software ;) Wieviele Distributionen, denkst Du werden wir 2020 haben? Mehr oder weniger?

    vincent: Wir haben immer verschiedene Distributionen, weil die Leute es mögen ihr ganzes System von Grund auf zu bauen. Aber ich denke, wir werden wohl auch weiterhin 3 “Haupt”-Distributionen haben (oder weniger) ansonsten genauso viele Distributionen wie heutzutage.

    henne:Okay, eine letzte aber wirklich wichtige Frage. Wirst Du Luboš Lunak (KDE) eine Chance für eine Revanche für den Eiskrem-Ess-Wettbewerb geben um seine Niederlage, während des Boosters Kick-Off im vergangenen Jahr wieder wett zu machen. Vielleicht auf der Konferenz-Party? Ich spendiere die Eiskrem!

    vincent: Ja zur Hölle, er bekommt eine Chance es zu versuchen, aber ich befürchte keine Chance zu gewinnen :) Er ist ein guter Herausforder, mit etwas mehr Training…..

    henne: Ok wir werden sehen ob er deine berühmte “Schmelzlöffel”-Technik schlagen kann. So Danke für deine Zeit Vincent und wir alle, warten mit Spannung auf deinen Vortrag auf der Konferenz!

    vincent: Bitteschön, wir sehen uns dann alle in Nürnberg!

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    Enlightenment, die ewige Suche nach der Erleuchtung

    September 1st, 2010 von buergermeister

    Als ich die Übersicht über die Home Theater PC geschrieben habe, habe ich auch über GeeXboX 2.0 und die Entwicklung Enna berichtet. Enna setzt auf die EFL (Enlightenment Foundations Libraries) vom Enlightenment Projekt. Über den Windowmanager für den diese Bibliotheken eigentlich entwickelt werden, habe ich vor langer Zeit einmal geschrieben, dass war Anfang 2007. Damals war E17 wie der Enlightenment-Desktop auch kurz genannt wird relativ frisch, E17 ist allerdings die in der Entwicklung befindliche Version dieses Desktop Enviroment. Mit den EFL soll ein flexibler und dennoch mächtiger als auch einfach zu verwendenden Satz von Werkzeugen geschaffen werden. Die Bibliotheken werden portabel und optimiert gehalten, damit sie sogar auf Geräten wie PDAs oder ähnlichem funktionieren.
    Kurz nach dem vor rund 3 Jahren ein kurzer E17-Boom herrschte gab es natürlich auch eine ebuntu-Distribution, die hat allerdings schon zum zweitenmal den Namen gewechselt, Geubuntu und heute openGEU. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Distributionen, die auf Enlightenment als Default-Desktop setzen, zum Beispiel gOS, welches ebenfalls auf Ubuntu/Debian basiert. Fürs ein einfaches Testen von Enlightenment gibt es eine Live-Distribution – Elive genannt. Ich habe einen wirklich nur sehr kurzen Blick auf openGEU geworfen. openGEU stammt aus Italien, was man an den klangvollen Releasnamen unschwer erkennen kann und versucht die Power von Gnome mit dem Eyecandy von E17 zu verbinden. Die Version 9.10 Codename “Quarto di Luna” war derzeit nicht verfügbar und so habe ich einen kurzen Blick auf die Version 8.10. “Luna Serena” geworfen, welche am 16. März 2009 erschienen ist.
    Die Installation unterscheidet sich überhaupt nicht von dem eines normalen Ubuntu, im Installer ist sogar noch bei der Partiotionierung “ubuntu” erhalten geblieben. Nach der Installation die wirklich zügig von statten geht und einem Reboot wird man bereits von einem optisch gelungenen Loginmanager begrüßt.

    Dank eva der entsprechenden Bibliothek kann man auch ohne entsprechende Hardware 3D Effekte genißen und das ganze läuft rasch und flott. Einige Dinge gibt es noch, so benutzt man Thunar aus XFCE als Dateimanager, verzichtet auch auf das schwergewichtige OpenOffice und bringt stattdessen Abiword und Gnumeric zum Einsatz und als Mailclient setzt man auf Clawsmail. Und so sieht das Ganze aus.

    Die aktuell stabile Version von Enlightenment ist immer noch E16 und dieser ist derzeit beim Stand von 0.16.8.15 welcher am 5. Januar 2009 released wurde. Eigentlich wurde E17 bereits im April 2009 kurzeitig eingefroren und man rechnete im September mit einem Release eines stabilen E17, siehe auch die damalige Meldung bei pro-linux.
    Die stabile Version des Enlightenment ist auf openSUSE oder Ubuntu schnell installiert

    sudo apt-get install e16
    zypper install e16

    Beim Ubuntu-System hatte ich allerdings nachher Probleme eine reine Gnome-Session zu starten. Der Windowmanager wurde einfach mit e16 ersetzt, nicht die feine englische.

    gconftool -s /desktop/gnome/session/required_components/windowmanager metacity -t string

    Bringt einem das Gewohnte in der Desktopumgebung zurück. Dem war aber nicht genug, eigentlich wollte ich mir ja E17 anschauen. openSUSE User finden ein entsprechendes Paket mit dem obligaten oneClick-Installer im openSUSE Buildservice. Ubuntu Nutzer können eine entsprechende Paketquelle hinzufügen:

    sudo vi /etc/apt/sources.list

    dann folgende Zeile anfügen:

    deb http://packages.enlightenment.org/ubuntu lucid main extras
    wget http://packages.enlightenment.org/repo.key
    sudo apt-key add repo.key

    Nach der Installation und dem ersten Login erfolgt eine geführte Konfiguration und dann kann man auch schon den E17 genießen.

    Die binären Pakete sind allerdings nur Momentaufnahmen und manche sind schon etwas älter, so ist das Paket im openSUSE Buildservice der Entwicklungsstand vom 16. Mai 2010 und die im Repository für Ubuntu sind noch etwas älter nämlich vom 11. April. Will man den derzeitigen Entwicklungsstand von E17 testen, dann kommt man ums kompilieren nicht herum. Eine Möglichkeit bietet das Easy-E17 Skript. Bevor man es benutzen kann müssen automake und subversion installiert sein, das Skript checkt dann die aktuellen Quellen aus dem SVN aus und baut daraus den aktuellen Stand des E17 zusammen. Aber Achtung, dass muss nicht immer einen funktionierenden Desktop ergeben! In meinem Testfall hab ich mir damit sofort eine funktionierende E17 Installation zerschossen. Das sollten also wirklich nur die tun, die wissen was sie tun.

    Am Ende bleibt nur eines zu sagen, die nicht wirklich häufigen Releasezyklen bzw. die völlig undurchsichtige Releasepolitik des Projektes verhindern wohl einVerbeitung von Enlightenment, der einst sehr beliebt war, auf dem Linux-Desktop. Die Entwicklung von E17 begann bereits 2001 und dauert nunmehr 9 Jahre, sicher mit einem nicht gerade großen Entwicklerteam braucht das auf jeden Fall seine Zeit. Die selbst gesteckten Ziele sind auf jeden Fall ehrgeizig. Enna oder auch die Erwägung die EFL-Bibliotheken im Ubuntu Netbook Remix für die ARM-Architektur einzusetzen zeigt, wo Enlightenment wohl in Zukunft eher eine Rolle spielen wird und aus diesem Grunde unterstützt wohl Samsung auch die Entwicklung. Ich jedenfalls bin wirklich gespannt, wann denn E17 sein Release haben wird.

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  • Gnome 3.0 Expedition

    August 26th, 2010 von buergermeister

    Mit openSUSE 11.3 wurde eine Previewversion von Gnome3 ausgeliefert und nachdem jetzt mein Desktop auf die Version umgezogen ist, war es an der Zeit das mal ausgiebig auszuprobieren. Das ging bisher nicht, da ich die Factoryversionen immer in virtuellen Maschinen habe laufen lassen und diese nicht über 3D-Grafikunterstützung verfügen. Da die 11.3 auch mit dem Nouveau-Grafiktreiber ausgeliefert wird und der mir so einige Problemchen bereitet, hiess es also erst einmal die proprietären NVidia-Treiber installieren, dass hätte ich aber ohnehin tun müssen.

    Wenn man bisher von Gnome3 geredet hat, dann waren immer 3 wesentliche Komponenten im Gespräch Mutter, Gnome-Shell und Zeitgeist. Mutter wird der neue Window Manager und Metacity ersetzen, so jedenfalls der Plan. Die Gnome-Shell als Plugin für Mutter ist das, was der User am Ende als die optische Veränderung wahrnimmt. Genau das ist was installiert wird, wenn man die “Gnome-Vorschau” installiert.

    zypper install gnome-shell oder apt-get install gnome-shell

    Die Abhängigkeit zu mutter und libgjs wird automatisch aufgelöst. Damit hätten wir die wohl sichtbarste Komponente von Gnome3 installiert oder auch nicht. Denn es ist fraglich ob Gnome3 denn überhaupt die Gnome-Shell enthalten wird. Denn um zu funktionieren benötigt die Gnome-Shell die clutter-core Bibliothek und die ist auf Grund von offenen Copyrightfragen derzeit nicht in Gnome enthalten, sie gilt als externe Abhängigkeit bis die offenen Fragen geklärt sind. Siehe auch die Mail von Vincent Untz vom 2. Juni 2010.
    Und so sieht das Ganze dann im Anschluss aus, hier mit geöffneter Übersichtsansicht (Overview-Modus).

    Im oberen Bereich befindet sich das Panel mit einem Umschalter (Hot corner) für die Übersichtsansicht, schick und nützlich dabei ist, dass man nicht klicken muss sondern es reicht mit der Maus in diese Ecke zu fahren. Die Windowstaste bringt einen ebenfalls in diese Ansicht. Daneben wird die gerade aktive Applikation in Icon- und Schriftform angezeigt. So ganz erschliesst sich mir hier aber nicht der Sinn, die geöffnete Applikation sehe ich ja, die eventuell dahinterliegende blöderweise nicht. Jedenfalls gibt es weder Fensterliste noch -wähler, die es als Applets für das Gnome Panel bisher gab. Applets werden nach Vincent vollkommen verschwinden, da deren Funktionen von der Gnome-Shell übernommen werden. Siehe dazu das Interview mit Vicent von LWN auf der GUADEC. Um die entsprechend dahinterliegende Applikation zu erreichen muss man ALT+TAB drücken, dass war bisher mit STRG+ALT+TAB ähnlich. Auf die gleiche Art und Weise erreiche ich die virtuellen Desktops, die in der entsprechenden Ansicht durch eine schmale Linie dargestellt werden, siehe Abbildung 1.
    Dann in der Mitte angeordnet findet man eine Uhr mit Kalender und auf der rechten Seite des Panel kommen dann die Systray-Icons und das Benutzermenü. Im Benutzermenü (Abbildung 2) findet man folgende Einstellungen: Benutzerinformationen – dort lassen sich Angaben über den Benutzer ändern, Seitenleiste – aktiviert bzw. deaktiviert die Seitenleiste (siehe Abbildung 3 ), Systemeinstellungen – öffnet das Kontrollzentrum, Bildschirm sperren, Benutzer wechseln, abmelden – Benutzer abmelden bzw. wechseln, Ausschalten – Rechner ausschalten, Neu starten, Bereitschaft, Ruhezustand. Die Einstellungen verfügbar, beschäftigt und unsichtbar lassen darauf schliessen, dass man über dieses Menü wahrscheinlich für die verschiedenen Applikationen wie Instant Messenger, IRC usw. seinen Status setzen kann, vorrausgesetzt die Applikationen werden das unterstützen.

    Im Overview-Modus findet man eine Ansicht der virtuellen Arbeitsflächen auf der rechten Seite, weitere Arbeitsflächen können durch klicken auf das “Plussymbol” hinzugefügt werden oder entfernt werden, durch klicken des “Minussymbol”. Ausserdem kann man die Ansicht der virtuellen Arbeitsflächen wählen, entweder als Gesamtansicht wie auf der obigen Abildung oder sich in vergrößerter Form die einzelnen Arbeitsflächen anzeigen lassen, wobei man dann unten eine kleinere Darstellung zum umschalten findet und einen Scrollbalken mit dem man ebenfalls zwischen den verschiedenen Arbeitsflächen navigieren kann.
    Auf der linken Seite findet man ein Suchfeld, mit dem man Applikationen, Dateien finden kann. Die Suche erstreckt sich dabei auch auf die Beschreibungstexte der Applikationen (siehe Abbildung 5). Darunter befindet sich ein Feld mit den gerade benutzten Applikationen, der rechte Mausklick auf das entsprechende Icon öffnet ein Kontextmenü in dem mir unter anderem angeboten wird die Applikation unter meine Favoriten aufzunehmen. Was meiner Ansicht bedeuten würde, diese entweder ganz oben im Applikationsmenü oder in dem gleichen Menü immer anzuzeigen. Beides habe ich allerdings nicht wahrgenommen. Ist keine Anwendung geöffnet werden die zuletzt geöffneten angezeigt. Wie gerade angesprochen gibt es ein Applikationsmenü, welches sich öffnet wenn man auf das Feld “Anwendungen” klickt. Die Applikationen sind nur alphabetisch sortiert und das artet schon bei einer Standardinstallation in Scrollstress aus. Was mich persönlich nicht weiter stört, ich habe das Gnome-Menü bisher nur in den seltesten Fällen verwendet. Darunter findet man einen Schnellstarter für Geräte und Verzeichnisse und ganz unten die zuletzt geöffneten Dateien.
    Wie oben bereits angedeutet, ich nutze selten das Gnome-Menü ich starte meine Anwendungen entweder aus einem Terminal heraus oder benutze ALT+F2, diese Tastenkombination (siehe Abbildung 4) gibt es auch weiterhin, es gibt aber ein paar kleine “Geheimnisse” dazu, r oder restart startet mutter neu und lg bringt das sogenannte Looking Glass zum Vorschein, einen JavaScript Debugger. Allerdings beherrscht meine Version noch keine Autocompletion, was ich schwer vermisse.
    Gnome-Shell bringt aber noch ein ganz anderes nützliches Feature mit CTRL+ALT+SHIFT+R startet nämlich einen Screencast und die gleiche Tastenkombination hält die Aufzeichnung auch wieder an, nach der im Home-Verzeichnis eine Datei mit Datumsbezeichnung-ggf.Nummer.ogv abgelegt wird. Das aufgezeichnet wird, wird durch einen gut wahrnehmbaren rotleuchtenden Punkt in der rechten unteren Ecke angezeigt, darunter befindet sich noch eine Art Balken, dessen Sinn sich mir aber bisher nicht erschlossen hat. Der Leuchtpunkt befindet sich zwar mitten im Desktopbereich, wird aber nicht mit aufgezeichnet. Gefällt mir gut das Feature, einziger Wermutstropfen bei meinen Versuchen wurde kein Sound mit aufgezeichnet.
    Die Gnome-Shell soll ein weiteres Feature bieten, den Magnifier. Der Magnifier ist ein vor allem auf Accessibility (A11y) ausgerichtetes Feature. Gemäß der Beschreibung bei Gnome, müßte ich den Magnifier über das GConf-Werkzeug unter /desktop/gnome/accessibility/magnifier/show_magnifier aktivieren. Ich habe es allerdings nicht dort gefunden und das obwohl gnome-mag (Gnome Bildschirmlupe) als solches installiert war. Magnifier macht nichts anderes als mittels des Compositing eine weitere Ansicht hinzu zufügen, die gut konfigurierbar ist und sehbehinderten Menschen helfen soll. Ein kleines Video (86MB) über die Arbeitsweise dieses Tools kann man hier finden.
    Das waren im Ganzen die Features die Gnome-Shell bietet, zu Gnome3 gehören aber wie bereits ganz oben erwähnt mehr Dinge, nämlich Zeitgeist.

    Zeitgeist ist eigentlich das Feature worauf ich ich am meisten freue, wenn es denn einmal fertig ist. Zeitgeist ist um das einmal kurz auszudrücken ein File Journaling Service. Federico Mena hat hier einmal niedergeschrieben, wie er die Idee zu Zeitgeist hatte. Zeitgeist wird aber nach derzeitigen Stand nicht in Gnome3 enthalten sein, da die einzige Applikation, die die Engine verwendet das Activity Journal aus Gründen der GUI-Gestaltung abgelehnt wurde in Gnome3 aufgenommen zu werden (siehe obigen Link). Nichts destotrotz läßt sich Zeitgeist als auch das Gnome Activity Journal installieren.

    zypper install zeitgeist zeitgeist-lang gnome-activity-journal gnome-activity-journal-lang

    sudo add-apt-repository ppa:zeitgeist/ppa
    sudo apt-get update
    sudo apt-get install gnome-activity-journal

    Nach der Installation findet man das Activity Journal unter den Anwendungen im Menü, bei ubuntu unter Anwendungen/Zubehör/Tagebuch der Aktivitäten und bei openSUSE  zuerst unter den neuen Anwendungen und später unter Dienstprogramme. Bei meiner openSUSE Version, scheint wohl irgendetwas schiefgewickelt, jedenfalls finde ich keine Einstellungsmöglichkeiten, wie bei der gleichen Version auf Ubuntu verwendet.

    Dieses Einstellungsmenü bietet aber auch nicht all zuviel, auf der einen Seite den Wechsel der verschiedenen Ansichten und auf der anderen kann ich bestimmte Pfade von der Indizierung ausschliessen. Das Journal visualisiert die von Zeitgeist indizierten Daten der Dateien an denen man gearbeitet hat. Man kann entweder in der oberen Zeitleiste oder der unteren scrollen und sehen, an welchen Dateien man gearbeitet hat, über den Rechtsklick und das Kontextmenü erreicht man auch eine genauere Ansicht der Datei, man kann unter anderem sehen mit welchem Programm man daran gearbeitet hat. Man kann die entsprechenden Dateien auch aus jeder Ansicht direkt öffnen. Bis jetzt ist das Ganz noch nicht so spektakulär, aber die Ideen die man zur Nutzung zu Zeitgeist hat sind es im Anschluss aber auf die Umsetzung wird man noch eine ganze Weile warten müssen.

    Ein weiteres interessantes Feature, jedenfalls von Tablet-Rechnern oder ähnlichem dürfte Caribou sein, ein OnScreen Keyboard. Für Ubuntu hab ich keine paketierte Version gefunden, Ubuntu-Nutzer müssen dafür wohl die Caribou-Sourcen von den FTP-Servern des Gnome-Projetes nutzen, kompilieren steht allerdings nicht an, die Applikation ist in Python umgesetzt. openSUSE Nutzer finden im Buildservice eine von Vincent Untz gepackte Version. Caribou ist nicht so spektakulär und befindet sich in einem wirklich frühen Entwicklungsstadium (Version 0.0.2)

    Weniger visuell ist der gnome-color-manager zur Verwaltung von Farbprofilen. Dieser erlaubt das einfache installieren von Farbprofilen und das kalibrieren der verschiedenen Ausgabegeräte. Ebenso weniger visuell ist open-tts als text2speech framework, welches aber gerade einmal als Version 0.1 vorliegt. Empathy wird in immer mehr Distributionen der Default Instand Messenger und dieser setzt auf dem Telepathy framework auf. Für dieses wird telepathy-logger kommen, als Schnittstelle zum Logging auf die dann unter anderem Zeitgeist zugreifen kann.

    So ich denke, das ist genug mit der Exkursion in die Welt von Gnome3 von der nächsten Monat eine Vorabversion erscheinen soll und die dann mit einem halben Jahr Verspätung im März released werden soll. Was am Ende heisst weder Ubuntu 11.04 noch openSUSE 11.4 werden Gnome3 enthalten sondern höchstens zur Nachinstallation anbieten, da die Feature Freeze für beide Distributionen vor dem Releasetermin von Gnome3 liegen.

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    KDE 4.5 released

    August 10th, 2010 von buergermeister

    Mit einer kleinen Verspätung von rund einer Woche ist es nun soweit, KDE steht in der Version 4.5 zum Download zur Verfügung. Neben einer Menge Bugfixes gibt es auch einige kleinere Änderungen, so kann man beispielsweise als HTML-Engine Webkit anstatt KHTML benutzen (die Umstellung ist aber schwer zu finden, finde ich). KHTML bleibt aber weiterhin der Default. Das Kontrollzentrum von KDE wurde überarbeitet und auch der Systemabschnitt kommt mit einem einheitlicheren Look&Feel daher. Wesentliche Änderungen gibt es zum Beispiel nur bei Marble, der jetzt über einen Routenplaner verfügt und nunmehr über ein Offlinefeature verfügt, mit dem man für Reisen benötigte Karten herunterladen kann. Viel mehr gibt es wirklich nicht zur neuen Version von KDE zu sagen. Mehr natürlich im entsprechendem Announcement.

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  • Desktop Summit 2011

    Juli 30th, 2010 von buergermeister

    Die beiden großen Desktopumgebungen haben ja im vergangenem Jahr ihre Großveranstaltung gemeinsam durchgeführt. Vom 3.-11. Juli 2009 trafen sich also die Entwickler von Gnome und KDE auf Gran Canaria zum Desktop Summit. Dieses Jahr haben beide Projekte ihre Veranstaltungen wieder getrennt durchgeführt, KDE seine aKademy in Tampere in Finnland und Gnomes Guadec in Den Haag läuft ja gerade.

    Beide Projekte waren sich allerdings darüber einig, im nächstem Jahr wieder gemeinsam eine Veranstaltung durch zu führen. Bisher stand allerdings noch nicht fest, wo die Veranstaltung stattfinden wird. Klar war nur, dass es auf Grund der Reisekosten ein Ort in Europa sein wird.

    Nun steht mit Berlin der Ort und auch der ungefähre Zeitpunkt fest, der nächste Desktop Summit wird im August 2011 sein.

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    Xnoise – ready to rock!

    Juli 24th, 2010 von buergermeister

    Als ich mich mit Peppermint Ice beschäftigt habe, bin ich auf einen ziemlich schlanken Medienplayer gestoßen – Xnoise. Xnoise konzentriert sich auf das Wesentliche. Während andere Medienplayer sich immer mehr darauf konzentrieren, Last.fm, Magnatun und weiß der Teufel nicht alles zu integrieren. Xnoise setzt daher nicht wie beispielsweise Banshee auf Mono, sondern auf die Programmiersprache Vala. Zum Speichern der Metadaten und der Speicherorte der Medien setzt man auf eine sqlite-Datenbank, was natürlich bei größeren Sammlungen auch seine Nachteile hat.
    Für den Einsatz auf dem Netbook, wo man nicht riesige Sammlungen anlegt, sondern nur für Unterwegs eben eine gewisse Anzahl ausgesuchter Stücke mitführt scheint mir Xnoise allerdings ideal. Neben den blanken Abspielen der Queue bietet auch Xnoise einen Zufallsmode oder Wiederholt Stücke, wie angegeben. In der Standardausgabe registriert Xnoise keine Veränderungen innerhalb der angegebenen Medienverzeichnisse, dafür gibt es allerdings ein Plugin.

    Installieren läßt sich Xnoise ganz einfach:

    sudo vi /etc/apt/sources.list

    hinzufügen der entsprechenden Repositories:

    deb http://ppa.launchpad.net/shkn/xnoise/ubuntu lucid main
    deb-src http://ppa.launchpad.net/shkn/xnoise/ubuntu lucid main

    sudo apt-get update
    sudo apt-get install xnoise xnoise-plugins-core

    damit Xnoise Mp3 Dateien wiedergeben kann, wird noch folgendes Paket benötigt: gstreamer0.10-fluendo-mp3
    Für mich ist Xnoise wirklich eine Alternative zu den fetten überfrachteten Konkurrenten. Ich hoffe nur sie bleiben bei dem schmalen Ansatz und fangen nicht an, des Geldes wegen all die Dienste zu integrieren, wie die anderen Medienplayer.

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  • Exotische Distributionen – Peppermint OS

    Juli 22nd, 2010 von buergermeister

    Peppermint OS ist eine auf Ubuntu und Linux Mint basierende Distribution, die es sich zum Ziel gesetzt hat besonders leicht und schnell zu sein. Peppermint kommt in zwei Varianten daher Peppermint One und Peppermint Ice. Wobei Ice die leichtere Variante ist und sich auch in einigen Applikationen unterscheidet, so kommt in dem Fall statt Firefox wie bei One, Chromium als Defaultbrowser mit. An Systemvorrausetzungen ist Peppermint auch gar nicht so hungrig, es reichen 192MB RAM und 4GB Plattenkapazität.
    Peppermint kommt mit Xorg 1.7.6 und Openbox 3.4.11.2 daher als Desktopenviroment kommten zum größten Teil die Komponenten von LXDE zum Einsatz. Bei größeren Anwendungen wie etwa dem Office setzt Peppermint auf GoogleDocs, ebenso beim Mailclient wo Googlemail der Standard ist als Kalenderapplikation natürlich der Googlekalender. Für den Einsatz dieser Webapplikationen wird Mozillas Prism Technologie benutzt. Für die Grafikbearbeitung setzt man ebenso auf eine Webapplikation Pixlr und ausserdem kommen noch Hulu, Last.fm, Youtube, Pandora und The Cloud Player mit. Für die Datensicherung in der Cloud bringt Peppermint Dropbox mit. Für das Abspielen von Musik ist der schlanke auf GTK basierende Exaile an Bord.

    Die wesentliche Änderung bei Peppermint Ice ist Chromium als Standardbrowser, wobei der stark verändert wurde. Die Peppermintentwickler nennen die Änderung SSB – Site Specific Browser, die Menü- und Statusleiste des Browsers wurden entfernt und ausserdem wird jede Seite in einem eigenem Fenster gestartet. Damit SSB endgültig Mozillas Prism ersetzen kann, wurde die Applikation Ice entwickelt, mit der man Webapplikationen ebenso einfach hinzufügen kann wie bei Prism. Eine kleine Abweichung zwischen der One und Ice-Version gibt es dann noch und zwar kommt als Muskplayer bei Ice XNoise statt Exail zum Einsatz.
    Beide Versionen kommen als installierbare Livemedien (444MB und 415MB) daher, der Installationsprozeßunterscheidet sich kaum von dem der Ubuntu LXDE-Variante Lubuntu.
    Für mich sind derartige Distributionen eher nette Spielereien, hier ist schon interessant Chromium statt eines Mozillaproduktes zu verwenden, da man ja Chromium nachsagt etwas weniger Ressourcen zu verbrauchen und doch schneller zu sein. Eben nett der Ansatz Mozillas Prism quasi nachzubauen. Trotzdem ganz nette Sache.

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  • Daten in der Cloud – SpiderOak

    Juli 16th, 2010 von buergermeister

    Mit der gestern veröffentlichten neuen openSUSE Version 11.3 wird auch ein Backup-Client namens SpiderOak mit ausgeliefert. SpiderOak gibt es für Linux, Windows als auch Mac und ermöglicht es, seine Daten auf einen externen Server zu sichern und synchron zu halten. SpiderOak ermöglicht es dem Nutzer jedes von ihm angegebene Verzeichnis auf seinem Computer zu sichern andere Dienste wie Dropbox ermöglichen ja nur ein Verzeichnis. SpiderOak löscht dabei keine jemals auf den Server gespeicherten Daten oder überschreibt diese, das muss manuell vom Client aus getan werden. Die Daten können jederzeit im Hintergrund übertragen werden. Es ist möglich Verzeichnisse über sogenannte ShareRooms im Web mit anderen zu teilen.
    SpiderOak nutzt dabei verschlüsselte Datenträger und clientseitige Keygeneration, so das auch Mitarbeiter von SpiderOak keinen Zugang zu den Daten der Nutzer haben. Das nennt man “zero-knowledge Datenverschlüsselung”. Zur Verschlüsselung wird eine Kombination von 2048 RSA und 256-bit AES benutzt.
    Einige Komponenten des SpiderOak Clienten sind OpenSource und der Client soll in Zukunft vollkommen OpenSource werden.

    SpiderOak bietet zwei verschiedene Account-Typen an, den kostenlosen mit 2GB Speicherplatz und SpiderOak Plus+ für 10$ bzw 5$ monatlich für Studenten für jede weitere 100GB oder 100$ im Jahr für je 100GB. Nach oben setzt dabei nur der Geldbeutel die Grenze. Zur Zeit offeriert SpiderOak einen 155igen Rabatt für alle die openSUSE benutzen. Einfach openSUSE bei der Anmeldung angeben.

    SpiderOak läßt sich bei openSUSE einfach via zypper oder YaST installieren, man findet es in den Non-OSS Repositories, aktuell läßt sich da aber eine Paketabhängigkeit nicht auflösen, die sollte aber mit den nächsten Updates verschwinden. Als Lösung dafür kann man derzeit den Client von SpiderOak installieren, der unterliegt dann aber nicht dem Updatzyklus. Aber auch für andere Linux-Distributionen gibt es entsprechende Pakete. Unter Download auf den Seiten von SpiderOak findet man derzeit Softwarepakete für CentOS/RHEL, Debian Etch, Debian Lenny,  Slackware 12.1, Ubuntu Gutsy Gibbon, Ubuntu Hardy Heron, Ubuntu Intrepid Ibex, Ubuntu Jaunty Jackalope, Ubuntu Karmic Koala, Ubuntu Lucid Lynx und für rpm-basierte Distributionen wie openSUSE, Fedora und Mandriva.

    Nach der Installation kann man den Client starten und sich entweder ein Konto anlegen oder mit einem bestehenden Konto verbinden. Das Setup des Account ist mit wenigen Schritten getan und an desem Ende werden die Schlüssel generiert, dannach gilt es die entsprechenden Verzeichnisse auszuwählen und schon kann man die Daten überspielen. Irgendwie kinderleicht das Ganze.

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    Mandriva 2010.1 released

    Juli 9th, 2010 von buergermeister

    Mit sehr viel Verspätung ist die Spring-Version von Mandriva 2010.1 Codename “Farman” nun erschienen. Zeit mal wieder einen Blick auf diese Distribution zu werfen, mein letzter ist wirklich nun schon ewig her.
    An neuen Features bietet die neue Mandriva-Version, das Verschlüsseln von Daten mit nur einem Klick, eine sogenannte Parrental-Control welche Eltern nicht nur erlaubt zu kontrollieren welche Webseiten ihre Kinder besuchen sondern auch welche Applikationen sie benutzen (wow Kioskmode), einfacheres konfigurieren der Netzwerkschnittstellen und deren Profile mit nur einem Klick und eine Applikation namens Ginkgo welche helfen soll seine Daten in einem effizienten Weg zu verwalten.  Ausserdem bringt es den sogenannten “Smart Desktop” mit welche den Zugang zu seinen Dateien erleichtern soll, in dem man sie taggt.

    Ausserdem ist der Mandriva Directory Server (MDS) enthalten, eine einfach zu benutzende LDAP Directory Management Lösung. Und wie immer wurden die Versionen der enthaltenen Software angehoben so bringt Mandriva 2010.1 KDE 4.4.3, GNOME 2.30.1,  Firefox 3.6.6, Xorg Server 1.7.7 . Nach eigenen Angaben “the latest versions of leading Open Source applications”, was man getrost als Marketingübertreibung abtun kann. Die Version 4.4.4 der KDE SC ist Anfang Juni erschienen, wäre also durchaus implementierbar gewesen.

    Mandriva kommt wie immer in drei Versionen daher, Powerpack die kommerzielle Version, One eine installierbare Liveversion (KDE oder Gnome) und Free welche nur freie Software enthält. Ich habe die 4,3GB große DVD der Free Version heruntergeladen und installiert. Von der Optik her wirkt Mandriva 2010.1 sehr aufgeräumt und stylisch. Es läßt sich für jeden Anfänger problemlos installieren. Ein wenig hat mich die Ansicht des Partitionierungsassistenten DrakX irritiert, mal ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht, wieviel Swap er da eingeteilt hat und welches Dateisystem verwendet wurde.

    Ich muss jetzt ersteinmal ein Zitat aus der Pressemitteilung zum Release von Mandriva 2010.1 bringen: “Mandriva, the leading European publisher of Linux solutions, announces today the launch of the final version of Mandriva Linux 2010 Spring.“  So und nun schauen wir mal auf die Bilder des Installationsprozesses, da zieht sich etwas nicht nur sprichwörtlich als “roter” Faden durch die Installation und ich habe definitiv nicht die Beta2 Version heruntergeladen. Das tut der Sache am Ende allerdings keinen Abbruch.

    Installiert habe ich die Gnome-Version, welche optisch leider für mich nicht so an den schicken Installationsprozess anschließen kann. Es wirkt wie ein Gnome-Desktop den man etwas KDE 3.x Look aufgedrückt hat. Aber Mandriva legt ja auch mehr Augenmerk auf KDE. Alles in allem ist Mandriva auch in seiner neuesten Ausgabe eine Linuxdistribution für den Heimanwender, die man durchaus benutzen kann. Für mich persönlich kann ich allerdings weniger damit anfangen.

    Nachtrag: Auf Nachfrage hab ich auch noch schnell KDE4 installiert und ein Screenshot hier hinzugefügt. Ich muss aber mal sagen da gibts sich Europas führender Linuxdistributor aber nicht wirklich Mühe, meine müden Augen sehen da tatsächlich einen Iconmix mit KDE 3 Icons auf dem Desktop.

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  • Multimedial – Element OS

    Juli 6th, 2010 von buergermeister

    Es ist vielleicht einmal wieder an der Zeit eine exotische Linuxdistribution vorzustellen. Dieses Mal habe ich eine Distribution aus dem Bereich der Distributionen herausgesucht mit denen man einen normalen Computer in einen sogenannten Home Theater Personal Computer kurz HTPC verwandeln kann.Neben der Bezeichnung HTPC ist aber auch die Bezeichnung Media Center PC geläufig. So ein HTPC ist ein auf PC-Komponenten basierendes Gerät, das klassische Rundfunkgeräte, wie Fernseher, Videorecorder oder Stereoanlage, ersetzen kann. Distributionen oder auch Software mit denen man sich ein solches Gerät aufsetzen kann gibt es bereits wie Sand am Meer. Da wären einerseits die auf MythTV aufsetzenden Distributionen wie KnoppMyth, Mythbuntu, MythDora, MiniMyth oder Linux Media Center Edition (LinuxMCE). Dann gibt es zum Beispiel GeeXboX welches auf die Benutzeroberfläche von Enna aufbaut und Distributionen mit XBMC früher XBox Media Center. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit sich selbst ein Mediacenter aufzusetzen mit eben XBMC, MythTV, Video Disk Recorder, Morphine.TV, MTPCenter, My Media System, oxine oder Freevo.
    Die exotische Linuxdistribution, die ich dieses Mal getestet habe heißt Element OS und ist ein Xubuntu-Derrivat und setzt unter anderem auf XBMC. Erst vor wenigen Tagen wurde die Version 1.3 dieser Distribution released, welche auf Xubuntu 9.10 aufsetzt. Das Desktop Enviroment ist logischerweise ein XFCE, hier in der Version 4.6.1 und wie schon angesprochen ist XBMC in der Version 9.11 an Bord, ausserdem bringt die Distribution als Torrentclient Transmission 1.75, als Instantmessenger Pidgin 2.6.5, bringt als Application Store AllmyApps.com 9.10 mit und dazu noch den eigenentwickelten Element application finder in der Version 1.0.

    Bei den Multimediaanwendungen setzt man auf den Decibel Audio Player 1.01, VLC 1.0.2 “Goldeneye”, den DVD-Encoder OGMrip 0.13.3 als Brwoser ist Firefox in der Verion 3.5.9 in der Distribution enthalten mit dem Cooliris Media Browser-Plugin, mit dem man bestimmte Internetdienste wie Youtube, Facebook oder die Google Bildersuche auf eine 3D-Wall betrachten kann. Neckisch allerdings nicht wirklich freie Software.
    Ähnlich den Netbookdistributionen sind auch diese Multimediadistributionen in der grafischen Oberfläche entsprechend angepaßt. Hier ist allerdings nicht der geringe Platz auf de mDesktop der Grund sondern die Bedienbarkeit mittels Fernbedienung erzwing solche Umbauten. Element OS ähnelt dennoch eher einer Netbookdistribution. Die Platzierung der Icons in der Mitte und des Closebuttons fix in der rechten oberen Ecke des Desktop erinnert an die Netbook-Ansicht der KDE SC.
    Element kommt als Live-CD daher welche allerdings auch installierbar ist, das entsprechende Icon findet man nicht wie sonst üblich auf dem Desktop sondern im Home-Verzeichnis. Nach dem Booten der Live-CD begrüßt einen der GDM und möchte gern Benutzer und Passwort von uns wissen, ersterer ist “element” und das Passwort ist “empty“. Die ganze Distribution ist sehr bunt, was besonders durch das schwarze Theme hervorsticht, allerdings sind manche Farben aus völlig anderen Farbräumen, so sind die Icons in einem anderen Grün als die danebenstehende Scrollbar. Hier scheint nach dem Motto vorgegangen worden zu sein, Hauptsache schrill, aber es ist nicht so, dass man das überhaupt nicht ansehen kann. Das die optischen Anpassungen des Firefox nicht gerade für kleinere Monitore geeignet sind dürfte man auf dem entsprechenden Screenshot erkennen, ich wußte gar nicht wo ich noch eine Adresse eintippen sollte. Ähnlich erging es mir während der Installation der Distribution, die ausser optischen Anpassung vollkommen dem Installationsprozess von Ubuntu entspricht, zu meinem Glück so brauchte ich nur Enter drücken auch wenn ich den entsprechenden Button mit dem “Ok” nie zu Gesicht bekam.

    Interessant war für mich das Cooliris Media Browser-Plugin, welches allerdings nicht funktionierender 3D-Unterstützung auf meiner virtuellen Maschine nicht funktionierte. Ich habe es kurzerhand auf einer nativen Maschine installiert, das Plugin ist übrigens nicht nur für den Firefox erhältlich sondern auch für dessen Derivate Chrome, Flock und wie die nicht noch alle heißen und für den IE auch. Am Ende ist es allerdings eine nur neckische Spielerei, was nützt es mir wenn ich mir die Ergbnisse einer Google Image-Suche auf einer Wall anschauen kann, wenn ich nicht mehr in den Ergebnissen weiterblättern kann.
    Als Distribution für das eigene Homemediacenter halte ich Element OS durchaus geeignet, schnell aufgesetzt und nicht viel Arbeit. Also eher für diejenigen, die sich nicht so etwas von Hand selbst erstellen wollen. Interessant aber allemal, was andere so treiben.

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  • Try it – openSUSE online ausprobieren

    Juli 5th, 2010 von buergermeister

    Unlängst habe ich ja über den RC1 von openSUSE 11.3 berichtet. Vergangene Woche erschien nun auch plangemäß der zweite Release Candidate der nächsten openSUSE Version. Allerdings hat sich nur wenig an der Version geändert, die bekannten Bugs wurden behoben und KDE auf die Version 4.4.4 angehoben. Dem pünktlichen Erscheinen von openSUSE 11.3 in 10 Tagen steht wohl nichts mehr entgegen. Für all diejenigen, die sich nicht die Mühe machen wollen, die DVD herunter zu laden und zu installieren, gibt es die Möglichkeit immer die neueste Version von openSUSE online zu testen.

    Was damals als kleine technische Spielerei von Michal und einigen Freunden begann, ist heute ein “offizieller” Dienst des Projektes, welcher auf den Servern des Projektes läuft. Der gleichzeitig gestellte Featurerequest, diesen Service offiziell anzubieten, bekam recht schnell die entsprechenden Stimmen und ist heute unter http://live.opensuse.org/ erreichbar. Die virtuellen Maschinen sind auf 3 Wegen erreichbar, direkt im Browser, über VNC Clients oder via ssh. Man kann fast alle Desktop Enviroments, die openSUSE derzeit bietet ausprobieren, egal ob GNOME, KDE, XFCE oder LXDE. Es ist auch unproblematisch weitere Software zu installieren und auszuprobieren, da man auch Rootzugang bekommen kann. Also ruhig mal ausprobieren.

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  • Join the Game

    Juni 15th, 2010 von buergermeister

    Am Mittwoch auf dem LinuxTag haben Jos Poortvliet und Frank Karlitschek bei RadioTux auf der Bühne, dass neue Programm “Join the Game” des KDE e.V. vorgestellt. Der KDE e.V. versucht mit diesem Programm neue Mitglieder zu gewinnen, die den Verein vor allem finanziell unterstützen. Bei Join the Game geht es aber um mehr als nur einfache Spenden. Die Mitglieder sollen auch in die KDE-Community integriert werden mit einer Mitgliederversammlug zur Akademy-Zeit oder anderen Events. Werden allerdings kein Stimmrecht für Wahlen besitzen. Dafür erhalten sie allerdings viermal im Jahr einen Bericht über die Tätigkeiten des KDE e.V. um sich so über den Verbleib des von ihnen gezahlten Geldes zu informieren zu können. Das Geld soll helfen, die Kosten der steigenden Aktivitäten der KDE-Community decken zu können. Das erste KDE e.V. Individual Supporting Membership-Member wurde übrigens Georg Greve der Gründer der FSFE und die Nummer zwei war Vincent Untz von der Gnome-Foundation. Mehr gibt es im entsprechenden Announcement von Jos Poortvliet. Auf den Mitschnitt von der RadioTux Bühne müßt ihr noch eine Weile warten.

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    Pardus, die türkische Raubkatze.

    April 2nd, 2010 von buergermeister

    Das ist auch nunmehr der letzte Artikel, der zur Aktion rund um die exotischen Linux-Distributionen erscheinen wird. Er ist noch fristgerecht vor dem Ende der Aktion eingegangen. Allerdings auf ungewöhnliche Weise, nämlich nicht in einem Blog sondern in einem Forum. Insgesamt hat mir und ich glaube nicht nur mir, die Blogparade einen Heidenspaß bereitet. Es war interessant über den Tellerrand hinauszuschauen und zu sehen, was es noch so an interessanten Lösungen unter den Linuxdistributionen gibt. Ich glaube ich werde die Aktion wohl Ende des Jahres wiederholen oder vielleicht selbst in bestimmten Abständen exotische Linux-Distributionen näher vorstellen.

    Aber nun zur Sache, der letzte Artikel in der Reihe der exotischen Linux-Distributionen widmet sich Pardus Gnu/Linux. Pardus Gnu/Linux ist eine Linuxdistribution, welche im September 2003 vom türkischem Staat ins Leben gerufen wurde. Eines der Ziele ist, wie immer wenn sich ein Staat an einer Linuxlösung beteiligt, die Behörden aus der Abhängigkeit von proprietärer Software zu lösen und am Ende Geld ein zu sparen. Pardus Gnu/Linux soll aber auch bei den Heimanwendern Einzug halten, um IT-Wissen in der Türkei zu schaffen und zu verbreiten. Das Projekt soll dem Nutzer ein problemlos und einfach zu bedienendes Betriebssystem in die Hand geben. Damit das System nach der Installation ohne weitere Konfiguration alle gängigen Dateiformate anzeigen und verarbeiten kann, ist es notwendig, dass möglichst viele binäre Komponenten und Codecs schon eingebunden sind. Während Pardus Gnu/Linux in seinen ersten Versionen noch weitgehend auf Gentoo Linux basierte. Wird es seit der ersten als stable gekennzeichneten und freigegebenen Version vollkommen from Scratch aufgebaut, ist also kein Derivat einer anderen Distribution. Die Entwicklung wird weitestgehend vom Wissenschaftlichem und Technischem Forschungsrat der Türkei getragen und derzeit arbeiten rund 15 festangestellte Entwickler an Pardus. Neben den weiteren Freiwilligen haben türkische Studenten die Möglichkeit ein Praktikum im Pardus-Projekt zu absolvieren.

    Pardus Gnu/Linux hat im Gegensatz zu anderen Linuxdistributionen, wie etwa ubuntu, Fedora oder openSUSE keinen festen Releasezyklus. Die Entwickler veröffentlichen erst dann eine Version, wenn sie mit dem Entwicklungsstand und dessen Qualität zufrieden sind. Für jedes Jahr wird eine neue Hauptversion von Pardus Gnu/Linux freigegeben, dessen Versionsnummer mit der Jahreszahl gekennzeichnet ist und die Unterversionen werden mit einem Punkt von der Jahreszahl getrennt. So erschien am 16. Januar 2010 die Version 2009.1

    Pardus Gnu/Linux gibt es in drei Ausführungen. Eine nicht installationsfähige Live-CD. Und eine türkische und eine internationale Installations-CD.Bei der internationalen CD werden mittlerweile elf Sprachen unterstützt. Aktuell wird Pardus Gnu/Linux nur mit einem 32-Bit Kernel angeboten, an einem 64-Bit System wird aber bereits gearbeitet.

    Für die besser Bedienbarkeit des Betriebssystemes wurden von Pardus Gnu/Linux für die Distribution eigene Werkzeuge YALI, Comar, Mudur, Kaptan und PiSi entwickelt. YALI (Yet Another Linux Installer) ist der Installer des Systems. Um die Startzeit des Systemes zu kürzen wurde Mudur ein eigenständiges INIT-System entwickelt.
    Kaptan ist der Einrichtungsassistent, mit dem man nach erfolgter Installation die ersten Konfigurationen vornimmt.
    PiSi (Packages installed Successfully as intended) ist die hauseigene Paketverwaltung die ihre Arbeit gemeinsam mit COMAR (COnfigurations ManageR) erledigt. Die grafische Oberfläche von PiSi bietet wirklich nur die nötigsten Funktionen, um den Anwender nicht zu verwirren. Für spezielle Anwendungsfälle muss PiSi auf der Kommandozeile bedient werden. Seit der 2009er Version von Pardus Gnu/Linux kann PiSi auch mit Deltapaketen umgehen. PiSi verwendet wie Gentoo, Slackware und openSUSE LZMA komprimierte Softwarepakete, das bringt Geschwindigkeitsvorteile bei Download und Installation mit sich.
    In früheren Versionen war Tasma noch der selbstentwickelte Konfigurationsmanager im Einsatz heute werden dessen Konfigurationsmöglichkeiten immer mehr in die Systemeinstellungen von KDE integriert.
    Der Standard-Desktop von Pardus Gnu/Linux ist KDE es wird auch kein weiteres Instalationsmedium mit Gnome oder ähnlichem angeboten, diese Arbeitsumgebungen lassen sich jedoch nachinstallieren. Die Installation gestaltet sich recht einfach und seit der 2009er Version kann man auch ReiserFS, XFS und ext4 als Filesystem einsetzen, vorher war nur ext3 möglich. Allerdings kann man keine verschlüsselten Partitionen oder LVM anlegen. Ähnlich wie bei ubuntu besteht keine Auswahl von Paketen vor der Installation, man bekommt einfach alle für den Entwicklern als nötig angedachten Softwarepakete aufgebügelt.

    Pardus Gnu/Linux verbeitete sich in der Türkei sehr rasch. Zum einem setzt die türkische Armee und der öffentliche Rundfunk diese Linuxdistribution ein. Auch das Gesundheitsministerium arbeitet derzeit an einer Migration hin zu Pardus Gnu/Linux. Aber auch immer mehr Anwender nutzen Pardus Gnu/Linux, so wurde bereits die zweite Version also 2007.3 „Lynx lynx“ rund 200.000 Mal von den Servern heruntergeladen, hinzu kam eine Verbreitungskampagne über Zeitschriften und technische Einrichtungen.
    Auch in Deutschland und in anderen Ländern Europas verbreitet sich diese Distribution zunehmend, was nicht zuletzt auf die vielen türkischstämmigen Immigranten zurückzuführen ist. So gibt es mittlerweile in Deutschland eine festgefügte Community und mehrere deutschsprachige Foren zu Pardus Gnu/Linux. Und in einem solchem, nämlich PardusUser.de ist der Beitrag zur Blogparade erschienen.

    Fazit, das Linux aus Anatolien ist in der Tat eine Linux-Distribution, die für den Ein/Umsteiger auf Linux geeignet ist. Die Installation gestaltet sich ähnlich easy wie bei Ubuntu. Mir würde allerdings die Möglichkeit des Anlegens verschlüsselter Partitionen fehlen, das würde ich selbst einem Anfänger gönnen für den Gebrauch mit dem Laptop. Die gesamte Distribution macht einen klaren Eindruck. Die Applikationen sind durchdacht und das Design macht einen sehr liebevollen Eindruck. Diese Distribution hat durchaus Beachtung verdient und wird wohl ihren Weg unter die bedeutenden Linuxdistributionen nehmen.

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  • Jolicloud, ein Betriebssystem in den Wolken

    April 1st, 2010 von buergermeister

    In der Reihe der exotischen Linux-Distributionen befand sich auch Jolicloud, welches sich damals Philipp herausgesucht hatte. Bereits zur Cebit hatte RadioTux auf Grund dessen, die Möglichkeit mit Sascha Pallenberg, ein Interview über Jolicloud zu führen. Nun gibt es aber auch den entsprechenden Bericht auf ubunutxx zu lesen.  Übrigens hatte ich damals die Alphaversion auch kurz im Distributionssalat für Netbooks
    Kurz zu Jolicloud selbst, Jolicloud ist ein “Internet Operating System” welches dafür entwickelt wird in möglichst kurzer Zeit nach dem Start des Netbooks mit bestimmten sozialen Netzwerken im Internet verbunden zu sein, automatischer und möglichst problemloser Inbetriebnahme von Geräten zur drahtlosen Datenübertragung wie Bluetooth, WLAN und UMTS sowie einen niedrigen Strombedarf und somit lange Akkulaufzeiten zu garantieren und niedrige Hardware-Anforderungen zu haben. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der zunehmenden sozialen Vernetzung der Benutzer des Betriebssystemes, so das bei einem Login und bestehender Internetverbindung automatisch eine Verbindung mit der Jolicloud Community aufgebaut wird. Diese Verbindung ist allerdings optional und kann nach der Installation auch deaktiviert werden.
    Für Jolicloud wird ein angepaßter Ubuntu-Kernel und für die Integration der Applikationen in eine desktopähnliche Umgebung wird die Mozillaentwicklung Prism (früher WebRunner) benutzt. Ein Wechsel auf Technologien aus dem Hause Google steht aber scheinbar bevor. Jolicloud basiert derzeit auf den Ubuntu Netbook Remix, welcher aktuell die Ubuntu-Version 9.10 „Karmic Koala“ als Basis benutzt. Man kann auch zwischen der “normalen” Jolicloud-Umgebung und einer Umgebung mit nativen Applikationen umschalten, ganz wie beim Netbook Remix auch.

    Jolicloud gibt es auch in einer Express Version, mit der man Jolicloud als Applikation unter Windows laufen lassen kann. Für die Installation  lädt man sich das etwa 600 MB Image herunter und kopiert es mit dem Jolicloud-USB-Creater auf einen USB-Stick der dadurch bootfähig wird. Der Creater wird für Linux als auch für Windows und MacOS angeboten. Vor der Installation hat man nicht die Möglichkeit Jolicloud erst live zu testen.

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  • KDE – Plasma Netbook Reference Platform

    März 23rd, 2010 von buergermeister

    Geredet wurde über eine Edition von KDEs Plasmadesktop für Netbooks ja schon lange und auch schon ich habe einige Zeilen darüber hier verloren. Ehrlich gesagt war es lange Zeit recht ruhig um die ganze Sache.  Fast ein Jahr hat man in der Öffentlichkeit nichts über Plasma für Netbooks gehört. Scheinbar bringt aber die MeeGo Geschichte wieder Wind in die Sache. Jedenfalls gibt es jetzt installationsfähige Abbilder auf den Servern des openSUSE-Projektes. Die KDE-Netbookvariante basiert auf openSUSE 11.2 und wurde im openSUSE Buildservice gebaut.

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