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Noch mehr Multimedia für zu Hause

Juli 12th, 2010 von buergermeister

Als ich vor einigen Tagen über Element OS, die HTPC-Distribution schrieb habe ich auch geschrieben, es sei möglich so einen Multimedia-Computer selbst zu bauen. Auch habe ich dazu einige Alternativen wie freevo, enna, oxine, MythTV, MTPCenter, My Media System oder XBMC genannt, mit denen man sich derartige  Systeme erstellen kann.
Die Frage welches ist nun das Richtige für mich, läßt sich eben so wenig beantworten, wie die nach der passenden Linuxdistribution. Die Frage lautet doch in erster Linie, was erwarte ich von einem derartigen HTPC und welche Hardware habe ich. Die günstigste Variante ist, er soll als DVD-Player und Musikplayer dienen, für die Wiedergabe von TV brauche ich ja bereits weitere Hardware.
Dafür bräuchte man auf jeden Fall ein entsprechendes Backend, welches Musik und Video (über codecs und derartigen Kram reden wir hier mal noch nicht) abspielen kann. Da wären zum Beispiel VLC, mplayer, ogle oder eben xine. Dann bräuchte ich ein entsprechendes Frontend zur Steuerung und hier gibt es bereits verschiedene Lösungen.

Da wäre oxine, das wie der Name bereits verrät mit Xine arbeitet und zu dessen Steuerung ein einfaches OSD (One Screen Display) bietet. Alles was man dafür braucht ist ein funktionierendes Basissystem, ein JeOS zum Beispiel und darauf ein funktionierendes X oder X.org, xine-lib und gettext. Mit steigenden Anforderungen steigt natürlich auch die Anzahl der benötigten Softwarepakete, Unterstützung für eine Infrarotfernbedienung heißt LIRC installieren, zusätzlicher Einsatz als Videorecorder heißt vdr-plugin-xine installieren. Die Paketabhängigkeiten kann man hier finden.
Wie sieht das ganze jetzt aus, um das zu zeigen hab ich ein MinixmalX mit einer openSUSE 11.3RC2 aufgesetzt und via oneClickInstall oxine aus den openSUSE Repositories installiert. Oxine ist in dem Fall mit allen Möglichkeiten kompiliert und zieht deshalb noch einige Pakete mehr.

Man sieht eine relativ einfache Oberfläche, die man gut über eine Fernbedienung steuern kann. Man sieht auf den Bildern, dass man auch Playlists von Youtube wiedergeben kann oder Shoutcast. Oxine ist skinfähig, dass heißt man kann die Optik durchaus noch seinem Geschmack anpassen.

Die nächste Alternative wäre freevo, freevo kann als Frontend für mplayer oder xine dienen und ist in Python implementiert. Anders als oxine kann es auch mit Hilfe von framebuffer laufen, wer also eher eine Musikbox bauen will, ist hier vielleicht gut aufgehoben. Zusätzlich zu den Features die oxine bietet kann freevo noch das Wetter anzeigen und als Newsreader für RSS-Feeds dienen. Um freevo scheint es allerdings ruhiger zu werden, das letzte Release ist mittlerweile ein Jahr (2.Juni 2009,Version 1.9.0) alt , was bei so einfachen Dingen aber nicht wirklich etwas zu heißen hat. Zum Testen gibt es zwei Livedistributionen Piren welches auf Debian basiert oder FreevoLive welches Mandriva zur Grundlage hat und vom Dutch MandrivaClub mit den mklivecd scripts von MCNLive erstellt wurde.

Beide Distributionen sind aber schon sehr alt, Piren liegt in der Version 8.12 vor und diese ist vom vom 4.Dezember 2008. Der letzte Eintrag bei FreevoLive ist sogar noch älter und stammt vom 31.März 2008.
Ich habe die Livedistribution Piren heruntergeladen und ausprobiert, auf dieser sieht freevo derzeit so aus.

Und dann wären da noch XBMC

Auch bei freevo ist das Aussehen via Themes anpassbar. Das Bearbeiten der OSD Skins wird durch einen OSD Designer erleichtert.

Eine andere Art sich freevo einfach einmal anzuschauen bietet GeeXboX welches in seiner aktuell stabilen Version 1.2.4 ebenfalls auf freevo setzt. Für die Version 2.0 setzt man auf die Eigenentwicklung Enna, die auf die Enlightenment Foundations Libraries (EFL) aufbaut und im Januar sein erstes public stable Release (0.4.0) hatte. Auf den Webseiten des Projektes findet man auch einen Verweis zu Paketen für Karmic Koala in dem entsprechendem Repository finden sich aber auch Pakete für Lucid.  Ich habe hier einfach GeeXboX 2.0-alpha2 mal getestet und auf der sieht enna so aus.

Das letzte Release von My Media System (MMS) ist zwar auch schon vom 26.April 2009 und trägt die Versionsnummer 1.1.1. MMS kommt mit verschiedenen Playern zurecht wie zum Beispiel mplayer oder Xine und bietet noch zum Beispiel einen Electronic Program Guide oder ermöglicht das Spielen von Games mit Emulatoren. Auch hier findet man auf der Webseite einen Link wo die Installation für Dapper beschrieben soll, findet dort aber eine ausführliche Dokumentation und auch die entsprechenden Einträge für die sources.list für Lucid. Was mir besonders gut gefällt, ist das man bei der Installation wirklich nur das Grundsystem erhält und dann selbst weiter entscheiden kann welche Plugins man hinzufügt und auch die lassen sich über das Paketsystem installieren. Auch weitere Themes, sofern man sie nicht selbst gestalten möchte können auf diesem Weg installiert werden. Und so sieht MMS in der einfachsten Installation ohne jegliche Plugins aus.

Und dann wären da noch XBMC früher XBox Media Center. Bei XBMC wird wert darauf gelegt auch mit schwacher und älterer Hardware umzugehen, allerdings wird für die Darstellung der Benutzeroberfläche wird allerdings eine 3D-fähige Grafikkarte und OpenGL-Unterstützung benötigt. XBMC wird zwar auch als Live-System angeboten, da aber eben OpenGL-Unterstützung benötigt wird, habe ich es nicht testen können. XBMC ist in C++ und Python implementiert und läßt sich mit Python-Skripten jederzeit erweitern. Eines der Hauptmerkmale ist das dem Nutzer Mehrwert durch das blitzschnelle Abfragen von entsprechenden Inhalten wie Filmposter, Darstellerlisten oder Trailer aus dem Internet geboten wird und das auch für das Kategorisieren der Medien verwendet wird. XBMC ist natürlich skinfähig und eine große Auswahl schicker Designs kann man hier finden.

MythTV versteht sich mehr als digitaler Videorecorder, der die Aufzeichnungen im Heimnetzwerk zur Verfügung stellt. MythTV ist durch zahlreiche Plugins erweiterbar, so das es auch als Musikbox dienen kann, ebenfalls das Wetter anzeigt, mit MythGallery können Fotos angeschaut werden, MythNewszeigt die Nachrichten von RSS-Feeds. MythTV unterstützt die Verwendung von mehreren TV-Karten und kann daher mehrere Programme gleichzeitig aufzeichnen, mit DVB ist das ebenfalls möglich, man kann ausserdem ein laufendes TV-Programm pausieren und später weiter sehen. Das Backend von MythTV ist auch nach der Installation von Mythweb überall im Netzwerk via Webbrowser steuerbar.

Allerdings ist MythTV nicht ganz so trivial aufzusetzen.  Distributionen, wie Mythbuntu oder Mythdora erleichtern das allerdings ein wenig. MythTV ist die erste Wahl, wenn es vor allem darum geht Fernsehsendungen aufzuzeichnen.

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Screencast-Tutorial Inkscape “KDE-Logo” Teil 1

Juli 10th, 2010 von buergermeister

Es gibt wieder ein Videotutorial, dieses Mal geht es darum ein KDE-Logo zu erstellen, die schriftliche Form kann man hier finden.  Aus organisatorischen Gründen hab ich das Tutorial in zwei Teile aufgeteielt, im ersten Teil geht es darum das eigentlich Log zu erstellen, der Rest des Tutorial folgt in einigen Tagen.

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Mandriva 2010.1 released

Juli 9th, 2010 von buergermeister

Mit sehr viel Verspätung ist die Spring-Version von Mandriva 2010.1 Codename “Farman” nun erschienen. Zeit mal wieder einen Blick auf diese Distribution zu werfen, mein letzter ist wirklich nun schon ewig her.
An neuen Features bietet die neue Mandriva-Version, das Verschlüsseln von Daten mit nur einem Klick, eine sogenannte Parrental-Control welche Eltern nicht nur erlaubt zu kontrollieren welche Webseiten ihre Kinder besuchen sondern auch welche Applikationen sie benutzen (wow Kioskmode), einfacheres konfigurieren der Netzwerkschnittstellen und deren Profile mit nur einem Klick und eine Applikation namens Ginkgo welche helfen soll seine Daten in einem effizienten Weg zu verwalten.  Ausserdem bringt es den sogenannten “Smart Desktop” mit welche den Zugang zu seinen Dateien erleichtern soll, in dem man sie taggt.

Ausserdem ist der Mandriva Directory Server (MDS) enthalten, eine einfach zu benutzende LDAP Directory Management Lösung. Und wie immer wurden die Versionen der enthaltenen Software angehoben so bringt Mandriva 2010.1 KDE 4.4.3, GNOME 2.30.1,  Firefox 3.6.6, Xorg Server 1.7.7 . Nach eigenen Angaben “the latest versions of leading Open Source applications”, was man getrost als Marketingübertreibung abtun kann. Die Version 4.4.4 der KDE SC ist Anfang Juni erschienen, wäre also durchaus implementierbar gewesen.

Mandriva kommt wie immer in drei Versionen daher, Powerpack die kommerzielle Version, One eine installierbare Liveversion (KDE oder Gnome) und Free welche nur freie Software enthält. Ich habe die 4,3GB große DVD der Free Version heruntergeladen und installiert. Von der Optik her wirkt Mandriva 2010.1 sehr aufgeräumt und stylisch. Es läßt sich für jeden Anfänger problemlos installieren. Ein wenig hat mich die Ansicht des Partitionierungsassistenten DrakX irritiert, mal ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht, wieviel Swap er da eingeteilt hat und welches Dateisystem verwendet wurde.

Ich muss jetzt ersteinmal ein Zitat aus der Pressemitteilung zum Release von Mandriva 2010.1 bringen: “Mandriva, the leading European publisher of Linux solutions, announces today the launch of the final version of Mandriva Linux 2010 Spring.“  So und nun schauen wir mal auf die Bilder des Installationsprozesses, da zieht sich etwas nicht nur sprichwörtlich als “roter” Faden durch die Installation und ich habe definitiv nicht die Beta2 Version heruntergeladen. Das tut der Sache am Ende allerdings keinen Abbruch.

Installiert habe ich die Gnome-Version, welche optisch leider für mich nicht so an den schicken Installationsprozess anschließen kann. Es wirkt wie ein Gnome-Desktop den man etwas KDE 3.x Look aufgedrückt hat. Aber Mandriva legt ja auch mehr Augenmerk auf KDE. Alles in allem ist Mandriva auch in seiner neuesten Ausgabe eine Linuxdistribution für den Heimanwender, die man durchaus benutzen kann. Für mich persönlich kann ich allerdings weniger damit anfangen.

Nachtrag: Auf Nachfrage hab ich auch noch schnell KDE4 installiert und ein Screenshot hier hinzugefügt. Ich muss aber mal sagen da gibts sich Europas führender Linuxdistributor aber nicht wirklich Mühe, meine müden Augen sehen da tatsächlich einen Iconmix mit KDE 3 Icons auf dem Desktop.

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  • Screencast: Inkscape-Tutorial “Bombige Sache”

    Juli 8th, 2010 von buergermeister

    Einige werden sich sicher noch an das Inkscape-Tutorial “Bombige Sache” erinnern, nicht nur bei diesem sondern auch bei den anderen Inkscape und Gimp-Tutorien tauchte immer wieder die Nachfrage nach Screencast mit den entsprechenden Tutorials auf. Und nun gibt es das erste Videotutorial von mir.

    Ich werde also mit der Zeit noch mehr Tutorien in Videoform anbieten, was allerdings nicht heißt ich werde hier keine solchen Anleitungen in Schriftform mehr veröffentlichen, ich denke das werde ich auch weiterhin tun und sehe die Videoform nur als Ergänzung zu diesen an. So ganz zufrieden mit dem Ergebnis des Screencast bin ich noch nicht aber ich werde daran arbeiten ;)

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    Maverick Meerkat mit neuem Schriftdesign

    Juli 8th, 2010 von buergermeister

    Nach den farblichen Änderungen in Ubuntu wird sich mit Maverick Meerkat auch das Aussehen der Ubuntuschriftart ändern. Bisher kommt da ja Ubuntu-Title zum Einsatz. Canonical hat allerdings jetzt den Font-Designer Dalton Maag beauftragt eine neue Schriftart für Ubuntu zu entwickeln. Diese heißt zur Zeit UbuntuBeta und ist an einen ausgewählten Personenkreis zum Testen versandt worden. Bisher steht allerdings auch nur der normale Schriftsatz zur Verfügung, ein fetter Schriftsatz soll folgen. Mit Maverick Meerkat soll dann der unicodekompatible OpenTTF-Font ausgeliefert und unter eine freie Lizenz gestellt werden.

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  • Testpiloten für Firefox v4

    Juli 7th, 2010 von buergermeister

    Das Mozilla-Projekt hat die erste Betaversion für den Firefox 4 veröffentlicht. Diese Version gibt einen kleinen Vorgeschmack, welche Features in der nächsten Version des beliebten Browsers enthalten sein werden. In der Windowsversion findet man die Tabs jetzt ganz oben, in der Linux und MacOS Version wird das noch folgen. Die Bookmark-Toolbar wurde gegen einen Bookmark-Button eingetauscht. In der Location-Bar kann man jetzt nach offenen Tabs suchen. Ausserdem gibt es einen neuen Addon-Manager, dessen Userinterface sich auch noch bis zur finalen Version ändern wird. Ausserdem gibt es eine Crashprotection wenn die Adobe Flash, Apple Quicktime oder Microsoft Silverlight Plugins abschmieren. Und jede Menge anderer neuer Features. Mehr dazu gibt es in den entsprechenden Releasenotes

    Die Betaversion enthält ausserdem ein neues Feedback Addon, mit dem man gleich Feedback geben kann und enthält ausserdem Mozilla Labs’ Test Pilot und fragt ob man anonym an der Umfrage teilnehmen möchte. Die Betaversion kann man sich hier zum Testen herunterladen. Es wird auch darum gebeten nach Möglichkeit, den Add-on Compatibility Reporter zu installieren um die Combatibilität der Addons zu testen.

    Nachtrag: Ich muß hier doch tatsächlich einen Nachtrag machen und zwar hat mich darix im IRC gerade darauf hingewiesen, dass es in den Repositories von openSUSE die entsprechenden Binärpakete gibt: http://download.opensuse.org/repositories/mozilla:/alpha/

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    Multimedial – Element OS

    Juli 6th, 2010 von buergermeister

    Es ist vielleicht einmal wieder an der Zeit eine exotische Linuxdistribution vorzustellen. Dieses Mal habe ich eine Distribution aus dem Bereich der Distributionen herausgesucht mit denen man einen normalen Computer in einen sogenannten Home Theater Personal Computer kurz HTPC verwandeln kann.Neben der Bezeichnung HTPC ist aber auch die Bezeichnung Media Center PC geläufig. So ein HTPC ist ein auf PC-Komponenten basierendes Gerät, das klassische Rundfunkgeräte, wie Fernseher, Videorecorder oder Stereoanlage, ersetzen kann. Distributionen oder auch Software mit denen man sich ein solches Gerät aufsetzen kann gibt es bereits wie Sand am Meer. Da wären einerseits die auf MythTV aufsetzenden Distributionen wie KnoppMyth, Mythbuntu, MythDora, MiniMyth oder Linux Media Center Edition (LinuxMCE). Dann gibt es zum Beispiel GeeXboX welches auf die Benutzeroberfläche von Enna aufbaut und Distributionen mit XBMC früher XBox Media Center. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit sich selbst ein Mediacenter aufzusetzen mit eben XBMC, MythTV, Video Disk Recorder, Morphine.TV, MTPCenter, My Media System, oxine oder Freevo.
    Die exotische Linuxdistribution, die ich dieses Mal getestet habe heißt Element OS und ist ein Xubuntu-Derrivat und setzt unter anderem auf XBMC. Erst vor wenigen Tagen wurde die Version 1.3 dieser Distribution released, welche auf Xubuntu 9.10 aufsetzt. Das Desktop Enviroment ist logischerweise ein XFCE, hier in der Version 4.6.1 und wie schon angesprochen ist XBMC in der Version 9.11 an Bord, ausserdem bringt die Distribution als Torrentclient Transmission 1.75, als Instantmessenger Pidgin 2.6.5, bringt als Application Store AllmyApps.com 9.10 mit und dazu noch den eigenentwickelten Element application finder in der Version 1.0.

    Bei den Multimediaanwendungen setzt man auf den Decibel Audio Player 1.01, VLC 1.0.2 “Goldeneye”, den DVD-Encoder OGMrip 0.13.3 als Brwoser ist Firefox in der Verion 3.5.9 in der Distribution enthalten mit dem Cooliris Media Browser-Plugin, mit dem man bestimmte Internetdienste wie Youtube, Facebook oder die Google Bildersuche auf eine 3D-Wall betrachten kann. Neckisch allerdings nicht wirklich freie Software.
    Ähnlich den Netbookdistributionen sind auch diese Multimediadistributionen in der grafischen Oberfläche entsprechend angepaßt. Hier ist allerdings nicht der geringe Platz auf de mDesktop der Grund sondern die Bedienbarkeit mittels Fernbedienung erzwing solche Umbauten. Element OS ähnelt dennoch eher einer Netbookdistribution. Die Platzierung der Icons in der Mitte und des Closebuttons fix in der rechten oberen Ecke des Desktop erinnert an die Netbook-Ansicht der KDE SC.
    Element kommt als Live-CD daher welche allerdings auch installierbar ist, das entsprechende Icon findet man nicht wie sonst üblich auf dem Desktop sondern im Home-Verzeichnis. Nach dem Booten der Live-CD begrüßt einen der GDM und möchte gern Benutzer und Passwort von uns wissen, ersterer ist “element” und das Passwort ist “empty“. Die ganze Distribution ist sehr bunt, was besonders durch das schwarze Theme hervorsticht, allerdings sind manche Farben aus völlig anderen Farbräumen, so sind die Icons in einem anderen Grün als die danebenstehende Scrollbar. Hier scheint nach dem Motto vorgegangen worden zu sein, Hauptsache schrill, aber es ist nicht so, dass man das überhaupt nicht ansehen kann. Das die optischen Anpassungen des Firefox nicht gerade für kleinere Monitore geeignet sind dürfte man auf dem entsprechenden Screenshot erkennen, ich wußte gar nicht wo ich noch eine Adresse eintippen sollte. Ähnlich erging es mir während der Installation der Distribution, die ausser optischen Anpassung vollkommen dem Installationsprozess von Ubuntu entspricht, zu meinem Glück so brauchte ich nur Enter drücken auch wenn ich den entsprechenden Button mit dem “Ok” nie zu Gesicht bekam.

    Interessant war für mich das Cooliris Media Browser-Plugin, welches allerdings nicht funktionierender 3D-Unterstützung auf meiner virtuellen Maschine nicht funktionierte. Ich habe es kurzerhand auf einer nativen Maschine installiert, das Plugin ist übrigens nicht nur für den Firefox erhältlich sondern auch für dessen Derivate Chrome, Flock und wie die nicht noch alle heißen und für den IE auch. Am Ende ist es allerdings eine nur neckische Spielerei, was nützt es mir wenn ich mir die Ergbnisse einer Google Image-Suche auf einer Wall anschauen kann, wenn ich nicht mehr in den Ergebnissen weiterblättern kann.
    Als Distribution für das eigene Homemediacenter halte ich Element OS durchaus geeignet, schnell aufgesetzt und nicht viel Arbeit. Also eher für diejenigen, die sich nicht so etwas von Hand selbst erstellen wollen. Interessant aber allemal, was andere so treiben.

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  • Try it – openSUSE online ausprobieren

    Juli 5th, 2010 von buergermeister

    Unlängst habe ich ja über den RC1 von openSUSE 11.3 berichtet. Vergangene Woche erschien nun auch plangemäß der zweite Release Candidate der nächsten openSUSE Version. Allerdings hat sich nur wenig an der Version geändert, die bekannten Bugs wurden behoben und KDE auf die Version 4.4.4 angehoben. Dem pünktlichen Erscheinen von openSUSE 11.3 in 10 Tagen steht wohl nichts mehr entgegen. Für all diejenigen, die sich nicht die Mühe machen wollen, die DVD herunter zu laden und zu installieren, gibt es die Möglichkeit immer die neueste Version von openSUSE online zu testen.

    Was damals als kleine technische Spielerei von Michal und einigen Freunden begann, ist heute ein “offizieller” Dienst des Projektes, welcher auf den Servern des Projektes läuft. Der gleichzeitig gestellte Featurerequest, diesen Service offiziell anzubieten, bekam recht schnell die entsprechenden Stimmen und ist heute unter http://live.opensuse.org/ erreichbar. Die virtuellen Maschinen sind auf 3 Wegen erreichbar, direkt im Browser, über VNC Clients oder via ssh. Man kann fast alle Desktop Enviroments, die openSUSE derzeit bietet ausprobieren, egal ob GNOME, KDE, XFCE oder LXDE. Es ist auch unproblematisch weitere Software zu installieren und auszuprobieren, da man auch Rootzugang bekommen kann. Also ruhig mal ausprobieren.

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  • Codename Durian – The Game

    Juli 5th, 2010 von buergermeister

    Über das derzeitige Filmprojekt der Blender Foundation mit dem Codenamen Durian, den Film mit dem Titel Sintel habe ich ja auch schon berichtet. Die Arbeiten an diesem Projekt stehen kurz vor ihrem Abschluß und die Premiere des Filmes wird auf dem Netherlands Film Festival stattfinden. Ende diesen Monats soll der genaue Termin bekannt gegeben werden. Vorher wird es aber noch zwei private Screenings geben im StudioK, die Leute welche DVD vorgeordert haben, haben die Chance dabei zu sein und den Film damit noch vor der Premiere zu sehen.

    Im Gegensatz zum letzten Blender-Filmprojekt, welches unter dem Codenamen Apricot lief und bei dem Big Buck Bunny herauskam, ist dieses Mal von Seiten der Blender Foundation kein Spiel geplant. Die freie Lizensierung der Quellen macht es allerdings möglich,  dass andere sich an ein solches Projekt wagen können. Bereits mit bekanntwerden des Projekt Durian haben sich einige Blenderfans zusammen getan um an der Erstellung eines Spieles im Universum von Sintel zu arbeiten. Sie haben begonnen sich eine Handlung für das Spiel auszudenken, welche Stoff für 2-3 Stunden Spielspaß bietet. Dann haben sie begonnen, an den einzelnen Szenen zu arbeiten, von denen mittlerweile viele fertiggestellt sind und jetzt zusammengefügt werden.

    Auch das Spiel wird natürlich unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht, so das es heruntergeladen und verändert und weitergegeben werden kann. Die Entwickler arbeiten zwar schon fast ein ganzes Jahr an diesem Spiel aber erst jetzt betreiben sie ein Blog, so dass man an die Entwicklung des Spieles verfolgen kann. Natürlich werden auch noch Freiwillige für das Projekt benötigt. Das Spiel soll nach derzeitigen Planungen Ende diesen Sommers fertiggestellt sein, also etwa zur gleichen Zeit wie der Film der Blender Foundation. An diesem Beispiel zeigt sich, was mit freierer Lizensierung auch von derartigen “Produkten” erreicht werden kann.

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  • Interview mit Shuttleworth

    Juni 22nd, 2010 von buergermeister

    Samstag den 12. Juni war ja bei RadioTux im Livestream vom LinuxTag so zu sagen Ubuntu Day. Wir hatten jede Menge Gäste zu Themen rund um Ubuntu zu Gast, auch einige Leute, die sich bei ubuntuusers.de engagieren oder Ubuntu-Berlin. Die meisten dieser Interviews wurden von Roman vom ubuntublog.ch geführt. Nach seiner Keynote “A whole new level of awesome” war dann auch Mark Shuttleworth bei RadioTux auf unserer kleinen Bühne in der Messehalle zu Gast.

    Ingo hat mit ihm über seine Rolle bei Canonical und innerhalb des Product Design für Ubuntu gesprochen, über die Ziele im Bereich mobile computing zum Beispiel der Integration von Touchscreens, über die Beziehung zum Debian-Projekt und seine nächsten Ziele.

    Seit dem wir wieder zu Hause sind, kamen immer wieder Anfragen wann denn das Interview veröffentlicht wird. Nun ist es soweit, das Interivew mit Mark Shuttleworth ist veröffentlicht und ihr könnt es hier finden.

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  • openSUSE 11.3 RC1 erschienen

    Juni 21st, 2010 von buergermeister

    Vor 2 Tagen ist ja der erste Release Candidate von openSUSE 11.3 veröffentlicht worden und gestern war nun Zeit ihn herunterzuladen und zu testen. openSUSE 11.3 setzt nun doch weiterhin auf Sys-V-Init anstatt auf upstart zu wechseln. Grund dafür ist das upstart mehr Hauptspeicher benötigt und mit Systemd demnächst eine Alternative zu erwarten ist, die upstart überflüssig machen könnte. Upstart kann allerdings bei openSUSE 11.3 alternativ verwendet werden. Neu ist das LXDE mit LXDM als Windowmanager daherkommt, der nicht nur schmaler sondern optisch wesentlich besser aussieht, von Features mal ganz zu schweigen. Btrfs kann mit dem YaST-Partionierungswerkzeug bearbeitet und eingesetzt werden. Von einem produktiven Einsatz sollte man aber weiterhin absehen. Ansonsten bietet openSUSE 11.3 hauptsächlich Softwareaktualisierungen. KDE ist in der Version 4.4.3 und bei Gnome in der Version 2.90 dabei. Eine Voransicht von Gnome 3.0 wird ebenfalls geliefert. Was Gnome betrifft ist openSUSE derzeit näher am Upstream als Ubuntu und ob man die derzeitigen Änderungen und Eigenentwicklungen, weiterpflegen wird wird die Zeit zeigen. Jedenfalls ist die Aufnahme einiger Entwicklungen abgelehnt worden.

    Ebenfalls enthalten wird OOo mit den hauseigenen Weiterentwicklungen sein, intern tragt OpenOffice die Versionsnummer 3.2.1. Es wurde zum Beispiel Multimedia-Unterstützung in Impress mit dem Gstreamer-Framework implementiert. Auserdem zusätzliche Importfilter für Works-Dokumente und Wordperfect-Grafiken und bessere Unterstützung für VBA. Einen bekannten Fehler gibt es derzeit noch und zwar können LVM-Partitionen nicht eingebunden werden, da Udev-Dienst die entsprechenden Hardwareknoten beim Start löscht. Golem schreibt zwar, das 11.3 1GB RAM verlangt für die Installation, dass ist aber nicht ganz richtig, ich bin auch mit weniger ausgekommen, ich habe aber im Gegensatz nicht die kombinierte Live/Installationsversion benutzt. Insgesamt wird openSUSE 11.3 was die technische Seite betrifft auf jeden Fall eine runde Sache. Der geplante Releasetermin 15. Juli wird wohl eingehalten werden können. Ein Wermutstropfen bleibt für mich allerdings persönlich. 11.3 wirkt grafisch für mich inkonsistent.

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  • LinuxTag – Open Source und Film

    Juni 19th, 2010 von buergermeister

    Wie ich ich hier schon einmal geschrieben habe, war ich nicht nur für RadioTux in Berlin zum LinuxTag sondern hatte am Samstag Morgen auch einen Vortrag zu “Open Source & Film”. Bereits im Vorfeld haben ja einige angefragt ob ich die Slides zum Vortrag online stellen würde, habe ich bisher immer ausnahmslos getan. Macht aber dieses Mal relativ wenig Sinn, da man ohne den Vortrag gehört zu haben relativ wenig anfangen kann. Denn insgesamt sind es nur 8 Folien und darauf befindet sich meist nur eine Frage und nachher eine Antwort ohne weitere Punkte. Natürlich macht ein Vortrag über Film ohne etwas in der Richtung aus meiner Sicht wenig Sinn, deshalb hab ich einige Videoausschnitte gezeigt. Einige wollten ja auch noch einmal eine Liste mit den Filmen haben. Deshalb habe ich mich entschlossen den Vortrag hier im Blog nocheinmal kurz aufzuarbeiten.

    Die erst Folie, war eine reine Bildfolie zu der ich einen kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Copyrights gegeben habe und wie es dazu gekommen ist und wann sich daran etwas ändern muss.
    Die Folie zeigt einen Mönch in einem Scriptorium so ging jahrhundertelang die Produktion von Büchern von statten. In Klöstern schrieben dutzende von Mönchen Bücher ab oder/und übersetzten und illustrierten diese.
    Das ging solange gut, bis der auf dem nächsten Bild gezeigte Johannes Gutenberg, den Buchdruck entscheidend verbesserte. Gutenberg hat den Buchdruck nicht erfunden, den gab es in Form von Druckplatten schon vorher er hat ihn nur durch Entwicklung von präziser gegossenen Drucklettern, Verbesserung der Druckpresse und Weiterentwicklung der Druckerschwärze entscheidend verändert.
    Bis zu Gutenberg gab es nicht sehr viele gedruckte oder geschriebene Bücher, die Bibliotheken der Klöster enthielten nur wenige Werke. Die Autoren, waren eher an der guten Verbreitung durch Abschrift interessiert, sie lebten von ihrem Namen und der Verbreitung ihrer Werke durch die sie Anstellung fanden. Der “Markt” für Abnehmer gedruckter Werke war begrenzt, nur wenige konnten lesen. Nicht wenige Druckereien verdienten daher in dieser Zeit ihr Geld mit dem Druck von Ablaßbriefen und ähnlichem was wir heute Formulare nennen würden.

    Es gab allerdings auch andere, sogenannte Verleger die schriftgewandte und belesene Wissenschaftler und Autoren begannen für die Erstellung von Schriftwerken zu bezahlen. Sie tätigten also Investitionen in Neue, vorher nicht erschienene Werke. Die Autoren lieferten Manuskripte für die sie entlohnt wurden, auch hier je bekannter ein Autor war umso mehr Geld konnte er vom Verleger verlangen. Ein Voltaire soll ja seine Bekanntheit durch eigene Produktion von Raubdrucken ja selbst gesteigert haben. Die Autoren störten sich also wenig an Raub-/Schwarzdrucken oder Graudrucken, für ihre Zwecke war der nur dienlich. Der Verleger hingegen hatte einen Schaden. Störend waren für den Autor allerdings Plagiate, Bücher mit dem gleichem Inhalt unter anderem Namen. Mit der Idee die Autoren auch noch am Umsatz zu beteiligen änderte sich die Situation ein weiteres Mal und unser heutiges Copyright entstand.
    Fazit am Ende technische Neuerungen und soziale Veränderungen verändern Märkte, Schöpfungsprozesse und verlangen eine Anpassung des Rechtssystemes. Und für diese Anpassung steht das letzte Bild auf der Folie, dass Logo von Creative Commons als wohl bekannteste Lizenz zur Veröffentlichung kreativer Werke.

    Heute gibt es das Internet und leistungsfähige Computer. Software (egal ob frei oder proprietär) zur Erstellung von Videos ist nahezu für jedermann verfügbar. An dieser Stelle habe ich das erste Video gezeigt um das aufzuzeigen. Ich habe bewußt einen nicht freien Film gewählt um auf die nächste Frage überleiten zu können.
    Ein paar Worte zum gewähltem Film: Star Wars Revelation, der Film ist wie bereits erwähnt nicht frei, allerdings im Internet frei verfügbar. Frei aus vor allem einem Grunde nicht, er greift Handlungstränge, Gestalten, Umgebungen usw. aus einem anderem Werk auf. Im Jargon spricht man dann immer vom “Universum”, dieser Film spielt also im Universum von Star Wars. Derartige Werke werden als “Fan Fiction” bezeichnet und die rechtlich Situation in diesem Fall ist, dass der Schöpfer des Star Wars-Universum, die Macher dieser Filme gewähren läßt solange sie kein Geld für ihre Werke verlangen. Diese Gentlemen Agreement ist allerdings nirgendwo schriftlich niedergelegt, man kann aber beobachten, dass George Lucas ab und an, auf entsprechenden Plattformen, wie http://www.theforce.net anzutreffen ist und dort auch Kritiken zu den entsprechenden Werken abgibt.

    Da der entsprechende Film ein nichtfreier Film ist, kommt natürlich die Frage auf was ist ein freier Film oder noch mehr was ist ein Open Source Film. Diese Frage habe ich mir vor einigen Jahren bereits im Presserummel um die Veröffentlichung des ersten Creative Commons Filmes “Route 66″ gestellt. Die Frage wurde mir allerdings erst sehr viel später beantwortet, als Tim Baumann im Zuge seiner Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit der OSI, Ton Roosendaal und Schöpfern von Open Source Filmemachern wie Stefan Kluge und Solomon Rothmann eine Definition für Open Source Filme schuf. Sie umfaßt folgende Punkte:

    1. Die Lizenz des Filmes ist zugelassen für freie kulturelle Werke. Dies trifft insbesondere auf die Creative Commons Lizenzen by und by-sa zu.
    2. Die im Film verwendeten Materialien (Quellen) sind auch unter einer Lizenz verfügbar, die für freie kulturelle Werke zugelassen ist.
    3. Der Film und seine Quellen sind öffentlich über einen online Download beziehbar oder über andere Wege, die entweder kostenlos sind oder deren Kosten den Reproduktions- und Verbreitungskosten entsprechen.
    4. Die Quellen müssen mit Free/Open-Source-Software uneingeschränkt ansehbar und editierbar sein. Ist dies nicht der Fall, so muss gewährleistet sein, dass sie mit Free/Open-Source-Software in solch ein Format konvertiert werden können. Das Gleiche muss auch auf den Film selbst zutreffen.
    5. Es sollte möglich sein, den Film mit Hilfe der Quellen zu remontieren oder zu reproduzieren.

    Weltraffer from nichtgedreht on Vimeo.

    Hier folgte ein weiterer Videobeitrag um eine Ãœberleitung zur Situation im Bereich freierer Filmwerke und Open Source Filme zu schaffen. Der gewählte Beitrag ist wiederherum ein nichtfreier Film. Im Zuge meiner Recherchen für die Nacht der freien Filme auf den Chemnitzer Linux-Tagen bin ich auf den Film Zeitraffer von http://nichtgedreht.de gestoßen. Ein “Brickfilm” der 2008 den Publikumspreis auf der Steinerei mit nach Hause genommen hat. Ich habe weil mir das Werk einfach zu gut gefallen hat kurzerhand Kontakt zu den Machern aufgenommen. Auf die Nachfrage, warum man nicht auf “freiere Lizenzen” setzt, erhielt ich zur Antwort “man habe da noch wirklich sich damit beschäftigt” und das obwohl die Macher des Filmes schon Ärger deswegen hatten. Sie haben ein Video zu einem Song produziert und hatten sogar das Einverständnis der Band dazu und die haben das Video auf ihrer Webpräsenz sogar weiterverbreitet. Das Plattenlabel der Band fand es allerdings weniger witzig. Fazit hier, den Kreativen sind die Chancen die sie mit der Veröffentlichung ihrer Werke unter freieren Lizenzen haben noch überhaupt nicht bewußt. Das bestätigen auch Aussagen im Gespräch mit Stefan Kluge vom VEB Film Leipzig.

    Es folgte ein weiterer Videobeitrag mit dem eindeutig aufgezeigt werden sollte, dass es auch mit freien Lizenz möglich ist Geld zu verdienen. Es handelt sich dabei um ein Video namens “Animator vs. Animation“.

    Alan Becker hat mit diesem Kurzfilm mehrere zehntausende Dollar nur durch die Einblendung von Werbebannern auf Webseiten verdient. Die Fortsetzung des Filmes “Animator vs. Animation II” wurde zur Exclusivveröffentlichung auf einer Videoplattform verkauft, auch hier gab es einige tausende Dollar dafür.
    Nach diesem Film wurden einige andere Wege für die Geldschöpfung mit freien Filminhalten genannt. Diese Methoden stehen den freien Filmen nicht exclusiv zur Verfügung sondern werden auch in kommerziellen Filmen teilweise genutzt. Nicht eingegangen wird auf weitere Geschäftsmodelle, die eher der weiteren Verbreitung und dem “Markenaufbau” der/des Filmproduzenten dienen. Wie zum Beispiel Beilage zu Zeitschriften oder den Film als Werbung für seine Produktionsfirma zu veröffentlichen Beispiel: iRomance.

    Sponsoring: das Filme durchaus das Konsumverhalten beeinflussen können, dürfte inzwischen bekannt sein. Das Australien einen deutlichen Anstieg des Tourismus nach der Veröffentlichung von Crocodile Dundee zu verzeichnen. So hat Tourism Western Australia 1 Million $ für Werbung rund um das Epos “Australia” ausgegeben. Ein ebensolcher Anstieg von Besuchern Neuseelands ist nach Lord of the Rings zu verzeichnen. Die Effekte könnten bei freien Filmen ein vielfaches mehr betragen, das die Verbreitung um ein vielfaches höher sein kann.

    Crowd Financing: Crowd Financing ist das was die Blender Foundation bisher bei all ihren Filmen angewendet hat. Fans von Blender tragen durch die Vorfinanzierung zur Produktion des Filmes bei und erhalten im Gegenzug dafür als allererstes eine DVD mit dem Werk. Auch Energija Productions hinter der die Macher von Star Wreck in the Pirkening stecken, versucht auf diesem Wege durch den Verkauf von “War Bonds” die Produktionskosten von “Iron Sky” teilweise zu decken.

    Donation: Auf der republica07 hat man sich noch über Stefan Kluge lustig gemacht, Spenden wären wohl kein Geschäftsmodell. Dem ist allerdings nicht so, dass Menschen denen etwas gegeben wird durchaus auch manchmal etwas zurückgeben, zeigt der VEB Film selbst, nach Veröffentlichung von Route66 kamen sehr schnell die ersten 5.000 Euro für den nächsten Film zusammen. Auch wenn man sich bei Jamendo einige Bands herauspickt und einfach mal die dort monatlich verzeichneten Spenden anschaut, wird einem klar, dass einige der bekannteren davon auch ihren Lebensuntheralt bestreiten können.

    Product Placement: Wie bereits beim Sponsoring erwähnt, Filme können das Konsumverhalten beeinflussen. Ob nun Mutter Beimer in der Serie demonstrativ eine Marken-Nuß-Nougatcreme auf den Tisch stellt (obwohl Schleichwerbung gemäß Rundfunkstaatsvertrag eigentlich verboten ist) oder der Assistent von Sandra Bullock im “Proposal” die ersten 20 Minuten des Filmes mit dem Pappbecher einer bestimmten Kaffeeeinzelhandelsunternehmen oder Gibbs in Navy CIS demonstrativ immer nach einem Kaffee verlangt der ihm auch demonstrativ in der Tasse mit dem entsprechendem Logo serviert wird. Product Placement ist eine der effektivsten Werbeformen, dem Zuschauer wird suggeriert es sei normal ein bestimmtes Produkt zu konsumieren. Um ein wievielfaches höher kann dann diese Werbeform erst sein, bei einem Film der den Anschein hat von “normalen” Menschen gemacht wurde und der eine hohe Verbreitungszahl aufweisen wird? Ãœbrigens wurde diese Werbeform schon in einem freien Film angewendet, in CH7 war demonstrativ ein Restaurant zu sehen, das man gratis benutzen durfte für die Dreharbeiten.

    Versioning: Versioning dürfte in der Welt der freien Software eigentlich bekannt sein. Es gibt viele Softwareunternehmen, die eine Software als sogenannte Community- und als Enterpriseversion gegen Bezahlung bereitstellen. Das geht natürlich auch mit Filmen, eine kürzere oder Version in niedrigerer Auflösung gibt es umsonst, hochauflösend oder mit Bonus-Material gibt es gegen Bezahlung. Versionierung wird seit geraumer Zeit von der Filmindustrie für die Ankurbelung der DVD-Verkäufe angewandt, so befindet sich meist Bonus-Material auf den DVD wei Makingof etc. Auch das ist mit freien Filmen durchaus umsetzbar.

    Sell it, Free it: Bei diesem Modell wird der Film anfangs nicht unter einer freien Lizenz veröffentlicht sondern erst nach erreichen des Geschäftszieles, sei es durch Absatz einer bestimmten Anzahl von DVD oder dem Erreichen einer gewissen Besucherzahl im Kino oder am Ende durch erreichen einer gewissen Laufzeit. Zum Beispiel 2 Jahre lang nur als Kaufversion, dannach frei.

    Pay what u want: Bei diesem Geschäftsmodell darf der Konsument einfach frei wählen, wieviel er für das Produkt ausgeben möchte. Egal ob ein Grundpreis verlangt, der die Material- und Versandkosten deckt oder auch Kleinstsummen möglich sind, die den AUfwand nicht decken. Die Möglichkeit gegen Zahlung eines selbsgewählten Preises die Vollversion von World of Goo zu erwerben, ging ja auch ausreichend durch die Medien. Ähnlich bietet der VEB Film seine Produkte an, eine Fixsumme für den Versand der DVD ist vorgegeben. Die Erfahrung zeigt, dass die Konsumenten durchaus in der Masse gerechte Preise auch gegenüber dem Produzenten bezahlen.

    Accesoring (Merchandizing): Merchandizing spielt auch in der proprietären Filmindustrie eine nicht unbedeutende Rolle. Die Rolle dieser Einnahmen wurde wohl dem oben bereits erwähnten George Lucas als erstem bewußt, so verschenkte er damals nahezu die Rechte am Film gegen die Zusicherung der Rechte an Merchandizing. Heute 30 Jahre später wird klar, dass er das größere Stück vom Kuchen bekommen hat. In den 30 Jahren wurden rund 30 Milliarden Dollar mit Star Wars Merchandizing-Artikeln umgesetzt. Dem gegenüber steht ein eher mageres Einspielergebnis von Star Wars: The Clone Wars von rund 70 Millionen, die Produktionskosten des Vorgängers betrugen rund 120 Millionen und man kann davon ausgehen, dass in etwa die gleiche Summe für Marketing aufgewendet wurde. In derartigen Filmen wie Big Buck Bunny steckt durchaus das Potential für Merchandizing Produkte. Bei Produktionen wie Route66 oder Valkaama kann es durchaus durch den Verkauf von Postern oder Soundtrack-CDs zur Ergänzung der Einnahmen dienen.

    Nach diesem etwas längerem Ausflug in die Möglichkeiten der Finanzierung freier Filme, folgten zahlreiche Filme und Filmausschnitte um einen Überblick auf freie Filme/Open Source Filme im sogenannten programmfüllenden Sektor zu geben und die Frage zu klären, warum der Erfolg sich für diesen Sektor bisher nicht eingestellt hat. Gezeigt wurden:

    Ein Auschnitt von “Route66 – ein amerikanischer Albtraum
    Ein Auschnitt aus Valkaama
    Ein Auschnitt aus CH7
    und ein Chapter aus “Sita sings the Blues

    Am Ende steht das Fazit, dass die Masse der bisher veröffentlichten Filme, nicht von vornherein als Open Source Filme geplant waren und die wirtschaftliche Planung trotz aller kreativer Freiheit die in diesem Filmen eine Rolle spielt, eine Rolle spielen muß um auch wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Der Bonusfaktor zu den ersten zu gehören, die einen solchen Film veröffentlicht haben ist langsam vorrüber. Ich hoffe, dass der Ãœberblick, denn ich über das Thema geben wollte ausreichend ist. Am Ende ist es ein sehr komplexes Thema, welches man nur entweder auszugsweise im Ãœberblick streifen kann oder mit sehr viel Zeitansatz vorstellen kann. Um auf zu zeigen, wie man mit derartigen Filmen Geld verdienen kann, muss man z.B erst einmal darstellen wie wird mit “normalen” Filmen Geld verdient.

    Wer sich weiter mit dem Thema beschäftigen möchte, die Diplomarbeit von Tim Baumann steht hier zum download bereit, außerdem pflegt er die Wikipedia-Seiten zum Open Source Film, auf denen die wirklich wenigen Exemplare zu finden sind, die den Kriterien entsprechen. Fragen und Anregungen, wie immer in die Kommentare ;)

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  • Debian Squeeze artwork “contest”

    Juni 15th, 2010 von buergermeister

    Nachdem die Nachrichten die Runde machen, das Debian Squeeze Ende August eingefroren wird, ruft nun der Debian Project Leader Stefano Zacchiaroli in seinem Blog zu einer Art Grafik-Wettbewerb auf. Also wer Skills im Umgang mit Grafiken hat und ein Debian-Enthusiast ist, sollte sich zuerst einmal auf der Artwork requirements-Seite im Debian Wiki umschauen. Und kann nachher schon einmal hier die Vorschläge für Squeeze im “Contest” anschauen und natürlich dort auch eintragen. Also viel Spaß beim mitmachen.

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    Join the Game

    Juni 15th, 2010 von buergermeister

    Am Mittwoch auf dem LinuxTag haben Jos Poortvliet und Frank Karlitschek bei RadioTux auf der Bühne, dass neue Programm “Join the Game” des KDE e.V. vorgestellt. Der KDE e.V. versucht mit diesem Programm neue Mitglieder zu gewinnen, die den Verein vor allem finanziell unterstützen. Bei Join the Game geht es aber um mehr als nur einfache Spenden. Die Mitglieder sollen auch in die KDE-Community integriert werden mit einer Mitgliederversammlug zur Akademy-Zeit oder anderen Events. Werden allerdings kein Stimmrecht für Wahlen besitzen. Dafür erhalten sie allerdings viermal im Jahr einen Bericht über die Tätigkeiten des KDE e.V. um sich so über den Verbleib des von ihnen gezahlten Geldes zu informieren zu können. Das Geld soll helfen, die Kosten der steigenden Aktivitäten der KDE-Community decken zu können. Das erste KDE e.V. Individual Supporting Membership-Member wurde übrigens Georg Greve der Gründer der FSFE und die Nummer zwei war Vincent Untz von der Gnome-Foundation. Mehr gibt es im entsprechenden Announcement von Jos Poortvliet. Auf den Mitschnitt von der RadioTux Bühne müßt ihr noch eine Weile warten.

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    Review LinuxTag 2010

    Juni 13th, 2010 von buergermeister

    Der LinuxTag in seiner 16ten Ausgabe ist nun seit gestern Geschichte, und ich bin auch schon wieder zu Hause. Die Mails sind alle nun gelesen, alle die mir noch am Montag oder noch später geschrieben haben, sie hätten gern ein Freiticket hatten ziemliches Pech. Am Montag hatte nämlich mein Mailserver einen Ausfall und er hat die Queue erst am Dienstag abgearbeitet und da war ich aber schon unterwegs in Richtung Berlin. Während der Woche hatte ich aber auch keine Zeit groß Mails zu lesen oder gar zu bloggen, das wird langsam zur Gewohnheit :(

    Das wird aber jetzt nachgeholt und zwar mit diesem Artikel, was meinen Talk betrifft da ja einige die Folien erwarten auch dazu werde ich noch einen Artikel verfassen. Ich bin wie bereits erwähnt am Dienstag Morgen nach Berlin gefahren und zwar wie schon öfter mit dem Vogtlandexpress. Ich mag diese Privatbahn, erstens ist sie schneller, zweitens wesentlich günstiger und der Service ist einfach mal super. Ich war dann auch relativ zeitig in Berlin und in diesem Jahr standen schon die Stände und so ging der Aufbau eigentlich zügig von statten, nur kam einfach alle Technik für RadioTux zu spät an.

    Ich war dann später noch mit Roman im Zollpackhof einem schicken Biergarten im Zentrum Berlins direkt gegenüber des Kanzleramtes um am Mozilla Meetup teilzunehmen. Eine lockere Runde in der man, eine Menge Leute aus der Mozilla Corporation und Community treffen konnte. So hatten wir die Gelegenheit mit Carsten Book, Axel Hecht und Dr. Barbara Hüppe über ihre Arbeit bei Mozilla zu sprechen. Anwesend war auch Mitchell Baker aber sie ist an diesem Tag erst angereist und hatte einen Jetlag und so haben wir auf ein Interview verzichtet. Wir hoffen natürlcih, dass wir irgendwann einmal die Gelegenheit zu einem Interview bekommen. Das Interview ist übrigens schon veröffentlicht und ihr könnt es hier finden.

    Der Mittwoch begann bei der Tag eigentlich sehr chaotisch und so sind einige Interviews leider ausgefallen, vor allem während ich zu Eröffnungspressekonferenz war. So fielen die Interviews über die GUUG und das Interview mit Jos Poortvliet aus, der bereits Cornelius Schumacher im ersten Interview vertreten mußte. Das Interview mit Mandrivauser haben wir ja am Samstag noch nachgeholt. Auch hatten wir am Mittwoch noch technische Probleme. Der auf der Open Source Arena eingesetzte Switch war einfach zu schwach. Das Problem war aber am nächsten Tag beseitigt, allerdings hatten wir dadurch keine Aufzeichnung der zwei dort geführten Interviews. Den Abend habe ich dann auf dem GUUG-Abend ausklingen lassen und bin so erst wieder um 2.30 Uhr im Bett gewesen.

    Am Donnerstag war bei uns schwerpunktmäßig sozusagen Debian Day. Am Donnerstag und Freitag fand ja im Untergeschoß der Messehalle die MiniDebConf statt. Diese Veranstaltung ist ein kleiner Ableger der großen, dieses Jahr in New York stattfindenden, DebConf.  Wir haben unser Programm mit einem der Organisatoren dieser Veranstaltung begonnen. Das Highlight des Tages war wohl das Interview mit dem derzeitigen Debian Project Leader Stefano Zacchiroli, dessen Interview ihr hier finden könnt. Ausserdem hatten wir ja Alexander Reichle-Schmehl aka tolimar zu Gast, der uns erzählt hat wie man am Debian-Projekt mitwirken kann.  Mit der Präsenz von Debian in unserem Programm bin ich dieses Mal sehr zufrieden, die Stammhörer von RadioTux wissen wohl, dass Debian sonst immer ein wenig kurz wegkommt, was allerdings nicht an uns liegt. Während sich die Masse der MiniDebConf-Teilnehmer eher auf die Bug-Sqashing Party begeben hat, haben wir den Abend on the beach ausklingen lassen. Die LinuxNacht fand dieses Mal inder Box at the Beach statt, eine tolle Location und wir hatten auch das passende Wetter dafür. Das wir vom Strand um 23.00 Uhr vertrieben wurden, hatte leider polizeiliche Gründe und das auch dieses Jahr magere Angebot für die Vegetarierer hat der Veranstalter durchaus selbst erkannt.

    Am Freitag galt dann unser Programm überwiegend openSUSE und auch so gut wie kein Interview ist ausgefallen. Eines der Highlights des Tages war wohl das Interview mit Stormy Peters und Vincent Untz von der Gnome Foundation, welches übrigens witzigerweise Frank Karlitschek geführt hat. Wir hatten aber auch ein Telefoninterview mit Will Stephenson und Stefan Kuhlow nach Nürnberg um über die gleichzeitig stattfindende HackWeek 5 zu berichten. Das Interview könnt ihr hier finden. Nach dem Interview von Stormy und Vincent gab es noch einen weiteren Höhepunkt auf der kleinen Univention-Bühne, wir hatten Larry Augustin den CEO von sugarCRM zu Gast, der uns ein wirklich tolles Interview gegeben hat. Wenn das dann fertig geschnitten ist also unbedingt reinhören.

    Am Samstag galt ein Großteil unseres Programmes Ubuntu und so hatten wir die Jungs von ubuntuusers zu Gast, haben ein Interview zu Communtu geführt und hatten jede Menge weitere Gäste rund um Ubuntu. Es gibt ja auch bereits einen Artikel im ikhaya von ubuntuusers zur Präsentation auf dem LinuxTag und natürlich auch zu unseren Interviews. Das absolute Highlight des Tages in unserem Sendeplan war wohl Mark Shuttleworth und man muss sagen das einzige Mal in der Woche, dass die Sitzplätze vor der Bühne und auch der Gang davor richtig gefüllt war. Wir haben uns von Mark einige Autogramme geben lassen, die wir natürlich nicht selbst behalten werden, sondern irgendwie über RadioTux verlosen werden. mal sehen, da lassen wir uns etwas einfallen. Der Abend endete dann wie in den letzten Jahren mit dem Besuch der C-Base wo Ubuntu Berlin gegrillt hat.

    Insgesamt war der LinuxTag dieses Jahr sehr toll, wenn man von kleineren Fehlern absieht. Eine Zunahme der Besucher gab es auf jeden Fall und ein frischer Wind war auch zu verspüren. Ich bin auf jeden Fall auch wieder auf dem nächsten LinuxTag, der dann allerdings schon im Mai statfinden wird. Der Termin ist im nächsten Jahr der 11.-14. Mai 2011.

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    Für Kurzentschlossene

    Juni 6th, 2010 von buergermeister

    Ich hab doch tatsächlich noch ein paar Wochenkarten für den Linuxtag zu vergeben. Wer also bis jetzt noch keine abbekommen hat, einfach eine Mail and die bürgermeisterliche Adresse schicken. Bitte nicht in die Kommentare ;)

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  • Linuxwochen Wien 2010

    Juni 5th, 2010 von buergermeister

    Mir ist das gar nicht so aufgefallen, aber die wenigsten der Feedleser dürften von den Feeds von Karl-Tux-Stadt im Mai gestresst gewesen sein. Grund ist einfach, ich hab im Mai doch mehr englische Beiträge für den Planeten bei openSUSE gehabt und die werden vom generellen Feed excludiert. Wer das auch noch lesen möchte findet den Feed hier. Aber eines vorneweg meine englische Grammatik ist grauenvoll.

    Und so habe ich auch nur einen Bericht von den Linuxwochen Wien in englisch abgeliefert, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte das auch in Deutsch zu tun. Das hole ich dann hiermit nach. Die Hinreise war für mich schon einmal bombastisch, ich bin mit dem Zug gefahren und hatte das Glück einen tschechischen Eurocity zu erwischen. Die haben Kleinabteile für 6 Personen und 4 Steckdosen, da bleibt über die doch lange Fahrt der Laptop in Betrieb :D Was ich auf der ersten Hälfte der Strecke nur wenig genutzt habe, da die Fahrt immer die Elbe entlang geht und ich mich dann doch an der Landschaft ergötzt habe. Nach meiner Ankunft Wien/Praterstern hab ich mich auch sofort ins Büro der Quintessenz im Museumsquartier begeben, wo man mich auch sofort zur Arbeit verdonnern wollte. Ich durfte dann allerdings doch noch meine Verabredung im nahen Käuzchen mit Pavol und Michal wahrnehmen. Allerdings mußte ich danach trotzdem noch arbeiten und so endete der Tag für mich erst 4 Uhr morgens, blöd wenn man 6 Uhr wieder geweckt wird.

    Die Linuxwochen in Wien gehen über 3 Tage, Donnerstag, Freitag und Samstag. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen im Linuxumfeld finden sie nicht an einer Universität oder Fachhochschule statt sondern in städtischen Einrichtungen in Wien. Ich war ja im vergangenen Jahr bereits da und damals fanden sie im Großen Rathaus der Stadt Wien statt. Da wurde im wahrsten Sinne des Wortes, der rote Teppich für Linux ausgerollt. In diesem Jahr fanden die Linuxwochen in Wien im Alten Rathaus also in barockem Ambiente statt. Solch eine Location hat zwar ihren besonderen Reiz, bringt aber auch einiges an Schwierigkeiten mit sich. Das man natürlich in barocke Wände einen Nagel klopft um sein Plakat aufzuhängen ist klar, aber das eine solche Location nicht unbedingt über Internet verfügt ist eine weitere. Auch das will dann organisiert sein, in diesem Falle gab es WLAN welches am Ende über UMTS-Sticks ins Internet geroutet wurde.

    Natürlich steht auch an solchem Veranstaltungsort nur begrenzt Ausstellungsfläche zur Verfügung und eine große Anzahl an Projekten kann man nicht erwarten. Die FSFE war vor Ort, auch das Fedora Project und mit Daniel Seuffert wieder FreeBSD sowie openSUSE. Ubuntu hat sich wieder einmal rar gemacht, die sind schon irgendwie crazy drauf da, wieso man da Hostessen engagieren muss ist unklar. An Firmen war unter anderem IBM aber auch Microsoft vor Ort.

    An Vortragsräumen standen ein wirklich großer wunderbarer Saal, ein etwas kleineres Auditorium und ein Raum für die Workshops zur Verfügung. Das Vortragsprogramm war sehr gut, ich hab mich gefreut auch einmal neue Themen zu entdecken. Meine Workshops waren alle beide am Freitag eingeplant. Wie immer waren sie gut besucht, der Inkscape-Workshop voll und der zu Gimp wieder zu voll. Der Raum war wirklich propend voll und viele saßen auch noch auf der Erde. Das ist zwar irgendwie geekig aber ich finde das nicht so funny, schließlich kann man da wirklich nicht gut arbeiten. Am Ende haben wir darüber nachgedacht am Samstag noch einen weitern anzubieten, was dann aber hätte nicht mehr publiziert werden können.

    Am Freitag war dann noch der Social Event, dieses Mal im Museumsquartier und es war wirklich voll und wir hatten eine Menge interessanter Gespräche. Insgesamt waren die Linuxwochen Wien gut besucht, am ersten Tag dem Donnerstag hab ich noch gedacht, Hilfe das nimmt doch noch zu gegen Samstag, dem war aber nicht so, da war wohl das gute Wetter dran Schuld. Alles in allem waren die 3 (5) Tage in Wien wieder ein Erlebnis und eine Reise wert, also nächstes Jahr wieder. Naja vielleicht schaffts ja Ubuntu bis dahin die Hostessen zu beschaffen :D

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  • Tux-Case

    Juni 3rd, 2010 von buergermeister

    Für Freunde des Maskottchen von Linux auch Tux genannt, hält Tschibo derzeit etwas bereit. Einen Pinguin-Rollkoffer oder eher Köfferchen, so für die nächste Vortragsreise durchaus geeignet :D Mir ist der Spaß aber einfach mal zu teuer, soll nämlich 39,95 € kosten.

    Geschrieben in fedora, ubuntuusers, Wundersame Webwelt | 4 Kommentare »

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  • Der zweite Streich – openSUSE Conference

    Mai 31st, 2010 von buergermeister

    In diesem Jahr wird zum zweiten Mal die openSUSE Conference in Nürnberg stattfinden. Der genaue Zeitraum wird der 20.-23. Oktober 2010 sein. Für diese Konferenz ist man jetzt auf der Suche nach Beiträgen. Das Ganze findet unter dem Motto “Collaboration Across Borders” statt. Damit will man vor allem Upstream-Projekte ansprechen an der Konferenz teilzunehmen um die zukünftige gemeinsame Arbeit mit dem openSUSE Projekt besser abstimmen zu können, dabei will openSUSE aber auch interessantes an Neuerungen aus diesen Projekten wissen. Natürlich sind auch gerne Gäste und Beitragende von anderen Distributionen gesehen. Die Schwerpunkte der Einreichungen sollen: Technology and Upstream Development, Education and Science, Business und aus den Bereichen User & Home sein. Zu den entsprechenden Vorträgen wird es natürlich auch Hacksessions und BOF-Sessions geben. Die Deadline für die Einreichungen für Papers aber auch Ideen für Hack und andere -sessions wird der 31. Juli sein. Mehr zum CfP gibt es hier zu erfahren.

    Ich für meinen Teil, werde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in diesem Jahr an der openSUSE Conference teilnehmen. Sicher werde ich auch wieder einen entsprechenden Beitrag für RadioTux produzieren. Aber erst einmal gilt es für das Program Committee ein entsprechendes Programm zusammen zu stellen.

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  • Nochmal Karten für den LinuxTag

    Mai 31st, 2010 von buergermeister

    Der LinuxTag in Berlin rückt unaufhaltsam näher, nur noch etwas über eine Woche dann steigt Europas Open Source Party Nummer eins. Einigen wird es zwar nicht schmecken, dass Microschuft als Sponsor auftritt aber ein wenig wandeln ja auch die sich. Dafür soll es aber dieses Jahr mehr Aussteller geben. Ich werde ja die ganze Woche mit RadioTux vor Ort sein. Wir berichten wieder Live vom Geschehen (Programm hier) und wer jetzt auch den LinuxTag besuchen will, hat nochmal die Chance RadioTux hat nochmals Freikarten zu vergeben.

    Geschrieben in Family Affairs, ubuntuusers | 5 Kommentare »

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